Industrie-Umsatz im Norden wächst um fast 20 Prozent – Madsen sieht Licht und Schatten

Ebenfalls im Umsatz-Aufwind: Industrie in Brunsbüttel

Den frostigen ökonomischen Rahmenbedingungen zum Trotz: Die größeren Industriebetriebe in Schleswig-Holstein haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres ihren Gesamtumsatz im Vorjahresvergleich um 19,3 Prozent auf 30,1 Milliarden Euro gesteigert. Dabei wuchs der Inlandsabsatz um 21,6 Prozent. Der Anteil des Exportgeschäfts am Gesamtumsatz sank von 40,5 auf 39,4 Prozent.

Nach Angaben des Statistikamts Nord hängen die Umsatzsteigerungen stark mit den kräftigen Preissteigerungen in wichtigen Bereichen zusammen. So legte die Mineralölverarbeitung um 97,7 Prozent zu und die chemische Industrie um 40,5 Prozent. Die Nahrungs- und Futtermittelindustrie verbuchte ein Plus von 30,2 Prozent. Die Statistik erfasst 566 Betriebe mit jeweils mindestens 50 Beschäftigten. Das waren 25 Unternehmen mehr als im Vorjahr. Zu berücksichtigen ist auch, dass der Zeitpunkt der Abrechnung von Großaufträgen stärkere Schwankungen in der Umsatzentwicklung bewirken kann.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: «Der deutliche Anstieg der Gesamtumsätze unserer Industriebetriebe ist ein positives Signal, auch wenn davon ein nicht unbedeutender Teil inflationsgetrieben sein dürfte. Daher zeigt sich in den ersten drei Quartalen dieses Jahres insgesamt eine weitere, vermutlich leichte Erholung unserer Wirtschaft, die uns zusammen mit den aktuellen Berichten zurückgehender Preisdynamik optimistisch in das Jahr 2023 blicken lässt.»

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