Buchholz in Uetersen: Feldmuehle im Fokus – Stipvisite beim Erfolgsunternehmen mworks

Feldmuehle
Traditionsbetrieb in Not: Verpackungshersteller Feldmuehle in Uetersen

Für die Papierfabrik Feldmuehle in Uetersen (Kreis Pinneberg), die am 25. Januar einen Insolvenzantrag gestellt hat, bestehen nach Angaben des Sanierungsexperten Tjark Thies gute Chancen, dass der Betrieb weitergeführt werden kann. Neun Investoren hätten ihr Interesse an einer Übernahme angemeldet. Es würden aber europaweit noch weitere Interessenten gesucht. Ziel sei es, das Unternehmen direkt im Anschluss an die Insolvenzeröffnung Anfang April an einen Investor zu übertragen. Die Papierfabrik hat 420 Beschäftigte.

Gestern traf sich Wirtschaftsminister Bernd Buchholz vor Ort mit dem Insolvenzverwalter und Belegschaftsmitgliedern, um sich selbst ein Bild über die Situation zu machen.

Im Anschluss an das Treffen sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören) 
Die Uetersener Nachrichten berichten heute:
UEN

Stipvisite beim „Maschinenfinder mworks“

Nach den Gesprächen bei der Feldmuele besuchte Buchholz das Uetersener Pharma-Unternehmen Nordmark-Arzneimittel GmbH und das junge und für den deutschen Mittelstandspreis nominierte Unternehmen mworks.
mworks
Buchholz mit Sebastian Dröber (links), Susanne Dröber und Lars Kobialka

Buchholz bescheinigte der Belegschaft „Power, Innovationskraft und eine kreative Idee“.  mworks sei ein herausragendes Beispiel dafür, wo die Wirtschaftskraft im Norden zu finden ist: bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Außerdem gratulierte Buchholz den Gründern und Geschäftsführern von mworks, Lars Kobialka und Sebastian Dröber, zur Auszeichnung als Finalist beim Großen Preis des Mittelstands 2017.

Er sagte unter anderem (Audio starten – „im Browser anhören“)

Buchholz weiter: „Ein Start-up muss nicht immer ein Produkt neu erfinden. Ich finde es sensationell, wenn ein Unternehmen mit einer kreativen Idee eine neue Dienstleistung schafft.“

Um welche Dienstleistung es sich bei mworks handelt, erläuterte Geschäftsführer Kobialka: „Wir finden für Unternehmen die passende Maschine. Und wenn es die nicht gibt, dann erfinden wir sie.“ In einem kurzen Abriss der Unternehmensgeschichte beschrieb er, wie es mit mworks angefangen hatte: mit einem Freund Kobialkas nämlich, der auf der Suche nach einer Maschine war, die Gummibänder durch ein Anhänge-Etikett zieht und dann verknoten kann. Eigentlich sollte Kobialka als gelernter Ingenieur diese Maschine bauen. Doch der empfahl seinem Freund stattdessen, sich per Internet auf die Suche nach einer Maschine zu machen, die dazu in der Lage sein würde. Der Freund scheiterte daran, doch Kobialka wurde fündig. Eine Maschine, die Spargelstangen bündeln und mit einem Gummiband umwickeln konnte, musste nur noch ein wenig modifiziert werden – und das Problem war gelöst.

Aus diesem Erlebnis entwickelte er das Geschäftsmodell von mworks. Im April 2011, als Garagen-Start-up gemeinsam mit Dröber als erfahrenem IT-Unternehmer gegründet, dauerte es nur wenige Monate, bis namhafte Kunden wie Siemens oder Audi mit Aufträgen auf die Uetersener Maschinenfinder zukamen.

Mittlerweile hat mworks mehr als 25 Mitarbeiter und bietet Dienstleistungen auf unterschiedlichen Ebenen an.

Auch Buchholz sprach sich dafür aus, die Digitalisierung positiv zu sehen und ihre Chancen zu ergreifen. Als Beitrag der Politik nannte er das Ziel der Landesregierung, bis 2025 einen flächendeckenden Ausbau mit Glasfaserkabeln zu erreichen. Und noch weitere Versprechen für den Mittelstand brachte er nach Uetersen mit: den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Norden sowie den Abbau bürokratischer Hemmnisse. „Der Mittelstand muss geschätzt werden, damit er gedeiht“, sagte Buchholz.

 

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