Land, Bahn und Sylt-Pendler ziehen zufriedene Bilanz nach Betreiberwechsel auf Marschbahn

Marschenbahn: Meyer und DB-Regio-Chef Reh ziehen positive Bilanz der ersten Woche nach Fahrplanwechsel

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Neun Tage nach dem Betreiberwechsel auf dem so genannten Netz-West haben Verkehrsminister Reinhard Meyer und DB-Regio-Chef Torsten Reh heute auf Sylt eine weitgehend positive Bilanz gezogen: „Auch wenn man angesichts von 84 bundesweit zusammen geliehenen Ersatz-Reisezügen von einem optimalen Zustand sicher noch entfernt ist, so lässt sich sagen: Die Lage hat sich beruhigt und stabilisiert“, erklärte Meyer nach einem Gespräch mit Sylter Pendlern und Unternehmern. Nach den Worten von DB-Regio-Chef Reh habe es in den vergangenen Tagen keine Zugausfälle und eine Pünktlichkeitsquote von 93 Prozent gegeben.

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Meyer sagte nach dem Treffen im Gespräch mit Journalisten

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Der Sylt-Verkehr, der unter anderem täglich von rund 4500 Berufspendlern genutzt wird, war vor allem im November erheblich beeinträchtigt. Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB), die den Betrieb am 11. Dezember nach 11 Betriebsjahren im Rahmen einer Neuausschreibung an die Deutsche-Bahn-Tochter DB-Regio abgeben musste, hatte 90 Waggons wegen defekter Waggon-Kupplungen aus dem Verkehr ziehen müssen. Tausende Menschen waren täglich von Ausfällen und Verspätungen betroffen. Inzwischen bedient die Bahn sämtliche Verbindungen mit Ersatzzügen, hat aber auch die derzeit stillgelegten Wagen von der NOB übernommen, die nach Angaben von Reh frühestens im März 2017 wieder vollständig zur Verfügung stehen werden.

Im Gespräch mit dem Minister kritisierten die Pendler unter anderem die aus ihrer Sicht nicht ausreichende Entschädigung der Betroffenen durch den schleswig-holsteinischen Verkehrsverbund NAH.SH in Höhe von maximal 80 Euro. NAH.SH-Sprecher Dennis Fiedel warb um Verständnis: „Es ging in erster Linie darum, eine möglichst rasche und unbürokratische Lösung zu finden. Dazu gehörte auch das Setzen einer ökonomisch vertretbaren Höchstgrenze.“ Zugleich erinnerte Fiedel daran, dass Anträge auf Entschädigung noch bis zum 31. Januar 2017 bei der NAH.SH (www.nah.sh) gestellt werden können.

Meyer und Reh kündigten an, noch vor Ostern erneut das Gespräch mit Unternehmern und Pendlern zu suchen.

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