Rückenwind für Fachkräfte von morgen: Rohlfs übergibt 1,6 Millionen Euro an Azubi-Betreuer

Die Landesregierung investiert weiter massiv in das System der dualen Berufsausbildung: Für insgesamt neun Träger von regionalen Ausbildungsbetreuern zwischen Niebüll und Geesthacht überreichte Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Eckernförde Förderbescheide über insgesamt 1,63 Millionen Euro. „Die Regionale Ausbildungsbetreuung ist eine wichtige Säule der Wirtschaft, auf die wir unter anderem unsere Fachkräftesicherung stützen“, sagte Rohlfs. „Wir wollen junge Menschen auf die Weise in Krisensituationen während ihrer Ausbildung unterstützen und ihnen damit einen erfolgreichen Abschluss ermöglichen“.

Mit den 1,63 Millionen Euro wird die bestehende Projektarbeit der Trägergesellschaften in diesem und im kommenden Jahr fortgesetzt. Im Rahmen des „Landesprogramms Arbeit“ erfolgt eine 52-prozentige Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), die andere knappe Hälfte stammt aus Landesmitteln.

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Staatssekretär Rohlfs (Mitte) mit Ausbildungsbetreuer Michael Lehmann von UTS (rechts) und UTS-Geschäftsführer Lutz Oetker (links) sowie dem Ex-Azubi Karrar Abdulmohsin aus dem Irak, der im Eckernförder Autohaus Nord-Ostsee-Automobile ausgebildet wurde

Wie Rohlfs bei der Feierstunde im Eckernförder Autohaus „Nord-Ostsee Automobile-Center“ weiter erläuterte, bieten bei den Projekten erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neun Beratungsregionen des Landes neutrale und kostenlose Hilfe an, wenn es in einem Ausbildungsverhältnis knirscht oder es zu einer Vertragslösung gekommen ist. „Diese Betreuerinnen und Betreuer sind also eine wichtige Säule im Beratungssystem,“ so der Staatssekretär. Jede vorzeitige Vertragslösung stelle auch eine persönliche Krise für junge Menschen dar, die schnelle Hilfe erfordere. Zudem gelte es, wirtschaftlichen Schaden für die Ausbildungsbetriebe möglichst zu verhindern.

Für ein landesweit flächendeckendes Netz von Beratungsstellen sind die Regionalen Ausbildungsbetreuerinnen und –betreuer bei unterschiedlichen Institutionen angesiedelt. Als Beispiele nannte Rohlfs Kreishandwerkerschaften, Kommunen und Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung. Das Beratungsangebot steht allen Jugendlichen, aber auch den Betrieben offen.

Im Einzelnen erhielten heute folgende Träger-Einrichtungen Zuwendungen:

  • Stormarn/Lauenburg: „Perspektive Bildung“ – Bildungsträger des Ausbildungsverbundes Stormarn in Geesthacht – 114.440 Euro (Geschäftsführer Henrik Meyer, Betreuerinnnen: Andrea Cornels-Jensen, Sibylle Hampel).
  • Lübeck: „Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein“ – 116.360 Euro (Geschäftsführer Matthias Dütschke und Jörg Kuntzmann, Betreuer Markus Weiß).
  • Kiel: Landeshauptstadt Kiel – 160.640 Euro (Jugendamtsleiterin Marion Muerköster, Betreuer: Rabea Krause, Dirk Heines, Stefanie Marcus).
  • Rendsburg-Eckernförde: „UTS e.V.“ (Umwelt, Technik, Soziales) in Rendsburg –  166.080 Euro (Geschäftsführer Lutz Oetker, Betreuer: Michael Lehmann).
  • Nordfriesland/Dithmarschen: Kreishandwerkerschaften in Heide, Niebüll und Husum – 329.455 Euro (Geschäftsführer Stephan Tack, Betreuer: Olaf Stemme, Olaf Behrmann, Benjamin Thöming).
  • Schleswig-Flensburg: Kreishandwerkerschaft in Schleswig – 166.265 Euro (Geschäftsführer Randolf Haese, Betreuer André Wolck).
  • Pinneberg/Steinburg: Bildungsträger „BiBeKu“ (Bildung, Beruf, Kultur) – 105.300 Euro (Geschäftsführer Markus Wack, Betreuer: Anja Voß, Thomas Joeckel).
  • Neumünster/Bad Segeberg: „isfa ggmbh“ (interkulturelle schule fortbildung und ausbildung) – 330.726 Euro (Geschäftsführer Jochen Lamp, Betreuer:  Molly Holst, Yvonne Weber, Matthias Koodts).
  • Ostholstein/Plön: JoB GmbH (Jugend in offener beruflicher Bildung) in Oldenburg und Lütjenburg – 138.620 Euro (Geschäftsführer Hans-Rudolf Osbahr, Betreuer: Antje Fehrmann, Kirsten Martens).

Nähere Informationen unter www.ausbildungsbetreuung.de.

Minister und Landräte im Schulterschluss: Energie-Schätze der Westküste heben

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Wollen die Westküsten-Inititiative der Landesregierung schlanker und effizienter machen (v.l.): Landräte Stefan Mohrdieck (Dithmarschen), Oliver Stolz (Pinneberg), Minister Buchholz, Dieter Harssen (Nordfriesland) und Torsten Wendt (Steinburg)

Bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz haben sich die Landräte der vier Westküsten-Kreise Pinneberg, Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland heute auf schlankere Prozesse im Rahmen der 2013 gegründeten Westküsten-Initiative des Landes verständigt. „Es geht uns darum, dass wir ohne zu große Gremien gemeinsam alle Chancen nutzen, die sich im Westküsten-Wirtschafts­raum vom Hamburger Rand bis an die dänische Grenze ergeben – vor allem im Bereich Energie“, sagte Buchholz in dem zweistündigen Gespräch mit Dieter Harssen (Nordfriesland), Stefan Mohrdieck (Dithmarschen), Torsten Wendt (Steinburg) und Oliver Stolz (Pinneberg).

Nach dem Treffen zog Buchholz folgendes Fazit (Audio starten – „im Browser anhören“)

Wie der Minister weiter sagte, seien sich alle einig, dass die Westküste die zentrale Energie-Region des Landes sei und es künftig noch stärker darum gehen müsse, den an der Küste reichlich geernteten „grünen Strom“ besser zu vermarkten. Das Ideenspektrum reiche dabei von einer Batteriezellen-Forschungsfabrik über die Einrichtung von so genannten Real-Laboren oder die Entwicklung von wasserstoffgetriebenen und zugleich autonom fahrenden Bussen oder Zügen. Die Westküsten-Kreise würden in Kürze ihre Marketing-Aktivitäten starten.

Buchholz sagte den Landräten eine enge Verzahnung mit den Landesaktivitäten zum Standortmarketing und zur Ansiedlungsstrategie zu: „Und alles das setzt natürlich auch die entsprechende intakte Infrastruktur voraus – von der A 23 bis zur Westküsten-Achse B 5 über die wir mit der Region im ständigen Austausch sind.“
Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten, den Gesprächsaustausch, an dem auch die zuständigen Abteilungsleiter und Abteilungsleiterinnen des Wirtschaftsministeriums teilgenommen haben, im halbjährlichen Rhythmus fortzusetzen.

Im echten Norden sorgten 2018 über 130 neue Betriebe für knapp 2000 neue Arbeitsplätze

Die Zahl der neu angesiedelten Unternehmen in Schleswig-Holstein geht leicht zurück, dafür entstehen mehr Arbeitsplätze. Und noch eine Veränderung gibt es: Unter den zugezogenen Firmen aus dem Ausland ist China nicht mehr Spitzenreiter.

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Präsentierten heute die Ansiedlungsbilanz 2018: WT.SH-Chef Bösche, Minister Buchholz und Detlev Hinselmann von der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS)

Insgesamt 132 neue Unternehmen haben sich mit Hilfe der Wirtschaftsförderung im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein angesiedelt und schaffen so voraussichtlich mehr als 1900 zusätzliche Arbeitsplätze. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) nannte das bei der Vorstellung der Ansiedlungsbilanz heute in Kiel ein «solides Ergebnis». Es gebe aber noch einen «Entwicklungsspielraum nach oben». 2017 hatten sich mit 153 Unternehmen noch mehr Firmen im Land neu angesiedelt, die zusammen allerdings weniger Arbeitsplätze geschaffen hatten – nämlich rund 1700.

Die meisten Arbeitsplätze entstehen demnach im Tourismus, in der Logistik und in der digitalen Wirtschaft. So schafft etwa die Ansiedlung von zehn neuen Hotels mehr als 400 Arbeitsplätze. Im Logistikbereich sollen rund 370 neue Jobs entstehen und in der digitalen Wirtschaft 220. Es sei nicht zu verhehlen, dass die Zahl der ins Land geholten Unternehmen und die damit einhergehenden Arbeitsplätze schon einmal höher gewesen sei, betonte Buchholz. 2011 waren beispielsweise noch mehr als 3200 neue Stellen geschaffen worden. Es gebe mehrere Faktoren, die man im Blick haben müsse, erklärte der Minister. So müsse etwa die Infrastruktur – zum Beispiel das Glasfasernetz – gut ausgebaut sein, um für Firmen attraktiv zu sein. Außerdem müssten in gefragten Regionen genug Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt werden.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Bernd Bösche, resümierte: «Es gibt viel Licht, aber es gibt natürlich auch Schatten.» Für die Zukunft wünscht er sich etwa mehr Standort-Marketing. Ins laufende Jahr blicke er aber zuversichtlich: Man habe derzeit «mehrere größere Unternehmen in der Pipeline».

Geringfügig zurückgegangen ist die Zahl der Ansiedlungen aus dem Ausland. Insgesamt 15 ausländische Unternehmen kamen 2018 nach Schleswig-Holstein, im Jahr zuvor waren es 17 gewesen. Nachdem jahrelang China die Liste der zugezogenen Firmen angeführt hatte, nahm dieses Mal Dänemark mit sechs Unternehmen die Spitzenposition ein.

«Das zeigt auch, dass Schleswig-Holstein als Brückenkopfland nach Skandinavien eine wichtige Rolle spielt», sagte Buchholz. Bislang «keinerlei spürbare Auswirkungen» habe es durch den anstehenden Brexit gegeben. Bei der Ansiedlungsbilanz handelt es sich um keine vollständige Statistik. Es werden lediglich die Unternehmen gelistet, die mit Hilfe der Wirtschaftsförderung ins Land geholt wurden. Die Bilanz erfasst auch nicht, wie viele Unternehmen abgewandert sind.

Nun auch feierlich in Papierform: Belttunnel-Planer nehmen Baugenehmigung entgegen

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Feierliche Übergabe im Kieler Yachtclub: APV-Chefin Gesa Völkl überreicht den 1300-Seiten-Beschluss dem dänischen Verkehrs-Staatssekretär Sören Wille. Links: SH-Staatssekretär Thilo Rohlfs, rechts: LBV.SH-Direktor Torsten Conradt

Der Vorstand der dänischen Planungsgesellschaft Femern A/S und der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) haben heute in Kiel den zum Jahreswechsel bereits elektronisch übermittelten Planfeststellungsbeschluss für den Ostseetunnel zwischen Deutschland und Dänemark entgegengenommen. Das sei ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung des Fehmarnbelt-Tunnels und zeige, wie wichtig das Projekt in Schleswig-Holstein genommen werde, sagte der Vorstandsvorsitzende von Femern A/S, Claus F. Baunkjær. Das zuständige Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) hatte den unterschriftsreifen Vertrag Ende letzten Jahres vorgelegt und am 31. Januar auch formell erlassen. Heute überreichte die Chefin des APV, Gesa Völkl, den Beschluss auch noch einmal symbolisch in Papierform an die beiden Vorhabenträger.

Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des APV für den „erheblichen Kraftakt“, der zu dem 1.300 Seiten starken Beschluss geführt habe. „Ein wichtiger Meilenstein für das Projekt – jetzt gilt es, sich auf das absehbare Klageverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gut vorzubereiten“, sagte Rohlfs. An dem Treffen nahm neben dem Geschäftsführer von Femern A/S, Claus F. Baunkjaer und Projektdorektor Claus H. Dynesen (großes Bild 3.v.r.) auch Rohlfs dänischer Amtskollege Søren Wille teil.

Der Planfeststellungsbeschluss bezieht sich nur auf die Bauarbeiten in Deutschland. Die Arbeiten in Dänemark unterliegen dem dänischen Baugesetz für das Projekt, das 2015 verabschiedet wurde. Geplant ist nach Angaben von Femern A/S zunächst der Bau eines Arbeitshafens und einer Fabrik zur Produktion der 89 Tunnelelemente bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland. Das Gelände, auf dem die Fabrik liegen soll, werde derzeit für die Bauarbeiten vorbereitet.

FriederikeC. Kühn erneut an die Spitze der IHK zu Lübeck gewählt – Buchholz gratuliert

Kuehn_buDie Unternehmerin Friederike C. Kühn ist heute erneut zur Präses der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck gewählt worden. Die Vollversammlung sprach sich einstimmig für eine weitere dreijährige Amtszeit der Unternehmerin aus Ahrensburg im Kreis Stormarn aus. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz gratulierte Kühn und wünschte ihr für ihre neue Amtszeit eine weiterhin glückliche Hand.

Die Chefin einer Werbeagentur  war 2013 als erste Frau in der langen Geschichte der Kammer an deren Spitze gewählt und 2016 bereits einmal im Amt bestätigt worden. Die IHK zu Lübeck vertritt die Interessen von rund 65 000 Unternehmen aus der Hansestadt Lübeck sowie den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Segeberg und Stormarn

Buchholz sieht in Altmaiers „neuer Industriepolitik“ in Teilen planwirtschaftliche Züge

Flensburger Tageblatt (sh:z) – Montagausgabe

Das am Wochenende bekannt gewordene Regierungs-Konzept für eine „Neue Industriepolitik“ in Deutschland stößt nicht nur auf Bundesebene auf massive Skepsis: Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) kritisiert vor allem, dass Großunternehmen durch Anreize für Fusionen in geradezu planwirtschaftlicher Weise unter Artenschutz gestellt werden sollen. Zudem warnt er vor einer geradezu gefährlichen einseitigen Festlegung“ des Bundes beim Thema Stromspeicher. So setze Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der sein Konzept Dienstag vorstellen will, vor allem auf eine flächendeckende Batteriezellproduktion und führt nach eigenen Angaben bereits Gespräche mit den Regierungen in Frankreich, Österreich, den Niederlanden und Polen.

„Es ist zweifellos richtig und überfällig, das Thema Industriepolitik auf die Tagesordnung zu setzen“, sagt Buchholz, zugleich Technologieminister in Schleswig-Holstein. Doch gerade der Umgang mit dem Thema Speichertechnologien lasse ihn fürchten, dass der Bund unter der Tarnkappe der Industriepolitik äußerst fragwürdige Eingriffe in den Markt plane. „Es wäre ein fataler Abschied vom Grundsatz der Technologie-Neutralität, wenn Batteriezell-Produzenten mit hohen Subventionen oder dem Erlass der EEG-Umlage geködert werden sollen“, so der Nord-Liberale. Zudem sei es schlicht anmaßend, wenn die Bundesregierung den Wettbewerb der Antriebstechnologien auf diese Weise zugunsten der batteriebetriebenen Mobilität verzerre.

Nach den Worten von Buchholz sei das eigentliche Problem der durch die EEG-Umlage ausgelöste und damit viel zu hohe Strompreis: „Das ist die Innovationsbremse und Markteintrittsbarriere – nicht nur für die Produktion von Batteriezellen, sondern auch für so genannte Power-to-X-Technologien wie die Umwandlung von Windstrom in Wasserstoff oder Wärme.“ Buchholz plädiert daher für einen aus seiner Sicht „ordnungspolitisch sauberen Weg“, nämlich eine grundlegende Reform der Steuern und Abgaben auf Strom sowie die Einführung einer CO2-Bepreisung. Genau darauf ziele eine von der schleswig-holsteinischen Landesregierung vor wenigen Tagen auf den Weg gebrachten Bundesratsinitiative ab.

Buchholz: „Was der Kollege Altmaier dagegen plant, ist die Protektion einer einzelnen Branche durch eine Ausnahmeregelung von den schädlichen Auswirkungen eines reformbedürftigen Systems. Eine wirklich neue und gute Industriepolitik würde diese Reform anpacken.“

Nach dem Ausstieg aus der Kohle: SH will der Energiewende neuen Schwung verleihen

Schleswig-Holstein will den erneuerbaren Energien neuen Schwung verleihen. Das System der Abgaben und Umlagen im Energiebereich solle gerechter, effizienter und innovationsfreundlicher werden, sagt Wirtschafts- und Technologieminister Bernd Buchholz (FDP) Die aktuelle Energiesteuer hat aus seiner Sicht ein großes Problem: Sie setzt klima- und energiepolitische Fehlanreize. Darum hat Schleswig-Holstein eine Bundesrats-Initiative auf den Weg gebracht, die diesen Weg korrigieren und vor allem eines erreichen soll: Kohlendioxyd mit einem „Preisschild“ zu versehen.

Im Lichte des vor wenigen Tagen beschlossenen Ausstiegs aus der deutschen Kohle-Energie  für Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“ (Video starten)

Land fördert Neugestaltung der Promenade in Wasserleben bei Flensburg mit 700.000 Euro

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Große Pläne in Wassersleben: Bürgermeister Martin Ellermann erläutert Minister Buchholz die Pläne zur Neugestaltung der Promenade

Kräftiger Rückenwind für die Tourismus-Region Wassersleben an der nördlichen Flensburger Förde: Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz übergab heute
(1. Februar) einen Förderbescheid in Höhe von 700.000 Euro an Harrislees Bürgermeister Martin Ellermann. Mit dem Betrag wird die insgesamt eine Million Euro teure Neugestaltung der in den 70er Jahren entstandenen Strandpromenade unterstützt. Mit den Bauarbeiten soll im Mai begonnen werden, zudem entstehen drei neue Dauerarbeitsplätze.

„Das Projekt ist ein enorm wichtiger Schritt zur touristischen Aufwertung der Gemeinde, besitzt aber auch Strahlkraft für die gesamte Flensburger Förde und leistet obendrein einen ressourcenschonenden Beitrag dazu, Schleswig-Holstein auch abseits der bekannten Tourismus-Hotspots attraktiver zu machen“, sagte Buchholz. Geplant sei unter anderem eine Anpassung der Wegeführung an heutige Qualitätsstandards sowie die Errichtung ergänzender Infrastruktur wie etwa Erholungsinseln mit Bänken und Fahrradstellplätzen. „Ziel ist es, den Strandbereich als Naturerlebnisraum mit der Ausprägung einer Dünenlandschaft zu entwickeln. Zum anderen soll mit der Erlebnispromenade als Teilstück des Ostseeküsten-Radwegs ein Bindeglied zwischen Dänemark und Flensburg geschaffen werden“, erläutert Buchholz.

Harislees Bürgermeister Ellermann dankte dem Minister für die Zuwendung des Landes in Höhe von 70 Prozent der Kosten: „Die Erneuerung von Strand- und Verkehrsflächen in dem Erholungsort wird für die Gemeinde Harrislee und die ganze Region einen echten Mehrwert bedeuten. Daher hoffen wir, dass auch die weiteren Strandabschnitte in den nächsten Jahren derart gefördert werden“, so Ellermann.

Chef-Wechsel bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und Ringen um die Zukunft

Bei der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) keimt neue Hoffnung auf. Die Muttergesellschaft Siem signalisierte heute den Willen, an der Werft festzuhalten. Sie sagte nach Angaben des Flensburger IG-Metall-Chefs Michael Schmidt auf einer Mitgliederversammlung die Zahlung der Gehälter für Januar ebenso zu wie die Bezahlung der Unterlieferanten. Schmidt sprach von sehr guten Nachrichten. Sie zeigten, dass es auf der Werft weitergehe.

Über eine mögliche Hilfe des Landes Schleswig-Holstein sprach Siem-Chef Kristian Siem heute in Hamburg mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Das Land arbeite auf allen Ebenen an Lösungen, um den Bestand der Werft sichern zu helfen, sagte Buchholz nach dem Treffen. Er habe Siem aber auch verdeutlicht, dass Landesbürgschaften nur unter bestimmten Bedingungen möglich seien.

Dazu gehört Branchenkennern zufolge besonders ein Gutachten von Wirtschaftsprüfern. Ein solches Gutachten wird im Fall FSG auch vorbereitet. Bis es vorliegt, werden mehrere Wochen vergehen. Siem hat in den vergangenen Jahren kräftig in die Werft investiert.

Buchholz sagte nach seinem Treffen mit Siem im Gespräüch mit Journalisten weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

An deren Spitze gibt es unterdessen einen Wechsel. Geschäftsführer Rüdiger Fuchs wurde abberufen. Dies bestätigte Schmidt nach der Mitarbeiterversammlung der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das «Flensburger Tageblatt» berichtet. Nachfolger ist Alexander Gregg-Smith, der schon 2016 einige Monate lang das Unternehmen geführt hatte. Bei der FSG mit 650 fest angestellten Mitarbeitern sowie zahlreichen Leiharbeitern und über Werkverträge Beschäftigten hatten Verzögerungen bei einem Neubau zu erheblichen Verlusten geführt.

Buchholz bekräftigt bei Ortstermin in Hohwacht: Ostsee-Kommunen bleiben nicht im Regen stehen

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Hohwachts Bürgermeister Karsten Kruse zeigt Buchholz den Abbruch der Steilküste

Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) hat sich heute bei einem Besuch in Hohwacht (Kreis Plön) selbst ein Bild von den Sturmschäden an Ostseeküste gemacht. «Die touristischen Orte in Schleswig-Holstein brauchen jetzt – das sieht man hier – kurzfristig durchaus Hilfe, damit die Sommersaison uns nicht flöten geht», sagte Buchholz am Rande einer Klausurtagung senes Ministeriums in Hohwacht. Die Klimaveränderungen machten ein neues Verständnis von Küstenschutz notwendig.

Es stelle sich die Frage, ob man bestimmte Küstenabschnitte weiterhin sich selbst überlassen wolle, sagte Buchholz. Dann könne man den besuchten Bereich in Hohwacht gleich ganz aufgeben. «Weil der wird dann eines Tages nicht mehr da sein.» Es könne aber nicht die gesamte schleswig-holsteinische Ostseeküste mit Spundwänden oder Eindeichungen versehen werden. «Sowohl die ökonomischen Interessen des Tourismus wie auch die ökologischen und die Interessen des Küstenschutzes müssen hier zusammengebracht werden.» Klar sei, dass die Regierung nicht jedes Jahr einen Sonderfonds auflegen könne.

Im Gespräch mit Andreas Otto von RSH sagte der Minister (Audio starten – „im Browser anhören“)

Buchholz hatte den von Sturmschäden betroffenen Ostsee-Gemeinden bereits in der vergangenen Woche Hilfe zugesichert. Im Landtag sprach er von gemeldeten Schäden seit den beiden Sturmfluten Anfang Januar in einer Größenordnung von fünf Millionen Euro. Er nannte allerdings keine Summe, mit denen das Land helfen will. Bei den im Januar entstandenen Schäden handelt es sich um Abbrüche und Unterspülungen touristischer Wege, Promenaden und Uferbefestigungen, um Schäden an öffentlicher Strandinfrastruktur sowie als finanziell wohl größtes Problem um massive Sandverluste an den Stränden.

 

 

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus