Neuer Milliardenauftrag für Kieler Thyssen-Krupp-Tochter „Marine Systems“

Singapur bestellt zwei weitere U-Boote bei der Kieler Werft TKMS

Im Bau befindliches U-Boot der Dolphin-Klasse auf dem Gelaende der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) GmbH in Kiel

Der Vertrag über die Lieferung der beiden Boote des Typs 218SG mit der Kieler ThyssenKrupp-Tochter Marine Systems wurde bereits unterzeichnet, wie die Regierung in Singapur heute mitteilte. Der südostasiatische Stadtstaat hatte bei ThyssenKrupp zuvor schon zwei baugleiche Schiffe in Auftrag gegeben, die 2021 ausgeliefert werden sollen. Die vier deutschen U-Boote sollen ältere U-Boote aus schwedischer Produktion ersetzen.

Die beiden zusätzlichen Boote sollen nach Angaben von Verteidigungsminister Ng Eng Hen im Jahr 2024 in Dienst gestellt werden. Zum Kaufpreis wurden wie üblich keine Angaben gemacht. Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass sich der Wert auf gut eine Milliarde Euro beläuft. Zum Auftrag gehört auch ein umfangreiches «Logistik-Paket» sowie die Ausbildung der künftigen Besatzung in Deutschland.

Bislang hat die Marine des Stadtstaats zwei U-Booten der «Archer»-Klasse und vier Modelle der älteren «Challenger»-Klasse zur Verfügung, alles ausgemusterte Modelle aus Schweden. Die neuen Boote verfügen über einen Brennstoffzellenantrieb, der eine verhältnismäßig kompakte Bauweise erlaubt. Damit sind sie kleiner, wendiger und leiser als die Konkurrenz. Die Besatzung besteht normalerweise aus weniger als 30 Mann.

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