Buchholz führt norddeutsche Delegation zu den Fehmarnbelt Days nach Malmö

Malmoe
Startklar: Ein Teil der Delegation mit Buchholz, Kühn und anderen Wirtschafts-Vertretern vor dem Gebäude der IHK Lübeck

Großer Bahnhof anlässlich der morgen beginnenden Fehmarnbelt Days 2018 in Malmö: Wirtschaftsminister Buchholz und Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, führen gemeinsam mit dem Fehmarnbelt Business Council (FBBC) und dem Fehmarnbelt-Komitee eine norddeutsche Delegation nach Schweden an. Die rund 80 Personen starke Gruppe ist soeben von Lübeck aus gestartet und setzt sich neben FBBC-Mitgliedern und IHK-Vertretern aus Lübeck und Schwerin unter anderem aus Mitgliedern des Vereins „HanseBelt“, der Kaufmannschaft zu Lübeck, der Handelskammer Hamburg, des UVNord und der Deutsch-Dänischen Handelskammer zusammen.

Image-1.pngBuchholz sagte vor der Abreise

(Audiopfeil klicken)

„Es geht uns in vor allem darum, Informationen aus erster Hand über die Aktivitäten in Dänemark und Schweden rund um den geplanten Fehmarnbelttunnel zu erhalten“, sagten Buchholz und Kühn heute (25. Mai) in Lübeck. Zugleich erinnerte Buchholz daran, dass sich das Planfeststellungsverfahren für das Milliardenprojekt auf der Zielgeraden befinde, nachdem das Land mit der Gründung des neuen Amtes für Planfeststellung Verkehr (APV) und der Aufstockung von Personalressourcen den Weg dafür bereitet habe. Der Planfeststellungsbeschluss soll Ende des Jahres vorliegen.

„Es geht mir persönlich auch darum, den Skandinaviern noch einmal deutlich zu machen, dass ein rechtssicherer Planfeststellungsbeschluss – auch wenn er Geduld mit den Deutschen erfordert – dem Projekt mehr hilft, als ein mit heißer Nadel gestrickter Beschluss, der vor Gericht am Ende wieder einkassiert wird“, sagte der Minister.

urn-newsml-dpa-com-20090101-170901-99-877446-large-4-3Nach den Worten von IHK-Präsidentin Kühn würden nach ihrem Eindruck auch auf deutscher Seite zunehmend die Chancen sichtbar, die die Feste Fehmarnbeltquerung für alle biete. „Die rege Teilnahme an der Delegationsreise zeigt dies sehr eindrücklich“, sagte sie. Laut Kühn und Buchholz werde die Reise zudem auch dafür genutzt, um sich vor Ort über die Digitalisierung bei den nördlichen Nachbarn zu informieren. „Wir lernen gern von denen, die bereits Erfahrungen in Bereichen gemacht haben, in denen man in Skandinavien bereits weiter ist als bei uns“, sagte Buchholz.

FBBC-Vorsitzender Siegbert Eisenach, zugleich Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, machte deutlich, dass die norddeutsche Wirtschaft im Fehmarnbelt-Projekt große Chancen für die gesamte norddeutsche Region sehe: „Die im FBBC zusammengeschlossenen Wirtschaftskammern und -verbände unterstützen daher die Planungen für Nordeuropas größtes Infrastrukturprojekt. Wir sehen die Verwirklichung des Tunnels durch die Ostsee und seiner Anbindung per Schiene und Straße als wichtigen Schritt, um die wachsenden Metropolregionen Hamburg und Malmö/Kopenhagen näher zueinander zu bringen. Schon jetzt gibt es einen engen Austausch auf verschiedenen Ebenen und konkrete Projekte, die das Zusammenwachsen Dänemarks, Deutschlands und Schwedens befördern“, so Eisenach.

LandratSager„Die Fehmarnbelt Days sind eine hervorragende Möglichkeit zum Aufbau neuer und zur Festigung bestehender Kontakte sowie für den Austausch mit verschiedenen Akteuren aus Dänemark, Schweden und Norddeutschland. Für das Fehmarnbelt-Komitee ist es zugleich eine gut geeignete Plattform, um uns als wichtigen Kooperationspartner in der Region zu positionieren und unsere aktive Rolle im regionalen Entwicklungsprozess zu verdeutlichen“, sagte Sager, der zugleich Vorsitzender des Fehmarnbelt-Komitees ist.

Um die Entwicklungen entlang der 50 Kilometer langen Fehmarnbelt-Achse südlich von Kopenhagen zu beleuchten, wird die Delegation am Sonntag unter anderem den Logistikstandort Køge südlich der dänischen Hauptstadt besuchen. Henrik Christensen, Technischer Direktor der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S, wird die Teilnehmer zudem beim Besuch der Öresundbrücke zwischen Malmö und Kopenhagen begleiten und über die bei dem Großprojekt gesammelten Erfahrungen berichten.

Die Delegation startet am Sonntag von Lübeck und wird – nach den Fehmarnbelt Days am 28. und 29. Mai – am Dienstag in Schleswig-Holstein zurück erwartet.

 

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