Meyer und Schmidt bekräftigen Fahrplan für die Fehmarnbeltquerung

Meyer nach Treffen mit seinem dänischen Amtskollegen: Fahrplan für Fehmarnbelt-Tunnel steht

Schmidt4Wie Meyer im Pressegespräch nach der heutigen 13. Sitzung der deutsch-dänischen Verkehrskommission in Sonderborg sagte, sei er sich mit seinem Kopenhagener Amtskollegen Hans-Christian Schmidt einig, dass die Verschiebung der Vertragsunterzeichnung mit den Baukonsortien für das Milliardenprojekt nichts am Fahrplan für das Milliardenprojekt ändern werde.

Die für den 13. Mai angekündigte Vertragsunterzeichnung zum Bau des Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark war am Tag davor überraschend abgesagt worden. Mehrere Firmen hatten Klagen eingereicht. Schmidt habe ihm erklärt, die Vergaberechtsentscheidung werde noch im Mai fallen. Nach derzeitigem Stand ist mit einem Baubeginn frühestens Ende 2019 zu rechnen.

Im Hinblick auf die für beide Länder wichtige Jütland-Route über Flensburg hoffen beide Minister nach den Worten von Meyer auf Nachbesserungen an den Plänen des Bundes für die Schiene. Besonders wichtig wäre laut Meyer angesichts der wachsenden Verkehrsströme der Bau eines dritten Gleises zwischen Elmshorn und Hamburg, was der Entwurf des neuen Bundesverkehrwegplans nicht vorsieht. Nachzudenken sei auch darüber, ob der Bund tatsächlich noch 50 Jahre auf die betagte Rendsburger Hochbrücke setzen wolle.

Meyer_TouriMeyer sagte in dem Pressegespräch weiter
(Audiopfeil klicken)

Im Anschluss an die Kommissionssitzung fand erstmalig die gemeinsame Jütland-Konferenz (Jutland Summit) statt. Eingeladen waren dazu Parlamentsabgeordnete aus beiden Staaten, Vertreter der Grenzregionen, der Kommunen und von Wirtschaftsunternehmen.

Einheitlicher Tenor der Jütland-Konferenz war laut Meyer die verkehrswirtschaftliche Bedeutung der Jütlandroute für die grenzüberschreitenden Verkehre zwischen Deutschland und Dänemark. „Die Jütlandroute wird auch nach der Fertigstellung des Fehmarnbelttunnels die wichtigste Verkehrsachse zwischen beiden Ländern bleiben und hinsichtlich der Transportketten absehbar auch stärker frequentiert“, so der Minister. Das gelte im Hinblick auf ihre Verkehrsbedeutung in erster Linie für die Autobahn A 7, die auf dänischer Seite E 45 heißt, sowie für die Jütlandeisenbahnlinie, die von Hamburg bis in den Norden Jütlands führt. Nicht zu vernachlässigen seien aber auch die Straßen- und Schienenwege entlang der Westküste wie die A 23 und B 5 sowie die Marschbahnlinie von Hamburg bis Westerland/Sylt, die über Niebüll mit Esbjerg.

Die Jütland-Konferenz begrüßte, dass das Bundesverkehrsministerium die wichtigen Straßenneu- und Ausbauvorhaben in Schleswig-Holstein, die auch für die Verkehre von und nach Skandinavien von erheblicher verkehrswirtschaftlicher Bedeutung sind, im Vordringlichen Bedarf des künftigen Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) einstufen will.  Meyer: „Dies betrifft maßgeblich den Bau der A 20 mit einer westlichen Elbquerung bei Glückstadt, den Ausbau der A 23 im hoch belasteten Abschnitt zwischen Tornesch und Eidelstedt sowie die Ortsumfahrung der B 5 im nordfriesischen Abschnitt zwischen Hattstedt und Bredstedt.“

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