Corona zum Trotz: Land legt bei Ansiedlungen noch eine Schippe drauf

Wenn Unternehmen ein neues Zuhause suchen, hat Schleswig-Holstein gute Chancen. 2021 zogen mehr Firmen in den Norden als im Vorjahr. Buchholz ist sicher, dass es noch besser wird.

Zufrieden : Minister Buchholz und WT.SH-Chef Bernd Bösche

In Schleswig-Holstein haben sich im vergangenen Jahr nach Angaben von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz 119 Betriebe angesiedelt. 2063 zusätzliche Arbeitsplätze sollen daraus entstehen. Buchholz (FDP) sprach heute von einem «erstaunlich guten Ergebnis». Die Zahl der neuen Jobs liege um mehr als 10 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Zahl der neu angesiedelten Firmen habe um 4,4 Prozent zugenommen. Die Zahlen beziehen sich nach Buchholz‘ Angaben auf die unter Beteiligung der Wirtschaftsförderung des Landes erfolgte Ansiedlungen. Es könnten davon unabhängig weitere Firmen ins Land gekommen seien.

Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Bernd Bösche, wies darauf hin, dass die zuziehenden Unternehmen größer geworden seien. Brachten die Firmen 2016 durchschnittlich 9 Arbeitsplätze mit, seien es aktuell rund 17. Acht Betriebe seien aus dem Ausland angeworben worden.

Im Gespräch mit Andreas Otto von R.SH sagte Buchholz zur Ansiedlungsbilanz weiter – Audio starten, Pfeil klicken.

Absehbar sei, dass die Energiewende der Entwicklung in den kommenden Jahren noch mehr Schwung verleihen werde, sagte Buchholz. Es habe selten so viele Chancen für Schleswig-Holstein gegeben wie zurzeit. Dabei verwies er unter anderem auf den Bau der festen Fehmarnbelt-Querung. Es gebe bereits jetzt Anfragen entlang der Verkehrsverbindung. «Wir sind also auf dem richtigen Weg», sagte Buchholz.

Hier die Pressekonferenz als Livestream-Mitschnitt

Ein Treiber der Entwicklung sei die Digitalwirtschaft. Im Vergleich zu 2020 entstanden in dieser Branche 550 zusätzliche Arbeitsplätze in 26 Unternehmen. Im Vorjahr seien es 130 Arbeitsplätze bei gleicher Unternehmensanzahl gewesen. Wichtige Branchen seien auch die Ernährungswirtschaft mit 118 neuen Arbeitsplätzen in 8 Unternehmen und der Maschinenbau mit 7 Unternehmen und 283 Arbeitsplätzen. 63 Prozent der neuen Firmen gehören zum Dienstleistungssektor, 20 Prozent zum Handel und rund 17 Prozent zum produzierenden Gewerbe.

Die größte Ansiedlung gab es im vergangenen Jahr den Angaben nach in Norderstedt (Kreis Segeberg) mit der Serrala Group GmbH aus Hamburg, die weltweit im Bereich digitaler Finanzdienstleistungen tätig ist. Das südliche Schleswig-Holstein mit den Kreisen Herzogtum-Lauenburg, Pinneberg, Stormarn und Segeberg hat mit 48 Unternehmen und 1372 Arbeitsplätzen einen großen Anteil an der gesamten Ansiedlung.

Im vergangenen Jahr kamen zwei Unternehmen aus Frankreich und jeweils ein Unternehmen aus der Schweiz, Dänemark, China, den USA sowie aus Großbritannien und Estland. «Wir schauen so optimistisch in die Zukunft wie selten zuvor», sagte Bösche. Wenn sich die weltpolitische Lage nicht weiter zuspitze, werde sich die positive Entwicklung fortsetzen und sogar verstärken.

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