Baubetriebe im echten Norden entscheiden am 25. Mai über Tarifabschluss

Für das Wohnprojekt - Wohnen am Wasserturm - werden die Wänder der ersten Häuser aus Fertigelemente aus Beton erstellt

Im schleswig-holsteinischen Baugewerbe stimmen die Betriebe am Freitag nächster Woche über den Schlichterspruch zu den Tarifverhandlungen in der Branche ab. Dies kündigte eine Sprecherin des Baugewerbeverbandes heute an. Der Verband hatte am Wochenende den Schlichterspruch als «Luxusabschluss» und Katastrophe für die Branche in der Region massiv kritisiert. Hauptgeschäftsführer Georg Schareck sagte, es drohten massive Kostensteigerungen um möglicherweise deutlich mehr als zehn Prozent.

Dem Schlichterspruch zufolge sollen die Beschäftigten im Westen zum 1. Mai rückwirkend eine Lohnerhöhung um 5,7 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 26 Monaten erhalten. Die Ost-Löhne sollen zum 1. Mai um 6,6 Prozent und nochmals um 0,8 Prozent zum 1. Juni 2019 steigen. Zudem soll es künftig wieder ein 13. Monatsgehalt geben, das in Schleswig-Holstein 2003 im Tarifvertrag abgeschafft worden war.

Die zuständigen Gremien von Arbeitgebern und IG Bau müssen ihre Entscheidungen über den Abschluss bis zum 26. Mai treffen.

Garg & Buchholz appellieren: Weiterbildungsangebote in Pflegebranche nutzen!

Weckworte-Begegnung
Fachkräfte gesucht und gefragt: Die Landesregierung bietet eine ausführliche Info-Broschüre über Finanzierungs- und Fördermöglichkleiten

Anlässlich des internationalen Tags der Pflege am morgigen Sonnabend haben Sozial- und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg sowie der für die Fachkräfteinitiative der Landesregierung zuständige Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz heute auf die Bedeutung der Weiterbildung in der Pflege hingewisen.

Garg links „Es ist enorm wichtig, Menschen unterschiedlichen Alters für die Pflegeberufe zu interessieren, sie an die Arbeitsfelder heranzuführen und ihnen persönliche Entwicklungs- und Karrierewege aufzuzeigen“, sagte Garg. Pflegeberufe seien „gesellschaftlich wichtige, sinnerfüllte,  tolle Berufe, und Weiterbildungen helfen dabei, die Durchlässigkeit in den Ausbildungswegen zu erhöhen und auch die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken“.

Minister Bernd Buchholz (FDP)Auch Buchholz unterstrich die Bedeutung der Branche: „Es geht um die Versorgung kranker und alter Menschen, und darum müssen wir in Gesellschaft und Politik mit vereinten Kräften an Lösungen arbeiten.“ Der schon jetzt vielfach zu beobachtende, eklatante Fachkräftemangel in der Pflege sei durch Weiterbildung allein zwar nicht zu lösen, aber Weiterbildung sei neben der Integration ausländischer Arbeitskräfte, der Aktivierung von Frauen für das Erwerbsleben sowie der Verlängerung von Lebensarbeitszeiten ein wichtiger Schlüssel zur Linderung von Fachkräfte-Lücken.

BroschüreBeide Minister verwiesen auf die aktuell erarbeitete Informationsbroschüre der Landesregierung über „Weiterbildungsangebote in Gesundheits- und Pflegeberufen“ (hier zum Download).

Die Publikation informiert über die aktuellen Finanzierungs- und Beratungsangebote für Beschäftigte und Arbeitgeber in der Kranken- und Altenpflege. Sie wurde in Kooperation von Wirtschafts- und Sozialministerium sowie mit Unterstützung des Forums Pflegegesellschaft erarbeitet.  Laut Buchholz werden in der Broschüre die aktuellen Angebote des Bundes und des Landes verständlich und übersichtlich aufgearbeitet. „Die Angebote sind gut, etwa die Möglichkeit, Aufstiegsfortbildungen zur Pflegefachkraft für Leitungsaufgaben mit dem Aufstiegs-BAföG zu fördern“, so Buchholz. Aber bisher gebe es nur Förderanträge in zweistelliger Zahl pro Jahr.

