An der A 23 bei Halstenbek und Pinneberg geben ab morgen Ampeln den Einfädelungs-Takt vor

Premiere an der A 23: Weniger Stau-Stress durch computergestützte Ampel-Regelung

Baustelle (2)

An den Anschluss-Stellen Pinneberg-Mitte, Halstenbek-Rellingen und Halstenbek-Krupunder wird ab morgen während der Verkehrs-Spitzenzeiten der Einfädelungsverkehr über Ampelanlagen geregelt. Zunächst handelt es sich noch um einen knapp einmonatigen Probebetrieb, bei dem die Anlagen feinjustiert und auf die tägliche Verkehrslage eingestellt werden sollen. „Ziel ist es, vor allem während der Berufsverkehr-Spitzenzeit zwischen 6 und 9 Uhr den Verkehrsfluss auf der A 23 zu verbessern, indem wir Rückstau-Effekte möglichst vermeiden“, sagte heute (2. November) bei der ersten Inbetriebnahme der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), Torsten Conradt. Die Ampeln würden stets nur dann anspringen, wenn die von Sensoren erfasste Verkehrslage auf der A 23 dies erforderlich mache.

Wie Conradt weiter sagte, sei der A-23-Abschnitt mit bis zu 89.000 Fahrzeugen pro Tag enorm hoch belastet, was insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr das Auffahren auf die Autobahn erschwere. Die Wirkweise der in anderen Bundesländern bereits erfolgreich eingesetzten Regelungsanlagen sei dabei sehr simpel: Die auf der Zufahrtsrampe ankommenden Fahrzeuge halten bei Rot, die Grünphase reicht dann jeweils für ein Fahrzeug. „Ich bin sicher, dass die Zuflussregelungsanlagen damit einerseits zur Entzerrung des Berufsverkehrs und zugleich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen werden“, so Conradt.

Hier erläutert Siemens-Projektleiter Andreas Borgmann die funktionsweise der Regelungsanlage:

Zur Erfassung der Verkehre sind in die Fahrbahn der A 23 und in die Zufahrtsrampen Messschleifen eingelassen worden. „Die aktuelle Verkehrssituation wird über aufwändige Algorithmen aus den Erfassungsdaten berechnet und die Anlage entsprechend geschaltet. Die Zuflussregelung wird automatisch abgeschaltet, sobald durch zu schwachen oder zu starken Verkehr keine positive Wirkung mehr zu erzielen ist. Das bedeutet, der Betrieb wird sich auf die morgendlichen Spitzenstunden reduzieren“, erläuterte Andreas Borgmann, Projektleiter Verkehrstechnik bei der Siemens AG in Hamburg, die die Anlage geliefert hat. Die Anlagen werden ebenfalls abgeschaltet, wenn der Rückstau das nachgeordnete Straßennetz erreicht.

Conradt  machte deutlich, dass sich die Ampeln nur punktuell auf die Anschlussstellenbereiche auswirken, nicht aber die allmorgendlichen Staus zwischen A 23 und A 7 am Autobahndreieck Hamburg Nord-West beheben können.

Der rund 312.000 Euro umfassende Auftrag für die Errichtung der Regelungsanlagen war im Mai vom LBV-SH an die Hamburger Niederlassung der Firma Siemens AG vergeben worden. Die notwendige Verkehrsuntersuchung inklusive einer Simulation wurde von der Hamburger Niederlassung der BDC Dorsch Consult Ingenieurgesellschaft vorgenommen. Nach den Worten von Conradt waren die Bauarbeiten Ende September abgeschlossen worden, seither wurde die Anlage im Blindbetrieb zur Erfassung von Verkehrsdaten gefahren. Die Aufnahme des Normalbetriebes ist für Anfang Dezember vorgesehen.

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