Schulterschluss und Rückenwind für den Ausbau der neuen S 4-Ost: Gipfeltreffen in Berlin

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Spitzentreffen in Berlin, v.l.: Bundes-Staatssekretär Enak Ferlemann, Ministerpräsident Daniel Günther, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und DB-Vorstand Ronald Pofalla

Politischer Rückenwind für das Schienenprojekt „S 4-Ost“ zwischen Hamburg und Bad Oldesloe: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, Ministerpräsident Daniel Günther und Bahnvorstand Ronald Pofalla verständigen sich heute in Berlin auf eine zügige Umsetzung desVorhabens. Alle Beteiligten bekräftigten dabei, dass es eine 60-prozentige Finanzierung aus Bundesmitteln nach dem Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz und eine 40-prozentige Beteiligung der Länder geben werde. Die dafür nötigen Kabinettsentscheidungen sollen noch in der ersten Jahreshälfte 2019 getroffen werden.

Das Bundesverkehrsministerium hatte das Projekt im November bereits in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bedarfsplans Schiene hochgestuft – und damit die Basis für die nächsten Schritte zur neuen S-Bahn geschaffen. Ziel der heute geschmiedeten Allianz: wenn die für 2019 und 2020 erwarteten Baugenehmigungen vorliegen, soll auch unverzüglich mit dem Bau begonnen werden.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte dazu: „Ich will eine Bahn, die viele Menschen gerne nutzen. Dafür sind leistungsfähige Knoten und Bahnhöfe von zentraler Bedeutung. Nur so funktioniert Bahnfahren mit dem Wow-Effekt. Der S-Bahnausbau trägt zur Entlastung des Hamburger Bahnknotens bei und schafft neue Möglichkeiten im Deutschland-Takt auf der Schiene.“

Ministerpräsident Daniel Günther begrüßt die positive Bewertung des Projektes: „Ich bin sehr froh, dass der Nutzen dieses für Hamburg und Schleswig-Holstein so wichtigen Verkehrsprojektes auch für den Bundesverkehrswegeplan festgestellt wurde und es eine Bereitschaft zur gemeinsamen Finanzierung gibt.“ Die S4 sei ein gutes Beispiel dafür, dass es in Deutschland möglich ist, auch komplexe, bundesländerübergreifende Projekte auf den Weg zu bringen.

„Der weitere Ausbau des S-Bahnnetzes stärkt die Metropolregion Hamburg. Mit der neuen S-Bahn können die Menschen aus dem Hamburger Osten sowie aus dem Kreis Stormarn zukünftig umsteigefrei viele Ziele in der Stadt erreichen“, sagt Hamburgs Bürgermeister Tschentscher. Die S4 sei ein zentraler Baustein für den Ausbau des Hamburger Schnellbahnnetzes.

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DB-Vorstand Ronald Pofalla erwartet mit der neuen S-Bahn bis zu 14.500 Neukunden pro Werktag, 100.000 Menschen würden künftig täglich mit der S4 fahren. Mit Blick auf den Hauptbahnhof ergänzte Pofalla: „Um Verspätungen zu reduzieren, müssen insbesondere in Knoten ausreichende Kapazitäten vorhanden sein. Mit der S 4 schaffen wir mehr Platz für mehr Züge im Hamburger Hauptbahnhof.“

Das Projekt S4 (Ost) von Hamburg nach Bad Oldesloe

Die Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist eine der meistbefahrenen  Pendlerstrecken rund um die Hansestadt Hamburg. Um die Wege zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein einfacher zu gestalten, wird die S4 gebaut. Ziele sind zuverlässigere Verbindungen, weniger Umstiege und mehr Komfort. Der Bau der neuen S-Bahn-Strecke ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg sowie von Bund und Bahn.

Das Projekt umfasst den Bau zwei neuer Gleise für die S-Bahn von Hamburg-Hasselbrook bis nach Ahrensburg, außerdem den eingleisigen Neubau von Ahrensburg bis Ahrensburg-Gartenholz, der Bau von fünf zusätzlichen Stationen und eine Vielzahl weiterer Einzelmaßnahmen. Derzeit laufen für die Baugenehmigung die drei Planfeststellungsverfahren. (zwei in Hamburg, einer in Schleswig-Holstein). Nach Vorliegen der Baugenehmigungen soll unverzüglich mit dem Bau begonnen werden. Ziel ist die Inbetriebnahme 2028.

Die Kosten belaufen sich inklusive vertiefter Kosten- und Risikoanalyse nach jetzigem Stand auf rund 950 Millionen Euro. Die Finanzierung des Projekts erfolgt mit Bundes- und Landesmitteln sowie über Fördermittel der EU. Die Europäische Union hat Planungsleistungen gefördert auf Grund der hohen Bedeutung der Strecke Hamburg–Lübeck für die gesamteuropäische Verkehrsplanung.

Weitere Informationen: http://www.s-bahn-4.de

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