Förderinstitute des Landes stellten 2015 die Weichen für 3000 neue Arbeitsplätze

Nicht genug Kapital Sicherheiten? Im „echten Norden“ helfen drei drei Förderinstitute. Minister Meyer zog heute mit ihnen Bilanz

Viele Euro Geldscheine der Europäischen Union.

Die Förderinstitute des Landes haben im vergangenen Jahr wieder hunderten Unternehmen in Schleswig-Holstein mit Krediten, Zuschüssen und Beteiligungskapital über die Runden geholfen. Investitionsbank, Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft hätten auch 2015 wichtige Impulse für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung gegeben, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute in Kiel zur Jahresbilanz. Die «Förderfamilie sei beileibe keine Selbstverständlichkeit in Deutschland und ein großer Standortvorteil.

Mit ihren Finanzierungszusagen trugen die Förderinstitute in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr zur Schaffung von 3000 neuen Arbeitsplätzen bei. Dies entspricht einem Plus zum Vorjahr von 35 Prozent. Die Zahl der geförderten Unternehmen stieg um 7,8 Prozent auf 879. Damit waren die Förderbanken stark gefragt, obwohl die Zinsen im Keller und die Kredithürden eher niedrig sind.

Die Förderinstitute helfen vor allem kleinen Unternehmen, die von der Hausbank allein nicht den gewünschten Kredit bekommen. Wenn Sicherheiten fehlen, gibt die Bürgschaftsbank Rückendeckung, bei Eigenkapitalmangel springt die Beteiligungsgesellschaft ein, bei Finanzierungslücken hilft die Investitionsbank. Diese allein stellte der Wirtschaft 2015 Darlehen, Förderrefinanzierungen und Zuschüsse in Höhe von 724 Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurden 213 Millionen Euro als Konsortialkredite gemeinsam mit den Hausbanken an Unternehmen und Selbstständige vergeben, vor allem für Investitionen in Produktionsanlagen.

In drei spezielle Beteiligungskapitalprodukte flossen laut Meyer 2015 insgesamt 76 Millionen Euro zusätzlich, womit Investitionen von schätzungsweise 500 Millionen Euro ausgelöst worden seien. Er sei für das laufende Jahr insgesamt zuversichtlich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, sagte der Minister.

Ein Schwerpunkt bleibt die Gewinnung von innovativen Unternehmern, die selbst Betriebe gründen oder welche übernehmen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre brauchen rund 7000 Unternehmen mit 220 000 Arbeitnehmern eine Nachfolgeregelung, weil Geschäftsführer aus Altersgründen ausscheiden. «Die Nachfolger stehen nicht Schlange», sagte der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank, Erk Westermann-Lammers. Die Förderinstitute trügen dazu bei, Nachfolge-Regelungen zu organisieren. «Wir müssen für Unternehmertum werben», sagte Minister Meyer. Er tue das beispielsweise auch bei Besuchen in Schulen.

Die Förderinstitute unterstützen Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen vom 1. März an mit einem neuen Produkt für Investitionen zwischen 25 000 und 500 000 Euro, die über einen Hausbank-Kredit finanziert werden. Das Instrument kombiniert eine zinsgünstige Refinanzierung durch die Investitionsbank mit einer 80-prozentigen Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank.

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