Buchholz & Bunge zufrieden mit Januar-Zahlen: Tourismus-Boom schwappt in die Nebensaison

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Der Tourismus in Schleswig-Holstein hat im Januar ein Wachstum verzeichnet. Insgesamt seien in dem Wintermonat 305 000 Übernachtungsgäste in den größeren Unterkünften des Landes und auf den Campingplätzen angekommen, teilte das Statistikamt Nord am Donnerstag mit. Das Gästeaufkommen stieg somit gegenüber Januar 2018 um 4,7 Prozent. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen betrug rund eine Million. Dies sind 5,3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Tourismusminister Bernd Buchholz freute sich über die Zahlen. Sie zeigten, dass Schleswig-Holstein zu jeder Jahreszeit ein attraktives Urlaubsland sei. «Das kontinuierliche Engagement der touristischen Akteure und die Investitionen in die touristische Infrastruktur führen zu einer Stärkung der Nebensaison. Genau das war und ist unser Ziel.» Dennoch ist nach Ansicht des Ministers noch Luft nach oben – vor allem auch im Binnenlandtourismus: «Dass wir großartige Küsten an Nord- und Ostsee haben, das ist weithin bekannt. Manche Schätze im Binnenland hingegen wollen erst noch entdeckt werden.»

Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH), sagte, «der seit mehreren Jahren zu verzeichnende Anstieg in den traditionell schwächeren Monaten November bis April ist für alle Beteiligten sehr erfreulich und belegt, dass wir auf dem richtigen Weg sind». Damit das Gästeaufkommen aber gerade zum Jahresanfang weiter zunehme, sei neben komfortablen Unterkünften auch das touristische Angebot vor Ort wichtig.

Rohlfs besucht Plöner AWO-Projekt: „Potenzial von Menschen mit Migrationshintergrund nutzen“

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Arbeits-Staatssekretär Rohlfs (Mitte) mit Projekt-Teilnehmerinnen und Jobcenter-Geschäftsführer Michael Westerfeld vor der AWO-Geschäftsstelle in Plön

Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund sind nach Ansicht von Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs trotz erster sichtbarer Erfolge auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein nach wie vor unterrepräsentiert: „Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wollen und müssen wir das Potenzial dieser Menschen nutzen – im Interesse jedes Einzelnen, aber auch im gesellschaftspolitischen Interesse“, sagte Rohlfs heute (20. März) beim Besuch des AWO-Projekts „Ich bin dabei“ in Plön. Das im Januar gestartete Projekt unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Landesweit gibt es zwölf weitere Projekte dieser Art, die im Rahmen des „Landesprogramm Arbeit“ mit insgesamt 4,7 Millionen Euro aus Mitteln der EU und des Landes gefördert werden.

jobcenterWie Rohlfs bei seinem Besuch sagte, halte er den Schwerpunkt der neuen Projekte für richtig gewählt: „Der Fachkräftemangel ist mittlerweile in nahezu allen Branchen spürbar und kann durch Zuwanderung zumindest in Teilen gedeckt werden.“ Allerdings gebe es auch eine Reihe von Problemen, die den Betroffenen den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt verbauen. „Dabei handelt es sich vor allem um Sprachprobleme, aber auch um fehlende soziale Beziehungen, ungewohnte soziale und kulturelle Umgangsweisen sowie die ungeklärte Anerkennung von mitgebrachten Qualifikationen“, so der Staatssekretär.

Im Rahmen des Projektes „Ich bin dabei“ werden Menschen aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Irak, dem Kosovo und anderen Staaten auf ihrem Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung eng begleitet. Die Zielgruppe umfasst Menschen mit Migrationshintergrund, die als langzeitarbeitslos bei einem Jobcenter im Kreis Plön gemeldet und mindestens 25 Jahre alt sind. „Wichtig ist vor allem, dass die Menschen ihre Situation auch wirklich verändern möchten. Daher ist das Projekt auf eine freiwillige Teilnahme ausgelegt. So ist die Motivation höher und wir Projektmitarbeiter können die Teilnehmenden mit all unserer Erfahrung unterstützen“, erläutert Projektleiter Matthias Burger.

Die Teilnehmer weisen laut Burger sehr unterschiedliche, oftmals multiple Problemlagen auf: „Jede individuelle Geschichte der einzelnen Menschen, die von uns betreut werden, berührt uns immer auch auf der emotionalen Ebene und ist die Motivation für unsere tägliche Arbeit.“

awo1Menschen, die in dem Projekt betreut werden, benötigen unterschiedlichste Formen der Unterstützung, ob bei Behördengängen oder auch in der Entwicklung einer persönlichen Mobilitätsstrategie sowie realistischer beruflicher Perspektiven. In vielen Fällen geht es darum, die eigenen Potenziale zu erkennen und nutzbar zu machen. Jobcenter-Geschäftsführer Michael Westerfeld unterstützt das neue ESF Projekt: „Dieses Projekt ermöglicht eine sehr intensive Betreuung von Menschen, die bereits seit längerer Zeit nicht mehr berufstätig waren und ist eine gute Ergänzung zu unseren gängigen Arbeitsmarktinstrumenten.“ Für die Teilnehmenden mit Migrationshintergrund sei der lange Förderzeitraum sinnvoll, um ihnen ein umfassendes Bild von den Anforderungen des hiesigen Arbeitsmarktes zu geben und damit die Integrationschancen zu erhöhen. Auch die Möglichkeit einer begleitenden Unterstützung  – etwa zu Fragen der Kinderbetreuung oder Wohnraumbeschaffung – sei hilfreich, eine dauerhafte Einbindung in die Gesellschaft zu erreichen, so Westerfeld

Spitzenbilanz der Investitionsbank IB.SH: Wirtschaft mit 2,2 Milliarden Euro versorgt

Startkes Fundament: Nicht nur die Baubranche profitiert von der IB.SH.

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) hat die Wirtschaft im nördlichsten Bundesland im vergangenen Jahr mit 2,2 Milliarden Euro unterstützt. Mit den Geldern wurden Vorhaben in den Bereichen Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung, Kommunalförderung sowie Arbeitsmarkt- und Infrastrukturförderung auf den Weg gebracht, wie die Bank heute in Kiel mitteilte. Mit dem Geschäftsergebnis sei die IB.SH sehr zufrieden und gut gerüstet, sagte Vorstandschef Erk Westermann-Lammers. Auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sprach von einer hervorragenden Bilanz, die die zentrale Rolle der IB.SH für die schleswig-holsteinische Volkswirtschaft untermauere.

Ein Schwerpunkt der vergangenen Jahre war die Förderung des Mietwohnungsbaus. In der Wohnraumförderperiode 2015 – 2018 wurden Förderdarlehen in Höhe von 506 Millionen Euro bereitgestellt. Mit der Förderung wurden demnach 4500 Mietwohnungen in Schleswig-Holstein neu gebaut und mehr als eine Milliarde Euro Gesamtinvestitionen ausgelöst. Zudem seien zwischen 2015 und 2018 jährlich rund 5000 neue geförderte Einfamilienhäuser entstanden. «Damit konnten wir im vergangenen Jahr die Wohnraumförderperiode 2015-2018 sehr erfolgreich abschließen», sagte Westermann-Lammers.
Dem Mittelstand stellte die Förderbank 2018 rund 508 Millionen Euro zur Verfügung (2017: 591). An Kommunen und kommunale Unternehmen wurden 508 Millionen (2017: 539) vergeben. In der Arbeitsmarkt- und Infrastrukturförderung sowie der EU-Förderung wurden 306 Millionen Euro (2017: 309) bewilligt.

Die Bilanzsumme überstieg den Angaben zufolge erstmals die 20-Milliarden-Euro-Marke. Der Zinsüberschuss stieg auf 121 Millionen Euro (2017:108). Die Gesamtkapitalquote beträgt 19,5 Prozent (2017 : 19,3). Damit ist die wirtschaftliche Lage stabil, wie die Bank weiter mitteilte. Für 2019 zeichnen sich als Schwerpunkte erneut die Schaffung bezahlbaren Wohnraums sowie die Themen digitaler Wandel und Unternehmensnachfolge.

