Spitzentreffen: Bund, Bahn und Buchholz wollen rasche Entscheidung zum Lärmschutz am Belt

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Spitzentreffen im DB-Tower heute in Berlin (v.l.): Bahnchef Lutz, Buchholz und die beiden DB-Vorstände Pofalla und Bergmann. Das Treffen mit Staatssekretär Ferlemann hatte am Abend vorher stattgefunden

Nach der Festlegung auf eine Tunnel-Variante für die künftige Fehmarnsundquerung drücken Bund, Bahn und Land nun aufs Tempo hinsichtlich des künftigen Lärmschutzes an der Belttrasse. Wie Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) heute nach einem Treffen mit Bundes-Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann und den DB-Vorständen Pofalla, Lutz und Bergmann sagte, sei man sich einig, alles dafür zu tun, dass der Bundestag noch vor seiner Sommerpause Beschlüsse für einen übergesetzlichen Lärmschutz fassen könne. «Dabei ist allen Beteiligten natürlich klar, dass das Parlament sich die Zeit nehmen kann und muss, die es für diese wichtige Weichenstellung braucht», sagte Buchholz.

Sowohl Ferlemann als auch DB-Vorstandschef Richard Lutz, Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und DB-Netz-Chef Jens Bergmann hätten die Tunnel-Lösung für den Fehmarnsund als besten Kompromiss sämtlicher Varianten bezeichnet. Nun gehe es darum, die weiteren Planungen zusammen mit der DB rasch und rechtssicher voranzutreiben.

Neben der Beltquerung stand bei dem Spitzentreffen mit Bund und Bahn auch der weitere Ausbau der Marschbahn auf der Tagesordnung. «Wir haben gemeinsam Möglichkeiten erörtert, wie das Netz-West künftig in Teilen elektrifiziert und in Teilen mit anderen klimafreundlichen Antriebsformen ausgestattet werden könnte», so Buchholz. Darüber werde es weitere Gespräche geben.

Die Pünktlichkeit auf der Marschbahnstrecke halte sich unterdessen weitgehend stabil, wenn auch noch weit entfernt von den vertraglich vereinbarten Werten. Während die Züge in der Vorwoche im gesamten Netz West zu 83,2 Prozent pünktlich waren, lag die Pünktlichkeit auf der Strecke Niebüll-Westerland bei 76,3 Prozent. Auslöser seien zahlreiche Infrastrukturstörungen gewesen, die insbesondere in der letzten Februar-Woche wiederholt zu Verspätungen und ungeplante Ausfällen führten. «Allen im Verkehrsministerium als auch im DB-Tower in Berlin ist klar, dass der zweigleisige Ausbau der Strecke rasch kommen muss, um den zigtausenden täglichen Berufspendlern eine Perspektive zu geben», sagte Buchholz.

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