Zwischen Wissenschaft und Praxis: Uni Kiel ab sofort mit „Brutstätte“ für Geschäftsideen

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Erfolgreich gestartet: CAU-Präsident Lutz Kipp (Mitte), ZfE-Chefin Anke Rasmus und Minister Buchholz mit einer Drohne  des StartUp „Orthodrone“, die hochaufgelöste und dreidimensionale Geodaten erfassen kann.

Kleiner Meilenstein für die Wirtschaftswissenschaften an der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU): Die ehemalige Uni-Druckerei am Westring ist seit heute eine offizielle Brutstätte für Geschäftsideen an der Grenze zwischen grauer Theorie und rauer Markt-Realität.  Zusammen mit der Chefin des ZfE, des Zentrums für Entrepreneurship (Unternehmertum), Dr. Anke Rasmus, schnitten CAU-Präsident Prof. Dr. Lutz Kipp, CAU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Karin Schwarz, Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz symbolisch das Eröffnungsband durch.  Damit setzt die Universität mit Hilfe des Landes um, was das CAU-Präsidium vor knapp anderthalb Jahren beschlossen hatte: Die Einrichtung eines so genannten „Inkubators“ zur Förderung von Ausgründungen.

„Aus akademischen Forschungs- und Ausbildungsstätten lassen sich Unternehmen ausgründen, die nachhaltige Innovationen und wissensbasiertes Wachstum ermöglichen. Wir glauben fest daran, dass die Wissenschaft eine der wichtigsten Säulen der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und der Wohlstandssicherung ist. Deshalb haben wir diese Infrastruktur geschaffen, in der wir das Thema Gründungsmanagement auch wissenschaftlich begleiten werden“, sagte Kipp vor etwa 50 Gästen in den Räumen der ehemaligen Universitätsdruckerei.

Buchholz betonte ebenfalls die große Bedeutung einer Brutstätte für Ideen, die mit dem Inkubator auf dem Campus der Kieler Universität entstanden ist: „Wir leben in einem Land, in dem unsere Wirtschaftsstruktur von 198.000 Unternehmen geprägt ist, alle kleiner und mittelständischer Natur. Es ist aber auch durch die Tatsache geprägt, dass im Verhältnis ganz wenig Mittel für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden. Deshalb ist es für die Wirtschaftskraft des Landes so wichtig, dass eine Verzahnung zwischen der Wissenschaft und den Unternehmungen stattfindet.“

Zu den Hintergründen des Landes-Engagements beim ZfE-Inkubator und anderen Gründungs-Aktivitäten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Für Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer ist die Inkubator-Eröffnung ein absolutes Highlight: „Wir brauchen für die originäre Förderung von Start-ups eigene Biotope, denn es geht um verschiedene Gründungsphasen: So wie die Kaulquappe zum Frosch wird, brauchen wir die Inkubatoren für die ganz frühen Ideen.“ Dies reihe sich hervorragend in die vielen Gründungsangebote ein, die sich in der Stadt und im Land immer mehr verdichten. „Besonders über den wissenschaftlichen Anspruch, den das Zentrum für Entrepreneurship hat, schließt der Inkubator eine Lücke. Darauf können wir stolz sein!“

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Für rund 200.000 Euro hergerichtet: Die ehemalige DUni-Druckerei bietet Platz für bis zu 10 Gründungs-Teams

Nach den Worten von Uni-Präsident Kipp unterstützen Inkubatoren akademische Start-ups vor und unmittelbar nach ihrer Gründung. Der CAU-Inkubator biete Platz für etwa zehn Gründungsteams, die dort künftig für ein Jahr verschiedene Beratungs-, Veranstaltungs- und Unterstützungsangebote des Zentrums für Entrepreneurship (ZfE) an der CAU nutzen können. Das Land Schleswig-Holstein, dass die StartUp-Bemühungen der Hochschulen in den kommenden vier Jahren mit knapp sieben Millionen Euro fördert, stellt allein für den Inkubator eine knappe halbe Million Euro an Personalkosten bereit. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Der Bau des Inkubators ist eines von 13 Teilprojekten aus dem mit 6,8 Mio. geförderten „Innovationsorientiertem Netzwerk“, an dem zahlreiche Hochhschulen und Unternehmen beteiligt sind. „Er ist für uns vor allem auch ein weiterer wichtiger Baustein für die systematische Ausbildung an der Uni Kiel im Bereich Gründungsmanagement“, so ZfE-Leiterin Rasmus. Das ZfE unterstütze Gründerinnen und Gründer dabei als „Lotsen“ bei der Vermittlung von Kontakten zu Geldgebern, potenziellen Kunden oder Branchenexperten. Das erhöhe nachweislich die Überlebenschancen der Ausgründungsvorhaben, so Rasmus weiter.

Hier das Grußwort von Buchholz im Live-Mitschnitt:

 

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