Goldener Oktober: Niedrigster Arbeitslosenstand seit 25 Jahren in Schleswig-Holstein

SH-Arbeitsmarkt in Bestform– Buchholz: Fachkräfte-Bedarf erfordert gutes Angebot der Betriebe – und hohe Flexibilität der Azubis

Berufsschule für Köche

Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz ist mit der Oktober-Bilanz des Arbeitsmarkes hochzufrieden: Die Zahl der Arbeitslosen im Land sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent (- 1.123) und gegenüber dem Vormonat um 2,4 Prozent
(- 2.131) auf gegenwärtig 87.435 Personen. „Das ist der niedrigste Wert in einem Oktober seit 25 Jahren bei einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent“, kommentierte Buchholz die heute von der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgelegten Monatszahlen. Die saisontypische Herbstbelebung sei vor allem deshalb stark, weil vor allem die mittelständischen Unternehmen weiterhin massiv nach Arbeitskräften suchen“, so der Minister.

Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein, wo derzeit noch eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von etwa 500 Stellen klafft, zeigte sich Buchholz gemeinsam mit der Chefin der Regionaldirektion Nord der BA, Margit Haupt-Koopmann, zuversichtlich: „Wir sind überzeugt, dass sich dieser monatstypische Nachfrageüberhang noch im Herbst deutlich verringern wird“, sagte Buchholz. Er rief die noch unversorgten Jugendlichen dazu auf, nicht auf ihren Wunschberufen zu beharren, sondern sich flexibel und mobil zu zeigen. „Denn es bestehen noch überaus gute Chancen, bis zum Jahresende einen Ausbildungsplatz zu finden.“

Die meisten freien Stellen gibt es laut BA noch für Einzelhandelskaufleute, Verkäufer, Köche, Elektroniker sowie Hotel- und Restaurantfachleute. An die Unternehmen appellierte Buchholz, keinen Platz unbesetzt zu lassen. „Nur wer heute gut und ausreichend ausbildet, wird morgen auch genügend Fachkräfte haben.“ Von der Sicherung des Fachkräftenachwuchses hänge die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit ganzer Branchen im Land ab. Buchholz erinnerte aber auch daran, dass die Lehrstellenlücke vor genau einem Jahr mit 600 Plätzen noch etwas größer war als derzeit.

Der Minister verwies auf die Angebote der Landesregierung, die mit ihrer aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern auch den Bereich der Ausbildung unterstütze. Als Beispiel nannte er die Angebote der Regionalen Ausbildungsbetreuung oder der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU).

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