Küstenminister: Energiewende stärker auf wirtschaftliches Potenzial abklopfen

Meyer und andere Nord-Minister: „Deutschland muss stärker die wirtschaftlichen Pozenziale der Energiewende heben“

kuewi
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Gäste der heutigen Küstenwirtschaftsministerkonferenz in Hamburg

Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den fünf norddeutschen Ländern hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute in Hamburg an den Bund appelliert, die wirtschaftliche Bedeutung der Energiewende für den gesamten norddeutschen Raum nicht zu unterschätzen: „Nur wenn die wirtschaftlichen Potenziale der Energiewende konsequent realisiert werden, schaffen wir dauerhaft Akzeptanz und Unterstützung im Norden“, sagte Meyer bei der Herbst-Konferenz der Küstenwirtschafts- und Verkehrsminister im Hamburger Rathaus.

Wie der Minister weiter sagte, habe Schleswig-Holstein einen Antrag in die Konferenz eingebracht, der darauf abziele, dass bei der so genannten Sektorenkopplung nicht einseitig auf Elektrifizierung gesetzt werde, sondern die verschiedenen Infrastrukturen für Gas, Strom, Wärme und Mobilität durch die Power-to-X-Technologien intelligent miteinander verbunden werden. In diesem Zusammenhang spiele die Gasinfrastruktur eine wichtige Rolle, deren Nutzung auch eine Entlastung auf der Kostenseite bedeuten kann. Meyer: „Wir haben deshalb alle gemeinsam ein Schreiben an Bundesminister Gabriel auf den Weg gebracht, in dem wir Rahmenbedingungen für einen diskriminierungsfreien Marktzugang und einen wirtschaftlichen Betrieb der Power-to-X-Anlagen anmahnen.“

Die Konferenz unter Leitung von Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch bekräftigte zudem ihr Bekenntnis zur Industrie in Norddeutschland und zur stärkeren Kooperation der norddeutschen Länder in der Industriepolitik. „Wir betrachten die Industriepolitik in diesem Zusammenhang als eine ganzheitliche Querschnittsaufgabe, die an den für die Industrie wichtigen Rahmenbedingungen wie etwa der Innovationsförderung, der Fachkräftesicherung und der Infrastrukturentwicklung ansetzen muss“, so Horch.  Im Sinne der Intensivierung der industriepolitischen Zusammenarbeit sollen bestehende Ansätze ausgebaut und darüber hinaus konkrete Projekte in industriellen Schwerpunktbereichen entwickelt werden, die zu einer Stärkung der industriellen Basis in Norddeutschland beitragen können.

Ein weiteres Thema der Nord-Minister: Die Weiterentwicklung der Infrastruktur in Norddeutschland. Dabei hätten die norddeutschen Senatoren und Minister unter anderem die Bedeutung der Fehmarnbelt-Querung als auch der A 20 bekräftigt. „Die A 20 wird durch eine Optimierung der Verkehrswege in Norddeutschland zu einer Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit der  Industrie-, Wirtschafts- und Tourismuszentren beitragen. Dadurch wird die Metropole Hamburg entlastet und Westeuropa über die bereits bestehende Ostseeautobahn Lübeck – Stettin noch näher an Polen heranrücken“, so Meyer.

Hamburg werde auch weiterhin die Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen beim Bau der A 20 unterstützen und den gemeinsamen Dialog mit der Bundesregierung in der bewährten konstruktiven Weise fortsetzen.

Im Anschluss trafen sich die Minister zum traditionellen Meinungsaustausch mit über 25  Präsidenten und Geschäftsführern  und Mitgliedern der Industrie- und Handelskammern aus Norddeutschland

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s