Nach Entscheidung gegen Husum: Meyer weiter in Sorge um Senvion-Arbeitsplätze

Meyer nach dem Treffen mit Senvion-Betriebsrat: Sorge um Transfer von Arbeitsplätzen nach Portugal

Außenstelle der Senvion GmbH in Osterrönfeld

Der Windkraftanlagenhersteller Senvion will nach Angaben des örtlichen Betriebsrates auch im Betrieb Osterrönfeld Arbeitsplätze abbauen. «Es sollen nach den uns vom Unternehmen mitgeteilten Plänen 49 Jobs wegfallen», sagte der Betriebsratsvorsitzende Bernhard Band heute in Osterrönfeld. An den Standorten Büdelsdorf und Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) seien einschließlich Außendienstmitarbeitern etwa 950 Menschen beschäftigt. Senvion will in Deutschland rund 730 Stellen streichen – in Husum (Kreis Nordfriesland), Trampe (Brandenburg) sowie am Standort der PowerBlades GmbH in Bremerhaven.

IMG_0958Am Nachmittag trafen sich Betriebsratsmitglieder mit  Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der im Anschluß in einem Interview mit RSH-Reporter Andreas Otto folgendes Fazit zog (Audiopfeil klicken):

Die Unternehmensleitung war bei dem Treffen nicht vertreten. «Es handelt sich nur um Wahlkampfgetöse, wir beteiligen uns nicht an solchem Wahlkampfgerassel von Politikern, sondern werden mit den Sozialpartnern die Probleme besprechen», sagte Senvion-Unternehmenssprecher Immo von Fallois mit Blick auf die Landtagswahl am 7. Mai. Meyer reagierte irritiert: «Was hat der Landtagswahlkampf mit unternehmerischen Entscheidungen und der Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region zu tun?»

«Osterrönfeld bleibt als Entwicklungszentrum ein ausgesprochener wichtiger Standort für Senvion», betonte Fallois gegenüber der deutschen-Presse-Agentur. «Dort wird die größte Offshore-Windkraftanlagen-Turbine entwickelt, dazu bekennen wir uns.»

Der Betriebsrat sieht sich über die Pläne in Osterrönfeld noch nicht umfassend informiert. «Die Verhandlungen mit der Unternehmensleitung haben noch nicht begonnen», sagte Band. Insgesamt sei man mit der Unternehmensführung aber gut im Gespräch. In Husum versuche der Betriebsrat die drohende Schließung des Werks mit alternativen Vorschlägen zu verhindern.

An einer Protestkundgebung der IG Metall in Husum hatte kürzlich auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) teilgenommen. Das Unternehmen sei wochenlang abgetaucht gewesen, hatte Albig kritisiert. Nun sei es endlich gelungen, nach Ostern Gespräche zwischen Landesregierung und Geschäftsführung zu vereinbaren.

Senvion: Meyer trifft heute Betriebsrat in Osterrönfeld

Meyer heute zu Gesprächen mit Senvion-Betriebsrat in Osterrönfeld

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer spricht heute Nachmittag in Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) mit Vertretern des örtlichen Betriebsrates des Windkraftanlagenherstellers Senvion. Dabei gehe es vorrangig um die Sicherung der insgesamt fast 1000 Arbeitsplätze der Senvion-Betriebe in Osterrönfeld und im nahe gelegenen Büdelsdorf. 

Senvion will in Deutschland rund 730 Stellen streichen. Betroffen sind die Werke Husum im Kreis Nordfriesland, Trampe in Brandenburg sowie der Standort der PowerBlades GmbH in Bremerhaven.

An einer Protestkundgebung der IG Metall in Husum hatte kürzlich auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) teilgenommen. Das Unternehmen sei wochenlang abgetaucht gewesen, hatte Albig kritisiert. Nun sei es endlich gelungen, nach Ostern Gespräche zwischen Landesregierung und Geschäftsführung zu vereinbaren.

Für Journalisten stehen Meyer und der Betriebsratsvorsitzende Band im Anschluss an das Treffen in Osterrönfeld kurz zur Verfügung (Genauer Termin kann in der Pressestelle abgefragt werden)

Meyers Fazit des heutigen Kopenhagen-Besuchs bei seinem Amtskollegen Olesen

Zeitplan für Fehmarnbelttunnel bleibt bestehen – erste Anhörungen im Mai – Planfeststellungsbeschluss in 2018

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Olesen (rechts) mit Meyer (mitte) und dem deutschen Botschafter Claus Robert Krumrei

Verkehrsminister Reinhard Meyer und sein dänischer Amtskol­lege Birk Ole Olesen haben heute bei ihrem turnusgemäßen Treffen mit Mitgliedern des dänischen Parlaments in Kopenhagen den bisherigen Zeitplan für den Fehmarnbelttunnel bekräftigt: „Nachdem wir gegen das Vorhaben bis Ende letzten Jahres 12.600 Einwen­dun­gen erhalten hatten, wird die dänische Projektgesellschaft Femern A/S die Stellung­nah­men zu den Einwendungen nun Ende dieses Monats unserer Planfeststellungsbe­hör­de vorlegen, so dass wir noch im Mai mit den ersten mündlichen Anhörungsterminen beginnen können“, sagte Meyer. Er habe mit Olesen vereinbart, dass die Staatssekretäre beider Ministerien diesen Prozess eng begleiten werden. Beide Seiten hätten die letzten Monate intensiv an den Unterlagen gearbeitet, so dass nach wie vor im Sommer 2018 mit einem Planfeststel­lungs­­beschluss für das Projekt zu rechnen sei.

„Es wird somit zwar alles in allem ein halbes Jahr Verspätung geben, aber wie es aussieht, nicht mehr als das“, sagte Olesen. Der erste Spatenstich könnte nach jetzigem Zeitplan im Sommer 2020 erfolgen.

Der rund 18 Kilometer lange Tunnel soll Deutschland mit Skandinavien verbinden und die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen auf 2,5 Stunden verkürzen. Nach Angaben der Planer ist es der weltweit längste Tunnel dieser Art für Züge und Autos.

Meyer_MesseMeyer sagte weiter

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Meyer machte gegenüber den Dänen erneut deutlich, dass der Planfeststellungsbe­schluss allein noch kein Baurecht schaffe: „Wir gehen davon aus, dass gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt wird und wir mit einem bis zu zweijährigen Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht rechnen müssen, bevor dann tatsächlich die ersten Bagger rollen können“, so Meyer. Doch weder er noch sein Kollege Olesen hätten die geringsten Zweifel, dass der Belttunnel gebaut werde und für einen enormen Wirtschaftsschub auf beiden Seiten der Grenze sorgen werde.

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Ein weiteres Thema des Treffens war der geplante Ersatz der Rader Hochbrücke als wichtigster Brückenschlag der Jütlandroute von und nach Skandinavien. „Es besteht für uns kein Zweifel daran, dass bis zum Jahr 2026 die erste von zwei geplanten neuen Brücken stehen wird“, so Meyer. Die Dänen würden zudem den jüngsten Beschluss des Kieler Landtags begrüßen und unterstützen, die Möglichkeiten eines insgesamt sechsspurigen Brückenbaus auszuloten, nachdem die Verkehrszahlen auf dem nördlichen A-7-Abschnitt in den letzten zwei Jahren erheblich angestiegen.  „Dazu wird es bis zum Sommer ein Verkehrsgutachten geben, das uns und dem Bund eine solide Entscheidungsgrundlage liefern wird“, sagte Meyer.

Austausch über Belttunnel-Planung: Meyer trifft Olsesen in Kopenhagen 

Heute in Kopenhagen – Meyer und Olesen sprechen über Belttunnel und Ersatz der Rader BrückeVerkehrsminister Reinhard Meyer und sein dänischer Amtskollege Ole Birk Olesen treffen sich heute in Kopenhagen, um sich über den aktuellen Stand beim Planungsverfahren für die Feste Fehmarnbeltquerung und beim Ersatzbauwerk für die Rader Hochbrücke gegenseitig zu informieren und auszutauschen. Es steht auch ein Treffen mit Abgeordneten des dänischen Parlaments auf dem Programm. Im Anschluss daran findet eine Pressekonferenz statt. 

Und zwar heute, 18. April, 15:30 Uhr, im dänischen Transportministerium „mødecenter“ (Neubau im Hof des Ministeriums) Frederiksholm Kanal 27F, DK-1220 Kopenhagen.

Land unterstützt Sanierung des Krugs „Alt Sieseby“ – Nägele: „Gut für den Tourismus an der Schlei“

Rückenwind für Traditionsbetrieb an der Schlei: Landgasthof Alt Sieseby wird mit Landeshilfe saniert.

Sieseby

Wirtschaftsstaat­sekretär Dr. Frank Nägele übergibt zur Stunde einen Förderbescheid über knapp 66.000 Euro an die neue Inhaberin des Landgasthofs „Alt Sieseby“,  Ruth-Maria von Randow.  „Mit dieser Förderung unterstützen wir die Rettung und Modernisierung eines denkmalgeschützten Traditionsbetriebs in der wunderschönen Schlei-Region – und sorgen zugleich für die Entstehung von zwei neuen Dauerarbeitsplätzen“, sagte Nägele.

In seinem Grußwort erinnerte der Staatssekretär daran, dass Ruth-Maria von Randow bereits seit neun Jahren erfolgreich den „Rieseby Krog“ in Rieseby betreibe. Durch die Nähe zum neuen Standort sei ihr der Landgasthof „Alt Sieseby“ daher bestens bekannt. Nach mehreren Betreiberwechseln habe sie sich entschlossen, den denkmal­ge­schütz­ten Bau zu kaufen und vollständig zu modernisieren.

Nach Angaben der Bauherrin wurde das Bestandsgebäude umfangreich entkernt und unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher Vorschriften sowie aktueller energe­tischer Standards zu einem modernen Drei-Sterne-Haus ausgebaut. Verbunden mit der Modernisierung sei auch die Schaffung von fünf Doppelzimmern und einer Suite.

Der Zuschuss des Landes in Höhe von 65.750,- Euro stammt aus Mitteln des Landesprogramms Wirtschaft. „Mit dieser Förderung setzen wir einmal mehr ein Signal, für die Qualität im Tourismusgewerbe. Die Tourismusstrategie greift und das Modernisierungsprogramm des Landes wird von den kleinen und mittleren Beherbergungsbetrieben für nachhaltige Investitionen genutzt“, sagte Nägele

Bergfest! Ministerpräsident Albig gibt vierten und größten A-7-Abschnitt frei

Und noch ein Stück geschafft: Albig dankt Baukonsortium und DEGES für 4. fertigen A-7-Abschnitt

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Albig mit A-7-Verkehrskoordinator Christian Merl am freigegebenen Abschnitt – im Hintergrund der Lärmschutzwall nach neuesten technischen Standards

Gute Nachricht für alle A-7-Pendler sowie die Touristen im echten Norden und vor allem für die Wirtschaft: Ministerpräsident Torsten Albig hat am Nachmittag den knapp zehn Kilometer langen vierten Bauabschnitt der nunmehr sechsspurigen Autobahn zwischen der Anschlussstelle Kaltenkirchen und dem Bereich Barmstedt / nördliches Quickborn für den Verkehr freigegeben.

«Nahezu die Hälfte der Baustrecke ist heute geschafft. Auf gut 30 Kilometern ist die A7 jetzt sechsspurig ausgebaut», sagte Albig. Der vierte Abschnitt ist zehn Kilometer lang und verläuft zwischen der Anschlussstelle Kaltenkirchen und dem Bereich Barmstedt.

Albig_RotheAlbig sagte bei einem Ortstermin mit DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe in Moorkaten

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Der sechsspurige Ausbau der A7 auf insgesamt 65 Kilometern vom Bordesholmer Dreieck bis zum Autobahndreieck Hamburg Nordwest soll Ende 2018 fertig sein. Deutschlands aktuell größter Autobahnausbau liegt voll im Zeitplan, wie Albig sagte. Er bedeute für Pendler, Unternehmer und Touristen eine Entlastung. «Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel der Fertigstellung Ende 2018 erreichen werden.»

Die A7 hat als transeuropäische Nord-Süd-Achse große Bedeutung für Wirtschaft, Tourismus und Pendler in der Region. «Wir befreien die A7 aus ihrer Rolle als Nadelöhr zwischen Hamburg und Dänemark. Das entlastet Hamburg und das Umland, das entlastet die Nerven aller Fahrer», sagte Albig. Das Bauvolumen beträgt 1,6 Milliarden Euro. Umgesetzt wird das Projekt vom Baukonsortium „Via Solutions Nord“ (VSN) unter der Leitung der gemeinsamen Infrastrukturgesellschaft von Bund und Ländern, der DEGES.

„Nahezu die Hälfte der Baustrecke ist heute geschafft. Auf gut 30 Kilometern ist die A7 jetzt sechsspurig ausgebaut. Das ist eine große Entlastung für alle Autofahrer, die Unternehmer, die Pendler und die Touristen“, sagte Albig. Der Regierungschef dankte allen Arbeitern, Konstrukteuren und Planern für ihre geleistete Arbeit.

Mit dem Ausbau der A7 sei das Land den Wünschen der Nordwirtschaft und der vielen Pendler gefolgt. „Wir befreien die A7 aus ihrer Rolle als Nadelöhr zwischen Hamburg und Dänemark. Das entlastet Hamburg und das Umland, das entlastet die Nerven aller Fahrer“, so der Ministerpräsident. Mit einem Bauvolumen von 1,6 Milliarden Euro, einem sechsstreifigen Ausbau auf 65 Kilometern und der Anpassung von 72 Brücken sei es die derzeit größte ÖPP-Maßnahme in Deutschland.

 

Richtfest für einen Tourismus-Leuchtturm auf dem Lübecker Priwall

Priwall-Waterfront feiert Richtfest. Meyer: Weiteres Leuchtturm-Projekt am Tourismus-Standort SH.

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Beim Richtfest des ersten Bauabschnitts des „Priwall Waterfront“, einer Ferienanlage mit 475 Wohneinheiten, hat  Wirtschaftsminister Reinhard Meyer das Bauvorhaben heute als „riesigen Gewinn für Lübeck und das gesamte Land“ bezeichnet. Er dankte der deutsch- dänischen Unternehmensgruppe Planet Haus und deren Geschäftsführer Sven Hollesen für das hohe Engagement im echten Norden. Die 475 Ferieneinheiten des Waterfront entstehen in vier Passatvillen direkt an der Wasserkante. Zusätzlich werden 16 Promenadenvillen mit Blick auf die Marina sowie 32 Dünenvillen in einer Dünenland¬schaft gebaut. Hinzu kommen ein Tagungscenter mit Ferienwohnungen und Tagungsräumen.

Meyer_TouriMeyer sagte weiter

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„Travemünde ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie öffentliche und private Investitionen ineinander greifen“, sagte Meyer. Das Land unterstützt die Hansestadt Lübeck, die in die Aufwertung der öffentlichen Promenadenverbindung auf der Priwall-Seite investiert, mit rund sieben Millionen Euro für das Vorhaben. Dafür entsteht mit Gesamtkosten von rund zehn Millionen Euro eine attraktive Rundpromenade, die über die Auto- und die Fußgängerfähre beide Seiten der Trave miteinander verknüpft.

Meyer erinnerte in seinem Grußwort an die Richtfest-Gäste unter anderem an die Erfolge der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2025: „Bei den Übernachtungen haben wir 2016 erstmals die Grenze von 28 Millionen geknackt, konnten also auf hohem Niveau weiter zulegen. Eine Steigerung seit 2012 um mehr als 15 Prozent. Beim touristischen Bruttoumsatz lagen wir 2015 bei 7,9 Milliarden Euro und sind gar nicht mehr so weit von unserem angestrebten Ziel neun Milliarden Euro Umsatz entfernt. Das Beste jedoch: Auch die Gästezufriedenheit steigt gemeinsam mit der Zahl der Urlauber, die immer wieder in den echten Norden kommen.“

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„Vitaminspritze“ für die schleswig-holsteinische Ernährungswirtschaft – Land stützt EMB-Projekt

Besser essen – Land unterstützt Lübecker Projekt „Fraunhofer Future Food“ mit 850.000 Euro

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Meyer mit EMB-Chef Prof. Dr. Charli Kruse

Gesundheit und Ernährung sind Zukunftsfelder mit hoher Relevanz für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik (EMB) baut deshalb mit dem Projekt „Fraunhofer Future Food“  ein neues  Entwicklungszentrum für Lebensmittelforschung in Lübeck auf. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer übergab dazu heute einen Förderbescheid in Höhe von 847.422 Euro zur Unterstützung des zweijährigen Projektes an die Einrichtung.

Laut Meyer wurde an der Fraunhofer EMB in den letzten Jahren ein Technikum für angewandte Lebensmittelforschung aufgebaut, das Technologien für die Entwicklung neuer Lebensmittel erarbeitet und insbesondere neue Ressourcen aus dem Meer für einen nahrungsmitteltechnischen Einsatz erschließt. Hier konnten in Kooperation mit Industriebetrieben bereits Nahrungsmittel-Prototypen wie etwa Stabilisatoren, Antioxidantien sowie verschiedene Getränkegrundstoffe entwickelt werden.

Bei der Ernährungswirtschaft handelt es sich nach den Worten von Meyer in Schleswig-Holstein um einen bedeutenden Wirtschaftsbereich, der einem starken Konkurrenz- und Preisdruck unterliege. „Dem sind die Betriebe nur durch einen stetigen Ausbau ihrer Marktsegmente mit neuen, innovativen Produkten gewachsen“, sagt Meyer. Doch die deutsche Ernährungsindustrie sei traditionell mittelständisch geprägt, so dass die Entwicklung und Umsetzung von Innovationen langwierig und schwierig sein können. Zudem besäßen kleine Unternehmen in der Regel nicht die notwendige technische Ausstattung, um Produktinnovationen zu entwickeln und voranzutreiben.

Mit der Förderung des Landes ist es nun möglich, die  Ausstattung zu optimieren. „Unser Ziel ist, die Ernährungswirtschaft im Land bei ihrem Innovationsmanagement sowie der Entwicklung und Einführung neuer Technologien, Produktionsverfahren und Produkte zu unterstützen. Die Zahl der Innovationen, vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen muss gesteigert werden“, so Meyer. An der Fraunhofer EMB werde zudem der Bereich Lebensmittelforschung personell erweitert.

Entspannung auf der Marschbahn: Gutachter geben 16 Wagen wieder für den Einsatz frei

Erste Orginal-Marschbahnwagen ab morgen wieder im Einsatz – Meyer bittet Pendler weiter um Geduld

ohne Überschrift

Leichte Entspannung auf der Strecke Niebüll-Westerland kurz vor der Oster-Reisewelle: Der mit der Untersuchung der Kupplungsschäden an 90 Waggons beauftragte Gutachter vom „TÜV Süd Rail“ hat jetzt die ersten Wagen wieder für den befristeten Einsatz freigegeben. Das teilten Verkehrsminister Reinhard Meyer und DB-Regio-Vorstand Torsten Reh heute in Westerland auf Sylt mit.

Meyer_MesseMeyer sagte im Gespräch mit Sylt Radio bei der Pressekonferenz

(Audiopfeil klicken)

Laut Gutachten können geprüfte Kupplungen, die keine Risse haben, vorübergehend wieder eingesetzt werden. Drei Marschbahnzüge mit insgesamt 16 Reisezugwagen sollen bereits morgen (7. April) den Betrieb aufnehmen. Sie lösen laut Meyer die ersten Altfahrzeuge des Ersatzkonzeptes ab. Mittelfristig werden in einem Austauschverfahren weitere Wagen eingesetzt. „Ich freue mich, dass es endlich eine Perspektive für den Wiedereinsatz der Marschbahnwagen gibt und sich der Betrieb an der Westküste weiter stabilisiert. Wir wissen, dass die letzten Monate für die Fahrgäste eine sehr große Belastungsprobe waren. Umso wichtiger war es für uns, eine verlässliche Lösung für die Kupplungsproblematik zu finden. Leider wird es noch etwas dauern, bis der Betrieb wieder ganz wie geplant laufen kann“, sagte Meyer.

Ein weitere vorläufige Einschätzung des Gutachters: Die Kupplungen können wahrscheinlich für den dauerhaften Betrieb repariert werden. Eine endgültige Einschätzung des Gutachters wird im zweiten Teil des Gutachtens stehen, für das noch ausführliche Testfahrten nötig sind. Die Reparatur ist nach Erkenntnissen des Gutachters dann bei allen Kupplungen erforderlich – unabhängig davon, ob sie Risse haben oder nicht – damit sie den Belastungen während des Betriebs dauerhaft standhalten. Alternativ wäre auch der Neubau der Kupplungen noch denkbar, der den Wiedereinsatz der kompletten Wagenparks nach aktueller Einschätzung jedoch stärker verzögern würde. Die Reparatur-Lösung verfolgen Land, NAH.SH, Paribus, DB Regio, Nord-Ostsee-Bahn und der Kupplungshersteller Faively nun vordringlich.

Runde
Vorgespräch mit den Sylter Unternehmern in der Alten Westerländer Post
Bis Ende des Jahres könnte die gesamte Fahrzeugflotte aus insgesamt 90 Reisezugwagen auf der Marschbahn wieder zur Verfügung stehen. Bis dahin sollen schrittweise weitere Wagen eingesetzt werden, sobald sie verfügbar sind. Vorläufig eingesetzte Marschbahnwagen sollen dabei nach und nach durch Wagen mit bereits reparierten Kupplungen ersetzt werden.

Nach der Stilllegung der Fahrzeugflotte aus 90 Reisezugwagen am 11. November 2016 hatten Experten einen großen Teil der Kurzkupplungen demontiert und untersucht. Knapp 25 Prozent der untersuchten Kupplungen wies kleine, nur mit einem speziellen Untersuchungsverfahren erkennbare Risse auf.

Die Materialprüfung des damit beauftragten Gutachters DEKRA zeigte bereits, dass nicht Qualitätsmängel am Werkstoff der Kupplung oder ein Einzelereignis (z.B. ein Unfall) den Schaden verursacht hatten.

TÜV Süd Rail geht nach derzeitigem Stand davon aus, dass erhöhte Korrosionen an einzelnen Bestandteilen der Kupplung und ein fehlender sogenannter „Inbetriebnahme-Hub“ bei der letzten Hauptuntersuchung in den Jahren 2012/13 verantwortlich für die Schäden sind. Durch den Hub werden die erneuerten Kunststoff-Federelemente der Kupplung durch Krafteinwirkung aktiviert. Warum das nicht geschehen ist und wer dafür die Verantwortung zu tragen hat, ist noch unklar. Beide Faktoren zusammen haben nach Erkenntnis des Gutachters die Materialermüdung in den Kupplungen sehr stark beschleunigt.

Messfahrten der Fahrzeuge im Netz West sollen die bisherigen Untersuchungen noch weiter untermauern. Ein abschließender Bericht vom TÜV Süd soll in einigen Wochen vorliegen.

Informationen zu den Kupplungsproblemen auf der Marschbahn gibt es auf der Internetseite des Nahverkehrs unter Zur Info-Seite der NAH.SH

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Meyer mit Pendler-Sprecher Achim Bonnichsen (rechts), Karl Max Hellner von den Sylter Unternehmern sowie DB-Regio-Chef Torsten Reh (links) vor der Presse
Und hier Meyers Beitrag im Rahmen der Pressekonferenz als Mitschnitt:

zum Video

Marschbahn – Meyer und NAH.SH informieren heute über weiteren Zeitplan

Meyer und NAH.SH stellen Gutachten zu Sylter Bahn-Waggons vor – heute 12 Uhr Westerland

Verkehrsminister Reinhard Meyer präsentiert  heute (12.00 Uhr) in Westerland auf Sylt (Alte Post) erste Ergebnisse des Gutachtens zur Zukunft der stillgelegten Waggons auf der Strecke Hamburg-Westerland. Es soll Klarheit bringen, bis wann die wegen Problemen an den Kupplungen aus dem Verkehr gezogenen Wagen wieder fahren. Es gebe Hoffnung, dass die ersten Waggons auf der Marschbahn schon bald wieder rollen, sagte ein Sprecher des Nahverkehrsverbunds Nah.SH vor dem Treffen mit Bahn-Vertretern, Pendlern und Unternehmern. «Wir hoffen, der Minister kommt mit guten Nachrichten», hieß es vom Verein Sylter Unternehmer.
Insgesamt fehlen der Bahn bis zu 90 der aus Sicherheitsgründen noch von der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) stillgelegten Waggons. Die Bahn hatte den Betrieb auf die Insel im Dezember von der NOB übernommen. Die veralteten Ersatz-Waggons ärgern die Bahnfahrer und führen teils zu Ausfällen und Verspätungen. Seither versucht Meyer, zwischen Bahn sowie Pendlern und Unternehmern zu schlichten. Die Sylter Bürgermeister hatten bereits Brandbriefe veröffentlicht.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie