Westküsteninitiative: Vielzweckhafen rückt näher – Hoffnung auf LNG-Terminal in Brunsbüttel

Westküsten-Initiative seit vier Jahren am Start: Nägele erwartet 28 Projektanträge für fas 50 Millionen Euro

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Der Westküstenbeirat während seiner heutigen Tagung im IZET in Itzehoe

Die Zusammenarbeit der vier Westküstenkreise Nordfriesland, Steinburg, Dithmarschen und Pinneberg wird in den kommenden drei Jahren vom Land weiter gefördert und erhält zudem erstmals ein Regionalbudget. Wie Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute (1. März) in Itzehoe anlässlich der 11. Sitzung des Westküstenbeirats und der 3. Kon­fe­renz der Regionalen Kooperation Westküste sagte, werde das Land die Kooperation mit jeweils 300.000 Euro jährlich zusätzlich unterstützen. Zusammen mit den Eigenmitteln der Kreise werde die Region dann bis 2020 über knapp 1,3 Millionen Euro verfügen, die sie in eigener Regie für Projekte zur Regionalentwicklung einsetzen könne.

Frank_NaegeleZu den angeschobenen Projekten und Perspektiven sagte Nägele

(Audiopfeil klicken)

„Damit ist die erfolgreiche Arbeit und Netzwerkbildung an der Westküste weiter abgesichert“, so Nägele. Herausragende Beispiele der letzten vier Jahre seien die Arbeit an einer gemeinsamen Innovationsstrategie sowie der Wettbewerb um 30 Millionen Euro an Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms ITI (Integrierte Territoriale Investitionen). Nägele: „Wir erwarten in diesem Jahr 28 Projektanträge mit einem Investitionsvolumen von rund 46 Millionen Euro aus den acht ITI-Konzepten, die das ITI-Gremium und der Westküstenbeirat am 18. Juli letzten Jahres final ausgewählt hatten. Das ist ein toller Investitionsschub für die Westküste.“

Als eindrucksvollen Beleg für die erfolgreiche Arbeit der Westküsten-Gremien nannten Nägele und der Vorsitzende der Regionalen Kooperation, Pinnebergs Landrat Oliver Stolz das vom Bund mit 800.000 Euro geförderte Projekt „Rückenwind – Jugendmobi­lität Westküste“. Für das Projekt wird in jedem Kreis eine Mobilitätsfachkraft einge­stellt, die ab Sommer Praktikums- und Ausbildungsplätze akquiriert sowie Schulabgängerinnen und Schulabgänger und Betriebe und Schulen berät. Mit dem auf drei Jahre angesetzten Verbundprojekt setzten sich die vier Kreise im bundesweiten Wettbewerb „Kommunen Innovativ“ durch.

„Die enge Zusammenarbeit in der Kooperation zahlt sich also aus“, sagte Stolz. Die Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf sei in allen Kreisen ein wichtiges Thema. Die Region weise eine hohe Branchenvielfalt auf – von Zukunftstechnologien und Tourismus über Naturschutz- und Green-Economy-Unternehmen bis zum traditionellen Handwerk und Landwirtschaft. Nach den Worten von Stolz und Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant steuern Forscher der Fachhochschule Westküste in Heide die Methodik bei und sorgen für den Wissenstransfer. Der Landkreis Dithmarschen koordiniert das Entstehen des Jugendmobilitätskonzepts.

Dem im Februar 2013 von der Landesregierung gegründeten Westküstenbeirat gehören 29 Mitglieder an, insbesondere aus den Kommunen sowie Vertreter der Sozialpartner und der Hochschulen und der Unternehmen.

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