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24/7 mobil: ÖPNV-Projekt „Smile 24“ nimmt Fahrt in der Schlei-Region auf

Pünktlich zu Ostern nimmt ein umfangreiches ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum Fahrt auf. «Smile24» gibt das Versprechen, in der Urlaubsregion rund um die Schlei ohne eigenes Auto mobil zu sein.

Smile 24 – ein Grund zum Lächeln: DB-Konzernbevollmächtigte Ute Plambeck mit NAH.SH-Chef Arne Beck (links) und Minister Madsen.

Rund um die Uhr mobil – und das abseits der großen Städte und ohne eigenes Auto: Dieses ehrgeizige Ziel hat sich das eigenen Angaben zufolge deutschlandweit umfangreichste Nahverkehrsangebot im ländlichen Raum gesetzt. Mit zusätzlichen Buslinien, On-demand-Shuttles sowie Kurzzeitmieten von Autos und Rädern startet das Mobilität-Modellprojekt «SMILE24» am Karfreitag in der Region an Schlei und Ostsee.

Fotos: Frank Molter (dpa)

Verkehrs- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen sagte beim heutigen Projekt-Start in Schleswig, es werde erstmals ein Mobilitätsversprechen im ländlichen Raum eingelöst, nämlich ohne eigenes Auto rund um die Uhr mobil zu sein. «Das ist bundesweit bisher einmalig.» Der Nahverkehr werde damit für die Bewohner und Bewohnerinnen der Region, aber auch für ihre vielen Gäste zum «echten Überall-Hinbringer».

Madsen sagte zum heutigen Start des Projekts – Video starten:

Das Projekt schafft den Angaben zufolge eine neue Angebotsqualität für rund 120 000 Menschen in der Region an Schlei und Ostsee. Die Landräte der beteiligten Kreise Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg, Rolf-Oliver Schwemer und Wolfgang Buschmann, äußerten die Hoffnung, dass die Erfahrungen aus dem Projekt später auf andere Regionen übertragen werden können. Evelyn Palla, Vorstand Regionalverkehr Deutsche Bahn AG, sagte, «was in Schleswig-Holstein heute startet, wollen wir bundesweit in weiteren Regionen umsetzen.»

Startschuss von SMILE 24 auf den Schleswiger Königswiesen

Das Projekt läuft bis Ende 2025  und soll als deutschlandweites Vorbild für Mobilität im ländlichen Raum dienen. Ein Angebot an verschiedenen Verkehrsmitteln soll die Menschen mobil machen. Zu dem Angebot gehören ein überarbeitetes Bus-Angebot mit zusätzlichen Express- sowie Tourismus-Buslinien, Shuttle-Angebote, die per App oder Telefon gebucht werden können, sowie Bike- und Carsharing. Der Bund fördert das Projekt mit knapp 30 Millionen Euro, Schleswig-Holstein mit weiteren 7 Millionen Euro.

Madsen erfreut: 1000. Antrag auf eine Meister-Gründungsprämie

Im täglichen Bemühen um erfolgreiche Unternehmensgründungen feiern wir zusammen mit unserer Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) einen runden Erfolg: In dieser Woche wurde der 1000. Antrag für die so genannte Meistergründungsprämie eingereicht. „Das zeigt, dass wir mit diesem Instrument nach wir vor auf dem richtigen Kurs liegen“, sagt Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen. Seit dem Start des Programms im Juni 2019 seien Handwerksmeisterinnen und -meister auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt und gefördert worden. „Dieser Erfolg zeigt also nicht nur die Wirksamkeit und den Wert des Meistergründungsprogramms, sondern auch das wachsende Interesse und Engagement unserer Handwerksmeisterinnen und -meister in Schleswig-Holstein, ihre unternehmerischen Träume und Ziele zu verwirklichen“, so der Minister.

Meister der „ersten Stunde“: Aurèle Uter

Als einer der ersten Antragsteller 2019 hatte Konditormeister Aurèle Uter aus Lübeck die Meistergründungsprämie beantragt und mit dieser Förderung die UTER Konditoreibar in der Fleischhauerstraße 62 eröffnet. Das Café Uter ist stylish und ein bisschen anders – auch, was das kulinarische Angebot angeht, eine echte Erfolgsgeschichte.

Das Konzept kam bei den Kunden so gut an, dass innerhalb von drei Jahren fünf Vollzeitarbeitsplätze, zwei Ausbildungsplätze und fünf Anstellungen für geringfügig Beschäftigte geschaffen wurden und so die 2. Stufe der Meistergründungsprämie „Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzförderung“ beantragt und ausgezahlt werden konnte.

Eckpunkte des Programms:

Basisförderung: Die Meistergründungsprämie unterstützt erstmalige Existenzgründungen, Unternehmensübernahmen sowie tätige Beteiligungen im Handwerk mit 7.500 Euro.

Arbeitsplatz- und Ausbildungsförderung: Ein zusätzlicher Zuschuss von 2.500 Euro wird gewährt, wenn innerhalb von drei Jahren nach Gründung oder Übernahme ein Arbeits- oder Ausbildungsplatz geschaffen und für mindestens 12 Monate besetzt wurde.

Ein Kanzler, eine Gigafabrik, ein geklautes Pult und das neue «Dithmarschen-Tempo»

Das winzige Hedwigenkoog im Lichtkegel Europas: Beim Baustart der Northvolt-Batteriefabrik hat Bundeskanzler Olaf Scholz heute in dem 200-Seelen-Dorf die strategische Bedeutung solcher Investitionen für Deutschland und Europa betont.

Ein großer Wurf für die Westküste (vorn v.l.): Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Northvolt-Gründer Peter Carlsson, Kanzler Olaf Scholz, Schwedens Botschafterin Veronika Wand-Danielsson und Ministerpräsident Daniel Günther

«Deutschland war, ist und bleibt ein starkes Industrieland», sagte Scholz. «Und die Herstellung guter Autos bleibt auch über den Verbrennermotor hinaus Rückgrat unserer Industrie.» Dafür brauche es Batteriezellen aus deutscher Herstellung. Deshalb sei der Bau der Gigafactory eine gute Nachricht für das ganze Land. 3.000 Jobs entstünden bei Northvolt direkt, noch einmal 10.000 würden im Umfeld der Fabrik erwartet. «Daraus ergeben sich riesige Chancen für den Mittelstand», so der Kanzler.

Zusammen mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sowie Northvolt-Chef Peter Carlsson, Northvolts Deutschlandchef Christofer Haux und der schwedischen Botschafterin Veronika Wand-Danielsson drückte der Regierungschef anschließend symbolisch auf den Startknopf für die Gründungsarbeiten für das erste Fabrikgebäude. Zuvor hatte er scherzhaft davon gesprochen, dass er zwar eigentlich erneut vom «Deutschland-Tempo» sprechen wollte, nun aber das «Dithmarschen-Tempo» kennengelernt habe.

Ein Gedanke, den Haux gleich scherzhaft aufgriff. Denn: In der Nacht vor dem Festakt hatte ein unbekannter Spaßvogel das Rednerpult aus der Fest-Scheune gestohlen. «Und was tun Dithmarscher in so einer Situation», fragte Haux. «Sie fragen einen Nachbarn – in diesem Fall Tischler Henning – und der hat über Nacht kurzerhand ein neues Pult gebaut – das ist eben Dithmarschen-Tempo», so Haux.

Hier ein Livestream-Mitschnitt des Festakts – Video starten

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) rechnet unterdessen damit, dass sich an der Westküste durch den Bau der Fabrik vieles verändern wird. Das sei der Sinn der ganzen Übung für Deutschland, aber auch für die Region. «Es wird anders aussehen. Es ist ein großer Eingriff», sagte Habeck. Umgekehrt bedeute dies, dass Arbeitsplätze und Wertschöpfung entstünden und die Region touristisch attraktiver werde.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach von einem großen Tag der Freude. Mit dem Bau der Fabrik werde sichtbar, dass sich Investitionen in erneuerbare Energien lohnten. «Hier wird klimaneutrales Industrieland sichtbar.» Das Beispiel Northvolt zeige, dass dies keine Spinnereien seien. Die Landesregierung unterstütze die Region, brauche aber auch in den kommenden Jahren Hilfe vom Bund beim Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, um die Batterien auch aus der Fabrik zu bekommen.«Wir haben hier eine echte Wachstumsregion, die auf ganz Deutschland ausstrahlen wird.»

Im Anschluss an den offiziellen Festakt sagte Günther – Video starten…

Northvolt will nach eigenen Angaben nicht weniger als die «grünste Batterie der Welt in Serie» produzieren. Das Werk soll geklärtes Abwasser aus der Region für Kühlzwecke nutzen. Wärme aus der Produktion könnte an ein mögliches Fernwärmenetz der Stadt Heide abgegeben werden. Angedacht ist auch eine Anlage zum Recycling von Altbatterien ausrangierter E-Autos. Bund und Land fördern die Batteriefabrik mit rund 700 Millionen Euro. Hinzu kommen mögliche Garantien über weitere 202 Millionen Euro, die noch bewilligt werden müssen. Die Produktion soll 2026 anlaufen.

Peter Carlsson mit Minister Madsen

«Die Fabrik wird einen Schub für das ganze Land Schleswig-Holstein und insbesondere für die Westküste bringen», sagte auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen. Gemeinsam mit dem Bund wolle das Land die logistischen Voraussetzungen für den Betrieb schaffen. Die Region Dithmarschen könne mit der Fabrik und bereits existierender Forschungseinrichtungen sowie der reichlich vorhandenen grünen Energie zur Energiewende-Kompetenzregion werden.

Über die verkehrliche Anbindung hatte das Schleswig-Holstein-Magazin des NDR am Tag zuvor berichtet – Video starten:

Northvolt baut seine Fabrik auf einer Fläche von 110 Hektar in den Gemeinden Lohe-Rickelshof und Norderwöhrden. 2026 soll die Produktion anlaufen. Die Bedeutung des Werkes reicht weit über den Norden hinaus. Die deutsche Autoindustrie will insgesamt unabhängiger von dominanten Zulieferern aus Asien werden. Northvolt-Chef Carlsson hatte zwischenzeitlich signalisiert, der Bau in Heide könnte sich verzögern. Als Gründe nannte er die vergleichsweise hohen Strompreise in Deutschland und höhere Subventionen in den USA. Das Unternehmen hatte stets die Standortvorteile der Westküste Schleswig-Holsteins betont. Dort wird an Land und auf dem Meer viel Windstrom erzeugt – den die Fabrik in großen Mengen benötigt.

Seit 2021 liefen vor Ort Gespräche über die Ansiedlung. Anfang des Jahres genehmigte die EU-Kommission schließlich Fördermittel und Garantien für das Projekt von Bund und Land von 902 Millionen Euro. Sie unterstützen den Bau der Batteriefabrik mit rund 700 Millionen Euro. Hinzu kommen mögliche Garantien über weitere 202 Millionen Euro. Von den Fördermitteln entfallen etwa 564 Millionen auf den Bund und bis zu 137 Millionen Euro auf Schleswig-Holstein.

Das schwedische Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Auftragsbestand von mehr als 50 Milliarden Dollar. Kunden sind die Volkswagen-Gruppe, BMW, Scania und Volvo Cars. Im schwedischen Västerås befindet sich ein Forschungs- und Entwicklungscampus für Batteriezellen. Seit 2022 produziert das Unternehmen auch in einem Werk im schwedischen Skellefteå.

Northvolt: Montag Baustart mit Kanzler, Ministerpräsident und Ehrengästen

Ministerpräsident Günther, Bundesminister Habeck und Bundeskanzler Scholz treffen sich Montag in Hedwigenkoog in Heide.

Wenige Wochen nach dem endgültigen GO durch die Gemeinden Norderwöhrden und Lohe Rickelshof für den Bau der Batteriefabrik Northvolt wird es am Montag an der Westküste noch einmal feierlich und hochoffiziell: Zu einem Festakt anlässlich des offiziellen Baustarts wird Nothvolt-Chef Peter Carloson neben Ministerpräsident Daniel Günther erstmals auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Heide begrüßen. Auch Landeswirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen wird mit dabei sein.

Vize-Regierungssprecher Wolfgang Büchner kündigte das Ereignis sehr routinemäßig in der Bundespressekonferenz heute so an:

Der ehemalige Tesla-Topmanager Carlsson, Gründer und CEO von Northvolt, sowie sein Deutschland-Chef Christofer Haux werden mit ihren Gästen ab 10:30 Uhr auch bei uns hier zu sehen sein. Wer mag, kann am Montag alles per Livestream anschauen. Einfach HIER klicken.

Schleifähre: Land will „Missunde II“ ab April als Übergangslösung einsetzen

Bei der Suche nach Überbrückungs- und Dauerlösungen für die Fährverbindung zwischen Brodersby und Kosel an der Schlei hat der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) heute erstmals einen möglichen Fahrplan skizziert.

LKN.SH-Direktorin Matelski mit Staatssekretär von der Heide

Wie LKN-Direktorin Birgit Matelski nach einem Treffen mit Kommunalpolitikern und Tourismusverantwortlichen sagte, werde mit Hilfe von Minister Claus Ruhe Madsen derzeit versucht, die bisherige Fähre „Missunde II“ bereits ab April wieder als Zwischenlösung einzusetzen. Die Verhandlungen mit dem neuen dänischen Eigner dazu laufen. «Uns geht es nun vor allem darum, schnell zu helfen», sagte auch Verkehrs-Staatssekretär Tobias von der Heide, der zu dem Austausch ins Ministerium eingeladen hatte. Er betonte, dass es neben dem Tourismus vor allem für die Menschen vor Ort um eine Lösung gehe. Momentan müsste zwischen Brodersby und Kosel mit dem Auto ein Umweg von 30 Kilometern in Kauf genommen werden.

Hier ein Fazit einiger Beteiligter nach dem heutigen Treffen im Ministerium

Für eine Inspektion und Überarbeitung des 20 Jahre alten Schiffs ist laut LKN bereits ein Slot bei der Eberhardt-Werft in Arnis reserviert. Die Fähre müsse vor allem einer Bodendickenmessung unterzogen werden, um die Ausnahme-Genehmigung für das längst erloschene Fährzeugnis noch einmal zu verlängern. «Wir werden alles dafür tun, dass sie ab Mitte April wieder läuft», versprach Matelski. Parallel werde man sich darauf konzentrieren, die technischen Anlaufschwierigkeiten der neue E-Fähre „Missunde III“ abzustellen. Der Neubau lässt sich bei stärkerem Wind nur schwer an die Anleger manövrieren.

Betroffen: Brodersbys Bürgermeister Joschka Buhmann (rechts) und sein Koseler Kollege Tobias Hansen beim heutigen Gespräch im Ministerium

«Wir sind aber guter Dinge, dass wir die Missunde III in einen sicheren Betrieb bekommen werden», so die LKN-Chefin. Für den Wechsel der Fähren seien dann noch einmal Baumaßnahmen an den Anlegern notwendig. Unter anderem sollen trichterförmig Dalben als Leitwerke gesetzt werden, um der neuen Fähre bei Wind und Strömung das Anfahren an die Anlegerampen zu vereinfachen.

Die neue „Missunde III“ fährt mit Batterie- und Solarunterstützung. Die rund 3,3 Millionen Euro teure Fähre ist leiser, emissionsfrei und deutlich größer als ihre 2003 in Dienst gestellte Vorgängerin. Erstmals können damit auch Reisebusse und landwirtschaftliche Fahrzeuge über die Schlei setzen. Der Vorgänger „Missunde II“ hatte jährlich bis zu 120.000 Fahrzeuge und 50. 000 Fahrräder befördert.

Nationale Hafenstrategie: Madsen und Schnabel sehen Licht und Schatten

Auch wenn die Minister, Senatorinnen und Senatoren der fünf norddeutschen Küstenländer den heutigen Beschluss einer Nationalen Hafenstrategie durch das Bundeskabinett im Kern begrüßt haben, gibt es auch Kritik und enttäuschte Erwartungen.

GvSH-Chef Schnabel mit Minister Madsen

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen machte deutlich: «Durch die Strategie unterstreicht die Bundesregierung zweifellos, wie wichtig unsere Seehäfen nicht nur für den Gütertransport und damit für Wachstum und Wohlstand sind, sondern auch für das Gelingen der Energiewende oder die Sicherheit in Europa. Allerdings erwarte ich dann auch, dass diese wichtigen nationalen Aufgaben für die Länder mit Geld unterlegt werden. Die zu stemmenden Herausforderungen – etwa die marode Infrastruktur – benötigen eine Verzehnfachung der Mittel, die der Bund bis heute an die Länder überweist, also mindestens 400 Millionen Euro pro Jahr», sagte Madsen.

Weiter sagte er – Audio starten, Pfeil klicken:

Und der Vorsitzende des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) und Brunsbütteler Hafenmanager Frank Schnabel sagte: «Wir begrüßen eine nationale Hafenstrategie, jedoch fehlt es hier an konkreten finanziellen Zusagen. Als wichtige Innovationstreiber gestalten die Häfen Schleswig-Holsteins die maritime Energiewende. Die Kosten für den notwendigen Infrastrukturausbau und die erforderlichen Technologien können wir, beziehungsweise die Länder, nicht allein stemmen. Wir fordern vom Bund, die notwendigen Investitionen zur Transformation der Häfen sicherzustellen. Damit wir international wettbewerbsfähig bleiben, brauchen wir schnelle, verlässliche und zukunftsgewandte Entscheidungen von der Bundesregierung. Denn: Ohne Häfen keine Energiewende und dafür brauchen wir mehr Geld vom Bund.»

Hafenentwicklungsdialog der Küstenländer mit dem Bund vor drei Wochen in Bremen

In einer gemeinsamen Erklärung erkennen die norddeutschen Chefinnen und Chefs der Verkehrs- und Hafenressorts aber an: «Immerhin liegt nun erstmals für Deutschland eine Hafenstrategie vor. Denn die Häfen in Europas größter Volkswirtschaft liegen im unmittelbaren nationalen Interesse des Bundes und aller Bundesländer. Ihr Unterhalt ist allerdings nicht alleinige Aufgabe der Länder, in denen die Seehäfen liegen, sondern ein gemeinsames Anliegen.»

Dem Beschluss des Bundeskabinetts war ein mehrjähriger Prozess vorausgegangen, in den sich die Küstenländer mit zahlreichen Vorschlägen eingebracht hatten. „Den Dialog mit dem Bund und den übrigen Bundesländern werden wir auf Grundlage der Strategie konstruktiv fortführen“, sagte Madsen. Dabei stünden die Küstenländer klar zu ihrem Auftrag, die Leistungsfähigkeit der Seehäfen für den Außenhandel zu erhalten und auszubauen. „Die Küstenländer allein sind aber nicht in der Lage, die Investitionen angesichts der Herausforderungen durch Klimawandel und Sicherheit eigenständig zu lösen“, so Madsen.

In der Strategie werden den Häfen Aufgaben im Bereich der Energiewende, der Transformation der Industrie, der Versorgungs- und Produktionssicherheit und der Sicherheitsarchitektur im Rahmen der NATO-Mitgliedschaft zugewiesen. Laut Madsen gehe es außerdem um die Pflicht von Bund und Ländern, auch gute Rahmenbedingungen für die Ausbildung von Fachkräften und Arbeitssicherheit in der Branche zu gewährleisten.

Schon 120 Beratungen: Initiatoren zufrieden mit Start des Welcome Centers

Vor knapp vier Monaten ging es an den Start, und der scheint geglückt zu sein: Um viele Fachkräfte aus dem Ausland nach Schleswig-Holstein zu locken, setzt die Landesregierung auf das „Welcome Center Schleswig-Holstein“.

Wer das Welcome Center mitten in der Kieler Innenstadt betritt, blickt durch die große Fensterfront auf den Anleger der Fähre nach Schweden. Das passt zur internationalen Ausrichtung des Centers, denn die neue Einrichtung soll die zentrale Anlaufstelle in Schleswig-Holstein für Arbeitskräfte aus aller Welt sein. Zielgruppe sind den Angaben nach Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der EU und Drittstaaten sowie internationale Studierende. Sie sollen bei der Jobsuche hierzulande unterstützt werden.

Seit Mitte Dezember 2023 arbeitet die Leiterin Alexandra Hüßler mit ihrem Team in den neuen, modern gestalteten Räumen. «In den ersten drei Monaten haben sich 120 internationale Talente bei uns beraten lassen», sagt sie. Es ginge darum, wie die Bewerberinnen und Bewerber nach Deutschland kommen können, und um Fragen zu Anerkennungsverfahren. Von den Beratenen kämen etwa 100 aus dem Ausland. Aber auch Menschen, die sich bereits im Land befänden, hätten sich gemeldet. «Viele haben schon einen Bezug zu Schleswig-Holstein, etwa, weil bereits ihre Familien hier leben», sagt Hüßler.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Start», sagt Hinrich Habeck, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), unter deren Dach das Welcome Center arbeitet. Kernpartner sind die Bundesagentur für Arbeit und das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge. «Es war uns sehr wichtig, einen physischen Raum zu haben, wo sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller drei Partner begegnen.»

Noch ist das Welcome Center im Aufbau. Zurzeit arbeiten hier sieben Kräfte der WTSH, bis 2025 sollen es 14 sein. Zunächst komme es darauf an, die Einrichtung bekannter zu machen – über Werbung vor allem auf Social Media, aber auch über Veranstaltungen. Habeck: «Wir werben auch mit der Einzigartigkeit Schleswig-Holsteins. Wo andere Urlaub machen, arbeiten wir.»

Gut gestartet: Welcome Center Schleswig-Holstein Fotos: Frank Molter (dpa)

180 000 Fachkräfte fehlten bis zum Jahr 2035 in Schleswig-Holstein, hatte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen zur Eröffnung erklärt.

Zur Reaktion der Unternehmen auf das Welcome Center erklärt Hüßler: «Wir bekommen viele Mails und Anrufe: Alle sind glücklich, dass wir jetzt am Start sind.» Jetzt bauen sie und ihr Team ein Partnernetzwerk mit Unternehmen auf und ermitteln deren Bedarf, auch bei kleineren Firmen. Handwerksbetriebe wie Fleischer oder Bäcker suchen Kräfte, auch Schweißer, Pflegekräfte, Servicekräfte in Hotels und Gaststätten und Ingenieure würden benötigt. Auch mit größeren Firmen stehe das Welcome Center in Kontakt, beispielsweise der Batteriefirma Northvolt, der Konditorei Junge und dem Bundesverband der Privaten Pflegeanbieter. Der Kontakt zu den Hochschulen sei ebenfalls wichtig.