Damit SH keine zündende Geschäftsidee verloren geht: Neue Runde im Startup-Wettbewerb

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Im Schulterschluss für mehr Gründungsgeschehen im echten Norden (v.l.): Börrje Schneider, Bernd Buchholz, Nadine Sydow, Martin Fischbock, Axel Schulz und Anke Rasmus

Bühne frei für die zweite Runde des 2018 ins Leben gerufenen landesweiten Startup-Wettbewerbs „Überflieger“: Die drei Vereine „The Bay Areas“, der „Marketing Club Schleswig-Holstein“ sowie „StartUp SH“ loben gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium erneut Preise für zündende Geschäftsideen aus. „Mit ihrem hohen ideellen wie auch finanziellen Engagement haben sich die drei Vereine auf den Weg gemacht, den Nährboden für ein starkes Gründungsland Schleswig-Holstein zu bestellen und zugleich die Partnerschaft der Städte und Regionen Kiel und San Francisco mit frischen Ideen zu vertiefen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel. Gemeinsames Ziel sei vor allem, dass mehr Menschen erfolgreiche Wachstumsunternehmen gründen.

img_1996Nach den Worten von Buchholz habe es bei rund 26.000 Gewerbeanmeldungen im Jahr 2017 in Schleswig-Holstein rund 12.100 Gründungen gegeben, davon 9.700 im gewerblichen Bereich, 2.300 in den Freien Berufen sowie rund 100 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Aktuelle Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) für 2018 liegen erst im April vor. „Ich wage aber die Prognose, dass Schleswig-Holstein wie schon 2017 bei der Gründungsintensität im Vergleich der Flächenländer mit Hessen und Nordrhein-Westfalen erneut zu den Top-3 gehören wird. Denn wir haben ein sehr dynamisches Gründungsgeschehen im Land“, sagte Buchholz.

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Anke Rasmus – Vorsitzende des Vereins StartUp.SH beim Pressegespräch

Nach den Worten von Dr. Anke Rasmus, Vorsitzende von StartUp SH, bekommen innovative Startups über den Wettbewerb die Chance, ihre Ideen einer hochkarätigen Runde zu präsentieren. Beim Finale werden sechs Gründerinnen und Gründer einer Jury ihre Konzepte präsentieren. Der Preis: Die Teilnahme an einer Reise nach San Francisco und ins Silicon Valley, dem Mekka der Startups. Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis: Für das Startup Camp des Wirtschaftsministeriums (26. bis 30. August) gibt es eine so genannte Wildcard, sie beinhaltet die einwöchige Teilnahme an der beliebten Coaching-Veranstaltung.

Hier das Pressegespräch als Live-Mitschnitt

Bewerben können sich Startups, die nicht älter als drei Jahre sind und ihren Firmensitz in Schleswig-Holstein haben. Jedes Startup schickt dazu ein Motivationsschreiben und ein Pitchdeck an: wettbewerb@startupsh.de.

Und das sagen die letztjährigen Überfliegersieger zum Wettbewerb: „Ich fand die Reise für mich persönlich unglaublich wichtig, um mich mit mehr Menschen in Schleswig-Holstein zu vernetzen, die eine ähnliche Denkweise haben“, so das Fazit von Martin Fischbock (www.light-instruments.de).

Nadine Sydow (www.solvoluta.de): „Die Gespräche mit den Mitreisenden sowie den deutschen Unternehmern im Valley haben bei mir den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen. San Francisco mit dem Überflieger-Wettbewerb ist wie eine Mut-Injektion für Startups.“

Auch in diesem Jahr gibt es wieder zahlreiche Unterstützer und Sponsoren: So wird die Reise vom 13. bis 19. Oktober 2019 von dem Startup-Spezialisten tec.tours gesponsert. Weitere Aktive: Landeshauptstadt Kiel, IB.SH, MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH, W. Doose Werkzeug-Vorrichtungsbau GmbH + Co. KG, EUROCON, Ewoldt & Rösler Consultants GmbH, KPS-Concepts GmbH, ICS Festival Service GmbH, fat IT Solutions, Kieler Wirtschaftsförderung GmbH (KiWi), AMC Solutions, crearte, Mentoren für Schleswig-Holstein e.V. sowie Ströer.

 

 

 

Rückenwind für das Wir-Gefühl im echten Norden

Die amerikanische Unternehmer-Legende Henry Ford hat einmal gesagt: Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen. Auch Schleswig-Holstein rührt wacker seine Werbetrommel – und zwar inzwischen recht geschlossen unter der Dachmarke „Schleswig-Holstein. Der echte Norden.“

Nach dem erfolgreichen Verlauf der Wirtschafts-Kampagne rücken in einem zweiten Schritt nun die „Nordlichter“ selbst in den Fokus unserer Kampagne. Bitte mitmachen, heißt dazu die Devise. Alles Weitere dazu erläutert Wirtschaftsminister Bernd Buchholz selbst in seiner „Meldung der Woche“ (Video starten)

LNG-Import-Terminal in Brunsbüttel: Altmaier bei SH-Besuch vorsichtig optimistisch

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist vorsichtig optimistisch, dass ein Import-Terminal für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Brunsbüttel realisiert werden kann. Das private Konsortium, das letztlich über die Investition entscheiden werde, sei bereits sehr weit, sagte Altmaier heute nach einer Klausurtagung mit der CDU-Landtagsfraktion in Norderstedt. Die Bundesregierung unterstütze das Projekt, indem sie möglicherweise Fördermittel bereitstelle sowie eine Anbindung Brunsbüttels an das deutsche Gasnetz auf Kosten der Netzbetreiber sicherstelle. Das entlastet die privaten Investoren.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz versicherte unterdessen, dass das Land seinen Beitrag zu dem Millionen-Investment an der Westküste leisten werde. Es werde aktuell mit Hochdruck an den notwendigen planerischen Weichenstellungen gearbeitet.

Altmaier hält auch zwei LNG-Terminals für möglich, wenn sich die Investoren dafür entscheiden. Neben Brunsbüttel wollen auch Stade und Wilhelmshaven in Niedersachsen ein solches Terminal bauen, das rund 500 Millionen Euro kostet. Deutschland benötige sowohl das Pipeline-Gas aus Russland als auch weitere Versorgungsquellen im Nahen und Mittleren Osten oder anderswo. Die Förderung in den bisherigen Lieferländern wie den Niederlanden gehe zurück; gleichzeitig steige der deutsche Gasbedarf.

Rückenwind für kommunale Breitband-Projekte: Buchholz bringt SH-Antrag durchden Bundesrat

Erfolg für Schleswig-Holstein im Bundesrat: Die Länderkammer hat heute mit großer Mehrheit einen Antrag von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz angenommen, um den Ausbau von schnellen Internetverbindungen im Norden noch intensiver voranzutreiben. Demnach soll der Bund künftig kommunale Breitbandprojekte stärker unterstützen und mehr als die bisherigen 50 Prozent der Kosten beim Ausbau von Breitbandnetzen übernehmen. Auch soll die Begrenzung auf einen Höchstförderbetrag von 30 Millionen Euro für ein Projekt fallen.

Zwar sei Schleswig-Holstein beim schnellen Internet mit einer Glasfaser-Verbreitung von 39 Prozent Spitzenreiter unter den Ländern, sagte Buchholz im Bundesrats-Plenum. Doch werde der weitere Ausbau zunehmend schwieriger. „Wir dringen langsam in die dünn besiedelten ländlichen Bereiche vor, wo der Ausbau besonders teuer ist“, so der Minister. Zudem hätten Kreise und Gemeinden mit steigenden Tiefbaupreisen zu kämpfen. „Bei der jetzigen Förderquote des Bundes von 50 Prozent können die Kommunen sich das nicht leisten“, sagte Buchholz.

Hier die Bundesratsrede des Ministers als Video-Mitschnitt:

Der Minister erinnerte daran, dass die Landesregierung eine Breitbandstrategie mit einem Infrastrukturziel verfolge, nämlich einem weitgehend flächendeckendem Glasfaserausbau bis zu den Gebäuden und Wohnungen bis zum Jahr 2025. Die Umsetzung dieser Strategie verlaufe sehr erfolgreich: Mittlerweile können 39 Prozent der Haushalte einen solchen Glasfaseranschluss erhalten, im Bundesdurchschnitt sind es lediglich zehn Prozent. Bis zum Jahr 2020 wird dieser Wert auf Basis der derzeit laufenden und bekannten Projekte auf 50 Prozent ansteigen, bis 2022 auf etwa 62 Prozent.

Für den Glasfaserausbau standen in Schleswig-Holstein rund 105 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, davon sind noch knapp 60 Millionen Euro verfügbar. Seit Ende 2015 fördert der Bund Breitbandprojekte auf Basis eines eigenständigen Breitbandförderprogramms (BFP). Bislang sind rund 120 Millionen Euro Bun-desfördermittel für Schleswig-Holstein genehmigt.

Rohlfs: Wir wollen mehr Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in Selbständigkeit bringen

Bescheide

Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs hat in Lübeck Zuwendungsbescheide über insgesamt rund 2,5 Millionen Euro für acht Projekte zur Qualifizierung und Begleitung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus überreicht. Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) erhält 1,22 Millionen Euro, die in der Hansestadt ansässige Unternehmensberatung „neue impulse“ rund 795.000 Euro, das Centrum für Angewandte Technologien GmbH (CAT) 214.000 Euro, die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH des Kreises Pinneberg (WEP) 179.760 Euro sowie die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Itzehoe gGmbH (AGS) 106.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Wie Rohlfs bei der Übergabe sagte, arbeiten die Projektträger eng mit den Agenturen für Arbeit und Jobcentern sowie den Wirtschaftsfördergesellschaften und den Kammern zusammen.  „Ziel ist es, Gründungswillige aus der Nichterwerbstätigkeit bzw. aus der Arbeitslosigkeit für eine Selbständigkeit zu rüsten, um damit eine Alternative zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu schaffen. Eine gründliche Qualifizierung und Beratung sowie eine gezielte Begleitung bei der Gründung ist wichtiger denn je, um sich als Neugründer nachhaltig am Markt behaupten zu können“, sagte Rohlfs.

In den vergangenen Jahren konnten laut Rohlfs bereits über 10.000 Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in den Projekten geschult werden, von denen die Mehrheit im Anschluss ein eigenes Unternehmen gründete. Mit der heutigen Bescheidübergabe werde die wertvolle Arbeit der Projekte für die Jahre 2019 und 2020 fortgesetzt, um arbeitsuchenden Menschen eine stabile Perspektive zu geben. Eine Möglichkeit ist die Qualifizierung über die acht Existenzgründungsprojekte in Schleswig-Holstein. In diesen Gründungscamps sollen in den kommenden zwei Jahren rund 2.100 Nichterwerbstätige gezielt auf ihre Selbständigkeit vorbereitet und begleitet werden. Dafür wendet Schleswig-Holstein rund 2,5 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Arbeit auf.

Die Bescheidübergabe erfolgte bei dem Existenzgründer Johannes Spohr. Der 37-Jährige hatte zunächst eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker absolviert, die er 2007 als Innungsbester abschloss. Nach einem begonnen Studium zum Berufsschullehrer Metall erfolgte eine berufliche Umorientierung, indem Spohr die Ausbildung zum Fahrlehrer der Klasse B absolvierte. Im Jahr 2013 nahm er dann an dem ESF-geförderten Projekt zur Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit im „GründerCamp Lübeck“ teil.
Schließlich gründete er zum 1. August 2013 die Altstadt-Fahrschule in Lübeck. Seitdem arbeitet Spohr sehr erfolgreich. Er beschäftigt in seinem Unternehmen inzwischen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sieben Fahrlehrer in drei Filialen in der Hansestadt.

Warum SH? Darum SH! Buchholz gibt Startschuss für nächsten Step der Dachmarken-Kampagne

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Buchholz beim Pressegespräch mit v.l.: Stefanie Giese (agentur boy), Michael Plett und Iris Meschke, die an Freitag auf Großleinwänden in Schleswig-Holstein zu sehen sein werden

Die Landesregierung schlägt ein weiteres Kapitel der Landesdachmarke „Schleswig-Holstein. Der echte Norden.“ auf: Nachdem sich ein Großteil der heimischen Wirtschaft in den vergangenen vier Jahren über das Partnerprogramm der WTSH bereits unter dem neuen Marken-Dach versammelt hat, stehen nun die Bürgerinnen und Bürger des Landes selbst im Mittelpunkt einer Kampagne. „Unter dem Motto ,Warum SH?‘ ermuntern wir Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner dazu, ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen, warum sie den echten Norden zu ihrem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt gemacht haben“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel zum Auftakt einer landesweiten Großplakat-Aktion. Ein starkes Bekenntnis zum eigenen Standort sei die beste Werbung im Wettbewerb der Regionen und die Voraussetzung dafür, sich im nächsten Schritt außerhalb der Landesgrenzen zu positionieren, so Buchholz.

Wie der Minister erläuterte, wird ab Freitag (15. März) neben der landesweiten Plakat-Aktion unter anderem die Webseite www.Darum.SH freigeschaltet. Darüber können Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Geschichten einsenden. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden Wochenenden in schleswig-holsteinischen Hotels verlost. „Der echte Norden ist eine der attraktivsten Regionen in Deutschland, um Beruf und Leben ideal miteinander zu vereinbaren“, so Buchholz. „Diesen Wettbewerbsvorteil wollen wir durch eine starke Identifikation mit dem eigenen Land weiter ausbauen. Wir als Landesregierung laden deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich an der Kampagne zu beteiligen.“

buIm Gespräch mit RS:H sagte Buchholz weiter zur Kampagne

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Bei den plakatierten Schleswig-Holsteinern handelt es sich unter anderem um die Grafik-Designerin Iris Meschke aus Flensburg. Die 49-Jährige wurde in der Nähe von Husum geboren, lebte zwischenzeitlich in Italien, arbeitete in Hamburg und hat sich ganz bewusst wieder für Schleswig-Holstein als Lebensmittelpunkt entschieden. Michael Plett aus Felmerholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde hingegen ist ein echtes schleswig-holsteinisches Urgestein. Der 48-Jährige lebt in 5. Generation in Felmerholz auf dem Hof seiner Familie, auf dem er nebenberuflich bis heute auch Landwirtschaft betreibt. Ein Umzug? Für ihn undenkbar.

Nach den Worten von Buchholz und Stefanie Giese von der Kieler Werbeagentur boy, die für die Kampagne im letzten Jahr den Zuschlag erhalten hatte, werden die Großflächen im März zunächst in 14 Städten an Fußwegen, Supermarkt-Parkplätzen oder Bahnsteigen zu sehen sein. Die zweite Welle folgt dann im September. Zusätzlich werden die Motive in landesweit 45 Restaurants und Kneipen auf Bierdeckeln zu finden sein. Einen Schwerpunkt der Kampagne bildet zudem das Online-Marketing.

„Ziel der gesamten Kampagne ist es, einerseits das Wir-Gefühl zu stärken – und das Land zugleich noch attraktiver für Touristen, Studenten, Fachkräfte, Unternehmen oder Unternehmensgründer und -gründerinnen zu machen“, sagte Buchholz. Dazu diene unter anderem auch die erfolgreiche Kampagne „#bleib oben“, mit der das Land seit letztem Jahr zukünftige Fachkräfte dazu bewegen will, eine berufliche Ausbildung zu machen und danach in Schleswig-Holstein zu bleiben. Die nächste Stufe der Dachmarken-Kampagne, mit der dann auch außerhalb der Landesgrenzen für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein geworben wird, soll im kommenden Jahr nach Vorlage einer Ansiedlungs-Strategie ausgearbeitet werden.

Die Kosten der Kampagne „Warum SH?“ belaufen sich für die Jahre 2018 und 2019 auf insgesamt rund 235.000 Euro.

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Und so berichten die Kieler Nachrichten:

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus