Land zieht Bremse gegen Coronavirus noch fester: Touristen raus – Restaurants zu – Hilfsfonds auf

Bittere Stunde für die Top-Urlaubsdestination Schleswig-Holstein: Mit einem Touristen-Verbot zieht die Landesregierung die Bremse gegen die Ausbreitung des Coronavirus noch einmal kräftig nach. Bis übermorgen müssen alle Urlauber und Tagesgäste den echten Norden verlassen haben. Außerdem legt das Land ein 500-Millionen-Euro Hilfspaket auf

Schluss

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus dürfen Touristen Schleswig-Holstein ab Mittwoch nicht mehr betreten. «Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein werden ab morgen untersagt. Das kann kontrolliert und ordnungsrechtlich durchgesetzt werden», sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) heute nach einer Beratung des Landeskabinetts. Der Tourismus werde auf Null gebracht. Möglich ist nach dem jüngsten Erlass nur noch die Anreise aus anderen privaten oder beruflichen Gründen.

Alle Beherbungsbetriebe, Campingplätze und Yachthäfen für touristische Zwecke werden ab Mittwoch geschlossen. Die Abreise von Touristen müsse bis zum Donnerstag erfolgen. Auch der Tagestourismus findet nicht mehr statt. Entsprechende Regelungen werden laut Buchholz gemeinsam mit Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg gebracht. «Das heißt, dass sich Hamburgerinnen und Hamburger bitte nicht auf den Weg an die Nordsee, Ostsee und auch nicht an die Binnenseen machen», sagte Buchholz.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsident Daniel Günther, Finanzministerin Monika Heinold und Oppositionsführer Ralf Stegner sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)

Restaurants müssen ab Mittwoch im Norden geschlossen werden. Erlaubt ist ab dann nur noch der Außer-Haus-Verkauf. «Das heißt auf Bestellung», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Lieferservices seien ebenfalls nicht betroffen. Weil Cafes und Restaurants noch geöffnet seien, gebe es «halt überall im Land eine hohe Frequentierung von Menschen. Und nur damit allen klar ist, warum wir das machen: Genau das soll nirgendwo mehr stattfinden.» Ziel sei es, das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Daniel Günther
Daniel Günther

«Es gibt für uns keinen Grund zu verbieten, dass Menschen an die frische Luft gehen», sagte Günther. «Aber meine herzliche Bitte ist: Vielleicht nicht immer den gewohnten Weg gehen an die Promenaden, wo viele Menschen sind, sondern schlicht und ergreifend auch mal dahin zu gehen, wo weniger Menschen unterwegs sind.» Sein Appell laute weiterhin, dass aber «möglichst wenige Menschen zusammenkommen».

Ein weiterer Kabinettsbeschluss ist das Nothilfeprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro. Es solle unter anderem existenziell gefährdeten Unternehmen helfen, kündigte Günther an. Die Regierung wolle das Nothilfeprogramm möglichst erst dann ausgestalten, wenn der Bund seine Hilfsprogramme beschlossen habe. Dann könne entschieden werden, welche Personengruppen bedacht werden.

Im NDR-Schleswig-Holstein-Magazin sagte Buchholz dazu eben:

Das Geld will Schleswig-Holstein über Kredite aufnehmen. Den dafür nötigen Nachtragshaushalt mit entsprechenden Ermächtigungen soll der Landtag bereits am Mittwoch verabschieden. Dafür ist wegen der Schuldenbremse eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Sie kommt zustande, weil die SPD ihre Zustimmung signalisiert hat. «Die Menschen brauchen schnelle Signale», sagte Oppositionsführer Ralf Stegner (SPD). Er nahm erneut an den Beratungen des Kabinetts teil.

Dr. Heiner Garg (Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren), Bernd Buchholz (Minister für Wirtscha
Minister-Trio Garg, Buchholz, Heinold im Landtag

Nach Angaben von Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) sind für das Nothilfeprogramm Tilgungspläne nötig. Die Schulden sollen demnach innerhalb von zehn Jahren getilgt werden.

Die Regierung wies erneut auf die Versorgungssicherheit bei Lebensmitteln auch in Zeiten der Corona-Krise hin. «Es gibt keine Engpässe», sagte Buchholz. Günther betonte zudem, dass die Regierung über Ausgangssperren bislang überhaupt nicht diskutiert habe. Sie wolle «auf solche Maßnahmen weitgehend verzichten».

Mit Blick auf den starken Besucher-Reiseverkehr von Hamburg nach Schleswig-Holstein in den letzen 14 Tagen appellierte Tourismusminister Buchholz eindringlich an die Hamburger, von weiteren Reisen abzusehen….

Er sagte nach der heutigen Kabinettssitzung (Audio starten, Pfeil klicken)

Tourismusminister Buchholz: „Es tut weh – aber bleiben Sie Schleswig-Holstein vorerst fern“

Die Corona-Pandemie breitet sich auch in Schleswig-Holstein rasant aus: Mit massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens wollen Bund und Land diese Entwicklung verlangsamen. Viele Geschäfte werden geschlossen, die Nord- und Ostseeinseln sind bereits abgeriegelt.

Eine beladene Norseefaehre der WDR-Reederei faehrt von Amrum zurueck zum Festland

Arbeitstag eins nach den massiven Einschränkungen des Alltagslebens in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Pandemie: Schulen und Kitas sind zu, öffentliche Veranstaltungen finden vorerst nicht statt. Clubs, Fitnessstudios, Kinos, Theater bleiben bis zum 19. April geschlossen, auf die Inseln an Nord- und Ostsee dürfen keine Touristen mehr. Und dabei bleibt es nicht: Weil sich die Zahl der mit Sars-CoV-2 Infizierten weiter erhöht, folgen weitere Schritte. Darauf verständigen sich Bund und Länder. «Wir müssen alles dafür tun, die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) heute nach einer Telefonkonferenz seines Kabinetts.

Viele Geschäfte müssen vorerst schließen, geöffnet bleiben dürfen nur Supermärkte, Apotheken und Drogerien, Tankstellen, Banken, Lieferdienste, Poststellen, Friseure, Reinigungen und Märkte für Tierbedarf. Ausdrücklich nicht betroffen sind auch Wochenmärkte. Restaurants müssen spätestens um 18.00 Uhr schließen. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist laut dem Beschluss für den Publikumsverkehr zu schließen – ebenso gilt dies für Spielplätze. Nicht mehr möglich sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und bei anderen Glaubensgemeinschaften.

Die Landesregierung beschloss heute zudem weitreichende Beschränkungen für den Tourismus. Urlauber müssen ihre Unterkünfte am Mittwoch verlassen, die Hotels werden geschlossen. Ausnahmen gibt es nur für Geschäftsreisende oder Einsatzkräfte, beispielsweise Polizisten. In den Tourismusorten soll der Tagestourismus eingeschränkt werden, die Bäderregelung wird bis zum 19. April ausgesetzt. «Wir werden erhebliche Hilfen leisten, damit die Betriebe nicht in eine wirtschaftliche Schieflage geraten», sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Er bezeichnete die Lage als Stresstest für das Gaststättengewerbe und den Einzelhandel.

Bu2_kleinWeiter sagte Buchholz

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Bereits am frühen Morgen hatte das Land alle schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen in der Nordsee für Touristen gesperrt. Dies sei auf breites Verständnis gestoßen, berichtete Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) unter Hinweis auf Lageberichte der Polizei. Zu den vom Touristenstopp betroffenen Nordseeinseln gehören Sylt, Amrum und Föhr sowie die Halligen Hooge und Langeneß. In der Ostsee ist die beliebte Ferieninsel Fehmarn für Touristen bis auf weiteres gesperrt.

Zur Situation der Einzelhändler und Mittelständler sagte Buchholz weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Außerdem wird an der deutschen Grenze zu Dänemark seit Montagmorgen kontrolliert, Touristen und andere Reisende ohne gravierenden Grund dürfen nicht mehr ins Land. Pendler und der Güterverkehr sind davon ausgenommen. Dänemark hatte seine Grenze zu Deutschland bereits am Samstag weitgehend geschlossen.

Nach Darstellung von Regierungschef Günther gingen die Schleswig-Holsteiner kooperativ und besonnen mit der aktuellen Lage um. Er verwies darauf, dass die Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Gebrauchs gesichert sei. Für Einzelhandel, Wochenmärkte, Apotheken, Sanitätsläden und Drogerien werden die Sonntagsverkaufs-Verbote aufgehoben.

Binnen weniger Tage hat sich die Zahl der Coronavirus-Infizierten im nördlichsten Bundesland mehr als verdoppelt. 123 Fälle wurden laut Gesundheitsministerium bis Sonntag bereits erfasst, am Montag meldeten aber mehrere Kreise neue Fälle. Am Freitag waren es noch 60 Infizierte gewesen – mittlerweile sind alle 15 Kreise und kreisfreien Städte betroffen. Sechs Personen werden aktuell in Krankenhäusern behandelt. Todesfälle von Coronavirus-Infizierten gab es in Schleswig-Holstein laut Ministerium bisher nicht.

In einem Klassenraum der Grundschule Ramsharde in Flensburg stehen die Stühle auf dem Tisch

Seit Montag sind Schulen und Kitas landesweit generell geschlossen. Es gibt eine Notversorgung für Kinder von Eltern, die in besonders kritischen Infrastrukturen arbeiten und keine andere Betreuung organisieren können. Am ersten Tag mussten die Eltern von weniger als 1000 Kindern landesweit diese Angebote nutzen. «Ich bin dankbar, dass die Eltern in Schleswig-Holstein sich so verantwortungsvoll verhalten haben», sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU).

Wegen der besonderen Situation gewährt die Regierung Landesbeschäftigten Sonderurlaub. Eine entsprechende Regelung für Beamte und Angestellte, die zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben müssen, habe die Landesregierung getroffen, sagte Regierungssprecher Peter Höver. Bei der Eindämmung der Pandemie spielt die Haushaltspolitik für Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) eine untergeordnete Rolle. «Die Gesundheit der Bevölkerung muss immer wichtiger sein als die schwarze Null», sagte Heinold der Deutschen Presse-Agentur. «In Notsituationen wie dieser kann das Land Schulden machen.»

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sollen Bürger nur in dringenden Fällen persönlich auf den Polizeiwachen erscheinen und stattdessen für die Erstattung von Anzeigen die Online-Wache nutzen. Wer ein Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente braucht, soll dies telefonisch beim Arzt anfordern. Wenn vorhanden, sollen Patienten zudem Botendienste ihrer Apotheken annehmen.

Unterdessen hat sich die Ärztekammer an nicht mehr tätige Ärzte im Norden gewandt. «Bislang rein vorsorglich fragen wir hiermit an, ob Sie sich im Falle eines gravierenden Engpasses in der ärztlichen Versorgung fit fühlen und bei uns im Land bereit wären, einzuspringen», hieß es in einem Anschreiben der Ärztekammer an 1848 der insgesamt 18 000 Ärzte in Schleswig-Holstein.

Land riegelt Inseln für Touristen ab – Günther appelliert: „Reisen unterlassen“

DB Syltshuttle Autozug

Ministerpräsident Daniel Günther hat als Reaktion auf die Corona-Pandemie an mögliche Schleswig-Holstein-Urlauber appelliert, Reisen in den Norden zu unterlassen. Als erste Maßnahme habe die Landesregierung beschlossen, die schleswig-holsteinischen Inseln an Nord- und Ostsee ab morgen früh 6.00 Uhr für Touristen abzuriegeln. Für den morgigen Montag kündigte Günther weitergehende Regelungen für den Tourismus in ganz Schleswig-Holstein.

Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen sein sollen lediglich Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der Inseln haben oder zur Arbeit auf die Insel müssen. Auch die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs werde weiterhin sichergestellt. Gesundheitsminister Heiner Garg begründete die Maßnahme mit dem Ziel, die medizinische Versorgung auch in der aktuell kritischen Lage für die Inselbewohner sichern zu müssen. Für eine große Zahl Touristen seien die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln nicht ausgelegt.

Tourismusminister Bernd Buchholz sagte dazu (Audio starten – „im Browser anhören“)

Die Polizei werde die Anordnungen durch verkehrsleitende Maßnahmen sicherstellen. Urlaubern, die bereits auf einer der Insel Quartier bezogen hätten forderte Günther auf, den Heimweg anzutreten. Wer seinen ersten Wohnsitz auf einer der Inseln habe, dem empfahl Günther, möglichst zügig an seinen dortigen Heimatort zurückzukehren.

SH-Landesregierung im Vorsorge-Modus…

Es ist für Gesellschaft und Wirtschaft zweifellos ein beispielloser Stress-Test: Das Corona-Virus schickt weltweit die Börsen auf Talfahrt und hinterlässt natürlich auch deutliche Bremsspuren in Schleswig-Holstein. Das Gebot der Stunde lautet: Alles, was hilft, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus abzubremsen, ist richtig, wichtig und willkommen. Die Landesregierung hat für die Wirtschaft erste Weichen gestellt, wie Minister Bernd Buchholz erläutert. Video starten.

Landesregierung und Förderbanken starten Stabilitäts-Initiative für den Mittelstand

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Die „Förderfamilie“ des Landes (v.l.): Holger Zervas (MBG), Hanspeter Petersen (Bürgschaftsbank), Minister Buchholz und IB.SH-Vorstandschef Westermann-Lammers

Die Landesregierung und die Förderinstitute des Landes stärken mittelständischen Unternehmen in der Corona-Krise den Rücken: Um den Zugang zu Finanzierungsmitteln zu erleichtern, haben die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), die Bürgschaftsbank und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft ihre Angebote auf die aktuellen Bedarfslagen der Unternehmen neu ausgerichtet und eine Hotline mit konkreten Ansprechpartnern für die Betriebe eingerichtet. Das gaben heute in Kiel Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, Finanzministerin Monika Heinold und der IB.SH-Vorstandsvorsitzende Erk Westermann-Lammers bekannt.

Nach den Worten von Buchholz ist aktuell vor allem das Darlehensprogramm „IB.SH Mittelstandskredit“ das zentrale Angebot an Unternehmen in Liquiditätsschwierigkeiten. „Das Land übernimmt im Rahmen dieses Programms für die von der Investitionsbank zugesagten Darlehen Garantien und ermöglicht damit die Liquiditätsversorgung auch von bonitätsschwächeren Betrieben“, so Buchholz. Zudem habe er sich mit der Finanzministerin darauf verständigt, den vom Land garantierten Rahmen von fünf auf zehn Millionen Euro zu verdoppeln.

„Damit haben wir einen satten Puffer geschaffen, um die Liquiditätsversorgung für kleine und mittlere Betriebe bis auf Weiteres abzusichern“, so Buchholz. Mit dieser „Schleswig-Holstein-Finanzierungsinitiative für Stabilität“ solle vor allem gewährleistet werden, dass den Betrieben ein schneller und einfacher Finanzierungszugang erhalten bleibt. Notwendig dafür sei eine ausreichende Eigenkapitalbasis der Unternehmen. Dies könne im Rahmen der Initiative durch die Beisteuerung einer stillen Beteiligung sichergestellt werden.

Weiter sagte Buchholz – Audio starten („im Browser anhören“)

IB.SH-Vorstandschef Erk Westermann-Lammers sagte: „Viele schleswig-holsteinische Unternehmen stehen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Rückläufige Umsätze, beeinträchtigte Lieferketten und Personalengpässe sind nur einige Auswirkungen dieser Krise. Zur Stabilisierung der schleswig-holsteinischen Wirtschaft wollen wir gemeinsam mit den Hausbanken insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Krediten und zu Eigenkapital sicherstellen.“

Landtag KielUnterdessen hat Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold steuerliche Maßnahmen zur Entlastung betroffener Unternehmen angekündigt. Anfang kommender Woche werde die Landesregierung einen Erlass – unter anderem zur vereinfachten Möglichkeit von Steuerstundungen – veröffentlichen. An den Nachweis der Stundungsvoraussetzungen unmittelbar und erheblich betroffener Steuerpflichtiger sollen keine strengen Anforderungen mehr gestellt werden. In der Regel kann in diesen Fällen auch auf die Erhebung von Stundungszinsen verzichtet werden. „Es ist für die Landesregierung selbstverständlich, dass wir unsere Wirtschaft in dieser besonderen Situation schnell und unbürokratisch unterstützen“, sagte die Ministerin.

Die IB.SH, die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft mbH (MBG) und die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein (BB-SH) haben für Finanzierungen und Bürgschaften im Rahmen dieser Initiative eine Hotline mit zentralen Ansprechpartnern für Hausbanken und Unternehmen eingerichtet:

Hotline: 0431 5938-133Wilkniss
Jürgen Wilkniß
Leiter Bürgschaftsabteilung, BB-SH
juergen.wilkniss@bb-sh.de

csm_matthias_voigt_716e22b33dHotline: 0431 9905-3330
Matthias Voigt
Leiter Firmenkunden Finanzierung, IB.SH
matthias.voigt@ib-sh.de

Die Ansprechpartner koordinieren die Förderung von IB.SH, MBG und BB-SH und vertreten jeweils alle drei Institute.

Landesregierung baut SH-Wirtschaft Liquiditätsbrücken über die Corona-Krise

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Buchholz mit IB.SH-Chef Erk Westermann-Lammers (rechts) und Holger Zervas von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft

Neben dem medizinischen Vorsorge-Kraftakt rüstet sich die Landesregierung seit Tagen auch für eine umfassende Stabilisierung der 123.000 schleswig-holsteinischen Unternehmen. Zusammen mit den Förderbanken IB.SH, der Bürgschaftsbank und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft wird Wirtschaftsminister Bernd Buchholz noch heute ein Stabilisierungspaket mit erweiterten Kreditmöglichkeiten und konkreten Ansprechpartnern für den Mittelstand vorstellen.

Finanzministerin Monika Heinold kündigte heute früh zudem steuerliche Maßnahmen zur Entlastung betroffener Unternehmen an. Anfang kommender Woche werde die Landesregierung einen Erlass unter anderem zur vereinfachten Möglichkeit von Steuerstundungen veröffentlichen. An den Nachweis der Stundungsvoraussetzungen unmittelbar und erheblich betroffener Steuerpflichtiger sollen keine strengen Anforderungen mehr gestellt werden. In der Regel kann in diesen Fällen auch auf die Erhebung von Stundungszinsen verzichtet werden.

Buchholz sagte zu den Maßnahmen – Audio starten („im Browser anhören“)

Und Ministerin Heinold ergänzte: „Es ist für die Landesregierung selbstverständlich, dass wir unsere Wirtschaft in dieser besonderen Situation schnell und unbürokratisch unterstützen. Dazu werden wir den Erlass veröffentlichen, der für betroffene Unternehmen die Möglichkeit von Steuerstundungen erleichtert. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in der Regel verzichtet werden.“

 

Spezialfirma präsentiert Buchholz futuristische Alternative zur Bäderbahn in Lübecker Bucht

Zwei Ingenieure der Firma Max Bögl präsentierten Minister Buchholz diese Woche das Konzept des Mini-Rapids

Es klingt ein wenig nach Science Fiction; und mit schätzungsweise 25 Millionen Euro pro Kilometer wären die Kosten enorm – doch bei der Suche nach einer modernen und klimaneutralen Alternative zur alten Bäderbahn in der Lübecker Bucht hat die Firma Max Bögl einen technisch realisierbaren Lösungsvorschlag parat: eine auf Präzisionsbeton autonom fahrende Magnetbahn – sozusagen ein ÖPNV-Strand-Rapid, der eines Tages zwischen Timmendorfer Strand und Ratekau pendeln könnte.

Diese Woche stellte ein Team des Multi-Konzerns, der den Schleswig-Holsteinern vor allem durch sein Windenergieanlagen-Werk in Osterrönfeld bei Rendsburg bekannt sein dürfte, das Konzept bei Verkehrsminister Bernd Buchholz vor.

Und der zeigte sich begeistert, wie das „Hamburger Abendblatt“ in seiner Freitagausgabe berichtet: „Das zweifellos kostspielige Vorhaben hätte das Zeug dazu, ein ÖPNV-Vorzeigeprojekt für ganz Deutschland zu werden: Leise, emissionsarm und in der laufenden Unterhaltung absehbar deutlich günstiger als herkömmliche Schienenverbindungen.“ Die Firma Bögl errichtet neben Projekten in Asien derzeit auch für den Münchner Flughafen eine solche Mini-Schwebebahn.


Weiter sagte Buchholz – Audio starten…

Hier gibt es zu dem Projekt ausführlichere Informationen der Firma Max Bögl

Corona: Erste Firmen stellen Anträge auf Kurzarbeit – Wirtschaft lobt Krisenmanagement

Wegen des Ausbruchs des Coronavirus haben in Schleswig-Holstein die ersten 20 Betriebe Anträge auf Kurzarbeitergeld gestellt. Dies würde dort insgesamt 1600 Mitarbeiter betreffen, sagte heute die Chefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, in Kiel. «Aber wir können natürlich feststellen, dass die Anfragen von Tag zu Tag zunehmen.»

Im Gästehaus der Landesregierung hatten Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Gesundheitsminister Heiner Garg und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (beide FDP) Wirtschaftsvertreter zu Gesprächen über die aktuelle Situation im Umgang mit Covid-19-Erkrankungen getroffen. Bei den Gesprächen sei es um die Frage gegangen, in welchen Bereichen das Land helfen könne, sagte Günther.

Hier die Presse-Statements aus dem Gästehaus der Landesregierung als Livestream-Aufzeichnung:

Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein, Friederike C. Kühn, sprach von einem guten Krisenmanagement im Land. Betroffen sei auch die Tourismusbranche. Der Kieler IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater sagte, «es ist mittlerweile allen bewusst, dass die Wirtschaft in nahezu allen Bereichen betroffen sein wird».

Garg sprach von einem Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft. «Wir müssen hier als Gesellschaft zusammenstehen.» Die Ausbreitung des Coronavirus sei ein Stresstest für die gesamte Gesellschaft. Buchholz betonte, die Regierung nehme die Lage nicht auf die leichte Schulter. «Aber wir haben auch keine Veranlassung, angesichts der derzeitigen Situation in der Wirtschaft in Panik zu verfallen.»

Und so berichtet das Flensburger Tageblatt in seiner Donnerstagausgabe

Buchholz dankt Ausbildungsbetreuern: In 25 Jahren 33.000 jungen Menschen geholfen

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Feierliches Jubiläum mit Fachtagung im Kieler RBZ am Westring

Ein starkes Service-Angebot für schwächelnde Azubis im echten Norden feiert Geburtstag: Vor 25 Jahren wurde die „Regionale Ausbildungsbetreuung“ (RAB) gegründet und hat seither 33.000 jungen Menschen, die bei ihrer Ausbildung in Schwierigkeiten geraten sind, über manche Hürde geholfen. „Im Jahr 1995 als zaghaftes Modellprojekt gestartet, hat sich diese Einrichtung längst zu einem kompetenten und engagierten Bestandteil unseres Ausbildungsmarkes gemausert. Darauf können alle Beteiligten enorm stolz sein“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz heute bei einer Feierstunde in Kiel. Die Landesregierung werde das Projekt weiter unterstützen.

Mit einer Erfolgsquote von fast 80 Prozent stärke die RAB nicht nur die duale Berufsausbildung, sondern trage auch maßgeblich zur Linderung des Fachkräftemangels bei. Das Land habe mit EU-Unterstützung in den letzten 25 Jahren knapp 20 Millionen Euro in das Beratungsangebot investiert. „Gut angelegtes Geld“, sagte Buchholz.

Hier die Rede von Buchholz als Stream-Aufzeichnung:

Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neun Beratungsregionen des Landes bieten neutrale und kostenlose Hilfe an, wenn es in einem Ausbildungsverhältnis knirscht oder es sogar schon zu einer Vertragslösung gekommen ist. „Die Betreuerinnen und Betreuer sind eine wichtige Säule im Beratungssystem des Landes, denn jede vorzeitige Vertragslösung stellt auch eine persönliche Krise für junge Menschen dar – und die erfordert stets schnelle Hilfe“, so Buchholz. Zudem gelte es auch, wirtschaftlichen Schaden für die Ausbildungsbetriebe möglichst zu verhindern.

Für das landesweite Netz von Beratungsstellen sind die Regionalen Ausbildungsbetreuer bei unterschiedlichen Institutionen angesiedelt, etwa bei Kreishandwerkerschaften, Kommunen und Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung. Das Beratungsangebot steht allen Jugendlichen, aber auch den Betrieben offen.

Nähere Informationen gibt es unter www.ausbildungsbetreuung.de.

Land setzt Lkw-Sonntagsfahrverbot für Lebensmittel-Lieferungen bis Ende Mai aus

Wegen der Ausbreitung des Virus: Schleswig-Holstein hebt das Fahrverbot für Lkw zur Belieferung des Einzelhandels mit Hygieneartikeln und Lebensmitteln an Sonn- und Feiertagen auf. Verkehrsminister Buchholz hofft auf einen psychologischen Effekt.

Aldi Zentrallager

Wegen des neuartigen Coronavirus hat Schleswig-Holstein das Fahrverbot für Lkw an Sonn- und Feiertagen für Lieferungen von Hygieneartikeln und Lebensmittel für den Einzelhandel ausgesetzt. «Wir wollen einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, damit die Regale auch nach den Wochenenden zügig wieder aufgefüllt werden können», bestätigte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. Der Norden folgt damit anderen Ländern, die bereits ähnliche Regelungen geschaffen haben.

2c63f696-7d93-4b6a-b116-797dd5db29f3-3383-0000043a67d18ad4-1«Es gebt keinen objektiven Grund für sogenannte Hamsterkäufe bestimmter Waren, da der Groß- und Einzelhandel in aller Regel sehr kurzfristig auf Nachfragespitzen reagieren und wieder für volle Regale sorgen kann», sagte Buchholz. Dennoch seien viele Menschen in Sorge und bestimmte Waren würden verstärkt nachgefragt. Das Aussetzen des Fahrverbots für Lkw gebe dem Handel mehr Möglichkeiten, sich darauf einzustellen.

Buchholz hofft zudem auf einen psychologischen Effekt. «Denn volle Regale sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass kein Grund zur Überreaktionen und zu unbedachten Vorratskäufen besteht», sagte er. Das Fahrverbot ist zunächst bis zum 30. Mai ausgesetzt, kann nach Ministeriumsangaben bei Bedarf aber verlängert werden.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus