Ab jetzt wird konkret geplant: 20 Firmen sollen optimale Sundquerung der Zukunft bestimmen

Land und DB vergeben Planungspakete für Sundquerung – Meyer: „Wettbewerb um beste Linie ist eröffnet“ 

Konferenz
Podium der Kommunalkonferenz: OH-Landrat Reinhard Sager, DB-Konzernbevollmächtigte Manuela Herbort, Minister Meyer, Britta Lüth (LBV-SH) und LBV-SH-Direktor Torsten Conradt

Für die künftige Querung über den Fehmarnsund im Kreis Ostholstein hat die Deutsche Bahn AG in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH)  insgesamt 5 Vorplanungspakete vergeben. Wie Verkehrs­minister Reinhard Meyer am Abend bei der 5. Kommunal­konfer­enz auf Fehmarn sagte, werden bis Mitte 2018 insgesamt 20 Fachplanungskonsortien in unterschiedlichen Zusammensetzungen daran arbeiten, die optimale Lösung für die künftige Querung zu finden. Das  europaweit ausgeschriebene Vorhaben umfasst die Vorplanung für 5 verschiedene Varianten mit einem Auftragsvolumen von 4,5 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um eine kombinierte Brücke, zwei getrennte Brücken, einen Absenk- und einen Bohrtunnel sowie die Kombination mit der Ertüchtigung der bestehenden Sundbrücke.

Meyer_MesseMeyer sagte nach der Konferenz

(Audiopfeil klicken)

Der Minister bekräftige bei der Konferenz erneut, dass die Landesregierung die Planungen für das Projekt ebenso entschlossen vorantreibe wie für die geplante Beltquerung nach Dänemark selbst. „Wir haben einen klar geregelten Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark und auf beiden Seiten den festen Willen, diesen transeuropäischen Brückenschlag zu verwirklichen – auch wenn es planerisch zweifellos kein einfaches Projekt ist“, so Meyer. Er erinnerte daran, dass insbesondere auf dänischer Seite bereits erhebliche Millionensummen in die Planungen und Bauvorbereitungen geflossen seien.

Bei den Planungspaketen haben überwiegend norddeutsche Büros den Zuschlag erhalten. So sind an der Vorplanung eines Absenktunnels unter anderem Ingenieur­büros aus Bad Schwartau und Henstedt-Ulzburg und bei den ökologischen Erfassungen Firmen aus Husum und Lübeck zum Zuge gekommen. An den  Vorplan­ungen für eine kombinierte Brücke arbeitet ein Büro aus Hamburg, an Konzepten für getrennte Brücken Büros aus Hamburg und Schwerin.

„Ich gehe davon aus, dass wir in gut einem Jahr auf Basis der Vorplanungen eine Diskussion über die optimale Verbindung zwischen Festland und Insel führen und uns im Rahmen der Kommunal­konferenz Ende 2018 auf die endgültige Variante verständigen werden“, sagte Meyer.

Nach Auskunft von Deutscher Bahn und LBV-SH laufen in diesem Jahr unterdessen die Instandhaltungsarbeiten an der bestehenden Sundbrücke planmäßig weiter. Je nach Witterung soll noch im April ein geschädigtes Stahlseil der Brücke ausgetauscht werden. Voraussichtlich in der ersten Mai-Hälfte wird dann die Prüfung dieses ausgebauten Seiles erfolgen. Zusätzlich werde – wie zugesagt  –  eine vorgezogene Prüfung aller Seile durchgeführt. Dazu werde absehbar vom 2. bis zum 9. Mai inklusive des Wochenendes in der Zeit zwischen 8 Uhr und 17 Uhr auf einem jeweils kurzen Abschnitt der Brücke eine einseitige Sperrung nötig. Auf der Gegenfahrbahn gilt dann eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.

Buerger
Bürgerveranstaltung nach der Konferenz im IFA an der Südstrandpromenade – moderiert von Landrat Sager

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