Es brummt: SH-Arbeitsmarkt knackt erstmals Rekordwert von einer Million Beschäftigten

Produktion bei den HOBBY Wohnwagenwerken in Fockbek

Angesicht der im September erstmals in Schleswig-Holstein erreichten Rekord-Zahl von über einer Million sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (1.003.800) zeigt sich Arbeits- und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz mit der derzeitigen Konjunktur- und Beschäftigungslage im Land hoch zufrieden: „Einen solchen absoluten Rekord-Wert hatten wir seit Einführung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit noch nie zu verzeichnen.“ Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei seit 2005 stetig gewachsen – abgesehen von einer Delle im Jahr 2009 infolge der Finanzkrise. Nach den Worten von Buchholz ist dies vor allem den leistungsstarken und investitionsbereiten Mittelstandsunternehmen in Schleswig-Holstein zu verdanken.

Im Gespräch mit Journalisten kündigte Buchholz außerdem an, über die Arbeits- und Sozialministerkonferenz die Hartz-IV-Vorschriften zu entrümpeln (Audio starten – „im Browser anhören“:

Zugleich machte Buchholz deutlich, dass die Landesregierung die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer aktiven Arbeitsmarktpolitik flankiere. Dies geschehe unter anderem durch das Landesprogramm Arbeit mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). „Hier fördern wir beispielsweise Modellprojekte zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt oder unterstützen die Weiterbildung für Beschäftigte im Rahmen des Weiterbildungsbonus“, so der Minister. Gleichzeitig appellierte er an die Unternehmen, die ab dem kommenden Jahr mit dem Start des Teilhabe-Chancengesetzes vorgesehene Förderung bestimmter Gruppen von Langzeitarbeitslosen aktiv zu nutzen.

Nach den heute vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Arbeitslosen im November im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,6 Prozent (- 10.200) auf aktuell 77.700 Arbeitslose. Besonders deutlich ging die Zahl in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen (-15,8 Prozent oder -4.983) und der älteren Arbeitslosen über 50 Jahre (-9,6 Prozent oder -2.792) zurück. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,0 Prozent.

ohne Überschrift

Die hervorragende Situation am Arbeitsmarkt ist laut Buchholz auch ein Ergebnis der Hartz IV Reformen vor gut 13 Jahren. Allerding habe sich Hartz IV in Teilen zu einem „komplexen bürokratischen Monster“ entwickelt, das kaum noch zu begreifen sei und teils Bescheide von über 100 Seiten Länge produziere. Folge: Ende 2017 waren bundesweit rund 176.000 Klagen und gut 184.000 Widersprüche anhängig.

Schleswig-Holstein werde darum auf der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) am 5. und 6. Dezember in Münster erste Vorschläge zur Entbürokratiserung machen – unter anderem bei den temporäen Bedarfsgemeinschaften. Dabei handelt es sich um Fälle, in denen ein minderjähriges Kind getrennt lebender Eltern dauerhaft beiden elterlichen Haushalten zuzuordnen ist, weil es sich regelmäßig bei Vater oder Mutter aufhält.

Buchholz: „Die Aufteilung der Leistungen für das Kind sind in der Regel auf sechs Monate befristet und anhand der tatsächlichen Verhältnisse zu beurteilen – es wird also mit einem Wahnsinns-Aufwand akribisch ermittelt, wie viele Tage im Monat ist das Kind bei welchem Elternteil oder bei den Großeltern an- oder abwesend ist.“

Dies habe stetige Anpassungen der Leistungsbescheide zur Folge, sobald sich die Verhältnisse ändern. Darum werde Schleswig-Holstein die Abschaffung der temporären Bedarfsgemeinschaften beantragen und auskömmliche „Pauschalen“ vorschlagen. Dies könne zwar möglicherweise zu höheren Kosten führen, sei aber aber am Ende nicht nur lebensdienlicher, sondern gemessen am bisherigen Verwaltungsaufwand ökonomisch auch sinnvoller, so der Minister.

 

Schub für den Lübecker Hafen: Land billigt 17,3 Millionen Euro für Ausbau des Skandikais

Skandikai
Riesenbaustelle: Die Finanzierung der Erweiterung des Lübecker Skandikais dürfte durch die heutige Entscheiding des Landeskabinetts gesichert sein.

Investititionsschub für den Lübecker Hafen: Das Landeskabinett hat heute 17,3 Millionen Euro für den Ausbau des Skandinavienkais gebilligt. Das gab  Wirtschaftsminister Bernd Buchholz soeben am Rande seines Besuchs der IHK-Vollversammlung in Lübeck bekannt. Die Kosten des Gesamtprojekt liegen bei 68,3 Millionen Euro, 51 Millionen Euro muss die Hansestadt Lübeck zunächst allein schultern.  Aber die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) muss das Geld als Betreiber des Skandinavienkais zurückzahlen.

„Der Ausbau ist – 14 Jahre nach dem Start der Planungen – mehr als überfällig“, sagte Buchholz vor den IHK-Mitgliedern. Mit der Entscheidung zum Ausbau werde der Hafen seiner Bedeutung als Logistikdrehscheibe wieder verstärkt gerecht und der Hafenstandort deutlich attraktiver.

Das Ausbau-Areal erstreckt sich vom Hafenhaus bis in Richtung Travemünde. Bereits seit Mai wird das Gelände planiert – auf zehn Hektar – und soll Anfang des Jahres für die Asphaltierung fertig sein. Zudem entsteht dort bis Ende 2019 eine 25.000 Quadratmeter große Lagerhalle sowie eine 5000 Quadratmeter große Fährhalle.

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) als größter Betreiber der Hafenflächen war vor zwei Jahren in eine inanzielle Schieflage geraten und wird bis 2022 saniert. Das Rettungspaket umfasst 34 Millionen Euro. Die Stadt verzichtet auf Pachteinnahmen, die Hafenarbeiter verzichten auf Lohn. „Wir freuen uns sehr, dass die Förderbescheide für den Ausbau des Skandinavienkais vorliegen“, sagte LHG-Chef Sebastian Jürgens am Abend den „Lübecker Nachrichten“. „Die Investitionen sind ein entscheidender Schritt für die Umstrukturierung der LHG.“

 

Buchholz zum A-20-Urteil: „Das wird die Autobahn erneut verzögern, aber nicht verhindern“

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVG), dass der im April 2017 erlassene Planfeststellungsbeschluss für den vierten Abschnitt der Autobahn A 20 in Teilen fehlerhaft und damit vorerst nicht vollziehbar ist, hat Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz als „bittere Enttäuschung“ für sich selbst, für die Landesregierung, die Wirtschaft und vor allem für die Westküste bezeichnet. „Diese Entscheidung zwingt uns zu einem erneuten Fehlerheilungsverfahren und wird uns absehbar noch einmal Jahre vom Weiterbau trennen“, sagte Buchholz heute in Kiel. Aber klar sei ebenso: „Auch wenn heute fraglich sein mag, wann genau wir weiterbauen können – sicher ist: wir werden diese Autobahn gemeinsam mit der DEGES verwirklichen.“

Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Der neunte Senat des BVG hatte zuvor der gemeinsamen Klage der beiden Umweltschutzverbände Nabu und BUND stattgegeben. Das Verfahren zweier privater Kläger wurde ausgesetzt. Der Planfeststellungsbeschluss für den knapp 20 Kilometer langen Abschnitt zwischen Wittenborn bei Bad Segeberg und der A 7 war im April 2017 unter der Vorgänger-Landesregierung erlassen worden. Buchholz: „Unsere Experten bei der DEGES und im Amt für Planfeststellung werden die Urteilsgründe nun genau analysieren und die Fehler dann mit aller Kraft heilen.“  Der Minister erneuerte zugleich seine Einladung an die klagenden Naturschutzverbände, sich dabei einzubringen.

Buchholz sagte nach der Urteilsverkündung im Gespräch mit Journalisten hier klicken

Einer der vom Verwaltungsgericht festgestellten Fehler betrifft den Gewässerschutz. Zwar habe das Land vor drei Jahren einen so genannten wasserrechtlichen Fachbeitrag erstellen und öffentlich auslegen lassen. Doch sei dieser „in Systematik und Prüfungstiefe erheblich hinter den rechtlichen Anforderungen zurückgeblieben“, so die Bundesrichter.  Weitere Mängel sieht der Senat im Bereich des Naturschutzrechts. So seien nachteilige Auswirkungen des Projekts auf das europaweit bedeutsame Fledermaus-Habitat „Segeberger Kalkberghöhlen“ nicht von vornherein auszuschließen und hätten deshalb einer FFH-Verträglichkeitsprüfung bedurft. Darüber hinaus hätte einem Hinweis auf Brutplätze der Schleiereule näher nachgegangen werden müssen, so das Gericht.

Buchholz erinnerte daran, dass die Landesregierung im letzten Jahr alles daran gesetzt habe, das zuständige Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) fachlich und personell so aufzustellen und aufzurüsten, dass sämtliche planerischen wie ökologischen Fragen in der ausreichenden Tiefe und innerhalb angemessener Zeiten bearbeitet werden konnten. „Auch wenn wir in den kommenden drei bis vier Jahren nach dem heutigen Urteil keinen Spatenstich für die A 20 mehr hinbekommen werden, so ist unser gemeinsames Ziel, auf möglichst vielen Abschnitten – insbesondere zwischen der A 7 und Bad Segeberg zumindest Baurecht zu erlangen“, so Buchholz.

Hier die Presseerklärung des Bundesverwaltungsgerichts…

 

 

 

 

 

Treffen der Küsten-Minister: Wettstreit bei LNG – Schulterschluss bei Wasserstoff und Mobilfunk

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Buchholz (links) mit seinen Kollegen Althusmann (Niedersachsen), Frenzel (Hamburg), Senator Westhagemann (Hamburg) und Schulz (Bremen)
Wer macht das Rennen um den ersten Terminal für verflüssigtes Gas (LNG) in Deutschland? Wie sichern wir die Mobilfunkversorgung im norddeutschen Küstenbereich? Wie könnten gemeinsame Strategien für autonomes Fahren auf See oder die Umwandlung von Windstrom in Wasserstoff aussehen? Diese Fragen standen heute im Mittelpunkt des Herbst-Treffens der Wirtschafts- und Verkehrsminister der fünf norddeutschen Küstenländer. Die Konferenz der Senatoren und Minister aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen fand im Wilhelmshavener Jade-Weser-Port statt.

Einig waren sich die Teilnehmer der Konferenz, dass die Mobilitäts- und Energiewende insbesondere für Norddeutschland große Chancen bietet, etwa durch die Nutzung von Wasserstoff. Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Michael Westhagemann, sagte anlässlich der von der Konferenz beschlossenen gemeinsamen Strategie Wasserstoffwirtschaft: „Wasserstoff wird eine entscheidende Schlüsselrolle für das Gelingen der Energie- und Verkehrswende spielen. Wir setzen deshalb auf diese Zukunftstechnologie und wollen den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Norddeutschland vorantreiben.“

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz, der im kommenden Jahr den Vorsitz der Konferenz übernimmt, sagte dazu: „Obwohl inzwischen weitgehend Konsens ist, dass der Umbau des Energiesystems ohne Wassersstoff nicht gelingen wird, fehlen vom Bund die entscheidenden Impulse, um das Thema wirklich voran zu bringen.“ Man beschränke sich in Berlin auf das Entwerfen wohlklingender Zukunftsszenarien und die Förderung von einigen Forschungs- und Demonstrationsvorhaben. Diese  Hängepartie führe dazu, dass die großen industriepolitischen Chancen nicht genutzt werden, die das Thema Wasserstoff mit sich bringe. „Darum haben wir uns jetzt entschlossen, nicht weiter auf den Bund zu warten, sondern als Küstenländer voranzuschreiten“, so Buchholz.

Buchholz_RedeZum Thema erster LNG-Terminal in Deutschland sagte Buchholz im Gespräch mit Journalisten

(Audio starten)

Ebenfalls Thema der Konferenz: die Situation der norddeutschen Werftindustrie, gerade vor dem Hintergrund des sich verschärfenden internationalen Wettbewerbs. Dazu erklärte Jörg Schulz, Staatsrat beim Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen: „Im Jahr 2017 beträgt der Weltmarktanteil europäischer Werften 35 Prozent der globalen Auftragseingänge. Damit setzt sich der Anstieg im Auftragsbestand in Europa fort. Auch für deutsche Werften bleiben die Auftragsbestände mit rund 17,7 Milliarden Euro auf hohem Niveau. Dies schlägt sich auch in die steigende Beschäftigungsquote nieder. Um dennoch im verschärften internationalen Wettbewerb langfristig gegen Überkapazitäten und verzerrte Wettbewerbsbedingungen beständig zu bleiben, sind gebündelte Kräfte und weitere Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche erforderlich. Die Finanzierung und innovationsstärkende Rahmenbedingungen stellen weiterhin eine Herausforderung dar.“

Mit Blick auf die Mobilfunkversorgung im norddeutschen Küstenraum sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Mobilfunkversorgung der Wasserstraßen und Seehäfen ist noch immer lückenhaft und in weiten Teilen des angrenzenden deutschen Küstenbereichs vielfach nicht gegeben. Eine zuverlässige Mobilfunkversorgung würde der gesamten maritimem Wirtschaft in Deutschland die Möglichkeit bieten, die Sicherheit des Schiffsverkehrs zu steigern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des maritimen Sektors auszubauen und den Unternehmen der Branche neue Chancen im digitalen Umfeld eröffnen.“ Zwar beabsichtige die Bundesnetzagentur bis 2024 eine Versorgung der Seehäfen und des Kernnetzes der Wasserstraßen in einer Qualität von 50 MBit/s zur Auflage zu machen. Althusmann stellte aber klar: „Die Versorgung des Küstenraums ist eine nationale Aufgabe, die nicht von den Küstenländern allein gelöst werden kann.“

So berichtet der sh:z in seiner Dienstagausgabe:


 

 

Buchholz vor Küstenministerkonferenz: Trend zur autonomen Schifffahrt nicht verschlafen

Deutschland darf nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) nicht den Trend zur autonomen Schifffahrt verschlafen. Nicht nur in der Automobilindustrie sei der technologische Wettlauf um die Entwicklung autonomer Fahrzeuge voll entbrannt, sagte Buchholz vor der Herbst-Konferenz der norddeutschen Verkehrsminister. Das Treffen beginnt Morgen (10 Uhr) in Wilhelmshaven.

«Mit dem technologischen Know-how an unseren Küsten und unserem Maritimen Cluster Norddeutschland sollten wir eigentlich genügend Ressourcen aufbringen, um auf diesem Zukunftsfeld weit vorn mitzuspielen», sagt Buchholz. Und das gelte nicht nur für die Seeschifffahrt, sondern auch für die Binnenschiffe, die nach Verbandsangaben ebenfalls in 15 Jahren ohne Kapitän auskommen wollen. Dem Maritimen Cluster Norddeutschland gehören rund 350 Unternehmen und Institutionen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen an.

Um nicht hinter Norwegen zurückfallen, muss nach Ansicht von Buchholz in Deutschland das gemeinsame Maritime Netzwerk in diesem Bereich rasant ausgebaut und vor allem von bürokratischen Fesseln gelöst werden. Er erinnerte auch daran, dass von der Kieler Universität derzeit ein digitales Testfeld für die Kieler Förde vorbereitet werde.

«Aber um das Projekt wirklich mit dem nötigen Dampf voranzutreiben, sind noch viele Hürden zu nehmen – vor allem der schnelle Ausbau eines 5G-Mobilfunknetzes», so der Minister. Hier seien vor allem der Bund und die Netzbetreiber gefordert, Bremsklötze zu lösen. Auch der dafür nötige Ausbau des Glasfaser-Netzes hinke in den meisten Ländern noch zu weit hinterher. In Schleswig-Holstein liege die Verfügbarkeitsquote für Glasfeser aktuell bei 35 Prozent – im Bundesvergleich mit Abstand der Spitzenwert.

Mit seiner Mahnung spielt Buchholz unter anderem auf das im Frühjahr von zwei norwegischen Konzernen gegründete Gemeinschaftsunternehmen Massterly an. Das Start-Up  ist das erste Unternehmen weltweit, dass sich auf die Entwicklung der notwendigen Infrastruktur und die Bedienung autonomer Schiffe spezialisiert hat.

„In unseren Ländern gibt es viele Zulieferbetriebe für die Schifffahrt, die von derartigen Entwicklungen enorm profitieren können,“ sagt Buchholz.  Auch angesichts des absehbaren Fachkräftemangels und zum Teil wenig attraktiver Arbeitsbedingungen an Bord könnte die autonome Schifffahrt zum Erhalt des Wirtschaftsstandortes beitragen.

Gerade im Nord- und Ostseeraum entstünden derzeit vielfältige Initiativen, die auch erhebliche Chancen für Forschungseinrichtungen der norddeutschen Länder schaffen. Buchholz: „Und diese Chancen wollen und müssen wir Küstenländer beispielsweise über die Schaffung maßgeschneiderter maritimer Testumgebungen oder durch Projektförderungen vorantreiben. Gleichzeitig erwachsen daraus sicherheitstechnische wie regulatorische Herausforderungen, die wir gemeinsam stemmen müssen – wie etwa die flächendeckende Verfügbarkeit zuverlässiger Mobilfunksysteme.“

Die Nord-Länder wollen laut Buchholz dazu ihren Beitrag leisten, seien aber auch auf das Engagement des Bundes in der internationalen Gemeinschaft angewiesen.

Schule & Wirtschaft rücken enger zusammen: Kooperation mit Kieler Gymnasium besiegelt

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Schulterschluss (v.l.): THG-Direktor Torsten Stellmacher, Staatssekretär Rohlfs, Julia Körner von der IHK und LBV.SH-Vize Frank Quirmbach unterzeichneten die Vereinbarung

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) und das Thor-Heyerdahl-Gymnasium (THG) in Kiel-Mettenhof beteiligen sich ab sofort an der Initiative „Landespartnerschaft Schule und Wirtschaft in Schleswig-Holstein“. Wirtschafts- Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs, der stellvertretende Direktor des LBV.SH, Frank Quirmbach, sowie der Schulleiter am THG, Torsten Stellmacher, unterzeichneten eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Ziel der Allianz ist es, jungen Schleswig-Holsteinern frühzeitig einen konkreten Einblick in das Berufsleben zu ermöglichen. Betriebs- und Wirtschaftspraktika sind zwar bereits Teil der Schulcurricula im echten Norden, aber, so betonte Frank Quirmbach: „Wichtig ist uns, dass wir qualifizierte Praktika anbieten, aus denen die Schülerinnen und Schüler ihre späteren Berufsentscheidungen auch tatsächlich ableiten können.“ Das unterstrich auch Schulleiter Stellmacher des THG: „Die Naturwissenschaften verfügen am Thor-Heyerdahl-Gymnasium über eine hervorragende Ausstattung. Durch die Kooperation können unsere Schülerinnen und Schüler nun auch Einblick nehmen in die Welt technischer Berufe.“

Wirtschaftsstaatssekretär Rohlfs freute sich besonders über die neue Initiative zwischen Schule und Betrieb. Er unterstrich: „Gerade im aktuellen Spannungsfeld zwischen Investitionshochlauf im Baubereich und einem schon heute spürbaren Fachkräftemangel ist es wichtiger als je zuvor, junge Menschen bereits zu Schulzeiten für die vielfältigen Angebote des LBV.SH zu interessieren. Und gerade im Aufstiegs- und Weiterbildungsbereich ist unser Landesbetrieb spitze“, sagte der Staatssekretär.

Damit erinnerte Rohlfs an die zahlreichen Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten im LBV.SH. Angeboten werden neben Studienplätzen an den Fachhochschulen Kiel und Lübeck auch vielfältige Ausbildungsangebote, die es Schulabgängern im Verlauf ihrer Karriere ermöglichen, es beispielsweise vom Straßenwärter bis hin zum Bauingenieur (FH) zu schaffen. Das Gute daran, betonte Rohlfs: All dies sei möglich, während sie beim Land in Lohn und Brot stünden. Somit böte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr ein gutes Sprungbrett, von dem alle profitierten.

Bundesrat billigt schnellere Bauplanungen – für Buchholz okay, aber nur ein allererster Schritt

In kaum einem anderen europäischen Land dauern große Infrastruktur-Vorhaben wie etwa der Bau des Fehmarnbelttunnels oder der A 20 so lange wie in Deutschland. Hintergrund sind umfangreiche Beteiligungsverfahren, Einspruchs- und Klagemöglichkeiten. Um zumindest ein wenig die Bremsklötze zu lösen, hat der Bundesrat am Freitag ein Beschleunigungsgesetz verabschiedet.

Für Buchholz ein wichtiger Schritt – und darum seine „Meldung der Woche“. Aber eben auch nur ein aller erster Schritt auf einem noch langen Weg. Video starten….

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Und zur Rede von Verkehrsminister Buchholz im Bundesrathier klicken

 

Die ersten Schneeflocken sind gefallen: Der Winterdienst des LBV.SH steht parat

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Buchholz lässt eine Ladung Streusalz in einen Lkw der Straßenmeisterei Klausdorf/Schwentinental rauschen – fast 200 Fahrzeuge und 30.000 Salz stehen bereit 

Verkehrsminister Bernd Buchholz  sieht die Straßenmeistereien in Schleswig-Holstein für den Winterdienst gut gerüstet: «Wir haben gut 30 000 Tonnen Streumittel im ganzen Land eingelagert», sagte Buchholz heute bei einem Besuch der Straßenmeisterei in Schwentinental (Kreis Plön). «Wir sind also gut vorbereitet, um in die Wintersaison zu gehen.»

Bei winterlicher Witterung wollen die Mitarbeiter auf den 492 Autobahn-Kilometern im Land einen Streu- und Räumdienst rund um die Uhr sicherstellen. Auf allen anderen wichtigen Straßen werde zwischen 3 und 22 Uhr nach Bedarf geräumt und gestreut, sagte der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Torsten Conradt. Die 26 Autobahn- und Straßenmeistereien beschäftigen gut 600 Straßenwärter. Sie können auf 109 Fahrzeuge, 454 Schneepflüge und 35 Schneefräsen zurückgreifen. Das gesamte Straßennetz umfasst mehr als 8000 Kilometer.

Buchholz sagte bei dem heutigen Ortstermin weiter (Video starten)

In den vergangenen fünf Jahren kostete der Winterdienst im Schnitt 10,4 Millionen Euro, im witterungsbedingt arbeitsreichen Winter 2017/2018 waren es rund 16 Millionen. Im vergangenen Winter wurden gut 875 000 Kilometer gestreut. Dabei verteilte der Winterdienst in den rund 60 0000 Arbeitsstunden mehr als 53 000 Tonnen Salz und gut 18 000 Tonnen Salzsole auf den überörtlichen Straßen. Allein das Salz kostete laut Landesbetrieb 4,8 Millionen Euro. «Weiter schlagen über drei Millionen Euro für die Fahrzeuge zu Buche. Hinzu kommen weitere Kosten für externe Helfer in Höhe von knapp vier Millionen Euro», sagte Conradt.

Buchholz vor ESF-Jahrestagung: Zahl der Migranten mit richtigen Jobs mehr als verdoppelt

Die Integration von Geflüchteten in den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt macht nach Angaben von Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) kräftige Fortschritte. Während noch 2015 etwa 2000 Menschen aus den acht Hauptasyl-Herkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, sei diese Zahl 2017 bereits auf über 5300 gestiegen, sagte Buchholz anlässlich der Jahresveranstaltung des Europäischen Sozialfonds (ESF), die heute im Kieler Wissenschaftszentrum stattfinden wird. «Das ist erfreulicherweise weit mehr als eine Verdoppelung», sagte Buchholz.

Geflüchtete und Migranten profitierten derzeit auch von der sehr guten Verfassung des schleswig-holsteinischen Arbeitsmarktes. So habe es im vergangenen Monat die niedrigste Zahl an Arbeitslosen in einem Oktober seit 27 Jahren gegeben. Die Erfolge bei der Integration beruhten aber auch auf der gemeinsamen Arbeit von Unternehmen, der Agentur für Arbeit, den Jobcentern sowie vielen engagierten Organisationen. «Auch wenn schon einiges erreicht worden ist, liegt noch ein langer Weg vor uns», sagte Buchholz. Er sei aber davon überzeugt, dass sich die Anstrengungen lohnen: für die einzelnen Menschen, aber – mit Blick auf den Fachkräftemangel – auch für die Wirtschaft und damit für die Gesellschaft insgesamt.

Tourismustag beflügelt von glanzvollen Zahlen – Buchholz: Weiter in Qualität investieren

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Zufrieden mit dem Rückenwind de aktuellen Tourismuszahlen: TA.SH-Chefin Bettina Bunge, Minister Buchholz und IHK-Geschäftsführer Björn Ipsen

Die hervorragende Sommersaison für den Tourismus in Schleswig-Holstein hat sich auch im Spätsommermonat September 2018 fortgesetzt: Wie Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz heute  in Husum vor rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Tourismustages 2018 sagte, konnten erneut enorme Wachstumsraten erzielt werden. Nach den Daten des Statistikamts Nord stieg das Gästeaufkommen gegenüber dem September vergangenen Jahres um 7,1 Prozent. Es buchten sich in Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie auf Campingplätzen rund 900.000 Gäste ein, die für 3,6 Millionen Übernachtungen sorgten. Damit stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,9 Prozent. Auch der Ganzjahresvergleich weist positive Zahlen auf: Von Januar bis September kamen 12,3 Prozent mehr Gäste in den echten Norden, die Zahl der Übernachtungen stieg im gleichen Zeitraum um 16,7 Prozent an.

„Die erneut hervorragenden Wachstumszahlen bestätigen die erfolgreiche Arbeit der Tourismusbetriebe und -akteure im Land. Damit wird die Erfolgsgeschichte der Tourismuswirtschaft weiter fortgeschrieben“, sagte Buchholz. Die Landesregierung werde weiterhin die Qualitätsverbesserung im Tourismus unterstützen. Dazu gehöre die Optimierung von Fördermöglichkeiten für eine attraktive öffentliche touristische Infrastruktur ebenso wie die Fokussierung auf die Themen Digitalisierung und Barrierefreiheit oder die Landesstrategie zur Förderung des Radfahrens.“

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Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz am Rande der Veranstaltung weiter (Audio starten – Pfeil klicken)

Der Minister sagte weiter: „Dass Urlaub in Schleswig-Holstein auch in Zukunft einen deutlichen Mehrwert haben wird, zeigt mir unter anderem auch die kreative Aufbruchstimmung auf dem heutigen Tourismustag.“ Weiter erinnerte der Minister in seinem Grußwort daran, dass das Wachstum im Tourismus in Schleswig-Holstein seit langem deutlich über dem Bundesdurchschnitt von aktuell 4,1 Prozent liege. Auch bei den Übernachtungen habe der echte Norden höhere Zuwachsraten als die direkten Wettbewerber Mecklenburg-Vorpommern (+ 3,6 %) und Niedersachsen (+ 2,3 %). 2017 lag Schleswig-Holstein sogar auf Platz 1 im Ranking der Flächenländer. „Wir sind also weiterhin auf sehr gutem Wege, die Ziele der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2025 schon deutlich früher zu erreichen als ursprünglich geplant“, sagte der Minister.

Die Chefin der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (TA.SH), Dr. Bettina Bunge, sagte zu den jüngsten Rekordzahlen des Statistikamtes: „Die guten Nachrichten aus dem Schleswig-Holstein-Tourismus reißen nicht ab. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Engagement der Touristikerinnen und Touristiker im Land, die beständig daran arbeiten, ihr Angebot zu verbessern, neue Ideen umzusetzen und voneinander zu lernen. Mit dem regen Austausch auf dem Tourismustag in Husum legen wir den Grundstein für die weiteren Erfolgsmeldungen von morgen.“

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus