Land fördert mit 6,7 Millionen den weiteren Ausbau des Kieler Ostufer-Hafens

Besprechung an Bord der „Sprott“ des Kieler Seehafens v.l.: Ulf Kämpfer, Claus Ruhe Madsen, Dirk Claus

Neuer Schwung für eine der wichtigsten deutschen Drehscheiben im Ostsee-Frachtverkehr: Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen übergab heute im Beisein von Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer an Dirk Claus, Geschäftsführer des Seehafens Kiel, einen Scheck über rund 6,7 Millionen Euro. «Um die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens künftig noch besser zu gewährleisten, wird mit Hilfe dieses Geldes die Seeverkehrsachse ins Baltikum weiter gestärkt – unter anderem mit der Ertüchtigung von RoRo-Rampen und der Optimierung der Wegeführung im Ostuferhafen», sagte Madsen. Gefördert werden mit dem Zuschuss 60 Prozent der Kosten von knapp 11,2 Millionen Euro.

Im Gespräch mit Andreas Otto von RSH sagte Madsen bei dem Ortstermin weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Nach den Worten von Oberbürgermeister Kämpfer sei der Ostuferhafen seit vielen Jahren auf Erfolgskurs und mittlerweile auch Anlaufpunkt für große Kreuzfahrtschiffe. «Das Kerngeschäft des Ostuferhafens ist aber der Frachtverkehr über die Ostsee, der mit diesem geförderten Ausbau der Roll-on-Roll-off-Anleger weiter gestärkt wird. Ich freue mich sehr, dass das Land erneut den Ausbau des Seehafens großzügig mit Fördermitteln unterstützt.»

Wie Hafenchef Dirk Claus seinen Gästen erläuterte, umfasst das geförderte Bauprojekt zwei Einzelprojekte. Beide verfolgen das Ziel einer effizienteren Flächennutzung und zukunftsfähigen Optimierung der Infrastruktur im Ostuferhafen. Der Optimierung der Wegeführung dienen eine Bodenverbesserung und die Erneuerung der Gleisanlage in Betonbauweise. Dadurch wird eine stetige Gleisquerung ermöglicht und damit gibt es direkte kurze Wege zwischen Nordwest- und Südwestfläche im Hafen. Bis auf die Vorfläche zur RoRo-Rampe Nr. 5  ist das Projekt weitestgehend abgeschlossen

Die Erweiterung der RoRo-Rampen 5 und 6 ermöglicht es dem Port of Kiel zukünftig, eine neue Fährgeneration mit breiteren Schiffsrampen abzufertigen. Hierzu wurden die festen Bestandsrampen zurückgebaut und durch hydraulisch verstellbare Rampen aus Stahl ersetzt. Die Gründungs- und Betonarbeiten sind bereits abgeschlossen, derzeit erfolgen die Montage der Rampe RoRo 6 sowie der restliche Tiefbau für RoRo 5. Der Einbau der zweiten Rampe ist für die kommende Woche avisiert. Nach einem finalen Last-Test beider Rampen ist der erste Probeanlauf eines Schiffes für den 20. September vorgesehen.

Seit fast 30 Jahren ist die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG auf den Routen in das Baltikum mit der dänischen Reederei DFDS Marktführer. Aktuell wird im Umschlag, der auch dänische und deutsche Ladung umfasst, in Kiel ein leichter Mengenrückgang verzeichnet. Aufgrund der engen wirtschaftlichen Handelsbeziehungen in die Region, der besonderen geografischen Insellage des Baltikums und eines anhaltenden Fahrermangels geht die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG in Zukunft jedoch wieder von wachsendem Verkehr aus.

Hafenchef Dirk Claus schaute im Gespräch mit Madsen und Kämpfer unterdessen schon voraus: «Dieses Bauprojekt ist nicht nur eine Qualitätsverbesserung am Terminal und echte Zukunftsinvestition für den Umschlag ins Baltikum, sondern auch der erste Schritt unserer umfangreichen Ostufererweiterung, die die Versorgungsfunktion der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG für den europäischen Handel in Zukunft weiter stärken wird.»

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