Landesregierung stellt erste Weichen für moderne berufliche Bildung in Schleswig-Holstein

Neues SH-Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) soll Arbeitsmarkt und Ausbildung besser verzahnen

HLA-Berufsschullehrer Frank Hinners unterrichtet hier die ersten Auszubildenden im Dialogmarketing
Berufsschullehrer Frank Hinners unterrichtet im Rahmen der dualen Ausbildung Schülerinnen und Schüler an der Flensburger Wirtschaftsschule (HLA)

Die Landesregierung stellt erste Weichen, um die Zuständigkeiten für die berufliche Bildung in Schleswig-Holstein stärker zu bündeln und damit  eine wesentliche Säule des Bildungssystems zu stärken. Wie Bildungs-Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke und Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Kiel erläuterten, soll bis 2020 ein eigenständiges „Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung“ (SHIBB) gegründet und organisatorisch beim Wirtschaftsministerium angesiedelt werden. Ein wichtiges Ziel dabei sei vor allem, dass die Jugendlichen über die berufliche Bildung erfolgreich in den Arbeitsmarkt finden. Ein weiteres Ziel ist die Bündelung der bisher auf mehrere Ministerien verteilten Zuständigkeiten für berufliche Bildung und Weiterbildung in einem gemeinsamen Institut.

rohlfs_thiloWirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sagte zu dem geplanten Institut

(Audiopfeil klicken)

Um den Gründungsprozess einerseits so transparent wie möglich zu gestalten und andererseits möglichst viel Expertise einzubringen, soll laut Rohlfs und Stenke ein Beirat aus Akteuren der Beruflichen Bildung inklusive der Regionalen Bildungszentren (RBZ) und der Berufsbildenden Schulen einberufen werden, der die Gestaltung des SHIBB begleitet. In einer Auftaktveranstaltung im Herbst soll über die geplanten weiteren Schritte informiert werden.

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Dr. Dorit Stenke

Nach den Worten von Stenke und Rohlfs ist und bleibt die duale Berufsausbildung auch zukünftig das zentrale Element und die Kernaufgabe der beruflichen Bildung. Um diese zu stärken, werde die Regierung geeignete Maßnahmen ergreifen, die vor allem dem Fachkräftemangel entgegenwirken. „Dazu gehören ausdrücklich auch die vereinbarten Maßnahmen zur Verbesserung des Überganges von der Schule in den Beruf inklusive der weiteren Entwicklung von Jugendberufsagenturen“, so Rohlfs.

Wie beide Staatssekretäre weiter erläuterten, stelle die Regierung mit gleicher Deutlichkeit auch die Bedeutsamkeit der weiteren fünf Schularten der Berufsbildenden Schulen heraus und bekenne sich ausdrücklich zu deren Erhalt. So sei im Koalitionsvertrag vereinbart worden, die bereits begonnene Weiterentwicklung und Dualisierung des Übergangs­bereiches fortzusetzen. Den Weg zum Mittleren Schulabschluss mit oder ohne den Erwerb der Fachhochschulreife – zum Beispiel über die Berufsfachschulen oder die duale Ausbildung – werde das Land den Wünschen der jungen Menschen entsprechend und  bedarfsgerecht erhalten.

„Denn genau diese Bildungsgänge stellen den Fachkräftebedarf außerhalb der dualen Berufsausbildung und die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems sicher“, so Stenke. Das Berufliche Gymnasium habe in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung zugenommen und stelle einen der drei gleichwertigen Wege zum Abitur in der gymnasialen Oberstufe mit Berufsbezug in unterschiedlichen beruflichen Fachrichtungen  in Schleswig-Holstein dar.

 

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