Land fördert E-Learning für lernschwache Jugendliche – Rohlfs: „Gut angelegtes Geld“

Koppelsberg1
Rohlfs lässt sich vom angehenden Fachpraktiker Küche, Riemi Urbansky (18), und seiner Lehrerin Marthe Levsen die Funktionen des Lernsystems erklären

Damit lernschwache Jugendliche und junge Menschen mit anderen Handicaps nicht den Anschluss an die digitale Welt und das digitale Berufsleben verlieren, unterstützt das Land ein E-Learning-Projekt des Jugendaufbauwerks (JAW) Plön-Koppelsberg der Nordkirche mit knapp 237.000 Euro. Das Geld wird für den Aufbau eines elektronischen Kurssystems auf Basis der an vielen Schulen und Hochschulen eingesetzten Lernsoftware „Moodle“ verwendet. Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs überreichte dazu heute den entsprechenden Förderbescheid an Einrichtungsleiter Christian Lange.

„Für eine erfolgreiche Berufsausbildung sind digitale Kompetenzen eine Schlüsselqualifikation. Gerade junge Menschen mit Benachteiligungen und Handicaps brauchen dafür eine intensive und individuelle Unterstützung“, sagte Rohlfs. Das Projekt ist auf zunächst ein Jahr befristet und wird durch die drei Jugendaufbauwerke „Norderstedter BildungsGesellschaft“ (NoBiG), „Gesellschaft für Bildung Beruf Kultur mbH“ (BiBeKu) sowie „Bildung und Qualifizierung Meldorf“ gGmbH (BQM) begleitet. Alle vier Jugendaufbauwerke sind Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendaufbauwerke Schleswig-Holstein e.V.

Wie der Leiter des „JAW Moodle“-Projekts, Heinrich Fuchs, erläuterte, geben erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendaufbauwerke die Inhalte in das Lernsystem ein und pflegen es auch. Nach den Worten von Rohlfs werden dabei unter anderem das Schulfach „Wirtschaft und Politik“ sowie der Ausbildungsberuf „Fachpraktiker*in Küche“ als Lernbereiche mit mindestens 500 Aufgaben abgebildet. Das Projekt umfasst zudem die Schulung von 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Moodle-Redakteuren. Anschließend wird die Plattform mit den integrierten Lerninhalten den landesweit 18 Jugendaufbauwerken zur fortwährenden Nutzung zur Verfügung gestellt.

„Mit dieser Investition stärken wir den jungen Menschen den Rücken für den Einstieg ins Erwerbsleben – und steuern zugleich unserem Fachkräftemangel entgegen. Das Geld ist also überaus gut angelegt“, sagte Rohlfs.

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