Buchholz sieht Lichtblick für Nobiskrug – und schätzt Lage des Schiffbaus unterschiedlich ein

Einigen geht es gut und anderen nicht so sehr – die Situation im Schiffbau in Schleswig-Holstein offenbart deutliche Unterschiede. Für Minister Bernd Buchholz ist vor allem innovative Technologie ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Buchholz im Mai beim Besuch der Rendsburger Werft Nobiskrug – am Donnerstag wird Investor Lars Windhorst das insolvente Unternehmen besuchen und über die geplante Kooperation mit seiner Flensburger Schiffbaugesellschaft informieren

Für die Schiffbauindustrie in Norddeutschland sieht Wirtschaftsminister Bernd Buchholz unterschiedliche mittelfristige Perspektiven. «Es gibt hier Licht und Schatten, keine Frage», sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Für ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) in Kiel etwa bedeuteten die abgeschlossenen U-Boot-Aufträge für viele Beschäftigte Sicherheit und eine Auslastung bis weit in die 30er Jahre hinein. «Aber nicht alle Betriebe können sich über so volle Auftragsbücher freuen.»

Ein wichtiger Lichtblick ist für Buchholz, dass es gelungen ist, für Nobiskrug in Rendsburg mit der Übernahme durch die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft aus der Insolvenz heraus eine Perspektive zu entwickeln. «Und ich hoffe, dass dies nachhaltig sein wird», sagte Buchholz. Am Donnerstag wird Investor Lars Windhorst, Gründer der Tennor Gruppe, die Rendsburger Werft besuchen. Gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer Philipp Maracke wird er dabei dem Betriebsrat und den Nobiskrug-Mitarbeitern die Ziele und nächsten Schritte in der Kooperation der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und Nobiskrug vorstellen.

Im Gespräch mit dem Kieler dpa-Büroleiter Wolfgang Schmidt sagte Buchholz – Video starten

In der Werftenlandschaft spiele Innovation eine wichtige Rolle, betonte der Minister. «So wird die Hitzler Werft ein neuartiges Boot für die Versorgung von Offshore-Plattformen entwickeln und hoffentlich in Lauenburg in Serie fertigen.» Er begrüße auch sehr, dass sich eine Werft wie TKMS mit der Bergung von Weltkriegsmunition aus dem Meer beschäftige und dabei eigene industrielle Wege für die Zukunft aufzeige. «Das schafft eine zusätzliche Perspektive.» Aber insgesamt sei der Schiffbausektor in der Corona-Pandemie kräftig unter Druck geraten. «Das haben wir auch in Deutschland zu spüren bekommen, zum Beispiel beim Bau von Kreuzfahrtschiffen.»

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