Von Albersdorf bis Appen: Ab April bringt der LBV-SH die Westküstenstraßen weiter in Schuss

SH investiert 2017 rund 37 Millionen Euro in Straßensanierung in Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg

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Meyer beim Besuch in Heide mit Kollegen der Straßenmeisterei und Meiterei-Leiter Ulf Jacobsen (rechts) sowie LBV-SH-Niederlassungsleiter Kai-Uwe Schacht

Ab kommendem Monat rollen auf den Straßen in Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg sowie in Teilen von Segeberg die Bagger: Gemeinsam mit dem zuständigen Niederlassungsleiter des LBV-SH in Itzehoe, Kai-Uwe Schacht, stellte Verkehrsminister Reinhard Meyer heute in Heide das Baustellen-Programm für 2017 vor. Insgesamt werden von geplanten 37 Millionen Euro Gesamtinvestitionen ab April rund 26 Millionen Euro im Bereich der Kreise Dithmarschen und Steinburg sowie elf Millionen Euro im Bereich des Kreises Pinneberg und einem Teilbereich des Kreises Segeberg verbaut.

Reinhard_MeyerMeyer sagte zum Bauprogramm

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„Wir wissen, dass wir damit einmal mehr viele Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende vor eine Geduldsprobe stellen – aber die Sanierungen sind unvermeidlich, wenn die Westküste auch noch in zehn Jahren sicher und gut vernetzt sein will“, sagte Meyer. Sämtliche Vorhaben seien gut aufeinander abgestimmt, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Zudem werden die Anwohner der einzelnen Baustellen rechtzeitig angesprochen und auch über mögliche Umleitungen informiert.

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LBV-Niederlassungsleiter Schacht (stehend) erläutert dem Minister und Journalisten das Baustellen-Programm 2017 für die Westküstenkreise Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg.

Nach den Worten von Schacht liegt der Schwerpunkt der Sanierungen in diesem Jahr eindeutig bei den Bundes- und Landesstraßen, aber auch ein Teil der Autobahn A 23 werde repariert. Dort stehen größere Fahrbahnerneuerungen zwischen Alberdorf und Heide-Süd sowie zwischen der Landesgrenze zu Hamburg bei Eidelstedt und Rellingen auf den Plan. Allein dieses Projekt, das bis zum Ende August 2017 abgeschlossen werden soll, ist mit Kosten in Höhe von vier Millionen Euro veranschlagt. Der Verkehr beider Fahrtrichtungen wird während der Bauzeit gemeinsam auf der Richtungsfahrbahn Hamburg geführt. Hierbei werden in Fahrtrichtung Heide zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen und ein Fahrstreifen in Richtung Hamburg.

Eines der größten Projekte bei den Bundesstraßen: Die B 203 im Norden Dithmarschens wird zwischen Büsum und Westerdeichstrich und auf einer Länge von knapp neun Kilometern zwischen Gaushorn und Lüdersbüttel grundhaft saniert. Im Großraum  Büsum müssen die Verkehrsteilnehmer vom 11. September bis Ende Oktobermit einer Vollsperrung rechnen. Auf der B 203 zwischen Gaushorn und Lüdersbüttel starten die Bauarbeiten bereits am12. Juni und sollen Mitte August beendet sein. Auch hier muss die Straße voll gesperrt werden. Die örtliche Umleitung erfolgt auf den benachbarten Landes- und Kreisstraßen.

A23In den Kreisen Pinneberg und Steinburg wird laut Schacht insbesondere der Streckenzug der B 431 zwischen Wedel und Holm, Elmshorn und Glückstadt sowie im Bereich St. Margarethen angepackt. Insgesamt stehen hier knapp 18 Kilometer Bundesstraße zur Erneuerung an. „Alles in allem investieren wir in diesem Jahr in die Bundesstraßen der drei Kreise rund 20 Millionen Euro“, sagt Meyer.

Nachdem bereits Mitte 2016 der dreistreifige Ausbau der B 5 zwischen Itzehoe und Wilster mit einer ersten Brückenbaumaßnahme bei Wilster angelaufen war, folgt der nächste größere Straßenbauabschnitt im Herbst dieses Jahres. „Mit diesen Maßnahmen wird die Anbindung der Westküste verbessert und damit zugleich die Wirtschaftskraft und der Tourismus in der Region gestärkt“, so Meyer.

Auch das Land investiere kräftig in die Westküstenregion. So stehe auf der Prioritätenliste für die Landesstraßen in diesem Jahr in Dithmarschen neben der L 138 Brunsbüttel-Eddelak auch die L 149 mit zwei Abschnitten zwischen Glüsing und Schalkholz sowie zwischen Tellingstedt und Immenstedt.

Im Kreis Pinneberg haben die Straßenbauer vor allem die Fahrbahnerneuerung der L 75 als wichtige West-Ost-Verbindung zwischen Elmshorn und Henstedt-Ulzburg im  Auftragsbuch. Mit der nahezu durchgehenden Erneuerung dieser Strecke wurde bereits 2016 begonnen; sie soll bis 2018 abgeschlossen sein.

Wie Meyer weiter sagte, wende das Land für die Fahrbahnerneuerungen auf den Landesstraßen im Bereich der LBV-SH-Niederlassung Itzehoe insgesamt gut zwölf Millionen Euro auf:  „Mit der Umsetzung dieser Projekte treiben wir nach einer klaren Prioritätenliste die dringend erforderliche Sanierung des Landesstraßennetzes weiter voran.“

Land gibt Belegschaft des LBV-SH Beschäftigungs- und weitreichende Standort-Garantie

Nägele sichert LBV-SH-Belegschaft Zuständigkeit für Bundesstraßennetz und Erhalt der regionalen Struktur zu

Bauarbeiten an den Leitplanken an der A7

Der ab 2021 geplante Start einer Bundesinfrastrukturgesellschaft wird nach den Worten von Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele die regionale Struktur des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) nicht gefährden. „Unser heutiger Landesbetrieb gibt dann zwar die Zuständigkeit für die 538 Autobahn-Kilometer im echten Norden ab, bleibt aber für 1545 Kilometer Bundesstraßen und 3667 Kilometer Landesstraßen ebenso zuständig wie für weit über 4000 Kilometer Kreisstraßen“, sagte Nägele heute in den Neumünsteraner Holstenhallen bei einer Mitarbeiterversammlung des LBV-SH.

Damit begegnete der Staatssekretär Befürchtungen, dass das Land auch die Bundes­straßen in die Obhut des Bundes geben könnte. Zudem versicherte Nägele, dass die regionale Struktur des Landes­betriebs mit seinen rund 1400 Beamten und Angestell­ten ebenso erhalten bleibe wie die bisherigen Standorte, die nicht an den Bund über­gehen. Für gemischte Meistereien bedürfe es „passgenauer Lösungen“. „Mit dieser Regierung wird es auch keine Privatisierung des Landesbetriebs geben“, so Nägele.

Hintergrund der Diskussion ist der im Oktober letzten Jahres gefasste Beschluss zur Neuregelung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen. Darin wurde in einem Spitzengespräch der Länder-Regierungschefs mit der Bundeskanzlerin unter anderem festge­legt, dass die Länder ihre bisherige Zuständigkeit für die Autobahnen abgeben und die Aufgabe einer neu zu gründenden bundeseigenen Infrastrukturgesellschaft übertragen wird.

csm_LBV_SH_Logo_neu_4c6cf263b6Wie Nägele vor rund 450 LBV-SH-Mitarbeitern aus dem Bereich „Straßen- und  Unterhaltungsdienst“ weiter sagte, werde das Land eine Vereinbarung mit der Personalvertretung für sämtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schließen, die auch in Zukunft beim LBV-SH bleiben wollen. Darin werde unter anderem eine Weiterbeschäftigungsgarantie und eine sehr weitreichende Standortgarantie festgeschrieben.

„Auch wenn die Diskussion um die neue Infrastrukturgesellschaft Teile der Belegschaft zweifellos verunsichert, steht für uns als Land außer Frage, dass wir auch über 2021 hinaus einen schlagkräftigen Landesbetrieb brauchen und haben werden“, so Nägele.

Drei Wünsche an den Bund, drei Zutaten aus SH: So könnten Planungen künftig schneller gehen

Meyers Sechs-Punkte-Plan zur Beschleunigung von Planung und Bau großer Infrastrukturvorhaben

Installation der zweiten Brücke über die Stör im Verlauf der A23 bei Itzehoe
Zeitraubende Abstimmungen, starre Planungswege, langwierige Klagever­fahren: Im Vergleich zu anderen EU-Ländern wie etwa Dänemark oder die Niederlande geht der Bau von Infrastrukturvorhaben in Deutschland oft nur im Schneckentempo voran.

Als Mitglied der „Bodewig-II-Kommission“ war Verkehrsminister Reinhard Meyer bereits 2015 und 2016 an der Entwicklung von Vorschlägen zur Planungs­beschleunigung beteiligt – seither hat er mit externen Beratern und Fachleuten seines Ministeriums noch einmal nachgelegt: „Wenn wir beim Bau von Straßen, Brücken, Tunneln, Schienen- und Wasserwegen wirklich vorankommen wollen, dann müssen wir den Mut aufbringen, bewährte Trampelpfade zu verlassen und über die Bodewig-Vorschläge teilweise noch deutlich hinauszugehen“, sagte Meyer heute in Kiel – unter anderem gestützt auf eine Expertise der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG.

China-wichtiger-Wachstumsmotor_ArtikelQuerDer Minister sagte im Gespräch mit Anna Grusnick (Welle Nord) und Andreas Otto (RSH)

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Meyers drei Kernforderungen an den Bund:

  • Die vollständige Abschaffung der seit Jahrzehnten üblichen Praxis, wonach sämtliche Entwurfsplanungen der Länder für Bundesfernstraßenprojekte vom Bund in bis zu zwei Jahre andauernden Prozeduren überprüft werden müssen. (so genannter „Gesehen-Vermerk“)

  • Eine weitere Verschlankung der Instanzenwege. Und zwar über die geltende Regelung hinaus, dass bestimmte Großprojekte – etwa der Neubau der Rader Brücke oder die A 20 – nur direkt beim Bundesverwaltungsgericht beklagt werden können.

