„Aufwacken“: In drei Tagen gehts los – der echte Norden weist den Weg

Der „echte Norden“ heißt alle Wacken-Fans willkommen – mit einem Begrüßungsschild bei Schenefeld

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Die ersten Hardrock-Fans rollen seit gestern auf das noch regenweiche Festival-Gelände. Ab Donnerstag gehen dann in Wacken wieder einmal rund 150 Musiker und Bands buchstäblich in die Vollen: Auch das 28. Wacken Open Air dürfte sich damit  erneut als ein Magnet erweisen. Nach Angaben der Veranstalter ist das W:O:A zum zwölften Mal in Folge ausverkauft. „75.000 Tickets sind weltweit verkauft worden“, sagt Festival-Sprecherin Anna Lorenz.

Für Tourismus- und Verkehrsminister Bernd Buchholz Grund genug, den tausenden Fans, die mit dem Auto anreisen, die Navigation auf norddeutsche Art ein wenig zu erleichtern. Heute Vormittag wurde dazu vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) das WOA-Begrüßungsschild an der Landesstraße L 130 (Im Bereich der AS Schenefeld, Fahrtrichtung Wacken) aufgestellt.

Buchholz: „Damit dürfte eigentlich niemand die richtige Ausfahrt verpassen – wir freuen uns auf alle Metall-Fans und wünschen der Veranstaltung einen reibungslosen und möglichst regenfreien Verlauf.“

 

Heiligenhafen und Travemünde als Tourismus-Leuchttürme der Ostsee weiter im Aufwind

Auf Sommertour mit der IHK zu Lübeck: Aufbruchstimmung an der SH-Ostseeküste

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Minister-Tour mit der IHK, von links: Ulrich Elsner, Geschäftsführer Hafenhotel Heiligenhafen, Reinhard Sager, Landrat des Kreises Ostholstein, Buchholz, IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning, Werner Koopmann, Geschäftsbereichsleiter International, und Manfred Wohnrade, Geschäftsführer Heiligenhafener Verkehrsbetriebe

Bei der Sommertour der IHK zu Lübeck überzeugten sich IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz in dieser Woche an mehreren Orten von der Innovationskraft der Branche. Im Mittelpunkt standen zwei „Leuchtturmprojekte“ in der Region: Das Waterfront-Projekt  in Lübeck-Travemünde und die Entwicklung Heiligenhafens vom Industriehafen zum Tourismusstandort.

Beim Besuch in Heiligenhafen machte Ulrich Elsner, Geschäftsführer des Hafenhotels in Heiligenhafen, dem Minister deutlich, dass die Ostseeküste in Schlesig-Holstein sich weiterhin enorm stark entwickle. Vom diesem Trend profitiere die Stadt bereits seit einigen Jahren. Mit einem Masterplan hätten die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG die Entwicklung des Ortes in den vergangenen 15 Jahren vorangetrieben. Dazu gehörten der Neubau von drei Hotels, Appartements, Ladenflächen, dem Yachthafen sowie der Seebrücke. Weitere Projekte sollen folgen und den ganzjährigen Tourismus stärken, kündigte Manfred Wohnrade, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe, an. Bis 2025 erwarten die Heiligenhafener eine Million Übernachtungen im dem Ort, in diesem Jahr sind es voraussichtlich 825.000. Schon jetzt gebe es in den Beherbergungsbetrieben bis zu 50 Prozent Gäste aus Skandinavien. Weitere Impulse erhoffen sich die Heiligenhafener vom Bau der festen Fehmarnbelt-Querung, der die Attraktivität Ostholsteins für Skandinavier weiter steigert.

Buchholz zeigte sich von der Entwicklung des Ortes überzeugt: „Wichtig ist, dass jemand etwas lostritt, einen Masterplan aufstellt und diesen realisiert. Das haben die Verkehrsbetriebe hier getan“, sagte er. Sei die Initialzündung ert einmal erfolgt, interessieren sich zumeist weitere Investoren für die Projekte. Um die Attraktivität Ostholsteins zu erhöhen, werde die neue Landesregierung den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels vorantreiben. Schöning kündigte an, dass sich der IHK-Wirtschaftsbeirat Ostholstein mit dem Thema Akzeptanz der Fehmarnbelt-Querung und ihren Vorteilen für Wachstum und Wohlstand beschäftigen werde.

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Buchholz mit Sybill Kolander und Prokurist Tobias Keuchel (2.v.r) von der Planet Haus AG zusammen mit Schöning und Koopmann in einem Neubau der Planet AG auf dem Priwall

Große Veränderungen gibt es auch auf dem Priwall in Lübeck-Travemünde. Die Planet Haus AG investiert dort rund 150 Millionen Euro in das Waterfront-Projekt. Bis Juni 2019 entstehen dort rund 500 Ferienwohnungen mit 1.600 Betten. „Wir erwarten bis zu 315.000 Übernachtungen in diesem Gebiet“, sagte Tobias Keuchel, Prokurist der Planet Haus AG. 60 Prozent der Wohnungen, die im Vertrieb sind, hat das Unternehmen bereits verkauft. Auch hier ist der Ganzjahrestourismus ein wichtiges Ziel. „Mit 20 Shops und Restaurants, einem Beach Club, Adventure-Golf, einer Indoor-Spielhalle und einem Tagungscenter wollen wir die Auslastung auch außerhalb der Saison steigern“, so Keuchel.

Auch für dieses Konzept erhielt der Investor Lob vom Minister: „Ein tolles Projekt, mit dem sie viele Menschen nach Travemünde holen werden.“ Schöning pflichtete dem FDP-Politiker bei: Der Tourismus an der Ostseeküste stelle sich erfolgreich dem Wettbewerb mit anderen Regionen. Über die Servicequalität hinaus erhöhten vor allem besondere Erlebnisangebote die Attraktivität der Urlaubsorte.

Weitere Eindrücke von der Tour – hier zur Lübecker Online-Zeitung HL-Live

Brunsbüttel Ports boomt zweistellig – Spedition Kruse liebäugelt mit Vielzweckpier

Brunsbüttel Ports boomt zweistellig – Spedition Kruse bekundet Interesse an geplanter Vielzweckpier

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Brunsbüttel Ports-Chef Frank Schnabel (r.) im Gespräch mit Buchholz bei dessen heutigem Auftaktbesuch in der Kanalstadt – und bei der „Runde der Werkleiter“ des Chem-Coast-Park
Mit überaus guten Halbjahreszahlen wurde Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute in Brunsbüttel vom Chef der maritimen Unternehmensgruppe Schramm, Frank Schnabel, empfangen. Nach den Worten von Schnabel legten nahezu sämtliche der mehr als zehn Häfen der Gruppe in den ersten sechs Monaten des Jahres zweistellig zu. Der Elbehafen kommt bei 16 Prozent mehr Schiffsanläufen auf ein Plus von 12 Prozent, der im Nord-Ostsee-Kanal liegende Ölhafen auf ein Plus von zehn und die neuen Standorte in Nordschweden auf ebenfalls plus 12 Prozent. Aktuell liegt der Halbjahresumschlag der Hafengruppe unter dem Holding-Dach des seit fast 150 Jahren bestehenden Familienunternehmens Schramm damit bei knapp 8,5 Millionen Tonnen.

Buchholz zeigte sich von den Zahlen beeindruckt und sprach mit Schnabel – ebenso wie beim abendlichen Treffen mit der so genannten Werkleiterrunde in Brunsbüttel – auch über die anstehenden Herausforderungen. Dabei drehten sich die Gesprächsthemen insbesondere die Pläne zur Ansiedlung des ersten deutschen LNG-Terminals in Brunsbüttel sowie eine seit Jahren geplante Vielzweckpier (Multipurpose-Pier).

TonbildIm Gespräch mit NDR-Reporter Carsten Rauterberg sagte Buchholz zu seinem Besuch im Elbehafen

(Audiopfeil klicken)

Im Anschluss an den Elbehafen besuchte Buchholz die benachbarte Spedition Kruse – ebenfalls ein alt eingesessenes Unternehmen in der Schleusenstadt. Dabei machte Seniorchef Friedrich Kruse sowohl gegenüber Journalisten als auch beim Minister deutlich, dass er mit seinem Unternehmen Interesse daran habe, sich bei der geplanten Vielzweckpier zu engagieren. Nähere Einzelheiten gab Kruse nicht bekannt.

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Buchholz mit Friedrich A. Kruse senior (Mitte) und Juniorchef Friedrich A. Kruse
Minister Buchholz, der sich vor seinem Besuch der Hafenbetriebe auch mit Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdiek getroffen hatte, machte sowohl bei Kruse und Schnabel wie auch abends beim Treffen mit den Werkleitern deutlich, dass ein gesunder Wettbewerb um die besten Konzepte für den Hafen die Erfolgsaussichten zweifellos erhöhe – Voraussetzung sei aber, dass es auch tatsächlich belastbare Konzepte gebe.

Er sagte dazu der NDR-1-Welle Nord weiter:

Weiter machte Buchholz deutlich, dass für ein Gelingen der anstehenden Projekte im Hafengebiet von Brundbüttel ein Erfolgsfaktor ganz entscheidend sei: „Gemeinschaftssinn“. Denn, so Buchholz weiter, „nur wenn sich alle zusammensetzen und gemeinsam festlegen, welcher Weg zum Wohl der gesamten Region der Beste sei, werden auch alle einzelnen Beteiligten langfristig erfolgreich sein.“

Forschungsförderung für den Mittelstand: Buchholz mahnt Bund

Handelsblatt heute: Buchholz kritisiert Schäuble für einkassiertes Versprechen an den Mittelstand


Seit acht Jahren wacht Wolfgang Schäuble über die Kasse des Bundes. Genauso lange verhindert er, dass seine Partei, die CDU, die immer wieder versprochene steuerliche Forschungsförderung umsetzt, mit der die Forschung in der Wirtschaft angekurbelt werden soll.
Das könnte auch nach der Bundestagswahl so bleiben, fürchten die Freunde des Steuerbonus in Union, SPD und FDP sowie die Wirtschaft – auch wenn die Union die nationalen Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit dem Vehikel laut Wahlprogramm bis 2025 eigentlich von 3 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern will. Kürzlich klagte SPD-Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig (SPD), er habe „kein Verständnis“, dass die Arbeiten für ein Konzept von Schäubles Beamten gestoppt worden seien.

Nun legt der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein nach: „Die Kanzlerin hat die steuerliche Begünstigung von Forschungsvorhaben lange versprochen – und nun macht ihr Finanzminister plötzlich auf dem Rücken des Mittelstands einen Salto rückwärts“, klagt Bernd Buchholz. Er gehört der FDP an, die im Herbst in den Bundestag zurückkehren und Partner der Union werden könnte. Zwar gibt es Bedenken bei Liberalen und Ökonomen, dass steuerliche Forschungsförderung vor allem Mitnahmeeffekte erzeugt. Aber in der Mehrzahl der OECD-Länder ist sie üblich. Vor allem aber wissen die Liberalen die Wirtschaft hinter sich, die den Innovationsdruck angesichts der Digitalisierung besonders intensiv spürt.

So wirbt auch der Deutsche Stifterverband, die Lobbyorganisation der Wirtschaft für die Forschung, für die Förderung. Das Wahlprogramm der Union sieht zwei Milliarden Euro Steuerbonus vor allem für kleine und mittlere Unternehmen vor. Das sei zwar „äußerst begrüßenswert“, sagt Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbands. Um auch große Unternehmen zu fördern, sei aber „etwa das Dreifache“ nötig.

Auch die drei Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsverbände BDI, ZDH und DIHK haben nun in einem Brief an die Fraktionschefs von Union und SPD sowie die Minister Brigitte Zypries (SPD), Wolfgang Schäuble und Johanna Wanka (beide CDU) noch einmal Druck gemacht: „Der technologisch beschleunigte Strukturwandel erfordert mehr Investitionen“, mahnen sie. Um Kosten zu deckeln und Mitnahmeeffekte zu vermeiden, schlagen sie eine Förderung in Form einer Lohnsteuergutschrift auf den Personalaufwand für Forscher im Betrieb vor. Zudem fordern sie, die neue Förderung müsse zusätzlich zur heutigen 6,5 Milliarden Euro schweren Projektförderung eingeführt werden – auch um das Abwandern von Betrieben in steuergünstigere Länder zu verhindern. Das Unionsprogramm sieht aber nur eine Wahl vor: entweder Steuerbonus oder Projektförderung.

Das scheine auf den ersten Blick sinnvoll, um Doppelförderung zu vermeiden, sagt Stifterverbands-Chef Schlüter. Ignoriert werde aber, „dass Projektförderung gezielt solche Technologien unterstützt, die wirtschaftlich möglicherweise nicht rentabel, gesellschaftlich aber äußerst wünschenswert sind“. Wenn der Staat zudem Forschung und Entwicklung insgesamt fördern wolle, „sollten die beiden Förderarten ergänzend und keinesfalls ausschließend eingesetzt werden“.

In der Union pocht vor allem Thomas Strobl auf die steuerliche Forschungsförderung. Er ist der Schwiegersohn Schäubles, vor allem aber CDU-Chef, Vizeregierungschef und Digitalminister in Baden-Württemberg, dem Land der Mittelständler: „Für die Zukunft des Innovationslandes ist uns das sehr wichtig“, sagt er. Das Land investiere bereits „fast fünf Prozent unserer Gesamtausgaben in Forschung und Entwicklung“. Es solle aber noch mehr werden. So würden etwa auch Start-ups steuerlich gefördert.

Einigkeit gibt es dazu in der Union nicht. So erklärt etwa der Chefhaushälter der Unionsfraktion im Bundestag, Eckhardt Rehberg: „Ich sehe neue Steuersubventionen grundsätzlich kritisch.“ Die direkte Projektförderung habe sich bewährt, sie sei „effektiv und effizient“. Dennoch werde die Union die versprochene steuerliche Forschungsförderung ermöglichen und ein Wahlrecht zur Projektförderung einführen. „Dabei erwarte ich, dass die Länder ihren Anteil an den Steuermindereinnahmen tragen“, so Rehberg. Buchholz zweifelt jedenfalls grundsätzlich an der Ernsthaftigkeit der Union: „Da drängt sich der Verdacht auf, dass auch der Hinweis auf eine angebliche Umsetzung in der nächsten Legislaturperiode nichts anderes ist als heiße Luft“, sagte er

Auftaktbesuch im Hafen Lübeck: Buchholz sagt weitere Unterstützung des Landes zu

Buchholz spricht mit Lübecker Hafenchefs über weitere Entwicklungsmöglichkeiten  und sagt Hilfe des Landes zu

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Buchholz zusammen mit Lübecks Bürgermeister Saxe im Gespräch mit Journalisten beim Hafenrundgang
Antrittsbesuch bei der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG). Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe und LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens empfingen heute vormittag Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, um über die Situation des Hafens und mögliche weitere Entwicklungsperspektiven zu sprechen. Bei der anschließenden Rundtour über den Skandinavienkai konnte sich der Minister in Anwesenheit von Hans-Wolfgang Wiese, Leiter der Lübeck Port Authority und Vertretern der Reedereien ein Bild von den Verkehren machen, die über das größte LHG-Terminal laufen. Besonders interessiert zeigte sich Buchholz an der Besichtigung der Umschlaganlage für kombinierten Verkehr, Baltic Rail Gate, über die die umfangreichen Hinterlandverkehre der LHG abgewickelt werden.

Ton1Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz während seines Besuchs

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Buchholz erinnerte außerdem daran, dass der Lübecker Hafen nicht nur der umsatzstärkste Hafen des Landes, sondern zugleich ein wichtiger Beschäftigungsmotor in der Region sei. Er ermunterte LHG-Chef Jürgens zu weiteren Investitionen in die Infrastruktur: „Sie sind mit all den angeschlossenen Unternehmen das wichtigste Handelstor Schleswig-Holsteins in den Ostseeraum und damit ein gewichtiger Faktor für unsere Volkswirtschaft. Stellen Sie sich für den zunehmend harten Wettbewerb wetterfest auf – das Land wird Sie auf diesem Weg gern unterstützen und begleiten“, sagte Buchholz.

Im Anschluss an die Besichtigung tauschten sich der Minister und Jürgens über hafeninterne Themen aus. Darüber hinaus stellte Jürgens in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) Themen wie die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen deutschen Ostseehäfen, die Fehmarnbeltquerung sowie Umweltschutzregelungen im Seeverkehr in den Mittelpunkt und lud Buchholz dazu ein, den Dialog zu den Hafenstandorten im Rahmen einer geplanten Veranstaltungsreihe des GvSH zu nutzen.

Jürgens kommentiert: „Wir freuen uns darüber, dass uns Minister Buchholz so kurz nach Beginn seiner Amtszeit besucht und Interesse für den Hafen Lübeck zeigt. Aber nicht nur der Lübecker Hafen ist ein enormer Wirtschaftsfaktor, sondern die gesamte Hafenbranche in Schleswig-Holstein. Uns ist daran gelegen, das Verhältnis zur Landesregierung weiter zu intensivieren.“

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH ist Deutschlands größter RoRo-Hafenbetreiber an der Ostsee. An ihren vier Hafenterminals werden hochfrequente Seeverkehre in den Ostseeraum angeboten. Die Ladeeinheiten werden gebündelt und durch leistungsfähige Systeme mit dem Hinterland verbunden. Die LHG ist ein zuverlässiger Partner der Papier- und Automobilindustrie.

Zum Bericht des NDR

Marschenbahn: Buchholz und DB-Regio-Chef Reh suchen Dialog mit Syltern – Land finanziert weitere Verbesserungen

Marschenbahn: Buchholz bewilligt zusätzlichen Nachmittags-Zug ab Westerland – DB stellt mehr Personal

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Buchholz mit DB-Regio-Chef Torsten Reh (2.r.), dem Sylter Unternehmer Max Hellner und dem Sprecher der Pendler-Initiative Achim Bonnichsen
Knapp zehn Monate nach dem  Ausfall von 90 Waggons auf der Strecke Hamburg-Westerland wegen massiver Kupplungsschäden hat sich heute – knapp vier Wochen nach senem Amtsantrit – erstmals Verkehrsminister Bernd Buchholz selbst ein Bild vor Ort gemacht. Bei einem Treffen mit Pendlern und Unternehmern in Westerland auf Sylt machten sowohl DB-Regio-Chef Torsten Reh als auch der Minister deutlich, dass man weiterhin mit Hochdruck an einer Lösung arbeite. Eine Pünktlichkeitsquote von zuletzt unter 75 Prozent und eine Ausfall-Quote von knapp 4,5 Prozent seien auf Dauer zweifellos nicht akzeptabel.

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Im Gespräch mit dem NDR-SH-Magazin (Beitrag heute Abend; 19.30 Uhr) sagte Buchholz weiter

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Derzeit seien zwar wieder acht Wagenparks und damit gut die Hälfte der modernen Waggongs im Einsatz, doch die vollständige Flotte von 90 Waggons stehe nach Angaben der NAH.SH absehbar erst Ende Oktober bis Mitte November wieder zur Verfügung.  Nach den Worten von Buchholz werden – vor allem mit Blick auf die Hauptreisezeit – folgende leichte Verbesserungen in Kraft treten:

  • Ab dem 4. September wird die bisherige Taktlücke zwischen 14:22 und 16:22 Uhr (Abfahrtszeit Westerland) für die Weiterfahrt südlich Niebüll wird dadurch geschlossen, das der Zug ab Niebüll bis Bredstedt durchfährt. Die Zusatzkosten von rund 130.000 Euro trägt das Land.
    Fahrzeiten des Zuges: 15:52 Uhr ab Westerland, 16:31 Uhr ab Niebüll, 16:40 Uhr ab Langenhorn, 16:46 Uhr in Bredstedt.
  • Das Land, die NAH.SH und die DB hätten sich zudem darauf verständigt, zusätzliches Personal einzusetzen, dessen Kosten zu 90 Prozent ebenfalls vom Land getragen werden. Das Personal wird bereits ab dem Wochenende in Hamburg-Altona auf dem Bahnhof sowie in den Zügen eingesetzt. Für de Stationen in Husum, Niebüll und Klanxbüll sollen in Kürze ebenfalls je zwei zusätzliche Servicekräfte als Reiselenker eingesetzt werden. Die DB Regio sei außerdem gebeten gebeten worden, eine weitere Ausweitung des Personaleinsatzes zu prüfen.

Buchholz erinnerte daran, dass zudem auch der IC 2073 (15:26 Uhr ab Westerland) montags bis freitags bis einschließlich Husum für Pendler freigegeben ist. Die Freigabe gilt bis Ende September für Pendler mit Zeitkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs.  Der IC hält auch in Klanxbüll. Bei Verspätungen von mehr als 20 Minuten und bei Zugausfällen werden die Fernverkehrszüge und die Züge des Sylt Shuttle Plus für die Dauer des Ersatzkonzeptes kurzfristig ebenfalls für Pendler freigegeben.

„Allen Beteiligten ist klar, dass wir damit zwar Linderung, aber noch nicht die Lösung des Problems schaffen“, sagte Buchholz.

 

Buchholz besucht UV-Nord-Spitze und Sylter Bahnpendler

Minister-Termine heute: Besuch beim UV-Nord – Treffen mit Pendlern und Unternehmern auf Sylt

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Sitz des UV-Nord in Rendsburg: Hier findet um 10 Uhr das Pressegespräch statt
Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz trifft heute vormittag in Rendsburg zu einem Auftakt-Besuch mit dem Präsidenten des Unternehmensverbandes Nord, Uli Wachholtz, sowie dem UV-Nord Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich zusammen. Bei dem Gespräch geht es vor allem um Verkehrs-, aber auch um Wirtschaftsthemen wie Industriepolitik, die Fachkräftesituation in SH, den geplanten Mittelstandsbeirat oder Existenzgründungen.

Um 10 Uhr findet beim UV-Nord (Paradeplatz 9, Rendsburg) ein kurzes Pressegespräch statt.

Anschließend wird Buchholz nach Westerland auf Sylt weiterfahren (12.01 Uhr ab Niebüll), um sich gemeinsam mit DB-Regio-Chef Torsten Reh und Vertretern der NAH.SH vor Ort ein Bild über die andauernden Probleme auf der Marschenbahn zu machen. Zunächst trifft der Minister dabei mit der Pendler-Initiative und dann mit Sylter Unternehmerinnen und Unternehmern zusammen.

Um 15.30 Uhr findet dazu im Haus des Vereins der Sylter Unternehmer in der Alten Post (Stephanstraße 6) ein Pressegespräch statt.

Zur Chronologie der bisherigen Probleme auf der Strecke: Hier klicken

Im Anschluss trifft Buchholz noch zu einem internen Gespräch mit dem Sylter Bürgermeister Nikolas Häckel zusammen

Alte Post, Tourismuszentrum und Sylter Archiv in Westerland, Sylt
Haus der Sylter Unternehmer: Hier findet heute um 15.30 Uhr das Pressegespräch statt

Auch in diesem Jahr: nordbahn-Sonderzug zum Wacken-Open-Air

nordbahn bietet auch in diesem Jahr Sonderzug zum Wacken Open Air (WOA)

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Da erfahrungsgemäß ein großer Teil der WOA-Fans mit der Bahn an- bzw. abreisen wird, sorgt die nordbahn wie auch im vergangenen Jahr vor: Am Sonntag, 6. August, bietet die nordbahn auf der Linie RB 61 einen Sonderzug für die Abreise. Zudem erhöht das Unternehmen während des weltweit größten Heavy-Metal-Festivals vielfach seine Kapazitäten auf bis zu 579 Sitzplätze pro Zug.

Der Sonderzug startet frühmorgens in Itzehoe um 4.29 Uhr, hält um 4.49 Uhr in Elmshorn und erreicht den Hamburger Hauptbahnhof um 5.27 Uhr. In Hamburg bietet der nordbahn-Sonderzug Anschluss an weiterführende Züge Richtung Süden. In folgenden Zügen bietet die nordbahn doppelt so viele Sitzplätze wie regulär: Sonnabend, 5. August und Sonntag, 6. August in einem Großteil der nordbahn-Züge der Linie RB 61 Itzehoe – Hamburg Hauptbahnhof. Mit erhöhter Kapazität verkehren am Freitag, 4. August die Züge ab Itzehoe um 9.54 und 12.54 Uhr sowie 11.06 Uhr und 14.06 Uhr ab Hamburg Hauptbahnhof Richtung Itzehoe.

Informationen zum Sonderzug auch unter www.nordbahn.de. Weitere Fragen zur Anreise mit der nordbahn beantworten auch gern die Mitarbeiter des Servicetelefons unter der Telefonnummer 040/303 977-333.

Wer sich über die öffentlichen Verkehrsmittel vor Ort (Bus) informieren möchte, dem empfiehlt die nordbahn die Homepage des Veranstalters. Auf www.wacken.com befinden sich detaillierte Informationen zur An- und Abreise.

DEGES prüft auf Bitte von Buchholz Einstieg in weitere A-20-Planung

Minister Buchholz vereinbart mit DEGES-Chef erste Schritte zum Einstieg in A-20-Planung

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Bei einem Arbeitstreffen mit mit dem Chef der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH)  hat Verkehrsminister Bernd Buchholz heute in Hamburg erste Weichen für einen möglichen Einstieg der DEGES in den A-20-Bau gestellt. Demnach wird sich die DEGES über den Landesbetrieb Straßenbau- und Verkehr Schleswig-Holstein LBV-SH in den kommenden Monaten ein genaues Bild über die bisherigen Planungsstände des Autobahnprojekts machen.

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Brandenburger

Anschließend werde in einem Realisierungskonzept beschrieben, in welchen Zeit- und Kostenrahmen die DEGES in das Projekt mit einsteigen kann. Sowohl Buchholz als auch Brandenburger zeigten sich zuversichtlich, dass man bis spätestens zum Jahreswechsel einen belastbaren Fahrplan vorweisen könne.

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Im Gespräch mit Andreas Otto von RSH sagte Buchholz nach dem Treffen

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Zuvor hatte sich Buchholz in Hamburg mit DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn und danach mit seinem Hamburger Amtskollegen Frank Horch getroffen. Nach den Worten von Buchholz sei das Treffen mit Polkaehn überaus freundlich und von großer Dialogbereitschaft geprägt gewesen. Das Thema Ladenöffnungszeiten sei dabei allerdings nur am Rande gestreift worden. „Denn wir werden vor der Verlängerung der Bäderregelung, die Ende 2018 ausläuft, ja ohnehin mit allen Beteiligten sprechen müssen und ausloten, ob sich alles so bewährt hat“, sagte Buchholz. Angestrebt sei mit dem DGB-Nord-Chef zudem in Treffen im September rund um das Thema  berufliche Bildung und Ausbildung. Auch das Thema Industriepolitik sei beiderseits als wichtiges Thema identifiziert worden.

Über sein Treffen mit Hamburgs Wirtschafts- und Verrkehrssenator Frank Horch sagte Buchholz (Audiopfeil klicken):

 

Landtag in Kiel setzt sich mit großer Mehrheit für Erhalt der Traditionsschifffahrt ein

Buchholz: Traditionsschiffe nicht mit Berufsschifffahrt gleichsetzen – unnütze Bürokratie beseitigen

Das Stadtfest Nautics

Der Landtag in Kiel hat sich heute mit großer Mehrheit für den Erhalt der Traditionsschifffahrt eingesetzt. Hintergrund sind geplante Standardverschärfungen durch den Bund. Das Parlament forderte die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass die Neuregelung der Sicherheitsbestimmungen für Traditionsschiffe deren Weiterbetrieb ermöglicht.

Die Traditionsschifffahrt dürfe nicht der Berufsschifffahrt gleichgestellt werden, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz. Manche Vorschläge des Bundes schössen über das Ziel hinaus. Der FDP-Politiker sprach von «unnützer Bürokratisierung». Er hoffe, dass das Thema durch andere Mehrheitsverhältnisse nach der Bundestagswahl beendet sei.

Buchholz vollständige Rede hier:

Keine Zustimmung fand ein SPD-Antrag, in dem die Verordnung des Bundesverkehrsministeriums zur Änderung schiffssicherheitsrechtlicher Vorschriften für Traditionsschiffe dezidiert abgelehnt wird.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus