Land schnürt 9,4-Millionen-Paket mit 28 Arbeitsmarkt-Projekten gegen Pandemie-Folgen

Zur Linderung der sozialen Folgen der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein hat das Land 28 Arbeitsmarktprojekte aufgelegt. Die Angebote richten sich unter anderem an Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Soloselbständige oder Arbeitslose. Auch der Ausbau der Digitalisierung in diesen Bereichen wird gefördert (siehe Tabellen unten). Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel nach einem entsprechenden Beschluss des Landeskabinetts sagte, stehen dafür in den kommenden zwei Jahren insgesamt 9,4 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „REACT EU“ bereit.

„Die Pandemie hat die Berufsperspektiven junger Menschen als auch derer verschlechtert, die ohnehin schwer in den Arbeitsmarkt kommen. Auch viele Soloselbständige sind durch die Lockdown-Phasen hart getroffen worden“, sagte Buchholz. Gleichzeitig seien die Anforderungen an digitale Kompetenzen gestiegen: „Um beide Herausforderungen zu meistern, haben wir mit Unterstützung der EU dieses Gesamtpaket geschnürt.“

Als Beispiel nannte der Minister das in Flensburg aufgelegte Projekt „Kultur für alle“, in dem Arbeitslose und Menschen mit leichter Behinderung ein Internetportal entwickeln sollen. Ziel ist ein Internet-Angebot, über das finanziell benachteiligte Menschen Freikarten für kulturelle Angebote beziehen können. Ein anderes Projekt sieht die Beratung von Unternehmerinnen mit unsicherer selbständiger Tätigkeit vor. Die 28 Projekte enden Mitte 2023. Buchholz: „Besonders stolz bin ich darauf, dass Schleswig-Holstein zu den ersten Bundesländern gehört, das aus Brüssel grünes Licht für seine Projekte bekam und jetzt schon konkret mit der Umsetzung startet.“ Wichtig bei der Entwicklung der Angebote sei vor allem gewesen, dass die Projekte auch bei verschärften Corona-Maßnahmen angemessen fortgesetzt werden können.

21 Projekte verfolgen nach den Worten des Ministers das Ziel, nachhaltige Berufsperspektiven für besonders von der Pandemie betroffene Gruppen zu schaffen. Mit sieben Projekten sollen zudem die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, typische arbeitsmarkt- und bildungsbezogene Leistungen künftig auch digital anbieten zu können.  So werden etwa in einem Projekt digitale Fortbildungsgänge für Kursleitende an Volkshochschulen und anderen Bildungsstätten des Landes entwickelt. Als zweiter Baustein soll eine digitale Plattform eingerichtet werden, über die eine Brücke zwischen den Bildungsstätten und freiberuflichen Dozentinnen und Dozenten geschlagen wird. Ein anderes Projekt soll Unternehmen dabei unterstützen, Personal auf digitalem Wege zu rekrutieren sowie digitale Betriebsrundgänge oder virtuelle Praktika anzubieten.

Buchholz erinnerte zudem daran, dass im Rahmen der REACT-EU-Förderung seit Juni auch Anträge auf den „Weiterbildungsbonus Pro“ gestellt werden können. Darüber erhalten Beschäftigte 90 Prozent ihrer Fortbildungskosten erstattet. „Nutzen Sie die attraktiven Förderkonditionen. Jede Weiterbildung erhöht ihre Karrierechancen und sichert ihren Arbeitsplatz“, so Buchholz.

Hier die Liste der Einzelprojekte:

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