Nach der Hitze noch ein Hoch: Bestes Tourismus-Halbjahresergebnis der Landesgeschichte

Der Tourismus im echten Norden läuft weiter auf Hochtouren: Bereits zum 6. Mal in Folge übertraf die Halbjahresbilanz bei den Gäste- und Übernachtungszahlen die Ergebnisse des jeweiligen Vorjahres. Nach den heute vom Statistikamt Nord veröffentlichten Zahlen wurden zwischen Januar und Juni in den Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie auf Campingplätzen insgesamt knapp 3,75 Millionen Ankünfte und über 13,8 Millionen Übernachtungen gezählt. Damit liegen die Gästezahlen um 13,5  Prozent höher als im ersten Halbjahr 2017. Bei den Übernachtungen sind die Zahlen sogar um 17,9 Prozent angestiegen. „Noch nie zuvor in der Landesgeschichte wurden in Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr so viele Gäste und Übernachtungen gezählt wie in diesem Jahr“, freute sich Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz.

Gleiches gilt nach den Worten des Ministers auch für die Juni-Zahlen. Mit knapp einer Million Ankünften und mehr als 3,8 Millionen Übernachtungen wurde ein neuer Spitzenwert für den Juni erreicht. „Natürlich hatte das stabile hochsommerliche Wetter  seinen Anteil, doch die anhaltend steigenden Werte zeigen: Schleswig-Holstein ist attraktiv! Die vielen Anstrengungen und Investitionen zahlen sich aus“, so Buchholz.

Buchholz sagte weiter

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Laut Dr. Bettina Bunge, Chefin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (TA.SH), sorge vor allem die aktuelle Investitionswelle bei Hotel-Projekten für Rückenwind: „Hier zahlen sich viele frische Konzepte aus, die ganz auf die Bedürfnisse des Gastes ausgerichtet sind und den echten Norden als modernes Reiseland präsentieren.“  Als Beispiele nannte sie das kürzlich eröffnete „arborea marina resort“ in Neustadt sowie die „Bretterbude“ in Heiligenhafen. Im Bau befinden sich das „Lighthouse“ in Büsum, das Schlosshotel Breitenburg oder das „Slow down Tagungscenter Lübeck Travemünde“. Alle drei Häuser sollen im kommenden Jahr eröffnet werden.  Mitverantwortlich für das Rekordergebnis sind aus Sicht von Buchholz und Bunge auch Veranstaltungen, die weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt sind:  Die Special-Olympics 2018 in Kiel, das Midsummer Bulli Festival auf Fehmarn sowie die Kieler Woche.

Buchholz appellierte an die Verantwortlichen der Tourismusbranche, die guten Zahlen als Ansporn zu betrachten: „Wir müssen weiter in Angebote und Qualität investieren, damit die bisherigen Urlauber gerne wiederkommen und neue Gäste unser tolles Urlaubsland kennenlernen. Wer jetzt gutes Geld verdient, hat auch die Mittel um in die Zukunft zu investieren“, so Buchholz.

Es geht weiter vorwärts mit der B 404: Pläne für Ausbau im Raum Stormarn liegen aus

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Dreistreifiger Ausbau geplant – grau markiertes Stück zwischen der Landesstraße L 92 bei Lütjensee und der Kreisstraße 31 bei Grönwohld

Der dreistreifige Ausbau der Bundesstraße 404 im südöstlichen Schleswig-Holstein geht weiter voran: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel bekannt gab, liegen ab sofort die Planunterlagen für den weiteren Ausbau der Bundesstraße zwischen der A 1 und der A 24 aus.

Auf insgesamt vier Kilometern Länge soll die B 404 hier grundhaft saniert und mit wechselseitig befahrbahren Überholfahrstreifen ausgestattet werden. Bei dem knapp zehn Millionen Euro teuren Projekt handelt es sich um den dritten von vier Bauabschnitten, mit denen die B 404 auf insgesamt 15 Kilometern Länge verbreitert werden soll. Bei dem jetzt ausgelegten Planfeststellungsbeschluss handelt es sich um das Teilstück zwischen Lütjensee / Schönberg und der Anschlussstelle Lütjensee / Grönwohld.

Nach den Worten von Buchholz wird mit dem Ausbau nicht nur die Verkehrssicherheit deutlich erhöht, sondern zugleich eine wichtige überregional bedeutsame Verkehrsachse für Berufspendler und die Logistikbranche gestärkt. „Da der Ausbau auf vorhandenem Straßengrund stattfindet und symetrisch zur heutigen Fahrbahnachse verläuft, waren aufwändige Variantenbetrachtungen nicht erforderlich“, so der Minister.Auf der B 404 sind in diesem bereich täglich knapp 21.000 Fahrzeuge unterwegs.

Die Planunterlagen liegen bis zum 3. September an folgenden Adressen während der üblichen Geschäftszeiten zur Einsichtnahme aus:

  • Amtsverwaltung des Amtes Bad Oldesloe-Land, Mewesstraße 22 – 24, 23843 Bad Oldesloe.
  • Amtsverwaltung des Amtes Trittau, Europaplatz 5, 22946 Trittau.
  • Rathaus der Stadt Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße 5, 22926 Ahrensburg.

Die Planunterlagen sind darüber hinaus digital  hier veröffentlicht, dort zu finden unter „Online-Portal“  sowie auf der Onlineplattform für Planfeststellungsverfahren des Landes Schleswig-Holstein (hier klicken) sowie auf dem UVP-Portal unter hier klicken  einsehbar.

Der Baustellen-Sommer geht langsam zuende – Bau-Programm für 2019 bereits in Arbeit

Zugegeben: Die Autofahrerinnen und Autofahrer waren in den heißen Sommerferien nicht zu beneiden. Innerhalb der meisten Ortschaften reiht sich Baustelle an Baustelle wegen des Glasfaserausbaus – und obendrauf kommen noch Dutzende Baustellen wegen der dringend nötigen Sanierung und wegen des Ausbaus des Straßennetzes.

Die gute Nachricht: Das meiste ist geschafft oder befindet sich so in der Zielgeraden, dass es im Herbst abgeschlossen werden kann. Die weniger gute Nachricht, die eigentlich trotzdem eine gute Nachricht ist: Im nächsten Jahr geht’s mit Schwung weiter. Das konkrete Bauprogramm wird derzeit erarbeitet. Allein für die weitere Sanierung von Landesstraßen stehen für 2019 bis zu 100 Millionen Euro bereit.

Zur Erinnerung: allein im Landesstraßennetz beträgt der Sanierungsstau des echten Nordens eine Milliarde Euro.

Verkehrsminister Buchholz sagte dazu:

Der sh:z hat heute so Zwischenbilanz gezogen:

Buchholz: Meine Meldung der Woche

Woche

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz stellt hier einmal wöchentlich seine ganz persönliche „Meldung der Woche“ vor. Diesmal geht es um eine für Schleswig-Holstein überraschende Vergleichsstudie des Kieler Statistik-Professorf Björn Christensen. Die Expertise räumt mit dem Vorurteil auf, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt zu einem massenhaften Job-Killer wird (Video starten).

 

Nähere Einzelheiten zu der Meta-Studie: hier klicken

Vossloh Kiel und Eversfrank-Druck Preetz: Visite bei zwei Mittelstands-Schwergewichten

Die einen stehen kurz vor dem Verkauf, die anderen rüsten sich mit aller Kraft gegen ein schwieriges Markt-Umfeld: Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz absolvierte in dieser Woche – neben einer Tour durch Handwerksbetriebe – auch zwei Besuche bei mittelständischen Schwergewichten des echten Nordens: beim Kieler Lokomotiven-Hersteller „Vossloh Lokomotives“ und bei der zur EVERSFRANK-Gruppe gehörenden Druckerei in Preetz.

Der Lokomotiven-Hersteller Vossloh, einst in Kiel-Friedrichsort ansässig, hatte zweieinhalb Jahre an seinem neuen Werk in Kiel-Suchsdorf gebaut und dabei rund 30 Millionen Euro investiert. Seit Anfang des Jahres werden nun schon Rangierlokomotiven produziert – mittlerweile auf vollen Touren.

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Empfang des Ministers durch Vossloh-Geschäftsführer Dr. Bernd Hoppe, Betriebsratschef Michael Ulrich und Sprecherin Verena Jeroch

Wie der Minister erfuhr, sind die Auftragsbücher bis 2020 fast ausgebucht und die Belegschaft ist im vergangenen Jahr nochmals gewachsen. Dennoch; Bis zum kommenden Jahr soll das Werk an einen neuen Eigentümer verkauft werden. Hintergrund: Die Vossloh AG, der Mutterkonzern, will sich künftig nur noch auf die Infrastruktur beim Schienenbau konzentrieren. Daher sind bereits die Werke im spanischen Valencia und in Düsseldorf verkauft worden.

Buchholz sagte nach seinem Rundgang durch das Werk (Audio starten – „im Browser anhören“)

Bei der mehr als 30 Einzelfirmen umfassenden Unternehmensgruppe EVERSFRANK, die mit ihren insgesamt 1200 Beschäftigten ihre Wurzeln in Meldorf (Kreis Dithmarschen) und Preetz (Kreis Plön) hat,  sieht es anders aus: Wie die beiden Gesellschafter Kay Julius Evers und Dietmar Frank dem Minister heute bei einem Treffen in Preetz versicherten, stünden die Eigentümer felsenfest zu dem Preetzer Standort.

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Rundgang durch die Produktion, von links:  Kay Julius Evers, Druckereileiter Patrick Roth, Geschäftsführer Frank Kohrs und Minister Buchholz

Allerdings befinde sich der Markt angesichts schwieriger Rahmenbedingungen – unter anderem wegen der enorm hohen Energiepreise in Deutschland – in einem rasanten Wandel. Darum habe die Gruppe erheblich in den Digitaldruck investiert. Auch der massiv gestiegene Papierpreis – ausgelöst durch die boomende Verpackungsindustrie – schlage sich auf die Betriebsergebnisse durch. Allein am Standort Preetz mit seinen über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden pro Jahr über 100.000 Tonnen Papier verarbeitet.

Zu seinem Besuch sagte Buchholz:

Die Eversfrank Gruppe hatte erst zum Jahresbeginn ihren Maschinenpark in Preetz um ein digitales Vollfarb-Rollendrucksystem von Canon erweitert. Das Unternehmen hat sich als Rollen-Offsetdruckerei vor allem auf die Produktion von Zeitschriften, Magazinen und Katalogen spezialisiert.

Kunden sind unter anderem der Comic- und Magazinverlag Egmont oder der Mode-Versandhandel BonPrix.

Vergleichsstudie:Digitalisierung bringt mehr als weniger Arbeitsplätze – aber nicht von allein

Arbeitsplatz Segelmacherei: Auch hier hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten
Die Digitalisierung verändert zwar gravierend die Arbeitswelt, aber unter dem Strich wird sie aus Expertensicht kein großer Jobkiller. Keine seriöse Studie erwarte infolge des digitalen Wandels eine Massenarbeitslosigkeit, sagt Professor  Björn Christensen vom Kieler Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung und Weiterbildung (KoFW). Der Statistik- und Mathematik-Professor an der Fachhochschule Kiel hat diverse Studien ausgewertet. Resümee: Ob es leichte Nettoverluste oder leichte Gewinne an Arbeitsplätzen geben wird, hängt vom Verhalten der Akteure ab, also von Unternehmen, Arbeitnehmern und Politik.

«Auch für Schleswig-Holstein wird kein massiver Wegfall von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung erwartet», kommentierte Wirtschafts- und Arbeitsminister Bernd Buchholz. Er nehme Christensens Untersuchungen zum Anlass, «noch eine Schippe draufzulegen», sagt der FDP-Politiker. Er hob den Ausbau des Glasfasernetzes sowie Fort- und Weiterbildung hervor.   «Jeder und jede muss sich letztlich fragen: Wird es mein Geschäftsfeld oder meinen Beruf in fünf oder zehn Jahren noch geben»?, sagte Buchholz. Lebenslanges Lernen sei gefragt. Christensens Botschaften seien gut und herausfordernd zugleich, Horrorszenarien fehl am Platze.

kofw_logo Natürlich gingen Berufsfelder mit der Digitalisierung verloren, aber es kämen auch neue hinzu, sagte Christensen. Letzteres werde in den meisten Studien nicht mit untersucht und den Verlusten gegengerechnet. Beispiel Autoindustrie: Hier habe sich in der Produktion durch Robotik enorm viel verändert, aber unter dem Strich sei in Deutschland in der Branche die Zahl der Arbeitsplätze in den vergangenen 12 Jahren um zehn Prozent gestiegen.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz zur Studie:

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Buchholz (links) und Christensen – hier im Gespräch mit NDR Welle Nord-Reporter Uwe Nieber
Statistik-Professor Christensen erläuterte seine Vergleichsstudie so:

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sei zu dem Schluss gekommen, Deutschland könne aus der Digitalisierung netto Arbeitsplatzgewinne erwarten – wenn es im Rahmen des Strukturwandels in seiner Wettbewerbsfähigkeit zulegt. Es sei auch längst nicht so, dass alle Arbeitsplätze von digitalen Systemen ersetzt werden, bei denen das theoretisch möglich wäre, sagte Christensen.

Etwa 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland arbeiteten im Jahr 2013 in einem Beruf, in dem Computer – zumindest technisch – mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten hätten erledigen können. In Schleswig-Holstein lag die Quote bei 12 Prozent. Das Substituierungspotenzial sei im Norden auch deshalb niedriger, weil es hier nicht so viele Industriearbeitsplätze gebe, sagte Buchholz.

Es sei richtig gewesen, dass schon die Vorgängerregierung früh und konsequent auf die Glasfasertechnik gesetzt habe. Er wolle Bundesdigitalisierungsminister Andreas Scheuer (CSU) bei dessen Besuch in der nächsten Woche davon überzeugen, dass Pioniere im Glasfaserausbau nicht nachträglich bestraft werden dürften. Hintergrund: Mittlerweile wurden die maximal möglichen Fördermittel des Bundes verdoppelt. Für Buchholz wäre es paradox, könnten Spätstarter jetzt von der höheren Quote profitieren, während Vorreiter sich mit der Hälfte begnügen müssten.

Ebenso klar formuliert er die Erwartung an Arbeitnehmer, sich weiterzubilden und nicht in jedem Fall am angestammten Arbeitsplatz verharren zu wollen. Sie sollten zur Qualifizierung auch den Bildungsurlaub nutzen, zum Beispiel bei der bevorstehenden Digitalen Woche in Kiel. Besonders an die kleinen und mittleren Unternehmen, die die Wirtschaftsstruktur im Land prägen und keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen haben, appellierte Buchholz: «Nehmt das Thema Digitalisierung ernst!». Dies gelte auch für die Weiter- und Fortbildung der Mitarbeiter. Das Land helfe mit dem forcierten Ausbau des Glasfasernetzes und beratend mit dem neuen Mittelstandszentrum 4.0. Es erstatte auch 50 Prozent der Weiterbildungskosten.

Zum download der Studie geht es: hier

Und so berichtet NDR online

Buchholz und Brackmann heute Abend beim Maritimen Sommertreff 2018

Maritim

Im Traditionshotel Kieler Yachtclub dreht sich heute Abend alles um das Thema Meer, Schifffahrt, Schiffbau, Forschung und vieles mehr. Zum achten Mal treffen sich auf Einladung der Unternehmensberatung Schümann über 400 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbänden.

Mit mehr als 1.800 Unternehmen, etwa 45.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von rund 9,2 Milliarden Euro ist die maritime Wirtschaft ein zentrales Zugpferd der schleswig-holsteinischen Wirtschaft.

LivestreamNeben Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) wird der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann (CDU), eine Rede halten.

Dazu ist ab ca. 19.30 Uhr ein Livestream auf www.facebook.com/Wirtschaftsministerium.aktuell geplant.

Paketdienst DPD will bei Kiel mittelfristig 300 Arbeitsplätze schaffen

Abholung

Der Paketdienstleister DPD will in einem geplanten Paketzentrum in Melsdorf bei Kiel mittelfristig 300 Arbeitsplätze schaffen. «Im Norden Deutschlands wird unser neues Paketsortierzentrum schon sehr bald einer unserer wichtigsten Knotenpunkte sein», sagte DPD-Manager Thomas Ohnhaus heute anlässlich eines symbolischen Spatenstichs für das Projekt. Das Unternehmen investiert eigenen Angaben zufolge rund 23 Millionen Euro. Das Paketzentrum soll im Sommer 2019 seinen Betrieb aufnehmen.

In Melsdorf sollen künftig rund 40 000 Pakete pro Tag umgeschlagen werden. Bis zu 160 Zustellfahrzeuge sind dann nach Unternehmensangaben täglich in der Region unterwegs. Der Neubau ersetzt das bisherige Depot in Schleswig und soll die benachbarten Standorte in Osterrönfeld, Lübeck und Norderstedt entlasten.

Trotz Plus im Nahrungsmittelsektor schwächelt im ersten Halbjahr der Industrie-Umsatz

Der Gesamtumsatz der größeren Industriebetriebe in Schleswig-Holstein ist im ersten Halbjahr um drei Prozent auf 16,2 Milliarden Euro gesunken. Nach Angaben des Statistikamtes Nord  ist der Rückgang unter anderem auf die Abrechnung von Großaufträgen im Vorjahr zurückzuführen. Der Inlandsabsatz der 559 Industriebetriebe mit mindestens 50 Beschäftigten sank in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um fünf Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Die Auslandsnachfrage ging um ein Prozent auf 6,9 Milliarden Euro zurück.

Nach Einschätzung von Buchholz geht die Delle vor allem auf die teils sehr schwierige Situation im Windenergieanlagenbau zurück. „Ich bin aber zuversichtlich, dass die Branche wieder rasch an Boden gewinnen wird“, so der Minister. Erfreulich sei aus seiner Sicht, dass die Exporte in Länder außerhalb der Eurozone um drei Prozent zulegten, während der Absatz in Euro-Länder um sieben Prozent fiel. Die Exportquote betrug 43 Prozent und liegt damit knapp über dem Vorjahr.

Die höchsten Umsätze erzielten die Betriebe zur Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit einem Plus von drei Prozent auf 2,6 Milliarden Euro und der Maschinenbau mit 2,4 Milliarden Euro (minus 13 Prozent). Es folgte die Mineralölverarbeitung mit einem Zuwachs von drei Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Den Zuwachs in der Nahrungsmittelbranche führt Buchholz vor allem auf einen Anstieg im Bereich von Großschlachtereien und der Fdleischverarbeitung insgesamt zurück.

Im Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres arbeiteten im nördlichsten Bundesland gut 108 500 Menschen in den genannten Industriebetrieben. Das ist ein Zuwachs von zwei Prozent zum gleichen  Vorjahreszeitraum. Das Arbeitsvolumen sank geringfügig.

Nach der Katastrophe von Genua: Ein paar Fakten zu unseren weit über 2500 Brücken im Land

Brückenprüfung „handnah“: Unsere LBV.SH-Trupps bei einer Kontrolle des Stahlkörpers der Rader Hochbrücke

Die schockierenden Bilder von der eingestürzten Autobahnbrücke in Genua mit über 30 Toten und vielen Schwerverletzten werfen aktuell bei den Medien, aber auch bei vielen Autofahrerinnen und Autofahrern die Frage auf: Kann das auch bei uns passieren?

Die Antwort lautet: Niemand verfügt über absolute Gewissheiten. Aber es ist extrem unwahrscheinlich.

Dazu ein paar Fakten: Für alle Bauwerke, insbesondere Brücken, gelten seit Jahrzehnten in Deutschland strenge Regeln. Angefangen von der weltweit als Qualitätsmaßstab geltenden Deutschen Industrienorm (DIN) bis hin zu Regelwerken für Wartung und Kontrolle, die für ein einzelnes Bauwerk oft mehrere hundert Seiten und Checklisten umfassen.

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LBV.SH-Brückenexperte Kötter

Der beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) zuständige Hochbau-Ingenieur Burkhard Kötter sagt: „Jede unserer rund 2.500 Brücken, die sich in der Obhut des LBV.SH befinden, sind individuell für ihren Standort geplant worden. Beginnend mit dem Untergrund, auf dem die Brücke steht bis zum so genannten Oberbau, auf dem die Fahrzeuge fahren.“ Dabei stelle ein Unwetter, wie es in Genuar zur Zeit des Unglücks herrschte, grundsätzlich kein Risiko dar – die Sperrungen – beispielsweise für die berühmten ,leeren Lkw und Wohnwagengespanne‘ – werden allein aus Gründen des Unfallschutzes für die Autofahrer angeordnet.

Auch Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz hält einen Vorfall wie in Italien für extrem unwahrscheinschlich.

Er sagt (Audio starten – „im Browser anhören“)

Nach den Worten von Kötter werden alle Bauwerke des LBV.SH nach der DIN 1076 („Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen – Überwachung und Prüfung“) geprüft. Hiernach wird alle sechs Jahre  eine so genante „Hauptprüfung“ durchgeführt, bei der die komplette Brücke „handnah“ geprüft wird, also wirklich jeder Winkel beschaut und abgeklopft wird.

Drei Jahre nach einer „Hauptprüfung“ findet dann eine so genannte „einfache Prüfung“ statt. Sowohl die „Hauptprüfung“ als auch die „Einfache Prüfung“ erfolgt durch die LBV.SH-eigenen Bauwerksprüftrupps. Zusätzlich erfolgen ständig „laufende Beobachtungen“ durch die Straßenmeistereien im Lande.

Unter den 2506 Straßenbrücken, für die der LBV.SH zuständig ist, befindet sich aktuell nur eine in einem «ungenügendem Zustand». Dabei handelt es sich um die «Eiderbrücke Pahlen». Diese Klappbrücke wird aktuell gerade saniert. Allerdings: die Klassifizierung «ungenügender Zustand» bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Standsicherheit gefährdet ist. Schon ein leicht beschädigtes Brückengeländer kann dazu führen, dass eine Brücke in der Bewertung von der Zustandsnote 2 auf die Note 4 absinkt.

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In «nicht ausreichendem Zustand» sind in Schleswig-Holstein 74 Brücken. Das heißt, es müssen «in näherer Zukunft» Instandsetzungsmaßnahmen erfolgen. Alle anderen Straßenbrücken sind in «sehr gutem» bis «ausreichendem» Zustand. Für 26 Brückenmaßnahmen sind im laufenden Jahr insgesamt 37 Millionen Euro von Bund, Land und Kreisen aufzubringen.

Besonders besorgte Blicke werden derzeit auf die „Rader Hochbrücke“ gerichtet, die 2013 für einige Monate für den schweren Lkw-Verkehr gesperrt und notsaniert werden musste. Damals hatten die Prüf-Trupps bei einer Hauptuntersuchungen Hohlstellen in den Betonköpfen festgestellt, die den stählernen Überbau der Brücke tragen.

Sanierungsarbeiten an der Rader Hochbrücke
Sanierung eines Beton-Brückenkopfs der Rader Hochbrücke im Jahr 2013

Die 1972 nach nur zwei Jahren Bauzeit rechtzeitig vor den Olympischen Spielen fertiggestellte Hochbrücke darf wegen ihres Zustandes trotz Sanierung nicht mehr voll belastet werden. Um die Brücke zu schonen, dürfen Autos nur 80 Stundenkilometer fahren, Lastwagen nur maximal 60 km/h. Das Tempolimit wird mit Blitzern überwacht. Nach den Worten von Kötter und Minister Buchholz besonders wichtig: Ein Lkw-Abstandsgebot soll verhindern, dass der Stahlkörper der Brücke unnötigen Schwingungen ausgesetzt ist, die das Material besonders stark beanspruchen. Über die Hochbrücke fahren in Spitzenzeiten über 50.000 Fahrzeuge täglich.

Die vierspurige Rader Hochbrücke kann nach den Berechnungen der Statiker mindestens noch acht Jahre – also bis 2026 genutzt werden. Bis dahin soll die erste von zwei geplanten Ersatzbrücken fertig sein. Aktuell nimmt die Projektgesellschaft DEGES auf der Hochbrücke bereits Vermessungen für den Ersatz-Neubau vor.

Bei der Rader Hochbrücke erfolgt nach den Worten von Kötter anstelle  der „Einfachen Prüfung“ ebenfalls eine „Hauptprüfung“, so dass das Bauwerk alle drei Jahre einem umfassenden Check unterzogen wird. Zusätzlich werden halbjährliche Sonderprüfungen vorgenommen.

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So könnten die neuen Zwillingsbrücken bei Rade künftig einmal aussehen

Rade

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus