Krisen zum Trotz: Oldesloer Hako-Gruppe wächst in Bad Oldesloe – Minister Madsen gratuliert

Spatenstich Hako-Chef Schreiber und Minister Madsen geben das offizielle Startsignal zum Bau der 20-Millionen-Logistikhalle

Die weltweit in 60 Ländern mit über 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätige Hako-Gruppe wächst – allen Krisen zum Trotz: Gemeinsam mit Geschäftsführer Mario Schreiber setzte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen am Nachmittag den ersten Spatenstich für einen 20 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau. Auf 13.500 Quadratmetern entsteht in den kommenden 12 Monaten ein hochmodernes Logistikzentrum am Stammsitz in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn).

„Die Landesregierung ist überaus froh, dass hier ein Weltmarktführer mit einer hoch motivierten Belegschaft ein solch deutliches Bekenntnis zum Standort ablegt“, sagte Madsen. HaKo ist auf die Produktion von Reinigungsmaschinen und Technik für Kommunen spezialisiert. „Durch unseren Neubau mit seinem voll digitalisierten Lager sparen wir in erheblichem Umfang Transportwege und erhöhen unsere Liefergeschwindigkeit deutlich“, sagte Schreiber. Zudem werde durch eine nachhaltige Bauweise der ökologische Fußabdruck des Konzerns noch einmal deutlich verbessert.

Minister Madsen (rechts) im Gespräch mit Hako-Chef Schreiber (links) sowie Joachim Blache – ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung

Das neue Gebäude im Gewerbegebiet von Bad Oldesloe wird aus einem fast 11.000 Quadratmeter großen eingeschossigen Logistikzentrum samt sieben Lkw-Andockstellen bestehen. Wie Madsen in seinem Grußwort an die Belegschaft sagte, sichere die Investition vor allem die hochwertigen Arbeitsplätze. Allein in Bad Oldesloe arbeiten rund 500 Menschen für Hako. „Und auch als Ausbildungsbetrieb haben Sie hier eine Strahlkraft von landesweiter Bedeutung“, so Madsen, zugleich Arbeitsminister.

Madsen begeistert von Gamevention-Festival: „Hier schlummert riesiges Potenzial“

Madsen bei der Eröffnung des Businesstages

Es ist sein erster Außentermin als neuer Wirtschafts- und Technologieminister – und über die Zusage musste er keine Sekunde nachdenken: Claus Ruhe Madsen hat am Vormittag den Businesstag des „Gamevention-Festivals“ in den Holstenhallen von Neumünster eröffnet. „Gaming ist weitaus mehr als eine Nische für Nerds oder Kellerkinder“, sagte er vor rund 200 Fachvertreterinnen und Fachvertretern. Gaming sei die Wiege vieler technischer Innovationen und mache global 190 Milliarden Euro an Umsatz aus – das sei mehr als die weltweite Musik- und Filmbranche inklusive Netflix, Amazon und Hollywood.

„Und genau das biete auch ein sehr hohes Potenzial an Bruttowertschöpfung, an dem Schleswig-Holstein bislang nur einen sehr geringen Anteil hat“, so Madsen. Der Koalitionsvertrag der neuen schwarz-grünen Landesregierung sehe deshalb explizit vor, diese Chance für Schleswig-Holstein zu nutzen. „Unter anderem auch durch die Ansiedlung von Games- und digitalen Unternehmen.“

Auf dem Festival stehen bis einschließlich Sonntag auf 85.000 Quadratmetern unter anderem rund 100 Gaming-Stationen, an denen neue Spiele ausprobiert werden können. „Alles, was man als Hobby machen kann, gibt es auch als Spiel“, sagt Organisator und Gastgeber Oliver Welling. Vom Kartenspiel über Sportspiele bis hin zum Angeln.

Madsen sagte bei seinem Besuch im Gespräch mit Journalisten weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Ein weiterer Höhepunkt des Festivals sind die deutschlandweit ersten Landesmeisterschaften im E-Sport am Sonntag. In den drei Spielen League of Legends (Finale: 15 bis 18.30 Uhr), Fifa 22 (10 bis 12 Uhr) und Rocket League (Sonntag, 12.30 bis 14.30 Uhr) messen sich die besten E-Sportler Schleswig-Holsteins und beweisen ihre technischen Fähigkeiten auf „Hochleistungsniveau“, verspricht Welling.