Nach den Worten von Garg müssten vor allem aber auch die Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche verbessert werden – etwa die Vergütung. „Auch wenn die Zeit für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege knapp ist, müssten Führungskräfte Weiterbildung fördern und organisieren. Denn wer bei der Personalentwicklung und Weiterbildung spart, hat bei der Fachkräftesicherung ein dickes Problem“, so der Minister.

Nobiskrug zieht „dicken Fisch“ an Land – Nervosität in der Werftenbranche gegenüber China

Rohbau einer Megayacht auf der Werft Nobiskrug in Rendsburg

Die Rendsburger Nobiskrug-Werft hat einen Millionenauftrag an Land gezogen. Im Auftrag der Imperial Motoryachten Ltd. aus Großbritannien werden die Schiffbauer eine 62 Meter lange Luxusjacht mit senkrechtem Steven und fünf Decks bauen, wie das Unternehmen heute mitteilte. Die gesamte Außengestaltung wurde vom international renommierten Designstudio Espen Øino International mit Sitz in Monaco entworfen. Den Angaben zufolge bekommt die Jacht unter anderem eine Sky-Lounge, einen Beach Club sowie einen Wellness-Bereich inklusive eines sieben Meter breiten, verglasten Pools. Für zwei Beiboote, ein Rettungsboot, Jet-Ski und anderes Wasserspielzeug wird eine Bootsgarage im Rumpf integriert. Die Übergabe der Jacht ist für das Frühjahr 2021 geplant.

Die Nobiskrug-Werft hat seit der Gründung im Jahr 1905 weit über 750 Schiffe gebaut. Zum Kerngeschäft der Rendsburger Traditionswerft zählen heute Entwicklung und Bau großer, individuell angefertigter Superjachten ab 60 Metern Länge. Das Unternehmen zählt in diesem Bereich nach eigenen Angaben zu einem der weltweit führenden Anbieter. Das 62-Meter-Schiff ist die dritte Kooperation der Rendsburger Werft mit Imperial Motoryachten Ltd.

Fassmer
Harald Fassmer

In der gesamten Werftenbranche steigt unterdessen die Nervosität, dass China eine  Attacke auf die Schiffbau-Kernmärkte reiten könnte. «Das ist eine Bedrohung, die wir sehen», sagte Harald Fassmer, Präsident des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), heute in Hamburg. China habe den Bau von hochwertigen Spezialschiffen zu einem von zehn strategischen Zielen des Landes erklärt. «Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass China konsequent umsetzt, was es sich vornimmt.» Die chinesischen Werften hätten bereits zahlreiche Aufträge für Fähren von europäischen Stammkunden eingeworben und betrieben ehrgeizig den Einstieg in den Bau von Kreuzfahrtschiffen.

Fähren, Luxusjachten und Kreuzfahrtschiffe sind jedoch die Produkte der deutschen Werften für den Weltmarkt, nachdem sich die Branche aus dem Bau von Containerschiffen zurückgezogen hat. «Heute werden reihenweise einzigartige Großprojekte, die den höchsten Anforderungen genügen, pünktlich abgeliefert», sagte Fassmer. «Die erstklassige Systemkompetenz ist ein wesentliches Merkmal, das unseren Standort stark macht.» VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken ergänzte: «Wir wissen um unsere Leistungsfähigkeit, aber es wäre grob fahrlässig, die Risiken zu unterschätzen.» China habe andere Möglichkeiten als Europa und könne Verluste für längere Zeit hinnehmen.

Aktuell zeigt sich für den deutschen und europäischen Schiffbau ein erfolgreiches Bild. Die europäischen Werften erreichten im vergangenen Jahr einen Anteil von 35 Prozent an den weltweiten Schiffbau-Aufträgen. Das sind weniger als der Spitzenwert von 50 Prozent ein Jahr zuvor, doch immer noch sehr beachtlich.

Stapellauf bei der FSG

In Deutschland gingen die Auftrageingänge nach einem Rekordjahr deutlich zurück, von 7,8 auf 2,3 Milliarden Euro. «Das war zu erwarten, denn einen Bauslot, den die Werft verkauft hat, kann sie nicht noch einmal verkaufen», sagte Lüken. Die Werften seien voll ausgelastet, die Produktion lag mit 3,1 Milliarden Euro so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr und der Auftragsbestand von 17,7 Milliarden Euro reiche auf Jahre hinaus.

Die Wertschöpfung des gesamten deutschen Schiffbaus, einschließlich der Zulieferungen und des Militärschiffbaus, sei auf rund 23 Milliarden Euro zu beziffern. Stark abgenommen hat jedoch die Zahl der Ablieferungen; im vergangenen Jahr waren es gerade mal 22 Schiffe. Im Jahrzehnt zuvor konnten es auch mal mehr als 100 Einheiten in einem Jahr sein. Die Werften produzieren weniger Schiffe, die jedoch viel teurer sind.

Deutsche Reedereien gehören kaum noch zu den Kunden der Werften, die fast alle Schiffe für ausländische Auftraggeber produzieren. Deutsche Reeder, die vor der Krise zehn bis zwölf Prozent aller Schiffe weltweit bestellten, geben fast keine Orders mehr auf. «Wir haben es mit einer eklatanten Investitionsschwäche zu tun», sagte Lüken.

Containerschiffe, einst die Stärke der deutschen Schifffahrt, haben die Werften aber ohnehin nicht mehr im Angebot.

Rückenwind für Großenbrode: Land unterstützt Modernisierung der Promenade

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Millionen-Zuwendung: Buchholz (Mitte) überreicht den Zuwendungsbescheid an Bürgermeister Jens Reise (links); rechts: Tourismuschef Ubbo Voss

Mit Unterstützung des Landes investiert die Gemeinde Großen­brode in den kommenden Jahren kräftig in die Modernisierung ihrer touristischen Infra­struktur: Mit einem Ausbau des Seebrückenvorplatzes und der Umgestaltung der Prome­nade am Strand setzt der Ort nach den Worten von Wirtschafts- und Tourismus­minister Dr. Bernd Buchholz wichtige Akzente für qualitative Verbesserungen und neue touris­tische Angebote. Das Land unterstützt die Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro mit 3,55 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Wirtschaft. Den entsprechenden Förderbescheid übergab Buchholz heute früh an Bürgermeister Jens Reise.

 

Nach den Worten des Ministers wird mit der geplanten Öffnung des Seebrückenvor­platzes künftig mehr Raum für Veranstaltungen und für eine attraktive  Beachlounge geschaffen. Die zentrale Strandpromenade werde auf einer Länge von etwa 1,4 Kilo­metern in ihrem Verlauf leicht verändert und für  eine barrierefreie Nutzung optimiert. „Die Schaffung neuer Dünenflächen mit Strandhafer und Strandroggen wird zum typischen Ostsee-Flair der Region beitragen“, so Buchholz. Ergänzt werde der Ausbau durch moderne Aufenthalts-, Spiel- und Erlebnisbereiche für alle Altersgruppen. „Im Zuge dieser Investitionen werden sich auch neue Geschäfte und Beherbergungsbetriebe ansiedeln“, so der Minister.

Buchholz erinnerte daran, dass solche Investitionen wichtig seien, um den Gästen auch in Zukunft ein attraktives Angebot zu machen. Er lobte zudem den „langen Atem“, den die Gemeinde bei der Überplanung ihrer Infrastruktur bewiesen habe. Die ersten Ideen dazu seien dem Ministerium bereits 2013 vorgestellt worden. Mit dem Anschluss an die Lokale Tourismusorganisation Ostseespitze und der Beauftragung eines touristischen Entwicklungskonzeptes seien dann  wichtige Meilensteine zu Modernisierung des Standortes gesetzt worden. Die Fertigstellung des Projekts ist für Frühjahr 2020 geplant.

Weiter sagte Buchholz – Video starten…

Heute ab 19 Uhr hier im Livestram: Auftakt der EU-Kampagne „Europa in meiner Region“

Niedersachsen lädt heute zur bundesweiten Auftaktveranstaltung „Europa in meiner Region“. Ab 18 Uhr werden EU-Förderprojekte aus ganz Deutschland präsentiert. Am Ende des Abends küren die Besucher gemeinsam mit einer hochkarätigen Jury das überzeugendste Projekt und bestimmen damit den Gewinner des neu geschaffenen „Pitch-your-Project-Awards“.

Ein Ausschnitt aus der Veranstaltung hier klicken..

Präsentiert werden im Livestream Deutschlands starke EU-Förderprojekte auf einer 360°-Bühne. Am Ende des Abends küren das Publikum und eine hochkarätige Jury das überzeugendste Projekt und bestimmen damit den Gewinner des neu geschaffenen „Pitch-your-Project-Awards“.

Moderiert wird die Mischung aus Show, Spannung und Information von der als „Mrs. Tagesthemen“ bekannt gewordenen TV-Journalistin Gabi Bauer. Zusätzlich erwartet Sie mit Günther, dem Treckerfahrer, alias Dietmar Wischmeyer ein niedersächsisches Comedy-Schwergewicht.

Musikalisch wird es beim Auftritt von ESC-Kandidatin und The Voice of Germany-Gewinnerin Jamie Lee Kriewitz. Die regelrechte Vergabe des Awards wird durch Bundesligaschiedsrichterin Bibiana Steinhaus sichergestellt – ganz ohne Videobeweis.

Und sollte der Livestream hier nicht funktionieren, einfach hier klicken.

AOK, ADFC und Minister Buchholz starten landesweite Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“

UnbenanntBei schönem Wetter macht es am meisten Spaß: Das Fahrrad aus dem Keller oder der Garage holen und los geht es. „Wer regelmäßig zur Arbeit radelt, fördert nachhaltig seine Gesundheit und Fitness, schont die Umwelt und seinen eigenen Geldbeutel“, erklärt AOK-Landesdirektor Thomas Haeger anlässlich der landesweiten Mitmach-Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘. Den offiziellen Startschuss dafür gab gestern Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz als Schirmherr der Aktion auf dem Gelände der Firma GRUNDFOS in Wahlstedt.  Bereits zum 15. Mal rufen die Initiatoren von AOK NORDWEST und vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zwischen dem 1. Mai und 31. August wieder alle ‚Nordlichter‘ auf, das Auto stehen zu lassen und an mindestens 20 Arbeitstagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.

Ein Fahrrad kann viel mehr sein als ein reines Freizeitobjekt: Immer mehr Beschäftigte fahren in Schleswig-Holstein damit zu Arbeit. „Das ist ganz in unserem Sinne. Es wäre klasse, wenn in Zukunft noch mehr Beschäftigte diesem Beispiel folgen würden“, erklärte AOK-Landesdirektor Thomas Haeger. Mit dazu beitragen wollen die AOK NORDWEST und der ADFC mit ihrer gemeinsamen Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘. Dafür interessierten sich allein im vergangen Jahr rund 20.000 ‚Nordlichter‘.

Im Gespräch mit AOK-Sprecher Jens Kuschel sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“:

„Für fast die Hälfte aller Berufspendler liegt die Arbeitsstelle weniger als zehn Kilometer entfernt, aber nur neun Prozent der Erwerbstätigen nutzen für diesen Weg ihr Fahrrad. Eine gute Radverkehrsinfrastruktur lockt mehr Menschen aufs Rad und sorgt für geringere Umweltbelastungen. Pendler erhalten mithilfe der Aktion einen Anreiz, Radmobilität buchstäblich zu erfahren und so Bewegung ganz selbstverständlich in ihren Alltag zu integrieren. Davon profitieren auch Arbeitgeber“, betont ADFC-Landesvorsitzender Thomas Möller. Teilnehmen an der Aktion können sowohl Einzelfahrer als auch Radler-Teams mit bis zu vier Personen. Wer an mindestens 20 Arbeitstagen den Weg mit dem Fahrrad zurücklegt, hat an 20 Tagen schon etwas für die eigene Gesundheit getan – ganz nebenbei und auf dem Weg zur Arbeit. Für die AOK ist dies ein wesentlicher Aspekt der Aktion. „Bereits eine halbe Stunde Bewegung am Tag steigert die Fitness, stärkt das Immunsystem und kräftigt die Muskulatur. Außerdem sinkt das Risiko, an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken“, so AOK-Landesdirektor Haeger. Die geradelten Tage werden im Aktionskalender eingetragen. Den gibt es ab sofort in jedem AOK-Kundencenter, in den Geschäftsstellen des ADFC oder im Internet unter mit-dem-rad-zur-arbeit.de.

