Geistesblitze und Preisregen in Kiel: Buchholz zeichnet Sieger des 9. Ideenwettbewerbs aus

Mika Siponen und Hannes Stuhr räumten heute mit ihrem StartUp „Planterial“ sowohl den ersten als auch den Publikumspreis ab

Während es draußen vor dem Kieler Wissenschaftszentrum stürmte, flackerten drinnen die „Geistesblitze“ des 9. Ideenwettbewerbs Schleswig-Holstein. Seit 2004 wird der Wettbewerb um Geschäftsideen mit hohem wirtschaftlichen Potenzial von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) in Kooperation mit wechselnden Partnern organisiert. Diesmal in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz zeigte sich als Schirmherr der Veranstaltung schwer begeistert: «Alle Bewerbungen sind der lebendige Beweis dafür, dass Corona den Gründergeist keineswegs in den Lockdown geschickt hat», sagte er. Und weiter – Video starten…

Der erste Platz geht in diesem Jahr an «Planterial» und ihre Ideengeber Hannes Stuhr (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Mika Siponen (Muthesius Kunsthochschule) und Claudius von Thaler (Fachhochschule Kiel). Die drei haben in interdisziplinärer Zusammenarbeit eine innovative und nachhaltige Idee umgesetzt: Ihre klimafreundlichen Plattenwerkstoffe aus schnell nachwachsenden Rohstoffen, mit denen sie der Bau- und Möbelbranche zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen wollen, belohnte die Jury mit einem Preisgeld von 7.500 Euro. Doch damit nicht genug – sie erhielten auch den mit 1.500 Euro dotierten Publikumspreis.

Die Zweitplatzierten adressieren ebenfalls ein aktuelles Problem: den Fach- und Nachwuchskräftemangel. Mit ihrem Unternehmen Ivlup!HR haben sie eine Anwendung entwickelt, mit der Unternehmen ihre HR und Personalentwicklung auf die in einer digitalen Arbeitswelt erforderlichen Kompetenzen ausrichten. Timo Schöber (Hochschule Frankfurt an der Oder), Frank Simoneit (Fachhochschule Westküste), Susanne Fehlhaber (Rechtsanwältin und Inhaberin) und Nick Wichert erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Den dritten Platz belegt Stina Becker, Gesundheits- und Krankenpflegerin und Psychologiestudentin, mit PflegeNebenan, einer Anwendung, die Pflegekräfte und Pflegebedürftige direkt miteinander vernetzt. Dafür erhält sie ein Preisgeld von 2.500 Euro.

Christina Krywka

Über den Forschungspreis in Höhe von 5.000 Euro freuen sich Philip Mohr und Dr. Christina Krywka (Wissenschaftlerin am Helmholtz-Zentrum Hereon) für ihr drohnenbasiertes System für zerstörungsfreie Prüfung (Drone Assisted X-ray Inspection, DAXI), das durch Röntgenbildgebung Einblicke in sonst verschlossene Bereiche, wie etwa im Konstruktionsbau oder bei Pipelines.)

Den Hauptpreis von 7.500 Euro stiftet die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH). Der zweite Preis in Höhe von 5.000 Euro wird gestiftet von der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH und der dritte Preis in Höhe von 2.500 Euro stiftet der Nordzentren e.V. Den Publikumspreis in Höhe von 1.500 Euro stiftet der StartUp SH e.V. Zusätzlich wird ein Forschungspreis in Höhe von 5.000 Euro verliehen, der von dem Helmholtz-Zentrum Hereon GmbH gestiftet wird. Der Wettbewerb wird mit Mitteln des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des Seed- und StartUp-Fonds Schleswig-Holstein II unterstützt.

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