Große Rüstungsbetriebe im Norden hoffen auf Aufträge aus dem Ausland

SH-Rüstungsindustrie steuert mit gebremsten Umsatzerwartungen ins Jahr 2017

Im Bau befindliches U-Boot der Dolphin-Klasse auf dem Gelaende der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) GmbH in Kiel

Die Rüstungsindustrie in Schleswig-Holstein steuert das nächste Jahr mit gedämpften Umsatzerwartungen an. Die Lage sei schlechter als vor einem Jahr, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Wehrtechnik, Dieter Hanel, heute in Kiel. Das gelte vor allem für größere Unternehmen. «Die Hoffnungen richten sich auf das Ausland und eine Trendumkehr in der deutschen Verteidigungspolitik.»

Hanel stützte seine Aussagen auf eine Umfrage, an der 20 Betriebe mit 20 600 Mitarbeitern mitwirkten. 5600 arbeiten direkt in der Wehrtechnik. Wegen großer Unsicherheit über die künftige Entwicklung verharrten die Investitionen auf Vorjahresniveau, hieß es. Ins Stocken gerate der Beschäftigungsaufbau. Probleme gebe es bei Ausfuhrgenehmigungen. Hanel warf der Bundesregierung eine unkalkulierbare Rüstungsexportpolitik, zu lange Bearbeitung bei Exportgenehmigungen und mangelnde politische Unterstützung vor. Dies mache es der Branche schwer bis unmöglich, auf wichtigen Märkten im Ausland nachhaltig zu wachsen. Die Landespolitik bemühe sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Frank_NaegeleWirtschafts-Staatssekretär Frank Nägele erinnte vor diesem Hintergrund daran, dass vor allem der gesamte Marineschiffbau vom Exportgeschäft abhängig sei, weil die Nachfrage der deutschen Marine stark zurückgegangen sei. Hinzu komme, dass der Bund den Auftrag für die geplanten Mehrzweckkampschiffe europaweit ausgeschrieben habe. „Da Deutschland bisher als einziges europäisches Land seine Marineschiffbauaufträge ausschreibt, setzen wir uns beim Bund dafür ein, den Überwassermarineschiffbau jedenfalls solange in die Liste der Schlüsseltechnologien für Verteidigung aufzunehmen, bis es zu einheitlichen Vergabestandards auf europäischer Ebene gekommen ist“, so Nägele. Er erinnerte zudem an die bislang aussichtsreichen Verhandlungen von TKMS über den Bau von U-Booten für die norwegische Marine

Der Arbeitskreis vertritt 28 Betriebe mit 21 640 Beschäftigten. Davon arbeiten gut 6000 direkt in der Wehrtechnik. Der Umsatz bewegt sich bei generell steigender Tendenz zwischen 1 und 1,5 Milliarden Euro. Der Exportanteil schwankt zwischen 50 und 70 Prozent. Zur Produktpalette gehören U-Boote, andere Marineschiffe, Panzer und Schützenpanzer sowie Kommunikations- und Luftfahrttechnik.

Ein Kommentar zu “Große Rüstungsbetriebe im Norden hoffen auf Aufträge aus dem Ausland”

  1. Diese Verbrecher tun mir gar nicht leid. Die sollen erst mal selber in die aktuellen Kriegsgebiete fahren. Dann würde ihnen vielleicht klar werden, was sie die ganze Zeit tun!
    Durch diese Dummköpfe werden tausende unschuldige Menschen grausam umgebracht. Krieg ist keine Lösung und deshalb gehören Waffenexporte von Deutschem Boden aus VERBOTEN!

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