Minister Buchholz: Land öffnet Soforthilfe und Mittelstandsforns auch für private Vermieter

Schleswig-Holstein erweitert den Kreis der Bezieher von Nothilfen im Tourismussektor. Damit sollen auch bei privaten Vermietern die Einbußen infolge der Corona-Pandemie abgemildert werden, wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute in Kiel sagte.  «Beim Zuschuss-Programm für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten haben wir in Abstimmung mit dem Bund den Kreis der Antragsberechtigten ausgedehnt und um eine gewerberechtliche Komponente ergänzt», sagte Buchholz (FDP).

Sofern ein Vermieter an einen Mieter nicht länger als sechs Wochen vermiete und zusätzliche Dienstleistungen wie Endreinigung oder Frühstück anbiete und er fortlaufend und geschäftsmäßig Werbung betreibe, sei von einem «gewerblichen Gepräge» auszugehen. Diese Gruppe könne ab sofort ebenfalls bis zu 15 000 Euro aus dem Bundesprogramm bekommen. Voraussetzung sei, dass die Tätigkeit im Haupterwerb ausgeübt wird.

Rede_bu_A_NordWeiter sagte Buchholz

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Private Vermieter von Unterkünften mit bis zu zehn Gästebetten stellen ein Drittel der Bettenkapazität im Land. «Sie sind damit ein elementarer Bestandteil unserer touristischen Infrastruktur», sagte Buchholz. Infolge des Betretungsverbots für die Inseln und Halligen sowie des Beherbergungsverbots zu touristischen Zwecken hätten diese Gastgeber erhebliche Einbußen zu verkraften.

Die zweite Hilfe kommt über den mit 300 Millionen Euro ausgestatteten Mittelstandsfonds. «Auch hier ermöglichen wir ab sofort, dass private Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen Darlehen aus diesem Fonds beantragen können», sagte Buchholz. Voraussetzung sei zum einen, dass die privaten Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern dies haupterwerblich und zu rein touristischen Zwecken betreiben. Zudem müssten sie einen durch die Corona-Krise ausgelöster Liquiditätsengpass nachweisen.

 

4 Kommentare zu „Minister Buchholz: Land öffnet Soforthilfe und Mittelstandsforns auch für private Vermieter“

  1. Ganz toll.
    Was ist mit den Vermietern, die es nicht als Haupterwerb machen und die die weniger Betten haben?
    Wir müssen die bereits geleisteten Zahlungen zurück zahlen, woher sollen wir das Geld nehmen wenn diese Zahlungen bereits ausgegeben wurden.
    Die kleinen privaten werden mal wieder komplett vernachlässigt. Ich will ja gar kein Geld für Versicherungen, Strom etc. ich erwarte nur, das wir etwas für die Rückzahlungen die wir leisten müssen bekommen, damit wir nicht alleine auf diesen Kostrn sitzen bleiben.
    Schnelle und unkomplizierte Hilfe sieht in meinen Augen anders aus.

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    1. Genau so ist es. Ich verliere bis zur Jahresmitte einige tausend Euro und nur weil ich so ein kleiner Vermieter bin bekomme ich nichts. Super wie sie alle am Anfang von Unterstützung geredet haben aber das gilt nicht für die kleinen Vermieter. Eine gleichmäßige Unterstützung für alle sieht anders aus. Aber die Hoffnung stirb zuletzt und die nächste Wahl kommt auch.

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