Nach Sturmschäden in Ostseebädern: Land prüft Hilfsmöglichkeiten

Sturmschäden: Landesregierung lotet Hilfsmöglichkeiten für Kommunen aus. Mecklenburg-Vorpommern als Vorbild?

Sturmflut an der Nordsee in Dagebüll

Nach der schwersten Ostsee-Sturmflut seit zehn Jahren denkt die Landesregierung über Hilfen für die betroffenen Orte nach. «Wir haben das heute im Kabinett angesprochen», sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Es solle Hilfestellung analog zu der in Mecklenburg-Vorpommern geleistet werden. Über Einzelheiten sei noch nicht geredet worden. Auch Summen seien noch nicht genannt worden.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister, Till Backhaus (SPD), hatte nach der Sturmnacht Anfang Januar bei einem Vorort-Termin zehn Millionen Euro als Soforthilfen für Schäden an Küstenschutzanlagen angekündigt. Dem Vernehmen nach sind für Schleswig-Holstein Hilfen in Höhe von rund zwei Millionen Euro im Gespräch. Woher das Geld kommen soll ist noch unklar. Hilfen aus bestehenden Fördertöpfen sind wohl nicht möglich.

Bevor Gelder ausgezahlt werden könnten, muss es nach Angaben Meyers zudem zunächst eine vernünftige Bestandsaufnahme geben. Auch die Zuständigkeiten müssten geklärt werden. Deswegen sei eine Arbeitsgruppe unter Federführung des für Tourismus zuständigen Wirtschaftsministeriums eingerichtet worden. Beteiligt sind auch Umwelt-, Innen- und Finanzministerium.

Im besonders stark getroffenen Heiligenhafen (Kreis Ostholstein) sind nach groben Schätzungen Schäden von mehr als 1,5 Millionen Euro entstanden. Das Hochwasser hatte unter anderem viel Strandsand abgetragen, der erst im vergangenen Jahr mit einem Aufwand von 800 000 Euro aufgespült worden war. Die Sturmflut hatte an den Ostseeküsten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Die Schutzanlagen hielten aber stand und Menschen wurden nicht verletzt.

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