Bundesminister Wissing besucht heute seine Großprojekte im echten Norden

Antrittsbesuch des Bundesverkehrsministers in Schleswig-Holstein: Ressortchef Wissing erkundigt sich heute über Verkehrsprojekte wie den Nord-Ostsee-Kanal oder die Rader Hochbrücke.

Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals, Neubau der Rader Hochbrücke, Modernisierung von Schienennetz und ÖPNV – das sind die Themen, die Wissing heute mit Landesverkehrsminister Bernd Buchholz bespricht

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) wird sich heute Vormittag über den Stand von Verkehrs-Großprojekten in Schleswig-Holstein informieren. Gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Ressortchef Bernd Buchholz (FDP) besucht er zunächst eine Baustelle am Nord-Ostsee-Kanal und danach die Vorbereitungen für den Ersatzbau der Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn 7.

Trotz einer Verständigung mit allen Anrainer-Gemeinden ist gegen die Neubau-Pläne vor wenigen Tagen von Privatleuten Klage eingereicht worden. Es geht vor allem um besseren Lärmschutz. Im Frühjahr 2023 sollen die Arbeiten für die neue Zwillingsbrücke mit sechs Fahrspuren starten. Die Kosten betragen 380 Millionen Euro. Der Zustand der alten Brücke gilt als so schlecht, dass sie nach derzeitigem Stand nur noch bis 2026 halten wird.

Anschließend steht ein Besuch des Rendsburger Bahnhofs mit einem Überblick über den Stand der Modernisierung des ÖPNV in Schleswig-Holstein auf dem Programm. Gemeinsam mit Buchholz startet Wissing von dort aus zu einer Testfahrt mit dem neuestn Akku-Triebzug der Firma Stadler nach Hamburg-Altona. Ab dem kommenden Winter-Fahrplan sollen 55 dieser Züge vom Typ «Akku-Flirt» in Schleswig-Holstein auf verschiedenen Strecken eingesetzt werden.

Der neue „Flirt“-Akkutriebwagen für das SH-Schienennetz

Buchholz sagte der Deutschen Presse-Agentur, er setze auf unvermindertes Tempo beim Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals. Zuletzt hatte der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans-Heinrich Witte, in den «Kieler Nachrichten» gewarnt, für das kommende Jahr seien bislang 400 Millionen Euro weniger als notwendig im Haushalt eingeplant.

Die rund 100 Kilometer lange Verbindung zwischen Kiel und Brunsbüttel gilt als weltweit meistbefahrene künstliche Seewasserstraße. Die großen Vorhaben wie der Bau einer fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel, der Ausbau der Oststrecke zwischen Rendsburg und Kiel sowie die Vorbereitungen für einen Ersatz der Levensauer Hochbrücke nahe Kiel sind vorangekommen. 2021 wurden 250 Millionen Euro in Erhalt und Ausbau des Kanals investiert.

Buchholz hofft darüber hinaus auf weitere Bundeshilfe beim Ausbau der 173 Kilometer langen Bahnstrecke von Itzehoe nach Sylt. Das Land will dort in Vorleistung gehen, damit die Strecke rasch elektrifiziert wird. Der zweigleisige Ausbau der sogenannten Marschbahn soll samt Elektrifizierung rund 400 Millionen Euro kosten. 90 Prozent davon übernimmt der Bund, das Land 40 Millionen Euro.

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