Land stärkt regionale Fertigung von Corona-Schutzausrüstungen

Erfreut über den Rückenwind des Landes: PAV-Chefin Isabel Höftmann-Toebe mit ihrer Mutter Dr. Inge Toebe-Albrecht

Die Nachfrage nach persönlicher Schutzausrüstung ist groß – und das wird vermutlich auch noch länger so bleiben. Um langfristig den Bedarf decken zu können, sind zwei Unternehmen aus Schleswig-Holstein in die Produktion eingestiegen und bekommen dafür rückwirkend Unterstützung vom Land. Der «Paul Albrechts Verlag GmbH» (PAV) in Lütjensee und die «Qualitäts-Masken Hamburg GmbH» (QMH) in Norderstedt erhalten für den Aufbau von Produktionsanlagen für persönliche Schutzausrüstung insgesamt rund 1,3 Millionen Euro Förderung aus dem Landesprogramm Wirtschaft. „Damit unterstützen wir die Etablierung einer regionalen Fertigung, die dazu beiträgt, die Versorgung innerhalb Deutschlands sicherzustellen und erschließen zugleich neue Wirtschaftsbereiche“, betont Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz.

Der Paul Albrechts Verlag erhält rund 950.000 Euro für den Erwerb von Anlagen und Komponenten zur Produktion zertifizierter OP-Masken. Nach umfangreichen Vorplanungen konnte das Unternehmen im Sommer 2020 mit der Serienfertigung seiner Maskenprodukte beginnen. Aktuell findet die Fertigung mit zwei Hochleistungsmaschinen aus deutscher Produktion statt, weitere Maschinen folgen. Angestrebt wird ein Produktionsvolumen von bis zu 6 Millionen Einzelmasken pro Woche.

PAV-Geschäftsführerin Isabel Höftmann-Toebe freute sich über die Förderung: „Das primäre Ziel ist, einen weiteren Geschäftsbereich zu etablieren, um die steigende Nachfrage auch zukünftig zu bedienen.“ Dabei sollen sowohl Kunden der öffentlichen Hand als auch freie Marktteilnehmer mit medizinischen OP-Masken beliefert werden. „Dank spezieller Maschinen ist auch eine kurzfristige Umstellung beispielsweise auf Spezialgrößen oder Kindermasken kein Problem, sofern Bedarf besteht“, so Höftmann-Toebe weiter.

Der Auf- und Ausbau der Produktionsanlagen für Mund-Nasen-Schutz der Qualitäts-Masken Hamburg GmbH wird mit rund 364.000 Euro gefördert. „Wir haben die Produktion im August 2020 gestartet, dank der Förderung haben wir den Vollbetrieb bis Jahresende 2020 aufnehmen können. Im zweiten Quartal 2021 starten wir dann mit der Produktion von FFP2-Masken“, so QMH-Geschäftsführer Thorsten Höppner. Das geplante Maskenproduktionsvolumen betrage neun Millionen OP-Masken im Monat. In Krisenzeiten könne die Produktionskapazität aber um bis zu 30 Prozent erhöht werden. „Wir sind sehr stolz, es in so kurzer Zeit geschafft zu haben, in die Produktion zu gehen und Masken zu international konkurrenzfähigen Preisen anzubieten“, sagte Höppner weiter.

Der Produktionsaufbau ist bei QMH mit rund 20 neuen Arbeitsplätzen verbunden, darüber hinaus soll ein Ausbildungsplatz entstehen. PAV schafft 24 neue Stellen. Das freute Buchholz besonders: „Damit werden die Produktionsstandorte in Lütjensee und Norderstedt weiter gestärkt und neue Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet. Durch die Erweiterung der Produktpalette stellen sich die Unternehmen für die Zukunft nachhaltig wettbewerbsfähig auf, um auch international konkurrieren zu können.“

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