KfW-Studie: Die „Mompreneurs“ sind im Aufwind

Mehr Frauen wagen den Sprung in die Selbständigkeit

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Der Anteil von Frauen an Existenzgründungen in Deutschland ist einer Auswertung der Förderbank KfW zufolge in den vergangenen Jahren gestiegen. In absoluten Zahlen ist die Menge der Unternehmensgründer wegen des Aufschwungs am Arbeitsmarkt zwar seit etwa 15 Jahren insgesamt rückläufig. Der Anteil von Frauen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagten, stieg jedoch nach Angaben der Förderbank von 34 Prozent an den knapp 1,5 Millionen Gründungen im Jahr 2002 auf 40 Prozent an den 672 000 Gründungen im vergangenen Jahr.Ein weiteres Ergebnis dieser Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors: Vier von zehn Gründerinnen haben minderjährige Kinder im Haushalt. Solche «Mompreneurs» standen mit 105 000 Fällen im Jahr 2016 für jede sechste Existenzgründung in Deutschland. Fast drei Viertel (72 Prozent) dieser Gründerinnen geben nach KfW-Angaben an, sich wegen der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Selbstständigkeit entschieden zu haben.

«Mütter, die gründen, haben die Familie stets im Blick, sind dabei nicht weniger ambitioniert in ihrem Unternehmertum», sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. «Sie setzen sich zwar Grenzen bei den Wochenstunden, gründen dafür häufiger mit personeller Verstärkung und wissen finanzielle Förderangebote zu nutzen.» Bevorzugte Branche der «Mompreneurs» ist der Dienstleistungsbereich (45 Prozent) etwa in der Gastronomie oder bei häuslichen Betreuungsangeboten.

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