Nachfolger von „Poseidon“ und „Meteor“ wird in Kiel stationiert

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Prof. Schulz von der DFG, Prof. Herzig und Minister Meyer bei der PK an Bord der „Poseidon“

Heimatkafen des Nachfolgers von „Poseidon“ und „Meteor“ wird ab 2020 Kiel – Meyer: Trotzdem an Finanzierung denken

Der Nachfolger für die beiden deutschen Forschungsschiffe «Poseidon» und «Meteor» wird am Kieler Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung stationiert. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und der für das Geomar zuständige Wirtschaftsminister Reinhard Meyer begrüßten die Entscheidung: „Das ist ein deutliches Bekenntnis des Bundes zum Meeresforschungs-Standort Schleswig-Holstein und untermauert die weltweit führende Stellung des GEOMAR in seiner Disziplin“. Erfreulich sei aber vor allem, dass die Kieler Meeresforschung in nicht einmal fünf Jahren einen hochmodernen Ersatz für die alte „Poseidon“ erhalte. „Die technischen Möglichkeiten und Einsatzgebiete werden dann weit größer sein als bisher Das Land Schleswig-Holstein wird die Vorbereitungen zur technisch-wissenschaftlichen Konzeption und Ausstattung des neuen Schiffes nach Kräften begleiten und unterstützen“, sagte Albig.

Wie Meyer am Nachmittag in einem Pressegespräch an Bord der „Poseidon“ in Kiel sagte, müsse es in einem zweiten Schritt nun aber auch darum gehen, die künftige Finanzausstattung der Kieler Meeresforscher im Blick zu haben. „Die eingesparten Betriebskosten für den einst vertraglich vereinbarten und bereits geplanten 1:1-Nachfolgebau der ,Poseidon‘ sollten dem Forschungsstandort Schleswig-Holstein strukturell und dauerhaft zur Verfügung gestellt werden.“

eis_Meyer_Reinhard_020Im Gespräch mit dem
NDR Schleswig-Holstein-Magazin
(Beitrag heute Abend um
19.30 Uhr auf N 3)
sagte Meyer

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hatte zuvor mit der Bekanntgabe des künftigen Heimathafens versichert, dass der Nachfolgebau die Möglichkeiten der beiden bisherigen Forschungsschiffe abdecke und die so eingesparten Betriebskosten für „zusätzliche Meeresforschungsprojekte sowie für die Datenauswertung“ zur Verfügung gestellt werden.

„Damit werden frühere Vereinbarungen mit dem Bund zur Entlastung des Landes um jährlich 25 Millionen Euro bereits zu einem Teil mit Leben erfüllt“, sagte Meyer. Hintergrund der Vereinbarungen vor fünf Jahren war die Umwandlung des GEOMAR von einer Leibniz-Einrichtung in ein Helmholtz-Zentrum zum 1.1.2012. Leibniz-Einrichtungen werden hälftig von Land und Bund finanziert, während ein Helmholtz-Zentrum zu 90 Prozent vom Bund getragen wird. Mit dieser Aktion war 2010 der Fortbestand der Mediziner-Ausbildung an der Universität Lübeck gesichert worden.  Poseidon3

Das gemeinsame Nachfolgeschiff für die „Meteor“ und die „Poseidon“ soll nach Angaben des Bundes etwa die Größe der jetzigen „Meteor“ haben und damit größer sein als die noch bis 2019 aktive „Poseidon“. Die genauen Kosten für das Schiff stehen bislang ebenso wenig fest wie der künftige Name oder die Zuständigkeiten für Einsatzplanung und Fahrtkoordinierung. Meyer: „Ich hoffe sehr, dass der Name des neuen Schiffes wieder ,Poseidon‘ lauten und so eine große Kieler Forschungstradition fortsetzen wird.“

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