Die Betriebe im Bauhauptgewerbe Schleswig-Holsteins haben im ersten Halbjahr 2015 weniger Umsätze erzielt. Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres sanken die Erlöse um neun Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistikamtes Nord lag die Zahl der Auftragseingänge hingegen mit 751 Millionen Euro um drei Prozent höher als im Vergleichszeitraum.
Insgesamt waren in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 22 100 Menschen im Bauhauptgewerbe beschäftigt (minus zwei Prozent). Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden reduzierte sich um zwei Prozent auf 12,9 Millionen Stunden.
Nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer lassen die Halbjahreszahlen keine Rückschlüsse auf eine mögliche Verschlechterung der wirtschaftliche Lage der Bauwirtschaft in Schleswig-Holstein zu. „Die vorgelegten Daten sprechen eher für eine leichte konjunkturelle Überhitzung im Vorjahr“, so Meyer. Außerdem führe die Abrechnung von Großaufträgen zu Schwankungen in den Umsatzzahlen, die eine Vergleichbarkeit erschweren. Für das Baugewerbe blicke er deshalb weiterhin optimistisch in die Zukunft. Der Zuwachs an Auftragseingängen im ersten Halbjahr 2015 um drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum spreche dafür. „Insbesondere gab es hohe Auftragszuwächse im Wohnungsbau mit 19 Prozent und im öffentlichen sowie Verkehrsbau mit rund 13 Prozent“, so Meyer.