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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein

Landtagsdebatte um „Hein Schönberg’s“ Zukunft

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Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz macht den weiteren Ausbau der Bahnstrecke Kiel-Schönberger Strand von belastbaren Kalkulationen für das Projekt abhängig. «Prognosen und Erwartungen müssen gegengecheckt werden», sagte Buchholz heute im Landtag. Bislang nutzten den Zug von Kiel bis Oppendorf «pro Tag genau 295 Menschen. Das ist ein Zehntel von dem, was prognostiziert war.»

Die SPD hatte ein klares Bekenntnis zu dem noch von der Vorgängerregierung beschlossenen Ausbau gefordert. Anfang März war bekannt geworden, dass die Kosten für das Gesamtprojekt auf bis zu 50 Millionen Euro steigen könnten. Ursprünglich war von 30 Millionen Euro ausgegangen worden.

Buchholz sagte dazu im Landtag… (Audio starten – „im Browser anhören“)

Land baut Atlantik-Brücke für StartUps: Kooperation mit Plug&Play unter Dach und Fach

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Buchholz mit Journalisten im Gespräch mit Christian Knipfer von Plug and Play

Knapp ein Jahr nach Eröffnung des von Schleswig-Holstein und Hamburg betriebenen „Northern Germany Innovation Office“ in San Francisco ist die erste handfeste Partnerschaft mit dem Silicon Valley unter Dach und Fach: Der weltweit führende Technologie-Inkubator „Plug and Play“ hat mit Schleswig-Holstein eine zunächst auf ein Jahr befristete Kooperation abgeschlossen. Damit soll die internationale Vernetzung von Start-ups mit Unternehmen und Investoren vorangetrieben werden.

plug-and-play-logo.80e0b79fc55d„Dank der Kooperation können wir innerhalb eines Jahres bis zu zehn jungen Unternehmerinnen und Unternehmern erstmals den Zugriff auf die Infrastruktur von Plug and Play ermöglichen und ihnen somit ein internationales Sprungbrett anbieten, um mit Geschäftsideen oder Innovationen am Markt Fuß zu fassen“, sagte Buchholz heute (28. März) in Kiel. Christian Knipfer aus San Francisco – bei Plug & Play zuständig für internationale Beziehungen – zeigte sich ebenfalls erfreut über den ersten Geschäftspartner aus Norddeutschland: „Wir sind sehr neugierig auf ihr Land und ihre Gründer. Und ich bin sicher, dass wir manche Erfolgsgeschichte in den kommenden zwölf Monaten und hoffentlich darüber hinaus gemeinsam schreiben können.“

buNach den Worten von Buchholz richtet sich das Angebot an…

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Ein Kernstück der Kooperation ist nach den Worten von Buchholz ein dreimonatiger kostenloser Aufenthalt von jungen Start-ups im Silicon Valley. Darum können sich Gründer aus Schleswig-Holstein vor allem über folgende Veranstaltungen bewerben oder qualifizieren:

  • bis zum 4. Juni im Rahmen des landesweiten „Überflieger“-StartUp-Wettbewerbs
  • am 14. Juni auf dem „waterkant Festival“ in Kiel
  • am 12. August im Wirtschaftsministerium bei der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das diesjährige StartUp Camp (die 3 Gewinner bekommen einen Platz im Acceleratorprogramm)

Wie Buchholz weiter erläuterte, beinhaltet der Aufenthalt in den USA vor allem die Unterstützung durch Experten-Know-how bei der Weiterentwicklung von Geschäftsideen sowie die Begleitung und Beratung durch erfahrene Mentoren. „Hinzu kommt natürlich der Zugang zu einem riesigen internationalen Netzwerk und Kontakten von Plug and  Play sowie der Besuch von Netzwerkveranstaltungen“, so Buchholz.

Parallel dazu wird Schleswig-Holstein laut Knipfer und Buchholz für die kommenden 12 Monate ein Teil der Vermarktungs-Strategie von „Plug and Play“, während Teams von „Plug and Play“ umgekehrt in diesem Jahr an Gründer-Veranstaltungen in Schleswig-Holstein wie dem „waterkant Festival“ oder dem diesjährigen Startup-Camp in Flensburg teilnehmen werden. Die Kosten für die einjährige Partnerschaft belaufen sich auf rund 300.000 Euro.

Buchholz appellierte an alle Gründer – und vor allem an junge Gründerinnen – sich die Chance nicht entgehen zu lassen: „Zweifeln Sie nicht, werfen Sie ihren Hut in den Ring – selbst die Bewerbung an sich kann bereits ein Gewinn sein.“

Die Videokonferenz mit Plug and Play als Live-Mitschnitt hier klicken

 

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, um an dem Programm teilnehmen zu können. Die Start-ups müssen:

  • als Firma eingetragen sein (das Unternehmen muss sich im Privatbesitz befinden und darf keine Tochter eines anderen Unternehmens sein oder mit diesem rechtlich verbunden sein),
  • ein erstes funktionsfähiges Produkt (Dienstleistung, Software o.ä.) besitzen,
  • ein skalierbares Businessmodell besitzen und
  • nicht älter als 5 Jahre sein.

Alle Informationen zum StartUp Camp und zur Bewerbung finden die Gründer und Gründerinnen unter https://startupcamp.sh/.

Weitere Informationen zu Plug and Play hier: Info zu Plug and Play

Internationale Begegnung statt Dreisatz: „Cooler“ Girl’s Day im Wirtschaftsministerium

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Begleiteten den Antrittsbesuch der Generalkonsulin Yonca Sunel und ihres Handelsattaches Ugur Özcan bei Wirtschaftsminister Buchholz (v.l.): Die drei Kieler Schülerinnen Fabienne Kleinheßeling, Felicitas Rominger und Luisa Galli.

Ein Hauch internationaler Handelsbeziehungen statt Dreisatz, Englisch oder Bio: Im Rahmen des heutigen Girl’s Day waren drei Schülerinnen des Kieler Hebbel-Gymnasiums zu Gast im Wirtschaftsministerium. Luisa Galli (11), Fabienne Kleinheßeling (14) und Felicitas Rominger (11).

Die drei jungen Damen durften – nach Teilnahme an der „Morgenlage“ im Ministerbüro unter anderem lauschen, wie die neue Generalkonsulin der Türkei, Yonca Sunel, ihren Antrittsbesuch bei Wirtschaftsminister Bernd Buchholz machte. Seit anderthalb Jahren ist Sunel Vertreterin der Türkei in Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie wurde 1969 in Istanbul geboren und studierte internationale Beziehungen an der Technischen Universität des Nahen Ostens in Ankara.

Wie die drei Mädchen die herzliche Begegnung fanden? Luisa Galli formulierte es kurz und bündig so: „Irgendwie cool…“

Buchholz dankt Altmaier für Beseitigung großer Hürde für LNG-Terminal in Deutschland

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Wichtige Etappe zur Realisierung eines LNG-Import-Terminals in Brunsbüttel: Das Bundeskabinett hat die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Verordnung zum Netzanschluss von LNG-Terminals beschlossen. Sie verbessere die regulatorischen Rahmenbedingungen für verflüssigtes Erdgas (LNG) und stelle die geplanten deutschen Importterminals mit den Anlandepunkten von Pipelinegas gleich, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

„Für die Versorgungssicherheit mit Gas ist es für Deutschland wichtig, möglichst viele Versorgungswege und Versorgungsquellen nutzen zu können“, kommentierte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) den Beschluss. LNG, das per Schiff nach Deutschland transportiert wird, könne dazu beitragen. Mit ihrer Verordnung beseitige die Bundesregierung Investitionshemmnisse. „Nun ist es an den privatwirtschaftlichen Investoren, ihre Pläne zum Bau von LNG-Terminals voranzubringen“, so Altmaier. Der Bundesrat muss der Verordnung noch zustimmen.

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Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz begrüßte den Schritt: „Mit dieser Regelung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Aufbau einer LNG-Infrastruktur in Deutschland erreicht. Ich bin der Bundesregierung dankbar, dass dies so schnell erfolgt ist. Im Ergebnis werden damit die Wettbewerbsbedingungen zwischen dem Import von Erdgas per Pipeline und dem Import als LNG angeglichen und so ein Hindernis für große und zukunftsweisende privatwirtschaftliche Investitionen beseitigt. Für die Pläne des Investorenkonsortiums für den LNG-Terminal in Brunsbüttel, aktuell das größte industriepolitische Projekt in Schleswig-Holstein, ist dies ein positives Signal, das sehr zu begrüßen ist…“

Hintergrund der Verordnung sind die Kosten des Netzanschlusses, die – analog zu Gasspeichern – von den Projektinvestoren getragen werden müssen. Mit dieser Begründung hatte die Bundesnetzagentur im Dezember 2018 eine geplante Anschlussleitung für das LNG-Terminal Brunsbüttel aus dem Netzentwicklungsplan gestrichen. Da es sich um eine reine Anbindungsleitung handele, könnten die Kosten nicht auf die Allgemeinheit umgelegt werden. Über die Verordnung hat das Kabinett nun beschlossen, dass die Kosten dennoch Teil der Netzentgelte werden, auch ohne Netzentwicklungsplan.

Die Fernleitungsnetzbetreiber werden über eine Änderung der Gasnetzzugangsverordnung dazu verpflichtet, die erforderlichen Leitungen zu bauen. 90 Prozent der Kosten werden als Investitionsmaßnahme nach der Anreizregulierungsverordnung eingeordnet und so auf die Netznutzer gewälzt. Die restlichen zehn Prozent verbleiben beim Anlagenbetreiber. Werden alle drei derzeit in Deutschland geplanten LNG-Terminals gebaut, summiere sich die Entlastung der Investoren laut Verordnung auf rund 134 Mio. Euro, rechnet das Wirtschaftsministerium vor. Es sei daher mit einem „sehr geringen, unmerklichen Anstieg der Netzentgelte“ zu rechnen, der keine spürbare Auswirkung auf das Preisniveau haben werde. Laut Verordnung steigen die Netzkosten um rund 9 Mio. Euro im Jahr, „dies entspricht ungefähr 0,4 Prozent der heute festgelegten Erlösobergrenzen der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber“.

ScreenAuf Einladung des US-Außenministeriums findet unterdessen bis zum 30. März eine Informationsreise über den US-LNG-Sektor statt. Die Reise soll Einblicke in die Entwicklung, Leistungsfähigkeit des noch jungen US-LNG-Exportsektors vermitteln.

35 : 45 HochformatFür Schleswig-Holstein nimmt Vize-Wirtschafts-Staatssekretär Kurt-Christoph von Knobelsdorff teil und schildert in diesem Reiseblog seine Eindrücke und Erkenntnisse.

Fehmarnbelttunnel: Ab morgen liegen die Plan-Unterlagen aus

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Weitere Etappe auf dem Weg zum Bau des Fehmarnbelttunnels zwischen Deutschland und Dänemark: Ab dem morgigen Dienstag (26. März) bis einschließlich 8. April liegt der im Januar erlassene Planfeststellungsbeschluss inklusive aller zugehörigen Dokumente für das Bauwerk an folgenden Orten während der jeweiligen Öffnungszeiten zur Einsichtnahme aus:

Stadt Fehmarn, Burg auf Fehmarn, Bahnhofstraße 5, 23769 Fehmarn, Dachgeschoss Zimmer 40 

Amt Oldenburg-Land, Hinter den Höfen 2, 23758 Oldenburg in Holstein, Sitzungsraum 3.2

Stadt Oldenburg i. H., Fachbereich 3 – Bauen, Umwelt und Liegenschaften, Markt 1, 23758 Oldenburg in Holstein, Raum 0.03

Amt Lensahn, Eutiner Straße 2, 23738 Lensahn, Erdgeschoss Sitzungszimmer

Amt Ostholstein-Mitte, Am Ruhsal 2, 23744 Schönwalde am Bungsberg, 1. Obergeschoss,  Bauamt

Stadt Neustadt i. H., Stadtbauamt, Kirchhofsallee 2, 23730 Neustadt in Holstein, Erdgeschoss, Raum 10

Gemeinde Scharbeutz, Am Bürgerhaus 2, 23683 Scharbeutz, Haus B, Foyer Erdgeschoss

Gemeinde Ratekau, Bäderstraße 19, 23626 Ratekau, Zimmer 28 „Raum Blücher“

Gemeinde Timmendorfer Strand, Strandallee 42, 23669 Timmendorfer Strand, Erdgeschoss, An der Zentrale im Eingangsbereich

Rathaus der Stadt Bad Schwartau, Markt 15, 23611 Bad Schwartau, Obergeschoss, Zimmer 215

Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 12, 23552 Lübeck, Foyer des Bereiches Planen und Bauen, Raum 1.0.24

sowie während der aufgeführten Zeiten im

Amt für Planfeststellung Verkehr, Mercatorstraße 9, 24106 Kiel, 4. Obergeschoss, Raum 410, Mo – Fr: 9.00 – 12.00 Uhr sowie Mo – Do: 14.00 – 16.00 Uhr

und im

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, Schloßstraße 6-8, 19053 Schwerin, Obergeschoss, Raum 225, Mo – Fr: 9.00 – 12.00 Uhr sowie Mo – Do: 14.00 – 16.00 Uhr

Darüber hinaus werden die Planunterlagen auch online unter https://planfeststellung.bob-sh.de/ einsehbar sein

Die dänische Projektgesellschaft Femern A/S hat unterdessen den teilweisen Sofortvollzug des Planfeststellungsbeschlusses für einige kleinere, reversible Teilmaßnahmen beantragt. Dabei handelt es sich – bis auf die Bohrungen zur Baugrunduntersuchung – um Maßnahmen an Land. Ziel dabei ist es nach Angaben des Unternehmens, den Bau des Tunnels so gut wie möglich vorzubereiten. Bei den beantragten Maßnahmen handelt es sich um Vorhaben mit dem Fokus auf Umwelt und Artenschutz.

 

Nach dem Druck ein erster Ruck: DB bringt ab nächster Woche Marschbahn in Schuss

Manchmal hilft Druck eben doch: Knapp anderthalb Jahre, nachdem Verkehrsminister Bernd Buchholz wegen der Zustände auf der Sylt-Strecke die ersten Sondermalus-Zahlungen gegen die DB-Regio verhängt hat, laufen nun pünktlich die ersten Verbesserungsarbeiten an. Die Strecke Hamburg-Westerland wird aufwendig saniert und modernisiert. Insgesamt 160 Millionen Euro will die Bahn dafür in den kommenden vier Jahren investieren.

Für Bernd Buchholz – und hoffentlich für viele Westküsten-Bewohner ebenso – die „Meldung der Woche“ (Video starten)

Land fördert Verbund-Netzwerk zu Erneuerbaren Energien mit 1,6 Millionen Euro

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien – Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Solarenergie sowie Windenergie an Land und auf See – ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. Die Landesregierung will auf breiter Front Innovationen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung auf diesem Sektor realisieren. Dazu fördert das Land Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE) sowie das Kompetenzzentrum EEK.SH, ein Netzwerk um die Hochschulen beim Technologietransfer und in der Zusammenarbeit mit Unternehmen zu unterstützen.

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Buchholz (2.v.l.) bei der Bescheidübergabe an EEK.SH-Projektleiter Wolfgang Bonn sowie Björn Lehmann-Matthaei  und Alois Schaffarczyk (links)

Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz überreichte dazu heute auf den New Energy Days in Husum einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro an EEK.SH-Projektleiter Dr. Wolfgang Bonn sowie Björn Lehmann-Matthaei, Geschäftsführer der Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH und Professor Alois Schaffarczyk, Sprecher des Kompetenzzentrums. Eine Millionen Euro stammen von der EU, der Rest sind Landesmittel.

Buchholz sagte dazu (Audio starten – „im Browser anhören“)

Buchholz sagte weiter: „Für mich spielt das Kompetenzzentrum bei der Umsetzung der regionalen Innovationsstrategie und der Industriepolitik Schleswig-Holsteins eine wichtige Rolle. Die Verwertung des mit erneuerbaren Energien erzeugten Stroms durch eine Sektorenkopplung einschließlich der Erzeugung von Wasserstoff wird für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Lande bedeutsamer. Hier sehe ich noch viel Potenzial für innovative Mittelständler und Start-ups.“

Die Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH ist der Projektträger des EEK.SH. Das Kompetenzzentrum wird weitere vier Jahre aus dem Landesprogramm Wirtschaft mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Das EEK.SH ist in Schleswig-Holstein seit 2015 zentraler Ansprechpartner für den Wissens- und Technologietransfer im Bereich regenerativer Energien. Energiethemen wie E-Mobilität, Intelligentes Bauen, Wasserstoff, Bioökonomie und Digitalisierung werden in der zweiten Phase zusätzlich zum bestehenden Portfolio integriert, um Fragen zur Energieeffizienz und -koppelung, die eine energieträgerübergreifende und praxisorientierte Betrachtung des Themas in der Forschung notwendig machen, zu begegnen. Das Verbundprojekt der schleswig-holsteinischen Hochschulen begegnet damit den zu erwartenden Herausforderungen des Energiewendelandes.

„Der Wissens- und Technologietransfer ist dem EEK.SH ein zentrales Anliegen. Das Know-how der Hochschulen wird gebündelt und die verschiedenen Akteure miteinander vernetzt, um so wirtschaftlich nutzbare Innovationen aus der Forschung voranzubringen“, erläuterte EEK.SH-Sprecher Professor Schaffarczyk. Das EEK.SH initiiert Forschungsprojekte, vermittelt Fachkompetenzen, organisiert Veranstaltungsreihen und entwickelt ergänzende Weiterbildungsangebote zum hochschulischen Angebot.

Buchholz heute bei New-Energy-Days: Förderbescheid für das Kompetenzzentrum Erneuerbare Energie

Alles zu Erneuerbaren Energien: Die New-Energy-Days in Husum. Hier der Stand des Versorgers Hanse-Werk

Rückenwind für das Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein, kurz EEK.SH: Bei seinem heutigen Besuch der New Energy Days in Husum wird Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz für das Verbundprojekt einen Millionen-Förderbescheid überreichen. Die  Übergabe erfolgt als Pressetermin um 10.15 Uhr auf der Galerie in der Messe- und Kongresshalle in Husum (Am Messeplatz 12). Den Bescheid erhalten Björn Lehmann- Matthaei, Geschäftsführer der Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH und Professor Alois Schaffarczyk, einer der Sprecher des Kompetenzzentrums.

Es geht darum, Innovationen im Energiebereich zu ermöglichen und die Hochschulen beim Technologietransfer und in der Zusammenarbeit mit schleswig-holsteinischen Unternehmen zu unterstützen. Das EEK.SH ist ein Verbundprojekt von derzeit fünf schleswig-holsteinischer Hochschulen und versteht sich als zentraler Ansprechpartner für hochschulübergreifende Forschungsprojekte sowie Weiterbildungsangebote und Veranstaltungsreihen rund um regenerative Energien. 

Hervorgegangen aus den Kompetenzzentren Windenergie und Biomassenutzung deckt das thematische Spektrum des EEK.SH neben sämtlichen energieformspezifischen auch energieträgerübergreifende Aspekte der Erneuerbaren Energien ab. Neben Querschnittsthemen beschäftigt sich das EEK.SH unter anderem mit Themen zu nachwachsenden Rohstoffen und der stofflichen Nutzung.

Buchholz & Bunge zufrieden mit Januar-Zahlen: Tourismus-Boom schwappt in die Nebensaison

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Der Tourismus in Schleswig-Holstein hat im Januar ein Wachstum verzeichnet. Insgesamt seien in dem Wintermonat 305 000 Übernachtungsgäste in den größeren Unterkünften des Landes und auf den Campingplätzen angekommen, teilte das Statistikamt Nord am Donnerstag mit. Das Gästeaufkommen stieg somit gegenüber Januar 2018 um 4,7 Prozent. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen betrug rund eine Million. Dies sind 5,3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Tourismusminister Bernd Buchholz freute sich über die Zahlen. Sie zeigten, dass Schleswig-Holstein zu jeder Jahreszeit ein attraktives Urlaubsland sei. «Das kontinuierliche Engagement der touristischen Akteure und die Investitionen in die touristische Infrastruktur führen zu einer Stärkung der Nebensaison. Genau das war und ist unser Ziel.» Dennoch ist nach Ansicht des Ministers noch Luft nach oben – vor allem auch im Binnenlandtourismus: «Dass wir großartige Küsten an Nord- und Ostsee haben, das ist weithin bekannt. Manche Schätze im Binnenland hingegen wollen erst noch entdeckt werden.»

Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH), sagte, «der seit mehreren Jahren zu verzeichnende Anstieg in den traditionell schwächeren Monaten November bis April ist für alle Beteiligten sehr erfreulich und belegt, dass wir auf dem richtigen Weg sind». Damit das Gästeaufkommen aber gerade zum Jahresanfang weiter zunehme, sei neben komfortablen Unterkünften auch das touristische Angebot vor Ort wichtig.

Rohlfs besucht Plöner AWO-Projekt: „Potenzial von Menschen mit Migrationshintergrund nutzen“

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Arbeits-Staatssekretär Rohlfs (Mitte) mit Projekt-Teilnehmerinnen und Jobcenter-Geschäftsführer Michael Westerfeld vor der AWO-Geschäftsstelle in Plön

Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund sind nach Ansicht von Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs trotz erster sichtbarer Erfolge auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein nach wie vor unterrepräsentiert: „Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wollen und müssen wir das Potenzial dieser Menschen nutzen – im Interesse jedes Einzelnen, aber auch im gesellschaftspolitischen Interesse“, sagte Rohlfs heute (20. März) beim Besuch des AWO-Projekts „Ich bin dabei“ in Plön. Das im Januar gestartete Projekt unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Landesweit gibt es zwölf weitere Projekte dieser Art, die im Rahmen des „Landesprogramm Arbeit“ mit insgesamt 4,7 Millionen Euro aus Mitteln der EU und des Landes gefördert werden.

jobcenterWie Rohlfs bei seinem Besuch sagte, halte er den Schwerpunkt der neuen Projekte für richtig gewählt: „Der Fachkräftemangel ist mittlerweile in nahezu allen Branchen spürbar und kann durch Zuwanderung zumindest in Teilen gedeckt werden.“ Allerdings gebe es auch eine Reihe von Problemen, die den Betroffenen den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt verbauen. „Dabei handelt es sich vor allem um Sprachprobleme, aber auch um fehlende soziale Beziehungen, ungewohnte soziale und kulturelle Umgangsweisen sowie die ungeklärte Anerkennung von mitgebrachten Qualifikationen“, so der Staatssekretär.

Im Rahmen des Projektes „Ich bin dabei“ werden Menschen aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Irak, dem Kosovo und anderen Staaten auf ihrem Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung eng begleitet. Die Zielgruppe umfasst Menschen mit Migrationshintergrund, die als langzeitarbeitslos bei einem Jobcenter im Kreis Plön gemeldet und mindestens 25 Jahre alt sind. „Wichtig ist vor allem, dass die Menschen ihre Situation auch wirklich verändern möchten. Daher ist das Projekt auf eine freiwillige Teilnahme ausgelegt. So ist die Motivation höher und wir Projektmitarbeiter können die Teilnehmenden mit all unserer Erfahrung unterstützen“, erläutert Projektleiter Matthias Burger.

Die Teilnehmer weisen laut Burger sehr unterschiedliche, oftmals multiple Problemlagen auf: „Jede individuelle Geschichte der einzelnen Menschen, die von uns betreut werden, berührt uns immer auch auf der emotionalen Ebene und ist die Motivation für unsere tägliche Arbeit.“

awo1Menschen, die in dem Projekt betreut werden, benötigen unterschiedlichste Formen der Unterstützung, ob bei Behördengängen oder auch in der Entwicklung einer persönlichen Mobilitätsstrategie sowie realistischer beruflicher Perspektiven. In vielen Fällen geht es darum, die eigenen Potenziale zu erkennen und nutzbar zu machen. Jobcenter-Geschäftsführer Michael Westerfeld unterstützt das neue ESF Projekt: „Dieses Projekt ermöglicht eine sehr intensive Betreuung von Menschen, die bereits seit längerer Zeit nicht mehr berufstätig waren und ist eine gute Ergänzung zu unseren gängigen Arbeitsmarktinstrumenten.“ Für die Teilnehmenden mit Migrationshintergrund sei der lange Förderzeitraum sinnvoll, um ihnen ein umfassendes Bild von den Anforderungen des hiesigen Arbeitsmarktes zu geben und damit die Integrationschancen zu erhöhen. Auch die Möglichkeit einer begleitenden Unterstützung  – etwa zu Fragen der Kinderbetreuung oder Wohnraumbeschaffung – sei hilfreich, eine dauerhafte Einbindung in die Gesellschaft zu erreichen, so Westerfeld