Goldener Herbst: Seit fast 30 Jahren waren nicht so viele Schleswig-Holsteiner in Lohn und Brot

Der Herbstaufschwung auf dem schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt setzt sich fort: Nach den heute vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,2 Prozent (- 8.884) und gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent (- 1.264) auf aktuell 78.551 Menschen zurückgegangen. Arbeitsmarktminister Dr. Bernd Buchholz zeigte sich entsprechend zufrieden: „Wir können den niedrigsten Wert in einem Oktober seit 27 Jahren vermelden, auch die Arbeitslosenquote ging weiter zurück auf gegenwärtig 5,0 Prozent.“

Mit einem Minus von 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosenzahl in der Gruppe der Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren besonders stark. Hier sind gegenwärtig noch 7.574 junge Menschen ohne Job. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging derweil um 12,3 Prozent (-3.906) auf 27.798 zurück. Der positive Trend bei der Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land hält indes weiter an. „Bereits im September wurde die Marke von einer Million sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Schleswig-Holstein überschritten“, so Buchholz.

Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein, zeigte sich Buchholz gemeinsam mit der Chefin der Regionaldirektion Nord der BA, Margit Haupt-Koopmann, optimistisch: „Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass sich der monatstypische Nachfrageüberhang von gegenwärtig knapp 2.000 unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern bis Jahresende noch verringern wird“. Wichtig sei, dass sowohl Unternehmen, als auch Jugendliche die nötige Flexibilität aufbrächten: „Angesichts regionaler Fachkräfteengpässe in einzelnen Branchen dürfen Unternehmen und Jugendliche ihre Potenziale für eine Ausbildung nicht ungenutzt lassen“, appellierte Buchholz und verwies gleichzeitig auf die unterstützenden Angebote des Landes.

Mit dem Landesprogramm Arbeit fördert die Landesregierung mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) nicht nur eine aktive Arbeitsmarktpolitik, sondern auch den Bereich der Ausbildung. So werden die „Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)“ im Handwerk oder die Weiterbildung u.a. von Beschäftigten, aber auch Auszubildenden im Rahmen des „Weiterbildungsbonus“ unterstützt.

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