Als neuer Schirmherr der Aktion erinnerte Landes-Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz daran, dass sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt habe, Schleswig-Holstein als Fahrradland weiter nach vorne zu bringen. „Wie wichtig und richtig diese Aktion ist, wird klar, wenn man bedenkt, dass inzwischen über 2,1 Millionen Personen bundesweit an dieser Aktion teilgenommen haben. Und es werden auch dieses Jahr bestimmt wieder viele mitmachen“, sagte Buchholz. „Wir brauchen eine zukunftsgerichtete Radverkehrspolitik und die geht deutlich über die Förderung der baulichen Infrastruktur hinaus. Wir benötigen vielmehr ein intelligentes System, das die Nutzung des Fahrrades erleichtert und potenziellen Radfahrerinnen und Radfahrern attraktive Anreize zum Auf- und Umsteigen bietet. Dazu gehört für mich vor allem die Verknüpfung mit den Angeboten des ÖPNV, des Car-Sharings und anderer Mobilitätsformen. Man kann es nicht oft genug in Erinnerung rufen: Von den verschiedenen Verkehrsträgern ist der Rad- und Fußverkehr die umweltfreundlichste Variante im Verkehrswesen“, so der Minister.

Rohlfs beim SH-Technologieforum: Innovationsstrategie des Landes kommt auf den Prüfstand

Rohlfs (links) mit Dr. Inge Schröder vom Transferzentrum der Muthesius-Kunsthochschule sowie Prof. Rainer Adelung (CAU Kiel) und Dr. Ulrich Haussner (WTSH)
Rohlfs (links) mit Dr. Inge Schröder vom Transferzentrum der Muthesius-Kunsthochschule sowie Prof. Rainer Adelung (CAU Kiel) und Dr. Ulrich Haussner (WTSH)

Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs hat heute Abend in Lübeck das dritte Innovations- und Technologieforum Schleswig-Holstein eröffnet. Unter dem Titel „Cross Innovations versus Spezialisierung – wo liegt der Schlüssel für erfolgreiches Wirtschaften?“  nahmen am Forum an der Lübecker Universität mehr als 100 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden, Verwaltung und Politik teil.

Nach den Worten von Rohlfs sind Forschung, Innovation und ein optimierter Technologietransfer die wichtigsten Zugpferde für Wachstum und Beschäftigung in einem Land. Die Europäische Kommission habe deshalb die Erarbeitung einer Regionalen Innovationsstrategie vorgegeben, die 2013 in einem breiten Beteiligungsprozess für Schleswig-Holstein erarbeitet worden sei. „Die Strategie enthält viele gute Vorschläge zur Stärkung des Innovations-, Technologie- und Wirtschaftsstandortes Schleswig-Holstein, aber sie gehört nach fünf Jahren auch einmal kritisch auf den Prüfstand“, sagte Rohlfs.

Die Landesregierung habe zu dem Forum eingeladen, um die Basis für die zukünftige Innovationsförderung zu erörtern. „Es geht vor allem darum, unsere fünf Stärken, nämlich die Maritime Wirtschaft, die Life Sciences, die Erneuerbaren Energien, die Ernährungswirtschaft und die Informationstechnologien weiterzuentwickeln sowie Zukunftsszenarien aufzuzeigen und neue Potentiale sichtbar zu machen“, so Rohlfs.

Bewerben bis zum 31. Mai: Wir suchen die besten Start-ups aus dem echten Norden

UeberfliegerLust auf eine Reise nach San Francisco und ins Silicon Valley?  Dann bewerben Sie sich bis zum 31. Mai mit Ihrem Start-up beim ersten landesweiten Start-up-Wettbewerb und gewinnen eine Teilnahme an der Delegationsreise des Landes im August in die USA.

„Schleswig-Holstein soll ein Gründerland werden und innovative Ideen von hier aus einen Teil der Welt erobern“, sagt Wirtschaftsminister Bernd Buchholz.

Durch die Partnerschaft der Städte und Regionen Kiel und San Francisco habe der echte Norden ein enormes Potential dazugewonnen. Der Verein The Bay Areas e.V. unterstütze die Partnerschaft, indem er Menschen und Organisationen in den Regionen San Francisco, Kiel und Schleswig-Holstein verbinde.

img_0181Der Verein Start-up SH hilft Start-ups bei der Umsetzung ihrer Ideen und der Marketing Club Schleswig-Holstein bringe Unternehmen bei der Kommunikation ihrer Ideen voran. „Zusammen mit der Landesregierung haben diese drei Vereine den landesweiten Wettbewerb unter dem Titel ,Überflieger‘ ins Leben gerufen“, sagt Technologie-Staatssekretär Thilo Rohlfs, der die Delegation begleiten wird.

Für die Gewinner bedeutet das: Teilnahme an der nächsten Wirtschaftsdelegationsreise nach San Francisco, die vom 25. bis 31. August 2018 stattfinden wird und reichlich Vernetzungmöglichkeiten mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bietet.

Alle Einzelheiten: hier

 

Buchholz: Landeplatz Holtenau für den Klinik- und Wirtschaftstandort Kiel unerlässlich

Sea Kings auf dem Marinefliegergeschwader 5 in Kiel Holtenau
Ein Bild aus früheren Tagen, als der Flughafen noch Stützpunkt des Marineflieger-Geschwarders war. Heute ist der Landeplatz vor allem für das UK.SH von großer Bedeutung

Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Zukunft des Flughafens Kiel-Holtenau hat sich nach den Kieler Fraktionen von SPD, CDU, SSW und FDP sowie der IHK und dem DGB auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz nachdrücklich für den Erhalt des Landeplatzes ausgesprochen. Die Forderung des Bürgerentscheids, den Flughafen zugunsten von Wohnraum zu schließen, halte er für den falschen Weg.

Buchholz sagte dazu dem NDR (Audio starten – „im Browser anhören“)

„Die Landeshauptstadt darf nicht vom Radarschirm verschwinden – Kiel braucht einen eigenen Flughafen.“ Mit dieser Botschaft hatte sich vor wenigen Tagen auch eine breite Allianz zu Wort gemeldet. Die vier Parteien SPD, CDU, SSW und FDP sprechen sich gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) für den Erhalt des Holtenauer Verkehrslandeplatzes aus – insbesondere im Hinblick auf die bedeutende Rolle für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK.SH).

Buchholz stellt klar: Land hält Feuerwehr Fehmarn beim Brandschutz im Belttunnel frei

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Der Brandschutz im geplanten Fehmarnbelttunnel und auf der Baustelle muss nicht von den elf Freiwilligen Feuerwehren auf Fehmarn sichergestellt werden. Das stellte Verkehrsminister Bernd Buchholz heute in Kiel anlässlich einer entsprechenden kleinen Anfrage der SPD einmal mehr klar.  «Die Stadt Fehmarn und der Kreis Ostholstein können nicht für den Brandschutz aufkommen, schon gar nicht eine freiwillige Feuerwehr der Stadt Fehmarn», sagte er.

Der Betreiber des Tunnels, die dänische Projektgesellschaft Femern A/S, werde künftig eine Schnelleingreiftruppe nach dem Vorbild des Schweizer Gotthard-Tunnels stellen. Diese soll von hauptamtlichen Feuerwehrleuten ergänzt werden. «Das Land wird dafür Sorge tragen, dass die Stadt Fehmarn von zusätzlichen Belastungen durch die Gewährleistung des Brandschutzes im Tunnel freigehalten wird», heißt es in der Antwort der Landesregierung dazu.

Buchholz sagte weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Die SPD sieht unterdessen noch Klärungsbedarf. «Welche Rolle die Freiwillige Feuerwehr Fehmarn genau im Sicherheitskonzept für den Fehmarnbelttunnel übernehmen muss, und wie die hauptamtlichen Kräfte in die Feuerwehr der Stadt Fehmarn eingebunden werden sollen, geht aus der Antwort aber noch nicht hervor», so die Ostholsteiner SPD-Abgeordnete Sandra Redmann.

Laut Buchholz können die genauen Regelungen des Brandschutzes und auch der Finanzrahmen des Projekts derzeit aber noch gar nicht detailliert angegeben werden, «weil wir noch nicht einmal Baurecht für den Tunnel haben». Erst wenn die konkreten und genehmigten Baupläne vorlägen, gehe es – wie bei allen großen Bauprojekten üblich – um Fragen des Brandschutzes und anderer Sicherheitsfragen.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus