Innenstadt-Schmuckstück: Rohlfs eröffnet neuen Eutiner Busbahnhof

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Staatssekretär Rohlfs (3.v.l.) bei der symbolischen Eröffnung des neuen ZOB

Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs hat heute offiziell den neuen Busbahnhof (ZOB) in Eutin eröffnet. Im Zuge der Sanierung der historischen Innenstadt kommt diesem Projekt gemeinsam mit dem bereits neugestalteten Bahnhofsvorplatz als Entrée zur Innenstadt eine besondere Bedeutung zu.

Der ZOB wurde komplett umgestaltet und präsentiert sich jetzt moderner und funktionaler. Der Umbau des ZOB gehört zur Gesamtmaßnahme „Neugestaltung Bahnhofsvorfeld-ZOB“. Die Arbeiten sind jetzt weitgehend abgeschlossen und haben 13 Monate lang gedauert. Die neue Anlage ist als teilüberdachter Mittelbussteig mit umlaufenden Sägezahn-Haltestellen mit acht Haltekanten konzipiert.

„Nicht nur die Stadt Eutin bekommt mit diesem Projekt ein echtes Schmuckstück in seine Innenstadt – sondern wir als Land freuen uns obendrein über einen weiteren Qualitätssprung im Öffentlichen Personen-Nahverkehr in dieser Region“, sagte Rohlfs. Trotz der aktuellen Probleme auf den Bahn-Streckennetzen sei der ÖPNV die richtige Antwort auf die Frage nach der richtigen Mobilität der Zukunft.

Wie der Staatssekretär weiter sagte, zeige sich das Bahnhofsumfeld optisch wie gestalterisch aus einem Guss mit neuem Pflaster, modernen Möbeln und Leuchten. Der neue ZOB verfügt auch über ein Blindenleitsystem. Kurzum: der Busbahnhof ist jetzt zeitgemäßer, barrierefreier und besser erreichbar.

Der Bahnhofsvorplatz wurde bereits von Mai 2015 bis März 2016 komplett neu gestaltet. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei rund 4,3 Millionen Euro.

 

 

 

 

 

 

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Im Zuge der Maßnahme sind am Bahnhofsgebäude auch 120  Fahrradstellplätze entstanden – darunter auch eine abschließbare Fahrradeinhausung. Die Fahrradabstellanlage hatte das Land mit knapp 80.000 Euro gefördert. Für Bahnhofsvorplatz und ZOB stehen 1.965.000 Euro Förderung bereit. Für das Dach des ZOB hat die Stadt eine weitere Förderung in Höhe von rund 210.000 Euro beantragt.

Eutins Bürgermeister Carsten Behnk sagte dazu: „Mit dem neuen ZOB haben wir einen weiteren Meilenstein im Großprojekt Stadtsanierung erreicht. Gemeinsam mit dem Land und dem Bund werden wir die behutsame Stadtentwicklung zum Wohle der BürgerInnen und unserer Gäste weiter vorantreiben.“

 

Insgesamt ist im Zuge der Stadtsanierung eine intuitive Leitung vom Bahnhof zum großen Eutiner See durch eine klare Strukturierung der Wegebeläge in Kombination mit einer durchgehenden Baumreihe geplant.

Das Konzept für die Innenstadtsanierung wird gemeinsam mit dem Büro RMP, Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekten, umgesetzt. Das Büro konnte in einem großangelegten Wettbewerb 2014 eine Jury aus Experten überzeugen. Das in Eutin ansässige Büro Höger und Partner begleitet die Umsetzung der Maßnahme vor Ort.

Lernprozesse für die digitale Arbeitswelt: Land bittet zum vierten SH-Weiterbildungstag

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Wie können Lernprozesse für die digitalisierte Arbeitswelt gestaltet werden, und was muss sich dafür in Unternehmen ändern?

Auf dem 4. Schleswig-Holsteinischen Weiterbildungstag mit dem Titel „Digitale Weiterbildung in Unternehmen“ am 26. September in Norderstedt werden aktuelle Konzepte und Technologien zum lebenslangen Lernen vorgestellt und diskutiert. Mit Spannung wird unter anderem eine Keynote-Rede von Volker Sziede erwartet, der bei Apple Deutschland für den Bereich Bildung zuständig ist.

Auf Initiative des schleswig-holsteinischen Arbeitsministeriums richten die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein sowie die Cluster Life Science Nord und Digitale Wirtschaft DiWiSH drei Parallelforen mit über 30 Rednern aus. Staatssekretär Thilo Rohlfs: „Wir freuen uns besonders, dass wir durch die Beteiligung des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung HIBB und weiterer Partner aus der Hansestadt auch eine länderübergreifende Veranstaltung auf die Beine stellen konnten.“

Zielgruppe sind insbesondere Unternehmensvertreter kleiner und mittlerer Unternehmen, die vielleicht nicht über eigene Human Ressources-Spezialisten verfügen, sich aber auch für Virtual Reality-Anwendungen oder neue Lern- und Organisationskonzepte wie „Working Out Loud“ oder „Design Thinking“ interessieren.

Mit erwarteten 300 Teilnehmern ist der Weiterbildungstag in Norderstedt eine der bundesweit größten Events des „Deutschen Weiterbildungstages“, unter dessen Dach am 26. September unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bundesweit zahlreiche Veranstaltungen zur Weiterbildung stattfinden.

Die Teilnahme ist kostenfrei – hier zur Anmeldung

Ein Stück neue Gründer-Kultur in SH: Öffentlicher Wettstreit um die Gunst der Baltic Business Angel

Localyze
Präsentierte die Idee des weiblichen GründerInnen-Trios Localyze: Lisa Maria Dahlke

Premiere des im Sommer gegründeten Vereins Baltic Business Angels Schleswig-Holstein:  Im Rahmen der Digitalen Woche in Kiel erhielten heute drei StartUps die Möglichkeit, die Baltic Business Angels in aller Öffentlichkeit von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Erstmals bei den Startups dabei: ein reines Frauenteam. Das Trio von Localyze – gegründet von drei waschechten Schleswig-Holsteinerinnen – bietet einen digitalen Relocation Service an, der internationale Mitarbeiter mit personalisierten Informationen durch den Umzugsprozess nach Deutschland begleitet.

Das Team rund um Bluebird Mountain entwickelt Drohnen, die unter anderem in Seenot geratene oder von Lawinen verschüttete Personen zuverlässig detektiert und somit Menschenleben rettet. Die Idee des dritten Teams im Bunde ist Agranimo, eine Plattform, die Landwirten mittels maschinellen Lernens hilft, Ressourcen zu optimieren und sich auf unterschiedliche klimatische Bedingungen vorzubereiten.

Mit der Gründung der Baltic Business Angels bündeln erstmals erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer des echten Nordens Wissen und finanzielle Kräfte, um jungen Gründern auf die Sprünge zu helfen. Nach den Worten von Buchholz hat Schleswig-Holstein in diesem Bereich Nachholbedarf: „Wir haben auf der einen Seite viele erfahrene und alteingesessene Firmenchefs, auf der anderen Seite viele junge Menschen mit viel kreativer Energie und vielen guten Geschäftsideen. Aber ein echter Brückenschlag fehlte bislang – dafür haben wir nun in Ergänzung des bestehenden Angebots für Gründerinnen und Gründer den ersten Schritt getan.“

Erster Vorsitzender der Baltic Business Angels ist Ulrik Ortiz Rasmussen, Gründer und Geschäftsführer der Flensburger r2p GmbH. Weitere Vorstandsmitglieder sind Alexander Eck (Alexander Eck Beteiligungen GmbH), Claas Nieraad (New Commercial Room GmbH) und Matthias Damerow (Viakom GmbH). „Schleswig-Holstein ist ein hervorragendes Bundesland für Gründungen“, so Rasmussen. „Mit unserer Initiative wollen wir die guten Voraussetzungen nutzen und Unternehmertum, Unternehmergeist und Gründungskultur im echten Norden weiter stärken.“ Dazu will der Verein unter anderem einen wachsenden Pool von Investoren aufbauen, (inter)nationale Kooperationen mit anderen Netzwerken anbahnen und innovative Unternehmen in der Region halten, stärken und ansiedeln. Darüber hinaus stehen die Baltic Business Angels Politik, Verbänden, Hochschulen und Institutionen als kompetenter Ansprechpartner rund um Fragen der Unternehmensgründung zur Verfügung.

Die Szene der „Business Angels“ sei im Norden, wie in Deutschland insgesamt im Gegensatz zu anderen Ländern eher schwach ausgeprägt. Darum werde das neue Unterstützer-Netzwerk seitens des Landes über die WTSH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH) im Rahmen des Projekts „Innovationsorientiertes Netzwerk Start-up Schleswig-Holstein“ unterstützt.

Gestrichene Züge im Netz-Ost sorgen weiter für Unmut bei DB-Kunden und beim Land

Buchholz und NAH.SH-Chef Wewers
Verkehrsminister Bernd Buchholz und NAH.SH-Chef Bernhard Wewers haben die kurzfristige Streichung von Zügen aus den Fahrplänen der DB Regio AG im Norden scharf kritisiert. Die mehrwöchigen Streichungen von einzelnen Zugverbindungen seien für das Land nicht akzeptabel, sagte Buchholz der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich drohte er DB Regio mit weiteren Strafen wie bereits auf der pannenträchtigen Marschbahnstrecke zwischen Hamburg und Sylt: «Nicht gelieferte Leistungen werden grundsätzlich auch nicht vergütet.» Darüber hinaus würden in künftigen Verkehrsverträgen die Sanktionsmöglichkeiten erweitert.
Seit Montag fallen 18 Züge – überwiegend frühmorgens oder spätabends – auf unbestimmte Zeit aus. Betroffen sind die Strecken Lübeck-Kiel, Lübeck-Travemünde-Strand, Lübeck-Neustadt-Fehmarn und Lübeck-Lüneburg. Die Bahn nennt den Mangel an Lokführern als Grund. Für die Fahrgäste gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis. Wie lange die Zugverbindungen ausfallen werden, teilte das Unternehmen nicht mit. Kunden finden eine Auflistung aller betroffenen Verbindungen im Internet oder der App der Deutschen Bahn.

Buchholz betonte, das Land versuche seit Jahren mit viel Geld, Menschen dazu zu bringen, von der Straße auf die Schiene umzusteigen. «Diese Bemühungen werden derzeit von der DB Regio auf vielen Strecken buchstäblich ausgebremst.» Er erhoffe sich vom Besuch des Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG, Jörg Sandvoß, Ende September eine deutliche Zusage: «Dass die DB alles in ihrer Macht stehende veranlasst, damit die unhaltbaren Zustände kurzfristig beseitigt werden.» Dazu gehöre insbesondere, in mehr Personal zu investieren“

Kunden finden eine Auflistung aller betroffenen Verbindungen im Internet oder der App der Deutschen Bahn. 

Betroffen sind:

RE83 Lübeck–Lüneburg

RE 21837, Lübeck Hbf (22.09)–Lüneburg (23.15), täglich

RE 21802, Lüneburg (4.20)–Lübeck Hbf (5.36), montags bis freitags

RE 21806, Lüneburg (6.30)–Lübeck Hbf (07.52), samstags und sonntags

RE 21831, Lübeck Hbf (19.09)–Lüneburg (20.15), freitags und samstags

RE 21834, Lüneburg (20.30)–Lübeck Hbf (21.53), freitags und samstags

RB84 Lübeck–Kiel

RB 21676, Lübeck Hbf (18.28)–Kiel Hbf (19.56), sonntags

RB 21687, Kiel Hbf (20.04)–Lübeck Hbf (21.32), sonntags

RB85 Lübeck–Neustadt–Fehmarn

RB 21722, Lübeck Hbf (16.12)–Neustadt (Holstein) (16.51), samstags und sonntags

RB 21743, Neustadt(Holstein) (17.14)–Lübeck Hbf (17.54), samstags und sonntags

RB 21726/21776, Lübeck Hbf (18.12)–Neustadt(Holstein), täglich

RB 21733, Neustadt(Holstein) (19.23)–Lübeck Hbf (19.54), täglich

RB 21732/21782, Lübeck Hbf (21.12)–Neustadt (21.52-Puttgarden (22.55), täglich

RB 21736, Lübeck Hbf (23.12)–Puttgarden (0.55), täglich

RB 21707, Puttgarden (5.19)–Lübeck Hbf (6.54), täglich

RB 21709, Puttgarden (6.20)–Lübeck Hbf (7.54), Ausfall vsl. nur bis Neustadt(Holstein), montags bis freitags

RB 21711, Puttgarden (7.20)–Lübeck Hbf (8.54), Ausfall vsl. nur bis Neustadt(Holstein), samstags und sonntags

Grundsätzlich fahren alle anderen Züge nach/von Puttgarden über Neustadt/H ohne Zugteilung/-vereinigung.

RB86 Lübeck – L-Travemünde-Strand

RB 21536, Lübeck Hbf (23.03)–Lübeck-Travemünde Strand (23.25), samstags und sonntags

RB 21541, Lübeck Travemünde Strand (23.34)–Lübeck Hbf (23.56), samstags und sonntags

Buchholz betonte, das Land versuche seit Jahren mit viel Geld, Menschen dazu zu bringen, von der Straße auf die Schiene umzusteigen

DB Regio DB Schleswig-Holstein hat nach eigenen Angaben die Rekrutierungsanstrengungen bereits deutlich verstärkt. Man sei dabei, mit einer Ausbildungsoffensive gegenzusteuern, teilte ein Bahnsprecher mit. «So beginnen nun alle zwei Monate neue Ausbildungslehrgänge.» Allerdings dauere es etwa zehn bis zwölf Monate, bis ein ausgebildeter Triebfahrzeugführer dem Betrieb zur Verfügung stehe. Das Thema Lokführermangel beschäftige aktuell die gesamte Branche, sagte der Bahnsprecher.

Die Zugstreichungen sind nach den Worten von Buchholz mit dem Desaster auf der Marschbahn nicht vergleichbar. Es gebe auf den Linien einen Busersatzverkehr. Dieses sei zwischen Niebüll und Westerland nicht möglich. Zudem handle es sich eher um Randzeiten mit wesentlich weniger Fahrgästen. Und drittens seien die Zugausfälle zumindest ein wenig früher angekündigt worden. «Trotzdem ärgere ich mich auch über diese Maßnahme maßlos», sagte Buchholz.

Autofahrer aufgepasst – Erstklässler sind unterwegs – ADAC startet Sicherheitsaktion

ADAC
Schleswig-Holsteins ADAC-Chef Hillebrand (hinten Mitte) mit Verkehrsminister Buchholz (vorn) und Erstklässlerinnen und Erstklässlern der Altenholzer Claus-Rixen-Schule 

„Schule in Sicht. Kids im Blick“ – so lautet das Motto der diesjährigen Sicherheitsaktion für Erstklässler. Das Tragen einer Sicherheitsweste gibt Kindern und Eltern zusätzliche Sicherheit, wenn im Herbst bei Dunkelheit viele Erstklässler zum ersten Mal den Schulweg meistern. Gerhard Hillebrand, ADAC-Vorsitzender in Schleswig-Holstein, verteilte heute  gemeinsam mit Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz die ersten Westen an der Claus-Rixen-Schule in Altenholz bei Kiel – eine der größten Verkehrssicherheitsaktionen bundesweit.

Grundschülern fehlt aufgrund ihrer Körpergröße im öffentlichen Verkehrsraum häufig der Überblick. „Hinzu kommt, dass das Richtungshören noch nicht ausgeprägt und das Sichtfeld eingeschränkt ist. So können die Kinder herannahende Verkehrsteilnehmer aus dem Augenwinkel nicht immer erkennen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Kinder eine Sicherheitsweste tragen“, so der ADAC-Vorsitzende beim Lokaltermin in der Altenholzer Schule.

Aber nicht nur auf dem Schulweg sollte das Anziehen der optisch auffallenden Sicherheitsweste zur Selbstverständlichkeit werden. Auch in der Freizeit sollte sie immer dazu gehören. Hillebrand versicherte, dass eine Sicherheitsweste maßgeblich zur besseren Sichtbarkeit beiträgt und Erstklässler bereits aus einer Distanz von 140 Metern bei Dunkelheit gesehen werden.

Ein echtes Anliegen bleibt die Verkehrssicherheit auch für Verkehrsminister Bernd Buchholz: „Grundschüler gehören zu den Schwächsten im Straßenverkehr. Sie können oftmals die Gefahren noch nicht richtig einschätzen. Deshalb ist es umso wichtiger, die passive Sicherheit durch mehr Sichtbarkeit zu erhöhen. Durch die Signalwirkung der neongelben Sicherheitsweste der ADAC Stiftung werden Kinder schon von weitem sichtbar. Wie viele Unfälle dadurch vermieden werden, das taucht in keiner Statistik auf.“ Gemeinsam mit Hillebrand bat er die Jungen und Mädchen der Claus-Rixen-Schule und aller anderen Schulen im Land, die Westen nicht nur anzuprobieren, sondern zukünftig auch zu tragen.

Im Rahmen der Sicherheitsaktion für Erstklässler der ADAC Stiftung werden dank der Unterstützung des ADAC Schleswig-Holstein im nördlichsten Bundesland in den kommenden Tagen mehr als 22.000 Sicherheitswesten –bundesweit sind es mehr als 760.000 – an die Schulanfänger verteilt. Die gesamte Logistik – Verschiffung, Verzollung, Konfektionierung und Versand – von 30.000 Paketen an 16.000 Grundschulen wird wie jedes Jahr von der Deutschen Post DHL kostenfrei als Kooperationsbeitrag gestellt

Nun ist es amtlich: Gabriel Felbermayr löst im März 2019 Dennis Snower an der IfW-Spitze ab

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Wachwechsel im März: Prof. Felbermayr aus München löst IfW-Präsident Dennis Snower ab

Der österreichische Ökonom Gabriel Felbermayr wird 2019 neuer Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Der 42-Jährige folgt im März auf Dennis Snower (67), wie das Institut am heute mitteilte. Derzeit ist Felbermayr Professor für Volkswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität und Leiter des Zentrums für Außenwirtschaft am ifo-Institut in München.

«Mein Ziel ist es mitzuhelfen, Kiel zu einem führenden Ort der weltwirtschaftlichen Forschung in Europa zu machen», sagte Felbermayr. Er freue sich darauf, «gemeinsam mit den Spitzenforschern, die schon in Kiel arbeiten, politikrelevante Beiträge zur wissenschaftlichen Analyse der Globalisierung leisten zu dürfen».

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz begückwünschte Felbermayr zu seiner Entscheidung und hieß ihn schon jetzt im echten Norden herzlich willkommen: „Sie übernehmen ein bereits sehr renommiertes Institut, das in den letzten Jahren unter anderem gezeigt hat, wie man große Themen der Weltwirtschaft bis in die Regionen vermittelt und interessant macht“ , sagte Buchholz – unter anderem mit Blick auf das diesjährige GSS im Rahmen der Digitalen Woche in Kiel. Als „Ableger“ des früheren Global Economic Symposiums (GES) ziehe das Global Solutions Summit (GSS) den Bogen vom Globalen zum Regionalen, das treffe auf großen Anklang., so der Minister.

Der Präsident der Kieler Christian-Albrechts-Universität, Lutz Kipp, bezeichnete ihn als «ausgewiesenen Experten im Bereich des internationalen Handels». Die Hochschule sei überzeugt, dass er «schon bald neue und sichtbare Akzente setzen wird».

Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) sagte, «die Landesregierung ist außerordentlich erfreut, dass mit Professor Felbermayr ein Wissenschaftler gewonnen werden konnte, der sowohl wissenschaftlich als auch in der Politikberatung und für die Leitung einer großen außeruniversitären Forschungseinrichtung hervorragend ausgewiesen ist».

Seit 2004 ist der Amerikaner Snower Präsident des IfW. Seine Präsidentschaft endet im Februar. Dessen Amtszeit war zuletzt 2014 verlängert worden, bis zum maximalen Zeitpunkt der nach dem Beamtenrecht aus Altersgründen möglich.

Die Winde stehen gut – Buchholz fordert Gründerinnen und Gründer auf: Jetzt Segel setzen!

Mit einer mehrteiligen Serie und dem Aufruf zur Teilnahme am traditionellen LN-Existenzgründerpreis machen die „Lübecker Nachrichten“ (hier ein Ausschnitt aus der heutigen Sonntagausgabe) potenziellen Firmengründern Mut, den Schritt von der Idee in die Praxis auch zu wagen. „Natürlich birgt jede Gründung die Gefahr, dass es am Ende nicht klappt. Aber das ist kein Scheitern. Im Gegenteil. Gescheitert sind nur die Ideen, die in den Köpfen möglicher Gründerinnen und Gründer verborgen bleiben“, sagt Wirtschaftminister Bernd Buchholz. Das Land helfe und stütze in jeder Phase des Aufbaus, außerdem gebe es bei der WT.SH den neu gegründeten Verein der „Baltic Business Angel“, einem Zusammenschluss erfahrener Praktiker, bei denen sich Novizen Rat holen können.


Zur Erinnerung hier noch einmal der Minister-Appell im Rahmen unserer Rubrik „Meine Meldung der Woche“ anlässlich des Unternehmerinnen-Forums

Meldung der Woche: Buchholz appelliert an alle angehenden Fachkräfte: #bleib oben !!

Schon in Goethes „Erinnerung“ heißt es: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah…“ Und das gilt aus Sicht der Landesregierung auch ganz aktuell für Ausbildungs- und Arbeitsplätze im echten Norden. Dennoch steuert das Land bis zum Jahr 2030 auf eine Fachkräftelücke von 85.000 Menschen zu.

Mit der Instagram-Kampagne #bleib-oben, die bereits rund zwei Millionen Profile erreicht hat, hält das Wirtschaftsministerium deshalb dagegen und wirbt bereits bei Studenten, Schülerinnen und Schülern darum, dem echten Norden bei Ausbildung und Job die Treue zu halten.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz findet allerdings, dass auch die mittelständische Wirtschaft noch ein wenig stärker die Werbetrommel rühren könnte – und appelliert im Rahmen seiner „Meldung der Woche“ an beide Seiten: bleibt oben !

 

Landtag schließt sich Buchholz-Vorstoß zur Kosten-Drittelung bei Diesel-Nachrüstung an

An der Handwerkskammer Flensburg werden Kfz-Mechatroniker ausgebildet

Erst erntete er Kritik und Spott – nun schließt sich der Landtag seinem Vorschlag mehrheitlich an: Die Landesregierung wird sich auf Bundesebene für ein Förderprogramm zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen der Abgasnorm Euro 4 und 5 einsetzen. Die Kosten für diese Hardware-Nachrüstungen, die absehbar zwischen 1000 bis 5000 Euro liegen, sollen dabei zu jeweils einem Drittel von Automobilherstellern, Bund und Fahrzeughaltern getragen werden. Die Jamaika-Koalition und der SSW verabschiedeten heute nach einer sehr emotional geführten Debatte einen entsprechenden Alternativantrag gegen die Stimmen von SPD und AfD.

Konsens im Landtag war entsprechend dem Buchholz-Vorstoß, dass Hersteller, die Abgaswerte manipuliert haben, die Fahrzeuge selbstverständlich auch auf ihre Kosten nachbessern müssen, um die gesetzlichen Grenzwerte zu erreichen. Das sieht auch der Antrag von CDU, Grünen und FDP vor.

Hier die Landtagsrede von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)

Und hier – zur Erinnerung – noch einmal der Vorschlag des Ministers – von ihm selbst vor einem Monat in unserer Rubrik „Meine Meldung der Woche“ erklärt.

 

 

 

Keine Lokführer: DB Regio sattelt im Netz Ost teilweise auf Busse um

Pendler blockieren in Klanxbüll die Züge der Marschbahn

Nach den anhaltenden Problemen beim Sylt-Verkehr im Netz-West nun Personalnot bei der Deutschen Bahn im Netz-Ost: Weil das Unternehmen zur Zeit zu wenig Lokführer hat, fallen ab Montag mehrere Einzelverbindungen auf unbestimmte Zeit aus. Das teilte das Unternehmen heute mit. Betroffen sind die Strecken Lübeck-Lüneburg, Lübeck-Kiel, Lübeck-Neustadt-Fehmarn und Lübeck-Travemünde-Strand. Bei den ausfallenden Zügen handelt es sich überwiegend um Verbindungen frühmorgens oder spätabends. Für die Fahrgäste wird ein Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis eingerichtet. Wie lange diese Maßnahme andauern wird, teilte das Unternehmen nicht mit. Kunden finden eine Auflistung aller betroffenen Verbindungen im Internet oder der App der Deutschen Bahn.

DB Regio Schleswig-Holstein habe seine Rekrutierungsanstrengungen bereits deutlich verstärkt und sei dabei, mit einer Ausbildungsoffensive gegenzusteuern, teilte das Unternehmen mit. «So beginnen nun alle zwei Monate neue Ausbildungslehrgänge. Zuletzt wurden am 1. September neun neue Lokführer-Anwärter begrüßt», hieß es in der Mitteilung. Allerdings dauere es etwa zehn bis zwölf Monate, bis ein ausgebildeter Triebfahrzeugführer dem Betrieb zur Verfügung steht.

Verkehrsminister Buchholz zeigte sich am Rande der heutigen Landtagssitzung in Kiel, in der es unter anderem einmal mehr um die Probleme der DB Regio  ging, verärgert über die Ankündigung. Er sagte im Gespräch mit Journalisten (Audio starten – „im Browser anhören“)

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus