Einmalige Sommeroffensive: Bahn und Land stocken ab 7. Mai Marschbahn-Kapazitäten auf

Die Deutsche Bahn bietet vom 7. Mai an mehr Platz in ihren Zügen von und nach Sylt an. Zwischen Hamburg und Westerland stehen dann täglich rund 4000, zwischen Niebüll und Westerland rund 8500 zusätzliche Sitzplätze pro Tag zur Verfügung. «Wir rechnen einfach mit mehr Menschen, die, weil der Fernreisetourismus schwierig ist, an unsere Küsten streben», sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP). Die Maßnahmen gelten bis zum 1. November 2021. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro trägt das Land rund 4,4 Millionen Euro.

«Das Land greift also für den Sommer 2021 noch einmal richtig in die Tasche, um wirklich den maximal möglichen Verkehr auf die Schienen der Marschbahn zu bringen. Dafür werden wir bei anderen geplanten Projekten im Nahverkehr sparen müssen  – und das ist eine einmalige Sache. Klar ist aber auch: Abstand halten ist im Nahverkehr nicht überall möglich, deswegen bleibt es so wichtig, dass die Fahrgäste medizinische Masken tragen», sagte Buchholz und erklärte weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein sagt: «Sicheres Reisen ist für unsere Fahrgäste ein wichtiges Entscheidungskriterium. Die Gesundheit unserer Fahrgäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat höchste Priorität. Mehr Kapazität und verstärkte Hygienemaßnahmen, kontaktlose Ticketkontrollen und Desinfektionsspender an Bahnhöfen tragen wesentlich dazu bei.»

Um den Betrieb zusätzlich zu unterstützen, stehen in Niebüll und Westerland sowie in Hamburg-Altona je ein weiterer Bereitschaftszug in Reserve auf Abruf. Bei Störungen können diese kurzfristig zum Einsatz kommen. Auch beim Autozug Sylt Shuttle wurden die Kapazitäten wieder an den Sommerfahrplan angepasst. Dort verkehren seit dem 26. März montags bis sonntags wieder 18 Züge statt 10 pro Richtung.

Bereits von Januar bis März 2021 hatten Land und Deutsche Bahn das Angebot an Verkehren auf der stark frequentierten Strecke nach Sylt von Niebüll nach Westerland (Sylt) stark ausgeweitet. Rund 1.500 zusätzliche Plätze standen den Fahrgästen und Pendlern wochentags durch zusätzliche Verkehre zur Verfügung. Dies wurde durch den zeitweise reduzierten Trassenbedarf des DB Sylt Shuttles ermöglicht.

NAH.SH-Geschäftsführer Dr. Arne Beck: „Bahn und Land tun alles, was möglich ist. Jetzt kommt es darauf an, dass in der Region Arbeits- und Öffnungszeiten und vor allem auch die Anreise- und Abreisezeiten soweit wie möglich entzerrt werden. “

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