Schleswig-Holstein wird zur Modellregion für autonomes Fahren – zunächst an der Westküste

SH soll Modellregion für autonomes Fahren im ländlichen Raum werden – Startschuss heute in Kiel

Naegele_Eifert
Nägele (links) überreicht an Dr. Harald Eifert von der Eura AG einen Förderbescheid des Landes über 350.000 Euro
In einem neu etablierten Innovationsnetzwerk können Autohersteller, Unternehmen, Hochschulen und Kommunen zukunftsweisende Technologien zum autonomen Fahren erproben. Projektentwickler ist die Innovationsberatungsgesellschaft EurA AG. Finanziert wird der Aufbau des Netzwerks aus Fördermitteln des Programms „Innovationsorientierte Netzwerke“ des Landes Schleswig-Holstein.

Wie Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute im Kieler Wissenschaftszentrum zur Auftakt-Veranstaltung sagte, werde das autonome Fahren die Mobilität der Zukunft ermöglichen: Durch die Entwicklung selbstfahrender Autos solle die Verkehrssicherheit drastisch erhöht, die Mobilität in ländlichen Regionen auch bei demographischen Veränderungen erhalten und die Energiewende unterstützt werden. Um gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft das autonome Fahren voranzutreiben, werden Digitale Testfelder durch Fördermittel des Bundes aufgebaut. Neben bereits vorhandenen Teststrecken für das autonome Fahren auf Autobahnen und im städtischen Verkehr will die Landesregierung Schleswig-Holstein ein digitales Testfeld für den ländlichen Raum initiieren – zunächst in Enge-Sande im Kreis Nordfriesland.

„Es gibt in Deutschland an anderen Orten schon eine Reihe von Initiativen, die sich mit dem Thema beschäftigen, aber das autonome Fahren im ländlichen Raum ist eine Nische, in der große Chancen für Schleswig-Holstein stecken“, sagt Nägele. Sein Haus werde sich deshalb massiv für eine Förderung des Bundes als Digitales Testfeld „Ländlicher Raum“ einsetzen.

Naegele_Grußwort

Im Gespräch mit Journalisten sagte Nägele weiter

(Audiopfeil klicken)

Das Netzwerkprojekt soll zur Realisierung der Vorteile des autonomen und elektrischen Fahrens auf dem Land und in Tourismusregionen beitragen. „Gerade in ländlichen Regionen könnte durch autonome Fahrzeuge etwa für ältere Menschen eine neue Perspektive für die eigene Mobilität entstehen. Und auch im öffentlichen Personennahverkehr und im Tourismus ergeben sich komplett neue Geschäftsmodelle“, so Projektleiter Ralph Hirschberg von der EurA AG.

Ziel des Vorhabens ist es, in einem interdisziplinären Netzwerk aus Vertretern der Wirtschaft, Forschung, Verbänden und Kommunen eine Modellregion für die Entwicklung und Erprobung autonomer und teilautonomer Elektrofahrzeuge konzeptionell vorzubereiten. Interessenten aus Schleswig-Holstein, aus anderen Bundesländern und dem europäischen Ausland sind eingeladen, an diesem Entwicklungsvorhaben teilzunehmen. Das vom Land mit 350.000 Euro geförderte Kooperationsnetzwerk ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

autonome„Schleswig-Holstein ist der ideale Standort für eine Modellregion des autonomen Fahrens mit dem Schwerpunkt Elektromobilität“, betont Dr. Harald Eifert, Vorstandsmitglied der EurA AG. „Die geplanten Fahrzeuge sollen mit Strom aus den Windkraftanlagen vor Ort betrieben werden. Außerdem ist das Bundesland geprägt von ländlicher Struktur und weist Tourismusregionen an zwei Küsten auf.“

Die EurA AG, die ihren Hauptsitz im Baden-Württembergischen Ellwangen hat, gründete für die Umsetzung des Vorhabens ein Projektbüro im Schleswig-Holsteinischen Enge-Sande. Dieses befindet sich auf dem GreenTEC-Campus – einem Gewerbegebiet, das speziell für Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien und Elektromobilität eingerichtet wurde.

So berichten die KN in ihrer Dienstagausgabe 


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