Breites Bündnis für Erhalt des Kieler Flughafens

Anflug auf Kiel-Holtenau

Eine breite Allianz aus regionaler Wirtschaft, Gewerkschaften und vier Fraktionen in der Kieler Ratsversammlung hat sich für den Erhalt des Flughafens Holtenau stark gemacht. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz freute sich IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater heute über den Rückhalt. Hintergrund ist ein Bürgerentscheid am 6. Mai über eine Schließung oder einen Fortbestand des Flughafens, der seit vielen Jahren keine Linienverbindung mehr hat.

Vater sprach von einem wichtigen Bekenntnis zum Flughafen und zum Wirtschaftsstandort Kiel. «Eine abseits der großen Märkte Deutschlands und Europas gelegene Stadt und Region wie die unsrige ist zwingend auf eine direkte, schnelle und zuverlässige Anbindung durch die Luft angewiesen.» Ein Ja zum Flughafen könne dazu beitragen, Arbeitsplätze in den Unternehmen zu erhalten, die den Flughafen als Verkehrsanbindung brauchen, sagte der DGB-Vorsitzende der Region Kiel, Frank Hornschu.

Eine Abkoppelung vom Luftverkehrsnetz wäre ein negatives Standortsignal für zukunftsgerichtete Arbeitsplätze in der Region, meinte der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Stritzl. «Schon heute hängen lebenserhaltende Organtransplantationen von Kiel-Holtenau ab.» Die Auffassung, zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum müsse der Flugplatz weichen, sei eine Irreführung, sagte der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Weber. «Wir brauchen beides. Und für beides ist genügend Platz in Kiel.» Auch Vertreter von FDP und SSW unterstützten den Flughafen. Die Grünen sind gegen ihn.

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