Kieler thyssenkrupp Marine Systems schmiedet Bündnis für neue Waffen-Leitsysteme

Buchholz in Kongsberg: Geburt eines Joint-Venture als Meilenstein für den U-Boot-Bau

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Buchholz soeben bei seiner Rede im Kongsberg Technology Park

Der Mischkonzern Thyssen-Krupp rüstet sich weiter für den internationalen Wettbewerb im Marine-Geschäft: Zur Stunde wird im norwegischen Kongsberg in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz ein Joint-Ventur zwischen thyssenkrupp Marine Systems (tkMS), dem Sonar-Spezialisten ATLAS ELEKTRONIK und dem norwegischen Rüstungsbetrieb Kongsberg Defence besiegelt.

ATLAS_Keyvisual_Gesamtportfolio_760x760px_links„Mit der Übernahme von Atlas Elektronik und dem Gemeinschaftsunternehmen mit der norwegischen Kongsberg ist tkms mit seinen aktuell rund 3600 Beschäftigten in der Lage, das gesamte Spektrum im Marineschiffbau von der Konstruktion, Entwicklung über die Fertigung bis hin zu Kampfsystemen anzubieten“, sagte Buchholz bei der Festansprache. Zuletzt hatte Deutschland mit Norwegen eine enge Kooperation vereinbart, in deren Rahmen die Bundeswehr zwei baugleiche U-Boote von Thyssenkrupp Marine Systems sowie Lenkflugkörper des norwegischen Unternehmens Kongsberg kaufen will.

Erst vor wenigen Wochen hatten Frankreich und Italien nach monatelangem Tauziehen ihre Aktivitäten auf dem umkämpften Schiffsbaumarkt zusammengeschweißt. Dadurch entsteht ein Werften-Gigant, der den deutschen Mischkonzern Thyssen-Krupp erheblich unter Druck setzen könnte.

Buchholz sagte nach seinem Besuch in der norwegischen Industrie-Stadt:

Wie Buchholz in Kongsberg sagte, sei die Kieler Werft tkms mit mehr als 160 gebauten U-Booten in den letzten 60 Jahren der weltweit führende Anbieter von konventionellen U-Booten. Kongsberg Defence verfüge über umfangreiche Erfahrung bei der Bereitstellung von Kampfsystemen und Atlas Elektronik sei ein führender Anbieter von Sonarsystemen, Waffenkontroll-Technologien und anderen wichtigen Komponenten in U-Boot-Kampfsystemen. Buchholz: „Das neue Joint Venture von thyssenkrupp Marine Systems, Kongsberg und Atlas wird zukünftig die gesamte Wertschöpfungskette für den Bau von U-Booten anbieten können.“

2-format2010Das Joint Venture sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung eines neuen europäischen U-Boot-Standards für den globalen Markt. Das bevorstehende norwegische U-Boot-Programm werde den Weg für die weitere Zusammenarbeit ebnen.
Die strategischen Implikationen des Joint Ventures für zukünftige U-Boot-Aufträge seien vor allem in Nord- und Mitteleuropa von größter Bedeutung.

Buchholz machte weiter deutlich, dass zweifellos auch einige Anbieter in Schleswig-Holstein durch das Dreier-Büdbnis größere Hürden zu überwinden hätten. Er sei aber zuversichtlich, dass der Mehrwert für beide Länder durch eine enge Zusammenarbeit unter dem Strich deutlich schwerer wiegen werde. von enormer Bedeutung sein wird.

Wie Buchholz in Anwesenheit von Regierungs- und Unternehmensvertretern weiter sagte, sei der jüngste Auftrag zum Bau von vier U-Booten für die norwegische Marine  ein gemeinsames deutsch-norwegisches Projekt: Deutschland habe sich auch dafür entschieden, zwei identische U-Boote bei tkMS zu bestellen. Aber es gäbe noch viel mehr. Die deutsch-norwegische Zusammenarbeit gehe eindeutig über die Beschaffung von sechs identischen U-Booten hinaus. Es beinhalte auch die Ausbildung von Besatzungen sowie den gemeinsamen Betrieb, die Wartung und zu einem späteren Zeitpunkt auch die notwendige Modernisierung der sechs Schiffe. „Dies wird zu einer langjährigen, vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der norwegischen Marine führen“, so der Minister

Die Partnerschaft zwischen Norwegen und Schleswig-Holstein war und ist für Schleswig-Holstein von besonderer Bedeutung. Gerade in den letzten Jahren hat sich laut Buchholz gezeigt, dass sich diese Partnerschaft im industriellen Bereich bewährt habe. Die Übernahme der Flensburger Schiffbaugesellschaft FSG durch die Siem-Gruppe sei ein Beispiel dafür.

Zur tkMS-Presse-Erklärung über die bereits im März getroffene Kooperationsvereinbarung hier klicken

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