Spezialfirma präsentiert Buchholz futuristische Alternative zur Bäderbahn in Lübecker Bucht

Zwei Ingenieure der Firma Max Bögl präsentierten Minister Buchholz diese Woche das Konzept des Mini-Rapids

Es klingt ein wenig nach Science Fiction; und mit schätzungsweise 25 Millionen Euro pro Kilometer wären die Kosten enorm – doch bei der Suche nach einer modernen und klimaneutralen Alternative zur alten Bäderbahn in der Lübecker Bucht hat die Firma Max Bögl einen technisch realisierbaren Lösungsvorschlag parat: eine auf Präzisionsbeton autonom fahrende Magnetbahn – sozusagen ein ÖPNV-Strand-Rapid, der eines Tages zwischen Timmendorfer Strand und Ratekau pendeln könnte.

Diese Woche stellte ein Team des Multi-Konzerns, der den Schleswig-Holsteinern vor allem durch sein Windenergieanlagen-Werk in Osterrönfeld bei Rendsburg bekannt sein dürfte, das Konzept bei Verkehrsminister Bernd Buchholz vor.

Und der zeigte sich begeistert, wie das „Hamburger Abendblatt“ in seiner Freitagausgabe berichtet: „Das zweifellos kostspielige Vorhaben hätte das Zeug dazu, ein ÖPNV-Vorzeigeprojekt für ganz Deutschland zu werden: Leise, emissionsarm und in der laufenden Unterhaltung absehbar deutlich günstiger als herkömmliche Schienenverbindungen.“ Die Firma Bögl errichtet neben Projekten in Asien derzeit auch für den Münchner Flughafen eine solche Mini-Schwebebahn.


Weiter sagte Buchholz – Audio starten…

Hier gibt es zu dem Projekt ausführlichere Informationen der Firma Max Bögl

Ein Gedanke zu „Spezialfirma präsentiert Buchholz futuristische Alternative zur Bäderbahn in Lübecker Bucht“

  1. Hallo,

    auch wenn ich Ihnen diese „technische Spielerei“ gönne, etwas absurd ist das Ganze ja schon: Da wird zunächst eine bestehende, voll funktionsfähige Regionalbahnstrecke geschlossen, um dann für viel Geld eine neue Transradid-Verbindung zu errichten. Man stelle sich das mal im Straßenverkehr vor: Nachdem eine Autobahn in der Nähe gebaut wird, wird eine Bundes- oder Landesstraße, die die Orte erschließt, abgerissen (gab es diese Straßen-Analogie zur Bäderbahn jemals in Deutschland?). Dann stellt man fest, dass die Autobahn nicht recht die Orte erschließen kann. Und dann wird eine deutlich teurere Landstraße neu gebaut, die dann die Orte erneut verbindet. Völlig undenkbar.
    Die Bauwaufwendungen sollte man übrigens nicht nur finanziell, sondern auch bei der Bewertung der Umweltfreundlichkeit im Hinterkopf behalten…
    Wie wäre es, wenn man zukünftig die bestehende Bäderbahn zwischen Bad Schwartau und Neustadt als Straßenbahn (BOStrab) oder Tram-Train betreibt und ggf. in Timmendorfer Strand und Scharbeutz einen kurzen Abstecher in Form einer Straßenbahn (z.B. über die Strandallee) installiert, um so besser die Zentren anzubinden? Das scheint mir praktikabler und gleichzeitig deutlich günstiger.

    Viele Grüße
    Martin Schwerter

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