Rohlfs: Wir wollen mehr Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in Selbständigkeit bringen

Bescheide

Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs hat in Lübeck Zuwendungsbescheide über insgesamt rund 2,5 Millionen Euro für acht Projekte zur Qualifizierung und Begleitung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus überreicht. Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) erhält 1,22 Millionen Euro, die in der Hansestadt ansässige Unternehmensberatung „neue impulse“ rund 795.000 Euro, das Centrum für Angewandte Technologien GmbH (CAT) 214.000 Euro, die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH des Kreises Pinneberg (WEP) 179.760 Euro sowie die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Itzehoe gGmbH (AGS) 106.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Wie Rohlfs bei der Übergabe sagte, arbeiten die Projektträger eng mit den Agenturen für Arbeit und Jobcentern sowie den Wirtschaftsfördergesellschaften und den Kammern zusammen.  „Ziel ist es, Gründungswillige aus der Nichterwerbstätigkeit bzw. aus der Arbeitslosigkeit für eine Selbständigkeit zu rüsten, um damit eine Alternative zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu schaffen. Eine gründliche Qualifizierung und Beratung sowie eine gezielte Begleitung bei der Gründung ist wichtiger denn je, um sich als Neugründer nachhaltig am Markt behaupten zu können“, sagte Rohlfs.

In den vergangenen Jahren konnten laut Rohlfs bereits über 10.000 Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in den Projekten geschult werden, von denen die Mehrheit im Anschluss ein eigenes Unternehmen gründete. Mit der heutigen Bescheidübergabe werde die wertvolle Arbeit der Projekte für die Jahre 2019 und 2020 fortgesetzt, um arbeitsuchenden Menschen eine stabile Perspektive zu geben. Eine Möglichkeit ist die Qualifizierung über die acht Existenzgründungsprojekte in Schleswig-Holstein. In diesen Gründungscamps sollen in den kommenden zwei Jahren rund 2.100 Nichterwerbstätige gezielt auf ihre Selbständigkeit vorbereitet und begleitet werden. Dafür wendet Schleswig-Holstein rund 2,5 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Arbeit auf.

Die Bescheidübergabe erfolgte bei dem Existenzgründer Johannes Spohr. Der 37-Jährige hatte zunächst eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker absolviert, die er 2007 als Innungsbester abschloss. Nach einem begonnen Studium zum Berufsschullehrer Metall erfolgte eine berufliche Umorientierung, indem Spohr die Ausbildung zum Fahrlehrer der Klasse B absolvierte. Im Jahr 2013 nahm er dann an dem ESF-geförderten Projekt zur Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit im „GründerCamp Lübeck“ teil.
Schließlich gründete er zum 1. August 2013 die Altstadt-Fahrschule in Lübeck. Seitdem arbeitet Spohr sehr erfolgreich. Er beschäftigt in seinem Unternehmen inzwischen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sieben Fahrlehrer in drei Filialen in der Hansestadt.

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