Nach den Worten von Minister Madsen stünden zwei Sieger aber jetzt schon fest: Die Stadt Neumünster und das Land Schleswig-Holstein: „Die Gamevention ist ein neues Festival in signifikanter Größenordnung, das gekommen ist, um zu bleiben. Das Festival hat enorme Strahlkraft auf den Tourismus und den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein. Bereits in diesem Jahr kommen mehr als 20 Prozent der Gäste nicht aus Schleswig-Holstein.“

Madsen mit Arbeitsmarkt zufrieden: „Fachkräfte-Gewinnung bleibt zentrales Thema“

Trotz eines leichten Arbeitslosen-Anstiegs gegenüber dem Vormonat infolge des Kriegs in der Ukraine zeigt sich Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen mit der heute von der Arbeitsagentur vorgelegten Halbjahresbilanz zufrieden: „Angesichts eines fast zwölfprozentigen Rückgangs gegenüber Juni letzten Jahres sind die Zahlen Ausdruck der Stärke des schleswig-holsteinischen Mittelstands und des Arbeitsmarktes.“ Vor allem den Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen um 16,1 Prozent auf knapp 29.400 bezeichnete Madsen als gutes Zeichen. Den Anstieg der Arbeitslosenzahl um 4,2 Prozent gegenüber Mai führen sowohl Madsen als auch die Arbeitsagentur vor allem auf den Übergang geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer in die Grundsicherung zurück. Die Arbeitslosenquote liegt bei fünf Prozent.

Madsen

Nach den Worten von Madsen bleibe die Sicherung von Fach- und Arbeitskräften zentrales Anliegen der Arbeitsmarktpolitik der nächsten fünf Jahre. „Wir werden Potenziale heben – durch die Zuwanderung von Fachkräften, die Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, mit einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen und mit der Unterstützung weiterer benachteiligter Personen“, sagte der Minister. Wichtig sei dabei, die Bereiche nicht einzeln sondern vernetzt zu betrachten: „Die konsequente Digitalisierung aller Lebensbereiche, mehr berufliche Aus- und Weiterbildungen und eine stärkere Gründungskultur sind nötig, um die Wirtschaftskraft unseres Landes zu erhalten.“

Mit Blick auf die beginnenden Sommerferien warb Madsen für die erstmalig ins Leben gerufene „Praktikumswoche Schleswig-Holstein“: „Während der Coronapandemie gab es kaum Praktika, umso so schöner, dass Schülerinnen und Schüler nun in den Sommerferien einfach mal unverbindlich in interessante Berufe reinschnuppern und ihre Talente testen können.“ An fünf Tagen könnten sie fünf Berufe und fünf Unternehmen kennen lernen. Dafür stünden noch reichlich Praktikumsplätze zur Verfügung.

Weitere Informationen und die Anmeldung für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Betriebe, Einrichtungen und Behörden gibt es unter https://www.praktikumswoche.sh.

Buchholz geht – Madsen kommt – Feierliche Staffelstab-Übergabe im Wirtschaftsministerium

Der neue und der alte Minister – Claus Ruhe Madsen und Bernd Buchholz. Hier im Ministerbüro des Wirtschaftsministeriums mit dem Spaten vom ersten Spatenstich für die Fehmarnbeltquerung. Madsen ist 49 Jahre alt und Däne.

Wechsel nach fünf Jahren Jamaika-Regierung: Dr. Bernd Buchholz hat heute das „Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus“ (MWVATT) an seinen Nachfolger Claus Ruhe Madsen übergeben. Der 49 Jahre alte Däne war zuvor von Ministerpräsident Daniel Günther zum neuen Ressortchef ernannt worden. «Ich übernehme ein leistungsfähiges Haus und komme mit der Erwartungshaltung, hier auch die Menschen nach vorne zu bringen», sagte Madsen, der zuletzt Oberbürgermeister von Rostock war. Die Herausforderungen seien groß.

Madsen versprach: «Wir werden die Ärmel aufkrempeln und auch echt was erreichen.» Ziel sei unter anderem, die Wirtschaft und die Beziehungen zu Dänemark zu stärken. «Und ich möchte natürlich, dass das Land auch schnell zu einem grünen Industrieland wird.» Er sei emotional etwas angefasst, bekannte Madsen. «Denn es ist schon schwierig, wenn man nach einem Vierteljahrhundert die Lieblingsstadt beruflich verlässt.» Er freue sich aber auf die Menschen in Schleswig-Holstein.

von der Heide

Nach dem Ausscheiden von Dr. Thilo Rohlfs ziehen mit Julia Carstens und Tobias von der Heide auch neue Staatssekretäre in das Ministerium ein. Auch sie wurden heute mit dem übrigen Kabinett der ersten schwarz-grünen-Landesregierung von Schleswig-Holstein ernannt. Ministerpräsident Daniel Günther zeigte sich unterdessen erfreut über die geschlossene Zustimmung der Koalitionsfraktionen für ihn. «Wir haben große Aufgaben für Schleswig-Holstein vor uns in den nächsten fünf Jahren.» Die Koalition habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt und im Kabinett spüre man Aufbruchstimmung. «Wir wissen, wir haben große Ziele im Gepäck, schwere Steine», sagte Finanzministerin und Vize-Regierungschefin Monika Heinold (Grüne). Schwarz-Grün verstehe sich als Klimakoalition.

In eigener Sache: Buchholz und seine letzte „Meldung der Woche“

Heute Vormittag unterzeichnen die Parteispitzen von CDU und Grünen endgültig den Koalitionsvertrag für die kommenden fünf Jahre – morgen wird das neue Kabinett verpflichtet. Damit bricht für Bernd Buchholz der letzte Arbeitstag als Wirtschaftsminister an. Morgen Nachmittag wird er das Haus an seinen Nachfolger Claus Ruhe Madsen übergeben. Zeit für einen Rücklick in eigener Sache… Video starten.

Innovativ und ideenreich: Das sind die Siegerinnen und Sieger unseres 6. StartUp Camps

Siegerehrung Online: Die Gewinner unseres StartUp-Camps

Vor einer Woche liefen sie sich bereits auf dem jährlichen Waterkant-Festival in Kiel warm, heute Abend dann nach einem heißen Tag das große Finale beim mittlerweile 6. StartUp Camp des Landes: Fünf von neun jungen Gründerinnen- und Gründerteams aus dem gesamten norddeutschen Raum holten sich dabei mit ihren Geschäftsideen und Innovationen ein Flugticket ins Silicon Valley bei San Francisco. Unter den Siegern sind unter anderem ein StartUp aus Lübeck und eine Firma aus Handewitt bei Flensburg.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz als Schirmherr der Veranstaltung sagte nach der digitalen Siegerehrung: „Ich habe die Jury wahrlich nicht beneidet, denn aus meiner Sicht war jedes Konzept auf seine Weise herausragend und preisverdächtig. Und denen, die nicht unter den fünf Gewinnern sind, rufe ich zu: Machen Sie weiter. Sie sind allein schon dadurch Gewinner, dass Sie unsere StartUp-Szene im Norden wunderbar bereichern.“  

Isakowitz und Hachmeister mit ihrem Gründer-Partner Christian Veit Sist

Den ersten Preis holten sich Lennardt Hachmeister und Marcel Isakowitz aus Hannover mit ihrer Firma „iotis“ Ihre Geschäftsidee: Die Entwicklung eines so genannten „smart ball“-Fußballs mit Sensortechnologie im Inneren, um Live-Daten für Trainings- und Spielanalysen zu generieren. Für die beiden Gründer kommt der Preis genau zur richtigen Zeit: „Denn für uns ist gerade der amerikanische Markt unglaublich wichtig für das weitere Wachstum von iotis. Die Offenheit für neue Technologien auf Investoren- und Konsumentenseite ist riesig im Silicon Valley“, sagt Hachmeister.

Die weiteren Gewinner:

  • Platz 2: Die Hamburger Firma „matched.io“ von Cagdas Sayin, Manuela Sayin und Dr. Stefan Frehse. Das Unternehmen hat ein Konzept zur Linderung des Fachkräftemangels im IT-Bereich entwickelt und verbindet Unternehmen und Softwareentwickler innerhalb von Sekunden. Ähnlich wie bei der Singel-Partnerbörse „Tinder“ erhalten Teilnehmer durch einen so genannten Matching-Algorithmus ausreichend Informationen, um mit einem Klick zu entscheiden, ob Angebot und Nachfrage zusammenpassen.
  • Platz 3: Die in Handewitt ansässige Firma „OURZ“ von Antoni Hauptmann und Jonas Wendt. Sie bieten eine Plattform, die es Lebensmittelmarken ermöglicht, ihre Zulieferer in Echtzeit über die Chargenherkunft und andere relevante Daten zu informieren. Die Plattform wandelt die Daten in spezifische Produktgeschichten um, so dass der Verbraucher die Geschichte seiner Waren verfolgen und Vertrauen in die Nachhaltigkeitsaussagen der Hersteller aufbauen kann.
  • Platz 4: Das Hamburger Startup „Offsetted“ von Aleksandr Lazarenko, Daria Lipatova und Anton Kondrashov. Sie entwickelten eine Plattform zur Überwachung, Reduzierung und Kommunikation des ökologischen Fußabdrucks von Produkten.
  • Platz 5: „Robot Dreams“ aus Timmendorfer Strand bei Lübeck von Dimitrij Shulkin, Ulrich Weigelt, Sergey Chertkov und Aleksandr Pushkin. Die vier Unternehmer entwickelten eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Software für die Blutdiagnostik zur Erkennung des akuten Coronarsyndroms.

Zusammen werden die fünf Gewinner sechs ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem mehrwöchigen Stipendium ins Silicon Valley schicken. Dafür erhält jede(r) 9.000 US-Dollar. Seit 2019 ist der Unternehmens-Beschleuniger (Accelerator) „Plug & Play“ einer von vielen Kooperationspartnern im StartUp Camp dabei. Über ihn erhalten die Camp-Gewinner die Möglichkeit eines kostenlosen, dreimonatigen Stipendiums und unter anderem Unterstützung durch Experten-Know-how bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee sowie Zugang zu einem großen Investorennetzwerk.

Und so dankte Wirtschaftsminister Buchholz den Partnern und Teilnehmer-Teams:

Buchholz über eine Woche der Überflieger, UnternehmerInnen und StartUps

Ein Bild, dass es über zwei Jahre nicht mehr gab: Auf dem ehemaligen Marineflieger-Gelände in Kiel Friedrichsort tummelten sich gestern über 1000 zumeist junge Menschen aus der GründerInnen-Szene beim Waterkant-Festival. Nur einen Abend zuvor gab es in Lübeck Preise für besonders mutige Unternehmens-Gründerinnen aus dem echten Norden. Und zudem gab Wirtschaftsminister Buchholz den Startschuss für den Überflieger-Wettbewerb um pfiffige Geschäftsideen.

Seine Meldung der Woche… Video starten.

Bodenständig und erfolgreich: Birgit Müller gewinnt UnternehmerInnenpreis der IB.SH

Birgit Müller aus Preetz ist Gewinnerin des diesjährigen IB.SH-UnternehmerInnen-Preises

Birgit Müller, Geschäftsführerin von Mare Tischlerei, Mare Küchen und Mare Bodenbeläge, hat den IB.SH-Unternehmerinnenpreis 2022 gewonnen. Auf der Preisverleihung am Donnerstagabend in Lübeck erhielt sie ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro und eine Skulptur des schleswig-holsteinischen Künstlers und Bildhauers Volker Tiemann. Die drei Nominierten für den Unternehmerinnenpreis sowie die Newcomerinnen wurden im Rahmen der Veranstaltungen in kurzen Videoportraits vorgestellt. Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der IB.SH gratulierte Birgit Müller: „Frau Müller konnte die Jury mit ihrem erfolgreichen Unternehmensmodell und ihrer Unternehmerinnenpersönlichkeit überzeugen. Sie hat ihren Handwerksbetrieb mit unternehmerischer Weitsicht zukunftsfähig aufgestellt und konnte damit auch den Herausforderungen der Corona-Pandemie gut begegnen. Wichtig für die Juryentscheidung war auch, dass Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen eine entscheidende Rolle spielt.“

Birgit Müller hat ihre Unternehmen auf die Herstellung nachhaltiger Möbel aus Holz für Krankenhäuser, Pflegeheimen, Arztpraxen und Jugendheimen spezialisiert. Sie beschäftigt 17 Angestellte, wovon sich drei in der Ausbildung befinden und hat ihren Firmensitz in Preetz.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sagte bei der Preisverleihung in Lübeck – Video starten…

Den IB.SH-Newcomerin-Preis erhielten in diesem Jahr Bozena Jäger und Natali Köthe mit ihrem Unternehmen Mara-NF Seniorenbetreuung & Ambulante Pflege GbR. Bozena Jäger und Natali Köthe zählen zu den Unternehmensnachfolgerinnen in Schleswig-Holstein. Sie haben ihr Unternehmen, das in Bredstedt angesiedelt ist, 2019 übernommen und beschäftigen inzwischen 46 Mitarbeitende. Der IB.SH-Newcomerinnen erhalten einen Gutschein im Wert von 2.000 Euro für eine strategische Unternehmensberatung.

Im Mai hat eine Jury aus elf Jurorinnen und Juroren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Presse und Politik drei Unternehmerinnen für den IB.SH-Unternehmerinnenpreis nominiert. Aus den drei Nominierten wählte die Jury Birgit Müller zur diesjährigen Gewinnerin, des Weiteren wurde eine Newcomerin ausgewählt. Die IB.SH lobt den Unternehmerinnenpreis seit 2017 aus. Damit möchte sie innovative und erfolgreiche Unternehmerinnen als Vorbilder sichtbar machen. Die Schirmherrschaft lag wie zuvor bei Friederike Kühn und Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein.

Insgesamt 110 Unternehmerinnen haben sich um den IB.SH-Unternehmerinnenpreis 2022 beworben – so viele wie nie zuvor. Die Bewerbungen kamen aus allen Teilen Schleswig-Holsteins und erstreckten sich über verschiedenste Branchen vom Handwerk über Gesundheits- und Pflegeberufe bis hin zu Beratungen und dem Einzelhandel.

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer großen Abendveranstaltung im Hanseatischen Hof in Lübeck im Beisein des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Bernd Buchholz nach dem IHK-Kongress „Frauen in Führung im Norden (FiFin)“ statt.

Buchholz zum IW-Ranking und den Chancen des echten Nordens

Die anstehende Ansiedlung des schwedischen Batterie-Konzerns „Northvolt“ in Heide ist ein mächtiger Vorbote – aber mit Glück eben „nur“ ein Vorbote: Ob Windparks, die LNG-Terminals oder der bezahlbare Raum für Menschen und Firmen… Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) entwickelt sich der Norden vielerorts besser als der Süden.

Für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“ – Video starten.

Buchholz sieht Übernahme der Wismar-Werft als Gewinn für norddeutschen Werften-Standort

MV-Werft in Wismar – ab heute unter der Flagge der Kieler Werft TKMS

Die Übernahme hatte sich lange angekündigt – nun ist das Geschäft unter Dach und Fach: In Wismar sollen statt Kreuzfahrtschiffen künftig unter anderem U-Boote für die Marine gebaut werden. Der in Kiel ansässige Schiffbaukonzern Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) übernimmt die insolvente Werft in Mecklenburg-Vorpommern und schafft den Beschäftigten und der Hansestadt damit eine neue Perspektive. Der traditionsreiche Schiffbaubetrieb gehört zur MV-Werften-Gruppe, für die im Januar Insolvenz angemeldet wurde. Insolvenzverwalter Christoph Morgen wird den Schritt heute näher erläutern.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sieht in dem Kauf einen Schub für den gesamten norddeutschen Schiffbau-Standort und rechnet keineswegs mit Nachteilen für die Werften in seinem Bundesland. Er sagte heute früh im Gespräch mit Journalisten – Audio starten…

TKMS galt seit längerem als erster Anwärter. Der U-Boot-Bauer aus Schleswig-Holstein verfügt über ein großes Auftragspolster und plant daher eine Erweiterung seiner Kapazitäten. Ein nahtloser Übergang in Wismar ist allerdings nicht möglich. Auf der Werft wurden früher Frachtschiffe und seit 2016 Kreuzfahrtschiffe gebaut. Den Angaben zufolge sind vor einem Neustart im Rüstungssegment noch umfangreiche technische Veränderungen nötig. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer äußerte die Erwartung, dass auf der Werft in Wismar ab 2024 wenigstens 800 Schiffbauer eine neue Arbeit finden werden.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus