Buchholz setzt auf Konjunkturhilfen und anhaltende Ausbildungsbereitschaft

Margit Haupt-Koopmann mit Arbeitsminister Buchholz

Angesichts des bereits erwarteten massiven Anstiegs der Arbeitslosenzahlen im Mai setzt Arbeits- und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz vor allem auf die weiteren Hilfspakete des Bundes: „Ich erwarte von dem Konjunkturpaket der Bundesregierung wichtige Impulse für die Wirtschaft in unserem Land, damit wir bald wieder auf der Erfolgsspur sind“, sagte der Minister mit Blick auf die Arbeitsmarkt- Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Vor allem durch Investitionen in die Infrastruktur wie dem Breitband-Ausbau sowie durch Entlastungen bei den Strompreisen könnten Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen profitieren.

Erfreulich sei, dass weiterhin viele Unternehmen versuchen würden, ihre Beschäftigten zu halten. Bisher hätten 28.700 Firmen für 328.800 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. „Neben der Beschäftigungssicherung ist auch die Ausbildung junger Menschen ein Baustein für den wirtschaftlichen Erfolg, sodass die Ausbildungsbereitschaft nicht nachlassen darf – auch mit Blick auf den gravierenden Fachkräftemangel“, appellierte Buchholz an die Unternehmen. Die um knapp 35 Prozent gegenüber Mai 2019 gestiegene Jugendarbeitslosigkeit müsse rasch wieder eingedämmt werden. Der Minister erinnerte daran, dass das Land den Übergang von der Schule in den Beruf und die Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt durch das „Landesprogramm Arbeit“ fördere.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – Pfeil klicken)

An alle Jugendlichen, die sich noch nicht für einen Beruf entschieden haben, richtete Buchholz den Appell: „Nutzt die Zeit, um Euch mit allen zentralen Themen der Berufs- und Studienwahl auseinanderzusetzen. Es gibt eine Fülle von Online-Angeboten – etwa der Kammern, der Verbände oder der Bundesagentur für Arbeit, um sich schlau zu machen.“

Nach den Worten der Chefin der Regionaldirektion-Nord der BA, Margit Haupt-Koopmann, fragen die Unternehmen im Norden deutlich weniger Personal nach. „So sind insbesondere Stellenmeldungen aus der Zeitarbeit, dem Gastgewerbe und dem Gesundheits- und Sozialwesen massiv zurückgegangen“, sagte Haupt-Koopmann. Seit Jahresbeginn wurden den Arbeitsagenturen 22 400 sozialversicherungspflichtige Jobs gemeldet. Das waren 6900 oder 23,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Laut BA-Statistik stieg die Zahl der Arbeitslosen im Mai gegenüber dem Vormonat um 5,4 Prozent (+5.000) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,8 Prozent (+18.700) auf 97.200. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,2 Prozent. Buchholz: „Die Talsohle ist noch lange nicht durchschritten und die bisherigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen können nur begrenzt wirken.“ Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) prognostiziert für den Zeitraum Mai bis Juli 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg der Arbeitslosenzahl im Land um 30 bis 40 Prozent. „Die Zahl der Arbeitslosen dürfte sich also auch in den nächsten Monaten weiter erhöhen“, sagte der Minister.

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