Trotz typischer Sommer-Delle: SH-Arbeitsmarkt in Bestform – niedrigster Arbeitslosenstand seit 1992

Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein liegt weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Wie die Bundesagentur für Arbeit heute mitteilte, sind im nördlichsten Bundesland derzeit rund 84 400 Frauen und Männer ohne festen Job. Das sind 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. „Damit wurde die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Juli seit 1992 erreicht“, freute sich Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz. Zum Vormonat Juni gab es aus jahreszeitlichen Gründen eine Zunahme um 3,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt nunmehr 5,4 Prozent, nach 5,9 Prozent vor einem Jahr. Auch die Kreise verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Arbeitslosenquoten, die niedrigste verzeichnet Stormarn mit 3,3 Prozent – die höchste Kiel und Neumünster mit 8,3 Prozent.

Arbeitsminister Buchholz sagte weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

„In der Gruppe der Langzeitarbeitslosen und der älteren arbeitslosen Menschen können wir gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Rückgang verzeichnen“, sagte Buchholz. So ging die Zahl der Langzeitarbeitslosen um neun Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 29.240, die der älteren Arbeitslosen um 5,8 Prozent auf 27.630 zurück.

Die starke Zunahme der Zahl der arbeitslosen jungen Menschen ist nach den Worten des Ministers insbesondere auf Absolventinnen und Absolventen der Schul- und Berufsausbildungen zurückzuführen. „Zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August wurden 25 erneuerte Ausbildungsordnungen eingeführt, darunter befinden sich auch neue Berufe wie Kaufmann oder Kauffrau im E-Commerce. Dies eröffnet jungen Menschen neue, spannende zukünftige Tätigkeitsfelder, um über den Tellerrand hinauszuschauen“, so Buchholz. Mit dem Landesprogramm Arbeit unterstütze das Land unter anderem die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)  und leiste einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung im Handwerk. Er appellierte an Azubis wie Betriebe, sich intensiv zu kümmern und sich aufeinander zuzubewegen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg nach den aktuell hochge-rechneten Werten des Monats Mai 2018 weiter an. Zum Vormonat um 3.300 oder 0,3 Pro-zent, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20.800 oder 2,2 Prozent. Gegenwärtig sind 983.900 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte zu verzeichnen. Besonders in den Wirtschaftszweigen „Erziehung und Unterricht“, dem „Gastgewerbe“, dem „Dienstleis-tungsbereich“ und dem „Gesundheitswesen“ nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu.

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