Eine Hürde sei die Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland. «Das ist ein komplexes Problem», sagt Hüßler. Der Personalmangel in Ausländerämtern verzögere außerdem die Verfahren und damit den Einstellungsprozess. «Für Unternehmen ist es oft schwer nachvollziehbar, wenn sie nur noch auf ein Blatt Papier warten.» Eine weitere Hürde sei die Sprache: Deutschkenntnisse auf dem Level B1 reichten etwa für IHK-Prüfungen nicht immer aus.

Die IHK Schleswig-Holstein begrüßt die neue Anlaufstelle. «Aus Gesprächen mit unseren Unternehmen wissen wir, dass eine nachhaltige Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte immens wichtig ist», sagt Sprecherin Julia Romanowski. Die enge Vernetzung der Institutionen könne die Verfahren beschleunigen.

«Das Welcome Center muss sich zu der Ansprechstelle für Unternehmen rund um internationale Fach- und Arbeitskräfte entwickeln», sagt Sebastian Schulze, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes UV Nord. Bisher fühlten sich die Unternehmen häufig im Dschungel der Zuständigkeiten verloren.

Für Habeck von der WTSH ist klar: Ohne ausländische Kräfte habe man keine Chance. «Unser Appell an alle Unternehmen in Schleswig-Holstein: Das Welcome Center ist extra für sie geschaffen worden, kommen sie und nutzen es.»

Sanierungs-Marathon von Eckernförde bis Plön: Land macht Straßen und Radwege flott

Gruppenbild mit Minister: Patrick Remmet, Leiter der Straßenmeisterei Stolpe, mit LBV.SH-Bereichsleiter Christoph Köster

Auf vielen Straßen in den Kreisen Plön, Segeberg, Rendsburg-Eckernförde sowie rund um die Landeshauptstadt Kiel ist in den nächsten Monaten Geduld gefragt. 44,5 Kilometer Straßen, knapp 24 Kilometer reine Radwege und sieben Brücken werden dort in diesem Jahr saniert. Darüber informierte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute mit den beiden LBV.SH-Geschäftsbereichsleitungen Christoph Köster und Britta Lüth in der Straßenmeisterei Stolpe. „Wir investieren hier 33,8 Millionen Euro. Es ist noch gar nicht lange her, da war das die Summe für das gesamte Landesstraßennetz im echten Norden. Das sorgt für einen ordentlichen Sanierungsschub“, erläuterte Madsen. Er erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass landesweit in diesem Jahr allein rund 80 Millionen Euro in den Erhalt des Landesstraßennetzes sowie neun Millionen Euro in separate Radwege investiert werden.

In dem Sanierungspaket seien insgesamt elf Landesstraßen-Projekte enthalten sowie sieben Brückensanierungen, so der Minister. Dazu kämen fünf Bundes- und neun Kreisstraßen, für die der LBV.SH in weiten Teilen ebenfalls zuständig ist.

Zu den wichtigen Straßenbau-Vorhaben 2024 in der Region zählt Madsen die grundlegende Fahrbahnerneuerung der B 206 in Bad Segeberg: „Das Projekt steht seit Jahren ganz oben auf der Wunschliste der Menschen in Segeberg, der norddeutschen Logistikwirtschaft und tausenden Karl-May-Fans. Die hohen Verkehrsmengen haben der Straße stark zugesetzt und bis die A 20 endlich fertig ist, wird sich daran auch nichts ändern. Die Sanierung ist deshalb dringend erforderlich.“ Weitere wichtige Sanierungen seien an der K 53 zwischen Sophienhof und Schellhorn sowie an der B 202 in Fockbek geplant. Madsen sagte dazu weiter. ..

„Ich hoffe, dass wir das zur Verfügung stehende Geld weiterhin auf die Straße bekommen“, sagte Erhaltungschef Köster. Er erinnerte damit an den großen Fachkräftebedarf und warb: „Der LBV.SH hat viel zu bieten und sucht Ingenieurinnen und Ingenieure, Technikerinnen und Techniker sowie Verwaltungsfachleute. Aber auch Quer- und Wiedereinsteiger, Auszubildende oder Interessierte für ein Duales Studium sind herzlich willkommen.“

Hier ein Stream-Mitschnitt des heutigen Pressegesprächs:

Mit Blick auf die zahlreichen Baustellen im Land baten Minister Madsen und LBV.SH-Neubauchefin Britta Lüth die Menschen in den Regionen, aber auch Pendlerinnen und Pendler um Geduld und Fairplay. „Unsere Mitarbeitenden arbeiten bei Wind und Wetter. Und dies ausdrücklich für uns alle. Bitte nehmen Sie also größte Rücksicht auf unsere mobilen Teams auf den Baustellen“, so Madsen.

Schlei-Fähre: Land arbeitet mit Hochdruck an Übergangs- und Dauerlösungen

Um die Schlei-Fährverbindung zwischen Kosel und Brodersby rasch in Schwung zu bekommen, arbeitet der „Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein“ (LKN.SH) jetzt eng mit dem Verkehrsministerium an Übergangs- und Dauerlösungen.

Von der Heide (rechts) im Gespräch mit Joschka Buhmann (2.v.l.), Bürgermeister von Brodersby, und Kosels Bürgermeister Tobias Hansen (links)

Verkehrs-Staatssekretär Tobias von der Heide machte heute in Brodersby am Rande eines Aktionstages zugunsten der „Missunde III“-Betreiber klar, dass das Land derzeit an mehreren Optionen arbeite. So habe Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen bereits vor Tagen mit dem neuen dänischen Eigner der ausgemusterten Fähre „Missunde II“ vereinbart, das Schiff vorerst in Maasholm liegen zu lassen, um es gegebenenfalls monatsweise zu chartern. Aktuell werde deshalb geprüft, unter welchen Voraussetzungen von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung eine befristete Verlängerung der so genannten Fahrzeugtauglichkeitsbescheinigung erteilt werden könnte.

«Damit hätte man zumindest eine Übergangslösung für den Sommer, aber klar ist auch, dass dafür vorab ein Werftaufenthalt nötig ist», sagte von der Heide. Auch eine separate Zwischenlösung für Radfahrer und Fußgänger werde geprüft.

Weiter sagte er im Gespräch mit Journalisten – Audio starten:

Parallel werde die Frage erörtert, inwiefern die neue E-Fähre „Missunde III“ durch kleinere Umbauten am Schiff selbst und an den Anlegern dauerhaft einsatzbereit gemacht werden könnte. Nach über 20 Testfahrten mit dem Neubau hatte sich in den letzten Wochen gezeigt, dass die Fähre bei Windstärken oberhalb von drei Beaufort bei geringer Fahrt verdriftet und nicht sicher an die Anlegerampen kommt. Vor allem das Führungsseil der „Missunde III“ sinke dann nicht schnell und tief genug ab, um unmittelbar querende Boote auf der Schlei nicht zu gefährden. Zuletzt hatten am Freitag Ingenieure des Konstruktionsbüros aus Rheinland-Pfalz mit dem LKN erörtert, wie das Problem behoben werden könnte. Neben Änderungen an der Seilführung geht es dabei auch um das Einrammen zusätzlicher Dalben als Leitwerke an den Anlegern. Das Solardach der „Missunde III“ löst hingegen entgegen erster Einschätzung von Experten kein Stabilitätsproblem bei Wind aus.

Unikat mit Solardach: Die neue „Missunde III“ am Anleger von Brodersby

Wie schon der LKN in den vergangenen Tagen mehrfach betont hatte, machte auch von der Heide noch einmal deutlich: «Leider handelt es sich bei der neuen Fähre um eine Einzelanfertigung und Tests mit einer so genannten Wagenseilfähre können nur an ihrem direkten Einsatzort vorgenommen werden.»

Die 2021 vom Land bestellte neue Fähre kostete 3,3 Millionen Euro und ist durch ihren Antrieb mit Batterie- und Solarunterstützung leiser und emissionsfrei. Wegen der immer größeren Fahrzeuge und der wachsenden Verkehrsmengen – pro Jahr wurden mit der „Missunde II“ zuletzt rund 120.000 Pkw über die Schlei transportiert – war die „Missunde III“ auch deutlich größer in Auftrag gegeben worden als ihre Vorgängerin. So passen anstatt sechs nun bis zu zehn Pkw zeitgleich auf das Schiff – auch schwere Fahrzeuge wie Reisebusse, Trecker oder Lkw können so über die Schlei setzen. Wie von der Heide im Gespräch mit dem Fähr-Betreiber und den Bürgermeistern von Kosel und Brodersby weiter sagte, werde dem Pächter in der Zeit des Stillstands der Fähre seitens des Landes die Pacht erlassen.

Am kommenden Mittwoch treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von LKN.SH und Verkehrsministerium mit den Bürgermeistern und anderen Verantwortlichen der Schlei-Region zu einem ersten Austausch über die augenblickliche Situation und die mittelfristigen Perspektiven.

Wehrtechnik-Betriebe im Norden bisher ohne spürbaren Auftrags-Zuwachs

Schnellere Aufträge, mehr Verlässlichkeit: Die Landesregierung macht sich für mehr Aufträge an die norddeutsche Rüstungsindustrie stark. Auch bei Auslandsvergabe müsse die Industrie beteiligt werden.

Ministerpräsident Daniel Günther (rechts) mit Wirtschaftsminister Madsen, dem Maritimen Koordinator Andreas Burmester, Staatssekretärin Carstens und Carsten Treuer von der Werft FSG

Rüstungsfirmen in Schleswig-Holstein haben nach Anhebung des deutschen Verteidigungsetats bislang kaum neue Aufträge bekommen. «Es gibt Schritte in die richtige Richtung, aber von einem echten Paradigmenwechsel kann bisher nicht die Rede sein», sagte Ministerpräsident Daniel Günther heute nach einem Wehrtechnikgipfel der Landesregierung mit Vertretern der Industrie. Durch die Anhebung des Verteidigungsetats und das Sondervermögen der Bundeswehr müsse mehr Planbarkeit für die Betriebe entstehen.

Die Erwartungen der schleswig-holsteinischen Industrie an Aufträge aus dem 100 Milliarden Euro-Sondervermögen der Bundeswehr seien bisher nicht erfüllt worden. Dabei gebe es erhebliche Bedarfe der deutschen Marine, den schleswig-holsteinischen Werften und Zulieferer decken könnten, sagte Günther. «Der Bund muss hierfür ausreichende, langfristig im Bundeshaushalt hinterlegte Finanzmittel sowie genügend personelle Kapazitäten bereitstellen.»

Hier ein Livestream-Mitschnitt des Pressegesprächs:

«Selbst wenn größere Aufträge an Firmen gehen, die nicht in Europa liegen, entbindet das die Bundesregierung nicht von der Pflicht zu sagen: Dann müssen aber auch bestimmte Komponenten von deutschen wehrtechnischen Unternehmen geliefert werden», sagte Günther. Die Rüstungsindustrie im Norden habe sich stark an der veränderten sicherheitspolitischen Lage ausgerichtet. «Sie steht unverändert bereit, ihren substanziellen Anteil für deren Umsetzung zu leisten.» Der Ankündigung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), kurzfristige Investitionen in die Sicherheit des Landes und der Partnerländer zu tätigen, müssten zeitnah Taten folgen.

Im Norden sind seit Ausbruch des russischen Krieges gegen die Ukraine bereits zahlreiche neue Jobs in der Rüstungsindustrie entstanden. Derzeit beschäftige die Branche 8500 Menschen, sagte Dieter Hanel, Mitglied des Vorstands des Arbeitskreises Wehrtechnik Schleswig-Holstein. Bei Firmen, die landgestützte Militärtechnik produzieren, habe der Stellenanstieg seit Kriegsbeginn etwa 22 Prozent betragen. Im Marineschiffbau gebe es ein Plus von 10 Prozent.

Bislang sei von dem Sondervermögen in Schleswig-Holstein kaum etwas angekommen, sagte Hanel. Lediglich zwei, drei Unternehmen hätten in einer Umfrage von ersten Auftragseingängen berichtet. Er kritisierte, dass bereits seit langem feststehende Projekte einfach in den Bereich des Sondervermögens gesteckt worden seien. Größtes Problem für die 30 Unternehmen im Land seien zu restriktive Exporthürden, sagte Hanel. «Hier erwarten wir Änderungen.» Probleme bereite weiterhin die Finanzierung kapitalintensiver Rüstungsprojekte.

Unterstützung erhielt Hanel in diesem Punkt von Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU). Die Unternehmen brauchten bei den Auftragseingängen Kontinuität. Sie müssten zudem leichter exportieren können. «Denn sie können nicht nur die Bundeswehr beliefern.» Zudem sei die Industrie aufgrund der großen Kosten einzelner Projekte nicht in der Lage zur Vorproduktion. «Ein U-Boot kostet rund eine Milliarde Euro. Das legt man sich nicht ins Regal.»

Der Bezirksleiter IG Metall Küste, Daniel Friedrich, betonte, es werde begrüßt, dass die Landesregierung die Branche und ihre Beschäftigten stärker in den Fokus rücke. Im Marineschiffbau sei das Ziel, maritime Substanz im Land zu sichern. «Letztendlich geht es weiterhin darum, dass wir zu einem friedlichen Miteinander in Europa zurückkommen.»

Regierungschef Günther kündigte die Unterstützung der Landesregierung beispielsweise auch bei Genehmigungen von Tests an. «Unsere nationale Verteidigung hat oberste Priorität.» Es müsse sichergestellt werden, wenn notwendig auch Erprobungen vorzunehmen, sagte er auf Nachfrage zu Tests von Waffensystemen.