Landtag einig: Die künftige Rader Brücke sollte sechs Spuren bekommen

Landtag fordert angesichts gewachsener Verkehrsmengen sechs Spuren für neue Rader Brücke 

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Angesichts steigender Verkehrszahlen fordert der Landtag in Kiel sechs Spuren für die geplante neue Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg. Bisher hat der Bund vier Spuren vorgesehen, die etwas breiter sein sollen als üblich. Er habe Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) im Februar seine Sorge bezüglich der Verkehrszunahme und des geplanten Querschnitts der Brücke mitgeteilt, sagte Ressortchef Reinhard Meyer heute im Landtag. Nach seinen Angaben ist die Belastung der zu ersetzenden maroden Rader Hochbrücke im Zuge der A7 von 42 500 Fahrzeugen am Tag im Jahr 2010 auf 54 200 im Jahr 2015 gestiegen.

Damit sei bereits jetzt die für 2030 prognostizierte Zahl erreicht worden, sagte Meyer. Wenn sich der Trend der Verkehrsbelastung nur annähernd fortsetze wie von 2010 bis 2015, stoße das neue Bauwerk an Kapazitätsgrenzen. Auch die Wirtschaft ist für sechs Spuren.

Meyers Rede im Wortlaut hier:


Die A7 sei viel zu wichtig, um sehenden Auges Staufallen der Zukunft zu bauen, sagte Meyer. Die Landesregierung habe sich schon seit 2013 für Sechsspurigkeit eingesetzt, was der Bund bisher abgelehnt habe. Der Ersatzbau muss 2026 stehen, weil Experten der alten Brücke keine längere Lebensdauer bescheinigen. Bis Ende Juni soll sich die Bundesfernstraßengesellschaft Deges erklären, ob eine Sechsspurigkeit rechtzeitig erreicht werden kann. Für einen FDP-Antrag zugunsten einer Sechsspurigkeit – geplant sind zwei Brücken nebeneinander – stimmten alle Fraktionen im Landtag.

Die neue Brücke müsse schnell kommen und zukunftsfähig sein, sagte FDP-Fraktionsvize Christopher Vogt. Über die Brücke werde Dänemark an Mitteleuropa angebunden. «Schmalspurbrücken können wir uns da nicht leisten.» Wenn garantiert werden kann, dass es mit einer Neuplanung keinen Zeitverzug gibt, habe die CDU nichts gegen Sechsspurigkeit, sagte der Verkehrspolitiker Hans-Jörn Arp unter Hinweis auf die verbleibende Zeit von nur noch neun Jahren.

«Alles unter sechs Spuren wäre eine Fehlplanung», sagte Flemming Meyer vom SSW. Er bekräftigte auch die Forderung, die A7 bis zur dänischen Grenze auf sechs Spuren auszubauen. Weil der Güterverkehr stark zunehmen werde, gebe es auch in Dänemark Bestrebungen, die dortige Autobahn auf sechs Spuren zu erweitern.

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