A 20: Madsen erteilt Forderungen von Öko-Verbänden nach Moratorium klare Absage

Forderungen von Naturschützern nach einem Moratorium beim Bau der A 20 hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen eine klare Absage erteilt: «Ich halte es durchaus für richtig, dass der Bund mit Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltverbänden die Projekte des Bundesverkehrswegeplans priorisiert, um am Ende zu einem Infrastrukturkonsens zu gelangen. Vorhaben mit einer Planungstiefe und einem Fertigungsstand wie bei der A 20 sollten davon aber strikt ausgenommen werden – hier erwarte ich vom Bund ein glasklares Bekenntnis zu dem Projekt», sagte Madsen heute in Kiel.  Er erinnerte daran, dass die mit der A 20 beauftragte  Planungsgesellschaft DEGES noch in diesem Jahr den Planfeststellungsbeschluss für den Elbquerungs-Abschnitt erreichen will. Madsen: «Ein Moratorium in dieser Phase käme einer Kapitulation des Bundes vor eigenen Planungs- und Genehmigungsrichtlinien gleich.»

Mit Blick auf eine für morgen angekündigte IHK-Diskussionsveranstaltung in Bad Segeberg sagte der Minister: «Für die Umfahrung von Bad Segeberg muss es endlich gelingen, mit dem Bau von Weede bis zur A21 zu beginnen, damit die Menschen vor Ort endlich entlastet werden – das ist ihnen die Politik schuldig.»

Weiter sagte Madsen heute im Gespräch mit Journalisten – Audio starten, Pfeil klicken…

Madsen erinnerte außerdem daran, dass die DEGES für den Bereich Segeberg die Planung intensiv vorbereitet und eine kleinräumige Änderung vorgenommen habe, damit die ökologisch hochsensiblen Bereiche im Travetal möglichst wenig beeinträchtigt und Grenzwerte eingehalten werden.

DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe hatte erst vor knapp einer Woche dem Wirtschaftsausschuss des Kieler Landtags den weit fortgeschrittenen Planungsstand auch westlich der A 7 geschildert. Mit Blick auf die bevorstehenden Baugenehmigungen für den Elb-Abschnitt und den Anschluss-Abschnitt in Steinburg hatte sich Rothe zudem vorsichtig optimistisch gezeigt, dass es möglicherweise keine weiteren Klagen geben könnte. «Immerhin befinden wir uns hier bereits in Fehlerheilungsverfahren und es gibt bundesweit kaum ein Infrastrukturprojekt, das so intensiv geprüft und geplant wird wie die A 20», so Rothe.

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