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  • Anhebung der seit 1971 unveränderten Quote, wonach der Bund den Ländern lediglich drei Prozent der Planungskosten für ein Projekt erstattet, obwohl der Anteil der Planungskosten bei Bauprojekten längst bis zu 20 Prozent beträgt.

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Darüber hinaus sieht Meyer – vor allem vor dem Hintergrund der geplanten Gründung einer Bundesinfrastrukturgesellschaft – auch die Länder in der Pflicht. Für Schleswig-Holstein plädieren Meyer und seine Fachleute für:

  • den stärkeren Einsatz digitaler Möglichkeiten bei Projektplanungen und damit die Überwindung der oft zeitraubenden unterschiedlichen technischen Schnittstellen auf dem Weg von einem ersten Entwurf zur fertigen Planung. Auf diese Weise können etwa dreidimensionale Bauwerkssimulationen erstellt werden und von vorn herein dabei helfen, Alternativen zu erstellen und Planungslücken zu erkennen.
  • ein Fair-Play-Abkommen mit den Naturschutzverbänden, in dem sich Land und Verbände projektunabhängig auf Regelungen verständigen, um so vor allem Klagen zu einem sehr späten Zeitpunkt im Planungsverfahren zu verhindern.
  • die Gründung eines „Kompetenzzentrums Planung“ beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH). Auf diese Weise soll unter anderem angesichts der zunehmenden Einschaltung von Ingenieurbüros ein einheitliches Projektmanagement gewährleistet werden. „Denn durch die Bundesfernstraßengesellschaft wird sich unser Landesbetrieb verändern und sich in Zukunft vor allem auf Planung und Bau von Bundes- und Landesstraßen sowie absehbar auch größere Kreisstraßen konzentrieren“, so Meyer.

Mit Blick auf seine Forderung, die Praxis des so genannten „Gesehen-Vermerks“ ersatzlos zu streichen, würde der Bund nach den Worten von Meyer vor allem den Gedanken der Bodewig-Kommission konsequent umsetzten, wonach die „Auftragsverwaltung“ der Länder sich hin zu einer „Auftragsverantwortung“ entwickeln müsse. Zwar habe der Bund die Projektsummen für die Notwendigkeit eines solchen Vermerks in den letzten Jahren immer mal wieder angehoben. „Aber nur bei einer vollständigen Abschaffung könnten wir für jedes größere Einzelprojekt bis zu zwei Jahre Zeit sparen“, so der Minister.

RechtIm Hinblick auf die weitere Verkürzung von Instanzenwegen plädiert Meyer für eine grundlegende Reform auf Ebene der Justizminister in Bund und Ländern. So sei einerseits eine massive personelle Aufstockung der Senate beim Bundesverwaltungsgericht erforderlich, um die Verfahren in angemessener Zeit zu bearbeiten. Andererseits müsse eine Regelung getroffen werden, nach der für bestimmten Planungsständen eine Art Rechtsschutz gewährt werde. „Es kann nicht länger sein“, so Meyer, „dass nahezu fertige Planungen für Autobahnabschnitte wie bei der A 20 oder die Vertiefung der Elbe noch einmal vollständig ins Rutschen geraten, weil beispielsweise im Nachhinein von der Europäischen Union Wasserrahmen­richtlinien erlassen werden, mit denen die Länder juristisch völliges Neuland betreten.“

Hauptausschuss der Stadt Lübeck berät über Zukunft des Hafens

Lübecker Hafen stemmt sich gegen Umschlageinbußen – Meyer erneuert Aufruf zum Bündnis

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Jahrelang galt die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) als die Vorzeigegesellschaft der Hansestadt Lübeck. Anders als andere städtische Gesellschaften erwirtschaftete der kommunale Hafenbetreiber Jahr für Jahr satte Gewinne. Diese Zeiten sind vorbei. Die LHG kämpfte mit sinkenden Umschlagzahlen und macht Verluste. Manche Experten warnen gar: Wenn sich nichts ändert, könnte das Kapital Ende 2018 aufgebraucht sein.

«Von einer Pleite kann keine Rede sein. Die LHG befindet sich in einem Prozess der notwendigen Strukturanpassung und wird ihn kontinuierlich den jeweiligen Notwendigkeiten anpassen», sagt der Geschäftsführer der LHG, Sebastian Jürgens. Er gibt aber zu: «Im Jahr 2016 haben wir rund 21 Millionen Tonnen umgeschlagen, etwa fünf Prozent weniger als 2015.»

Meyer_TouriWirtschaftsminister Reinhard Meyer, der im vergangenen Jahr bereits ein Gutachten in Auftrag gegeben hatte, um mögliche Synergien mit dem überaus erfolgreichen Kieler Seehafen auszuloten, erneuerte sein Gesprächsangebot. „Wenn Lübeck es wünscht, dann schmieden wir gemeinsam ein Hafenbündnis für die Hansestadt.“

Er sagte im Gespräch mit Sat 1 weiter
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Damit setzt sich ein Trend fort, der 2009 begonnen hat. Als Folge der Wirtschaftskrise brach der Umschlag im gesamten Lübecker Hafen um 16,4 Prozent ein – von rund 31,5 Millionen Tonnen 2008 auf knapp 26,4 Millionen Tonnen 2009. In den folgenden Jahren pendelten sich die Zahlen auf diesem niedrigeren Niveau ein, um 2015 erneut um 4,4 Prozent einzubrechen. Neben dem öffentlichen Hafenbetreiber LHG gibt es noch vier private Betreiber, die größte davon ist die Lehmann GmbH.

Zur Stunde beschäftigt sich der Hauptausschuss der Hansestadt Lübeck in nicht-öffentlicher Sitzung ausführlich mit den Problemen des Hafens und möglichen Lösungen beschäftigen. Dazu könnte ein Verzicht der Stadt auf Pachtzahlungen der LHG gehören. Auch ein Gesundschrumpfen durch Aufgabe eines Terminals steht zur Diskussion.

Der rückläufige Umschlag schlägt sich auch in der Bilanz der Hafen-Gesellschaft nieder, die zu 62,5 Prozent der Hansestadt Lübeck und zu 37,5 Prozent eine Tochter der Deutschen Bank gehört. 2014 betrug das Defizit 1,3 Millionen Euro, 2015 waren es schon 3,6 Millionen Euro. Berichte, wonach das Minus 2016 bereits bei sechs Millionen Euro liegen soll, wollte Jürgens nicht kommentieren. «Der Abschluss 2016 ist noch nicht veröffentlicht», ließ er schriftlich mitteilen. Auch Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hält sich bedeckt. Das sei Sache der Geschäftsführung, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

In der Wirtschaftskrise von 2009 sehen die Verantwortlichen einen der Gründe für die Probleme. Außerdem hat die LHG in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt drei Großkunden und damit jede Menge Papierumschlag an die Häfen Rostock und Kiel verloren. Die Vermutung, häufige Streiks der Hafenarbeiter könnten die Kunden vertrieben haben, weist Jürgens jedoch entschieden zurück. «In den vergangenen drei Jahren hat es nur einen Streiktag an allen unseren Terminals gegeben», sagt er.

Um den Hafen wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen, drängen LHG und Politik auf den raschen Abschluss eines Sanierungstarifvertrages für die knapp 500 Beschäftigten. Diese Eile ärgert Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Berith Jordan. «Es laufen gute Gespräche zwischen Arbeitgeber, Gewerkschaft und Betriebsrat, aber mehr noch nicht», sagt sie.

Eines der größten Hochbahn-Projekte der letzten Jahre: Barrierefreie Halte auf der Linie U 1

Land und Hamburger Hochbahn investieren Millionen in barrierefreie U1-Haltestellen in Stormarn

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Meyer und Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz (links) sowie Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach durchschneiden vor der neuen Lift-Anlage das Band

Großer Bahnhof auf der U1 in den Walddörfern: Gemeinsam mit Verkehrsminister Reinhard Meyer, Landrat Dr. Henning Görtz, Bürgermeister der Stadt Ahrensburg Michael Sarach sowie Jens Heinrich und Janhinnerk Voß, Bürgervorsteher und Bürgermeister der Gemeinde Großhansdorf, konnte Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) heute das Großprojekt „U1 Walddörfer“ erfolgreich abschließen.

Symbolischer Schlusspunkt eines der größten HOCHBAHN-Projekte der letzten Jahrzehnte war die offizielle Inbetriebnahme der Aufzüge auf gleich drei
U1-Haltestellen: Ahrensburg Ost, Ahrensburg West und Schmalenbeck. Ab sofort bieten alle diese Haltestellen auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Fährgästen mit Handicap einen einfachen und bequemen Zugang zur U-Bahn.

Verkehrsminister Reinhard Meyer: dankte der Hochbahn für die konsequente Umsetzung barrierefreier Haltepunkte „Die U1 ist mit 55 Kilometern die längste U-Bahn Deutschlands, darum ist es überaus erfreulich, dass sie eine Vorreiterrolle für das Thema Barriefrefreiheit übernimmt“, sagte Meyer. Er erinnerte auch an die große verkehrliche Bedeutung für Schleswig-Holstein: „Gut 40.000 Menschen pendeln täglich zwischen dem Kreis Stormarn und der Hansestadt Hamburg – dabei ist die U1 eine der wichtigsten Linien, die wir jährlich gern mit zwei Millionen Euro unterstützen.“

Reinhard_MeyerMeyer sagte weiter

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Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der HOCHBAHN: „Der barrierefreie Ausbau von insgesamt sechs Haltestellen auf dem nordöstlichen Ast der U1, die Erneuerung und Instandsetzung von sieben Brücken sowie umfangreiche Gleisbauarbeiten in weniger als einem Jahr waren ein echter Kraftakt. Der termingerechte Abschluss innerhalb des geplanten Kostenrahmens war ein echtes Teamergebnis aller Beteiligten, auf das wir stolz sind.“

Anfang April 2016 startete das Großprojekt. Um die Haltestellen barrierefrei zu gestalten, wurden neben Aufzügen auch taktile Leitsysteme für sehbehinderte Menschen eingebaut und die Bahnsteige erhöht. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und den Anforderungen des Denkmalschutzes (alle drei Haltestellen sind als „Einfaches Kulturdenkmal“ klassifiziert“) mussten und konnten für alle Haltestelle spezifische Lösungen gefunden werden.

Ahrensburg West: Einbau eines Aufzugs am Haltestellengebäude. Die Zuwegung erforderte hier eine Verlängerung des Bahnsteiges und eine Verschwenkung der Gleise. Im Zuge der Bauarbeiten wurde zudem ein neuer Fahrgastunterstand im erhöhten Bahnsteigbereich errichtet, der Fahrgäste künftig noch besser vor Wind und Wetter schützt. Die Investitionssume betrug zwei Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Stadt Ahrensburg. Die Haltestelle wird täglich von rund 3 000 Fahrgästen genutzt.

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Ahrensburg Ost: Anbau eines Aufzuges mit eigenem Aufzugturm und Verbindungs-bauwerk zum Bahnsteig. Das Haltestellengebäude erhielt im Zuge der Bauarbeiten eine Auffrischung und wurde mit elektrischen Türen ausgestattet, der Vorplatz wurde gleichzeitig neu gestaltet. Die Investitionssume betrug 1,4 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Stadt Ahrensburg. Pro Tag nutzen rund 1 500 Fahrgäste die Haltestelle.

 Schmalenbeck: Neubau von zwei Aufzügen und einer Verbindungsbrücke zwischen Haltestellengebäude und Bahnsteig. Auch hier wurde im Zuge der Bauarbeiten ein neuer Fahrgastunterstand im erhöhten Bahnsteigbereich errichtet. Das Haltestellengebäude erhielt ebenfalls elektrische Türen. Die Investitionssume betrug 2,4 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Gemeinde Großhansdorf. Knapp 1 700 Fahrgäste nutzen die Haltestelle täglich.

Dr. Henning Görtz: Barrierefreie Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb ist dies ein wichtiges Projekt für den Kreis Stormarn.

 Michael Sarach: In Ahrensburg steht das Thema Barrierefreiheit seit Jahren auf der Agenda. Dass jetzt auch die U1, eine wichtige Lebensader der Stadt, barrierefrei zugänglich ist, unterstützt uns dabei enorm.

 Janhinnerk Voß: Der barrierefreie Zugang zur Haltestelle Schmalenbeck macht das Leben für viele Menschen leichter – für mobilitätseingeschränkte Menschen ebenso wie für Senioren und Familien mit Kindern. Das ist gut.“

Land steckt 11,5 Millionen Euro in das Straßennetz im Kreis Herzogtum-Lauenburg

Meyer stellt Lauenburger Straßenbauprojekte 2017 vor und erläutert Schrittfolge  geplanter Ortsumgehungen

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Meyer (rechts) mit den beiden Straßenbau-Experten aus Lübeck: Bitta Lüth und Jens Sommerburg

Weiterer kräftiger Investitionsschub in das Landes- und Bundesstraßennetz im Lauenburgischen: Von den für dieses Jahr geplanten rund 68 Millionen Euro Investitionsmitteln für den Straßen- und Brückenbau der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) werden allein rund 11,5 Millionen Euro auf dem Gebiet des Kreises Herzogtum-Lauenburg verbaut. Das sagte LBV-SH Niederlassungsleiter Jens Sommerburg heute anlässlich eines Besuchs von Verkehrsminister Reinhard Meyer in der Straßenmeisterei Breitenfelde vor Journalisten.

Größte Brocken bei den parallel laufenden Fernstraßenprojekten sind insbesondere die Sanierung der B 207 zwischen Breitenfelde und Mölln-Nord sowie die L 200 zwischen Wentorf a.S. und Koberg mit zusammen rund 8,2 Millionen Euro Baukosten. Mit dem Bau der B 207 soll voraussichtlich Ende Mai begonnen werden, die im vergangenen Herbst begonnene Sanierung der L 200 wird fortgesetzt und voraussichtlich im November 2017 abgeschlossen sein. Dieses Projekt wird in Einzelabschnitten ausgeführt, um in den Sommerferien die L 220 zwischen Koberg und Nusse sanieren zu können. Mit Fertigstellung der L 200 ist dann mit der in 2015 durchgeführten Erneuerung der gesamte Streckenzug von der L 92 bis Lauenburg wieder in einen guten Zustand versetzt.

Meyer_AutoMeyer sagte zu den Einzelprojekten

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Für Wentorf bei Hamburg stellt nach den Worten von Meyer zudem die geplante Erneuerung der L 222 in Wentorf ein wichtiges Bauprojekt dar, da im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme der Gemeinde Wentorf mit dem Land unter Federführung der Gemeinde nicht nur die Fahrbahn saniert wird, sondern auch die dringend erforderliche Erneuerung und Ergänzung der Entwässerungsleitungen in Angriff genommen werden kann. Die Gesamtkosten des Projektes betragen rund 1,7 Millionen Euro, von denen das Land einen Anteil in Höhe von rund 565.000 Euro trägt.

Auch der Energiewende und der Förderung der Elektromobilität wird im Rahmen der Stellplatzerneuerung auf der Tank- und Rastanlage Gudow Nord an der A 24 Rechnung getragen. Im Zusammenhang mit den dort stattfindenden Straßenbauarbeiten an den Parkplätzen werden vier Pkw-Stellplätze mit zwei Schnellladesäulen zum Aufladen der Fahrzeugakkus umgestaltet. Dieses Projekt ist eine Gemeinschaftsmaßnahme zwischen der Tank- und Rast AG und dem Bund.

Meyer: „Mit diesen und weiteren Bauvorhaben können wir die dringend nötige Sanierung unseres Straßennetzes weiter vorantreiben und damit Pendlern, dem Logistikgewerbe und anderen Wirtschaftszweigen für die Zukunft ein solides Netz zur Verfügung stellen.“

Meyer und Sommerburg erinnerten daran, dass sämtliche Bauvorhaben eng mit allen Beteiligten abgestimmt werden, um die verkehrlichen Beeinträchtigungen für die Anlieger wie Verkehrsteilnehmer während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten. Beide baten die Anwohner und Verkehrsteilnehmer sowie das Speditionsgewerbe um Verständnis und Geduld: „Wir brauchen eine intakte Infrastruktur und werden sie herstellen, aber dafür sind zeitweise Beeinträchtigungen leider unvermeidlich“, so Meyer.

Rückschlag für Windkraft-Standort Husum: Senvion stellt die Produktion ein

Senvion stellt Produktion in Husum ein – Meyer fordert Sozialplan sowie Beschäftigungsgesellschaft  

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Ein Bild aus besseren Tagen: Der Senvion-Stand auf der „Husum-Wind“-Messe

Der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion will in diesem Jahr in Deutschland rund 730 Arbeitsplätze streichen. Die Konzernholding begründete die Einschnitte heute mit einem stärker werdenden Wettbewerbs- und Preisdruck. Deshalb sollen Teile der Produktion verlagert und Standorte in Deutschland geschlossen werden, wie die Luxemburger Senvion S.A. mitteilte. Der Vorstand will durch die Umstrukturierung jährlich rund 40 Millionen Euro einsparen.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bedauerte die Entscheidung, die  das Land weder mit Zuschüssen noch mit Finanzierungsangeboten hätte umkehren können. Als globaler Finanzinvestor wolle die Senvion S.A. die Braut hübsch machen und mit guten Zahlen verkaufen.  Meyer forderte das Unternehmen auf, unverzüglich Maßnahmen für die Belegschaft zu ergreifen  – vom Sozialplan bis zur Qualifizierungsgesellschaft.

Reinhard_MeyerMeyer sagte dazu weiter

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Nach den Worten von Meyer stehe das Land mit seinen Förderinstrumenten bereit, um Anschluss-Lösungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Mit Blick auf den Industriezweig Windkraft  erinnerte Meyer zudem an die Bedeutung von Innovationsführerschaft in dem Markt. Die Hersteller müssten sich für die nächste Phase der Energiewende rüsten und  nicht nur Hardware liefern, sondern Anbieter von Systemdienstleistungen inklusive der Power-to-X-Technologie werden.

Nach Angaben von Senvion sollen im Ausland 50 Stellen wegfallen. Da aber auch rund 120 Stellen aufgebaut werden, fallen unter dem Strich rund 660 Vollzeit-Stellen weg, wie Vorstandschef Jürgen Geißinger der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg erläuterte.

Dicht gemacht werden neben Husum auch die Betriebsstätte in Trampe (Brandenburg) sowie der Standort der PowerBlades GmbH in Bremerhaven. In Husum seien 100 Mitarbeiter direkt betroffen. Rund 120 Beschäftigten aus dem Service soll angeboten werden, an den Service-Standort Schleswig mit bisher nur zehn 10 Beschäftigten zu wechseln.

Von den 253 betroffenen Mitarbeitern in der Bremerhavener Rotorblätter-Fertigung will Senvion Angestellte in die Gondel-Produktion (220 Beschäftigte) übernehmen. Mit den Arbeitnehmervertretern sollen zeitnah Gespräche für einen Sozialplan aufgenommen werden. Das größte Senvion-Werk für Rotorblätter steht in Portugal, es hat rund 500 Mitarbeiter.

Messe Husum Wind 2015
Windkraftanlagen-Produktion bei Senvion in Husum

«Der Stellenabbau ist leider unvermeidlich, um das Unternehmen als Ganzes mit seinen dann rund 4100 Arbeitsplätzen zukunftsfähig zu erhalten», sagte Geißinger. Senvion habe in den vergangenen beiden Jahren bereits Abläufe verbessert, Investitionen getätigt und neue Produkte entwickelt. Aber allein der für Senvion bislang starke deutsche Markt habe sich von mehr als 5,0 Gigawatt 2015 installierter Leistung auf 2,8 Gigawatt fast halbiert. «Die Preise haben sich in den vergangenen Jahren um rund 40 Prozent reduziert», sagte Geißinger.

Er will vor allem in Übersee – Südamerika, Australien, Indien sowie den USA – mit Anlagen für den Niedrigwindbereich expandieren. «Ich bin überzeugt, dass wir mit deutscher Technologie die Energiewende auch global zum Erfolg führen», sagte Geißinger. Der mit der Produktentwicklung beschäftigte Standort Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist den Angaben zufolge kaum vom Stellenabbau betroffen, seinen Verwaltungssitz hat das Unternehmen in Hamburg.

In Deutschland habe Senvion einen Marktanteil von 8 Prozent, berichtete Geißinger. Weltweit rangiere das Unternehmen an vierter Stelle im Windenergie-Anlagenmarkt. Die Festaufträge für 2016 lagen bei 1,3 Milliarden Euro. Einschließlich der noch nicht endgültig festgezurrten Abschlüsse betrugen sie 1,765 Milliarden Euro.

Senvion gibt seine Jahreszahlen für 2016 am Donnerstag bekannt.

Das Straßenbauprogramm 2017 im Raum Lübeck-Lauenburg 

Meyer und LBV-SH-Leiter Sommerburg geben Ausblick auf Straßenbaustellen 2017 im Breich Lauenburg.

Meyer (rechts) und Sommerburg bei der Baustellen-Erläuterung im vergangenen Jahr
Von der Deckenreparatur bis zur grundhaften Sanierung: Im Raum Lübeck-Lauenburg stehen in 2017 mit Beginn des Frühjahrs erneut mehrere Dutzend größere und kleinere Straßensanierungen für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag auf dem Plan.

Über die Einzelheiten informiert heute ab 9.30 Uhr in der Straßenmeisterei Breitenfelde (Winkelöhren 3) Verkehrsminister Reinhard Meyer zusammen mit dem zuständigen Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), Jens Sommerburg.

Von Eckernförde bis in die Lübecker Bucht: Land saniert B 76 für 20 Millionen Euro

Ab April saniert das Land mit Hochdruck die B 76: Vollsperrung bei Raisdorf in den Sommerferien

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Sanierung der B 76 im vergangenen Jahr bei Raisdorf: Ab April geht es weiter Richtung Preetz – diesmal allerdings mit größeren Einschränkungen

Hochdruck bei der Sanierung der B 76 zwischen Kosel bei Eckernförde und Eutin (Kreis Ostholstein). Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer heute in Kiel erläuterte, wird die Bundesstraße ab diesem Frühjahr bis ins kommende Jahr hinein im Rahmen von elf Einzelprojekten grundlegend saniert. Die vom Bund getragenen Gesamtkosten der Sanierung – in denen auch Brückenneubauten und -reparaturen enthalten sind – belaufen sich auf rund 19,2 Millionen Euro.

ZeigebildIm Gespräch mit Journalisten sagte Meyer (hier im Bild mit Matthias Paraknewitz)

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„Unser Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr hat die einzelnen Vorhaben sorgfältig aufeinander abgestimmt, so dass wir die Belastungen für Anwohner, Verkehrsteilnehmer und die Gewerbebetriebe in den jeweiligen Regionen so gering wie möglich halten“, sagte Meyer. Dennoch werde es teilweise zu Vollsperrungen und anderen Einschränkungen des Verkehrs sowie zu teils weiträumige Umleitungen kommen: „Wir werden die größten Vorhaben in die Sommerferien legen, trotzdem verlangen wir den Autofahrerinnen und Autofahrern einmal mehr eine große Portion Geduld ab“, sagte Meyer. Die Sanierung sei aber unumgänglich, um auch künftig eine leistungsfähige Magistrale von Flensburg bis in die Lübecker Bucht zu haben.

Bei der größten Einzelmaßnahme handelt es sich nach den Worten des zuständigen Niederlassungsleiters beim LBV-SH, Matthias Paraknewitz, um die im April beginnende Sanierung im Teilabschnitt von der Anschlussstelle B 76 / B 202 bei Raisdorf bis zum Knotenpunkt „Reuterkoppel“. Auf einer Länge von 1,8 Kilometern muss die Bundesstraße hier für rund sieben Millionen Euro grundlegend erneuert werden. „Erschwert wird der Bau dabei durch eine Verengung von einer vierspurigen Trasse auf eine zweispurige Strecke in einem Abschnitt von rund 800 Metern. Das bedeutet, dass der Verkehr während der Bauarbeiten in diesem Bereich nicht mehr möglich ist“, so Paraknewitz. Daher sei eine Vollsperrung in den Sommerferien unumgänglich. Grund sei die zu geringe Fahrbahnbreite hinter der Anschlussstelle. Meyer: „Verkehrssicherheit und der Arbeitsschutz für die Mitarbeiter der Baufirmen erlauben in diesem Bereich keinen Verkehr – und Sicherheit geht vor.“

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Hier die grafische Gesamtübersicht und die „Steckbriefe“ der einzelnen Baumaßnahmen:

Gesamtkarte Baumaßnahmen B 76: hier klicken

Einzelmaßnahme Kiel-Reuterkoppel: hier klicken

Einzelmaßnahme  Kosel-Eckernförde: hier klicken
Einzelmaßnahme Reuterkoppel-Weinbergsiedlung: hier klicken
Einzelmaßnahme Levensau-Holsteinknoten: hier klicken
Einzelmaßnahme Eutin-Mittelburg: hier klicken
Einzelmaßnahme Ersatz Rosenheimbrücke Raisdorf: hier klicken
Einzelmaßnahme B76 bis Abfahrt B 202 Raisdorf: hier klicken
Einzelmaßnahme Robinsonbrücke bei Altenhof: hier klicken
Einzelmaßnahme Stadtseebrücke Plön: hier klicken
Einzelmaßnahme Blickstedt: hier klicken
Einzelmaßnahme B 76 Lernweg: hier klicken

Während der Vollsperrung werde der Verkehr über eine ausgeschilderte Umleitung über das „Rastorfer Kreuz“ geführt. Bereits in Höhe des Gewerbegebiets Wakendorf werden die Fahrzeuge dann auf die Landesstraße 211 zum „Rastorfer Kreuz“ abgeleitet und von dort über die B 202 nach Raisdorf geführt (siehe Grafik). Dort kann der Verkehr auf die B 76 in Richtung Kiel eingefädelt werden. Paraknewitz: „Der Verkehrsfluss auf der Umleitungsstrecke wird über Ampeln geregelt“. Mit der vollständigen Fertigstellung des Abschnitts rechnet der LBV-SH im Sommer 2018.

Umleitung1Wie Paraknewitz weiter erläuterte, muss die Fahrbahn in allen Schichten bis in die Tiefe erneuert werden – auch die Entwässerungskanäle werden repariert.  Gleich­­zeitig werde die Fahrbahndecke zwischen der „Reuterkoppel“ bis zur Ortsumgehend Preetz saniert. Das Gewerbegebiet „Ostseepark“ in Schwentinental  bleibt aber aus den Richtungen Kiel und Preetz mit den üblichen Abfahrten erreichbar. Während der Bauarbeiten werde zudem stets gewährleistet, dass Rettungsdienste im Notfall durch die Baustelle fahren können. Mit den betroffenen Anliegern werden für die Bauzeit individuelle Regelungen zur Erreichbarkeit ihrer Grundstücke getroffen.

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Nach den Worten von Meyer, habe es den Landesbetrieb erhebliche Anstrengungen gekostet, beide Baustellen so zu planen, dass sie gleichzeitig abgewickelt werden können und den Autofahrern auf diese Weise nur eine einmalige Vollsperrung zu­gemutet werden müsse. „Dafür gilt allen Planern mein großer Dank“, so Meyer.

Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die so genannte „Rosenheim“-Brücke eine Geh und Radwegunterführung bei Raisdorf abgerissen und vollständig erneuert. „Eine Verschiebung dieser Baumaßnahme ist wegen des schlechten Zustands der alten Betonbrücke infolge der enormem Belastung nicht mehr möglich“, so Meyer.

Eine weitere Brückensanierung, die 2016 aufgrund der Landesgartenschau nicht in Angriff genommen wurde, bezeichnete Meyer als ebenfalls unaufschiebbar: Die  „Stadtsee“-Brücke in Plön weise erhebliche Risse und Ausbrüche auf. Der Asphalt­belag sowie Schutzeinrichtungen und der Stahlübergang müssen für knapp eine Million Euro grundlegend erneuert werden. Die Arbeiten werden absehbar von Ende April bis Ende September in zwei Abschnitten erfolgen. Dafür wird dafür eine halbseitig Straßensperrung nötig. Die Verkehrsregelung erfolgt über eine Ampel.

Nach den Worten von Meyer und Paraknewitz ist die B 76 auch zwischen Eutin und der A 1 durchweg sanierungsbedürftig. Mit der Ortsumgehung Eutin wurde 2015 bereits ein erster Abschnitt saniert, 2016 wurden die Arbeiten – ebenfalls wegen der Landesgartenschau –  ausgesetzt. Die besonders kritische Teilstrecke bei Middelburg erhält zwischen Juni und August auf knapp fünf Kilometern Länge eine neue Fahrbahndecke für 2,8 Millionen Euro. Meyer: „In den kommenden Jahren werden wir die Sanierung Stück für Stück an die A1 fortsetzen, damit Anwohner, Pendler, Urlaubsgäste und das Transportgewerbe wieder uneingeschränkt von der Flensburger Förde bis in die Lübecker Bucht freie Fahrt haben.“

B 76 wird ab April weitersaniert – Elf Einzelprojekte, 20 Millionen Euro Investition

Kosel bis Eutin: Land saniert B 76 in 11 Einzelprojekten – Meyer stellt Bauplan heute der Presse vor

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Meyer (links) und LBV-SH-Niederlassungsleiter Matthias Paraknewitz stellen die Gesamtsanierung der B 76 heute den Medien vor

in den kommenden anderthalb Jahren setzt das Land die Sanierung der Bundesstraße 76 auf verschiedenen Abschnitten zwischen  Eckernförde über Kiel und Preetz bis nach Eutin fort. Die einzelnen Bauprojekte sind eng aufeinander abgestimmt, werden aber erneut zu Einschränkungen des Verkehrs führen.

Gemeinsam mit dem zuständigen Niederlassungsleiter beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Matthias Paraknewitz, wird Verkehrsminister Reinhard Meyer heute das Gesamtprojekt vorstellen.

Journalisten sind zu dem Pressegespräch am heutigen Freitag, 9.30 Uhr, im Wirtschaftsministerium (Düsternbrooker Weg 94, Kiel) herzlich eingeladen.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie