Junge LBV.SH-Fachkräfte schlagen Wurzeln unter Radwegen ein Schnippchen

Niklas Utech (22) – angehender Ingenieur des LBV.SH – erläutert Staatssekretär Rohlfs die Beschaffenheit des neuen Radweg-Belags. Im Hintergrund Giekaus Bürgermeister Koch und LBV.SH-Vizechef Quirmbach

Pilotprojekt im Kampf gegen Wurzelaufbrüche: Am Radweg entlang der Landesstraße 259 zwischen Giekau und Radbrooksau im Kreis Plön testet der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) erstmals einen Straßenbelag, der Wurzelaufbrüche und Pflanzendurchwuchs verhindern soll. „Auf diese Weise können wir unter realen Bedingungen ausloten, was der Qualität von Radwegen in Zukunft am meisten dient“, sagte Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Direktor des LBV.SH, Frank Quirmbach, und Giekaus Bürgermeister Manfred Koch gab er heute den Radweg für den Verkehr frei. Die L 259 verläuft mit einem parallel geführten Radweg von der B 202 (Seekrug) bis nach Todendorf (Kaserne). „Der Radweg ist eine wichtige Verbindung und dient größtenteils als Schulweg“, so Rohlfs.

Rohlfs sagte bei dem Ortstermin weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Nach den Worten von Quirmbach wird der LBV.SH mit Unterstützung angehender Ingenieurinnen und Ingenieure in den nächsten Monaten noch weitere Bauweisen zur Sanierung lokaler Schäden an Radwegen ausprobieren. „Denn klar ist, dass das Thema Radverkehr künftig immer wichtiger werden wird. Das wollen wir als Mobilitätsexperten natürlich schon jetzt aufgreifen und nachhaltig begleiten“, so Quirmbach.

Der knapp vier Kilometer lange Radweg bei Giekau sei in Teilen stark sanierungsbedürftig gewesen. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden zunächst die Ränder freigelegt und eine Oberflächenentwässerung für die Landesstraße und den Radweg sichergestellt. Der technische Clou: Der Untergrund wurde dann mit einem durchwuchshemmenden Vlies belegt und die Tragschicht aus Beton-Recyclingmaterial gefertigt. Dadurch soll das Eindringen von Gehölzwurzeln wie auch von Wildkräutern und Gräsern weitgehend verhindert werden. Rohlfs: „Diese Bauweise will der LBV.SH in den nächsten Jahren im Hinblick auf die erwünschten Effekte genau im Auge behalten und später auswerten, ob sie weiter für Radwege im Land angewendet werden soll.“ Die Kosten belaufen sich auf rund 130.000 Euro.

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