Fehmarnbelttunnel: Die Dänen scharren mit den Füßen – Gerichtsverhandlung im Herbst

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Buchholz und sein dänischer Kollege Benny Engelbrecht in Rodby auf der Hafen-Baustelle

Die Bauarbeiten am neuen Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland sollen am 1. Januar 2021 auf dänischer Seite beginnen. Darauf haben sich die politischen Parteien seines Landes mit breiter Mehrheit verständigt, gab der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht heute in Kopenhagen und in einem Telefonat mit seinem schleswig-holsteinischen Amtskollegen Bernd Buchholz bekannt. Es handele sich um einen Meilenstein in der dänischen Geschichte, der unter anderem bedeute, dass die Reisezeit zwischen Kopenhagen und Hamburg erheblich verkürzt werden könne, sagte Engelbrecht

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Die Minister mit Femern A/S-Chef Claus Baunkjaer

Nach Angaben des dänischen Ministeriums bedeutet der Beschluss zu dem Milliardenprojekt, dass die Fehmarnbeltquerung voraussichtlich Mitte 2029 in Betrieb genommen werden kann. Bislang war laut Zeitplan eine Eröffnung des knapp 18 Kilometer langen Tunnels für 2028 geplant.  Mit dem Auto soll die Strecke zwischen Kopenhagen und Hamburg künftig eine Stunde schneller zurückzulegen sein, mit dem Zug bis zu zwei Stunden, sagte Engelbrecht. Derzeit braucht man mit dem Wagen je nach Verkehrslage viereinhalb bis fünf Stunden, mit der Bahn dauert es im regulären Betrieb auf den schnellsten Verbindungen ähnlich lang.

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sagte zu der Erklärung der Dänen (Audio starten – „im Browser anhören“

Dr. Thilo Rohlfs · Rohls FBQ

Die Fehmarnbeltquerung ist umweltpolitisch besonders in Schleswig-Holstein umstritten. Der Baubeginn für den Tunnel verzögert sich seit mehreren Jahren, vor allem wegen des aufwendigen Planungsverfahrens für die notwendige Anbindung des Hinterlands in Schleswig-Holstein. Gegen das Projekt gab es außerdem mehrere Klagen, unter anderem von Umweltorganisationen sowie den Fährenbetreibern Scandlines und Stena Line. Die EU-Kommission hatte die von den Fährgesellschaften monierten Staatshilfen für das Projekt jedoch vor rund einem Monat für rechtens erklärt.

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