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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

El Samadoni trifft Madsen – und wirbt für eine bürgerfreundliche Verwaltung

Weiteres wichtiges Kennlern-Treffen auf der Agenda von Wirtschafts- und Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen – für das am Ende wieder einmal viel zu wenig Zeit blieb. Denn Schleswig-Holsteins Bürgerbeauftragte Samiah El Samadoni brennt für soziale Themen, die große Schnittmengen mit dem Ressort von Madsen haben.

Angefangen beim Fachkräftemangel bis hin zu einer bürgerfreundlichen Verwaltung. Beide waren sich nach dem einstündigen Treffen vor allem einig, dass nur eine offene und restlos diskriminierungsfreie Gesellschaft in der Lage sein wird, den Fachkräftebedarf zu decken und unseren Mittelstand international wettbewerbsfähig zu halten.

Visite bei der AKN mit Förderung in dreistelliger Millionenhöhe – von der S 21 bis Fehmarn-Burg

Madsen mit dem scheidenden Geschäftsführer Ulrich Bergmann und den Förderbescheiden über knapp 100 Millionen Euro

Mit einer Gesamtsumme von knapp 100 Millionen Euro fördert das Land mit Bundeshilfe in den kommenden Monaten die „AKN Eisenbahn GmbH“ in Kaltenkirchen für zwei weitere Ausbau-Projekte. Wie Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute bei einem Betriebsbesuch sagte, entfallen über 99 Millionen Euro auf die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Linie S 21, die künftig umsteigefrei von Kaltenkirchen über Eidelstedt bis zum Hamburger Hauptbahnhof pendeln wird. «Die vor einer Woche gestarteten Bauarbeiten werden am Ende eine riesige Entlastung für tausende von Pendlerinnen und Pendlern in der Metropolregion und damit einen gewaltigen Schub für die Mobilitätswende mit sich bringen», sagte Madsen. Auch die Hansestadt Hamburg ist an der Finanzierung maßgeblich beteiligt.

Neben dem Großprojekt S 21 und der Anpassung des Bahnhofs Fehmarn-Burg an die Erfordernisse der künftigen Anbindung des Bahnverkehrs an den Fehmarnbelttunnel beschäftigt sich das Eisenbahnunternehmen laut Geschäftsführer Ulrich Bergmann und Madsen noch mit weiteren Großprojekten. Dazu zählt der Ausbau der sogenannten „Hein-Schönberg-Strecke“ zwischen Kiel und Schönberger Strand, die Ende 2025 in Betrieb gehen soll, sowie die Reaktivierung einer Bahnstrecke zwischen Rendsburg und dem Ortsteil Seemühlen Nord bei Fockbek.

Alles in allem laufen über die AKN derzeit Bauprojekte mit einem Gesamtvolumen von fast 177 Millionen Euro, die Bund und Land mit knapp 155 Millionen Euro fördern. Und das löst einen gewaltigen Schub für die Mobilitätswende aus“, sagte Madsen.

Der Minister nutzte seinen Besuch bei der AKN-Zentrale in Kaltenkirchen zugleich, um sich beim scheidenden AKN-Geschäftsführer Bergmann für dessen dreijährigen Einsatz für das landeseigene Unternehmen zu bedanken. «Sie haben ihre Aufgabe in einer schwierigen Zeit wunderbar gemeistert», sagte Madsen und erinnerte unter anderem an den Spitzenwert von 98 Prozent Pünktlichkeit der AKN-Züge.

Bergmann wird zum 1. Februar von Matthias Meyer abgelöst, dem Madsen eine glückliche Hand für die bevorstehenden Aufgaben wünschte. «Mit Ihnen geht bei der AKN ein Geschäftsführer an Bord, den man wohl als Eisenbahner von der Pike auf bezeichnen kann», so Madsen. Der 55-Jährige Ingenieur bringe vielfältige Management- und Beratungserfahrungen mit nach Kaltenkirchen. So sei er zuvor viele Jahre bei der Deutschen Bahn AG als auch bei der Deutschen Eisenbahngesellschaft (heute Transdev) tätig gewesen. Als gelernter Triebfahrzeugführer und studierter Maschinenbau- und Eisenbahn-Ingenieur kenne Meyer zudem auch die Arbeit an der Basis eines Eisenbahnunternehmens.

Nach Wehrtechnik-Gipfel: Daniel Günther adressiert klare Forderungen an Boris Pistorius

Ministerpräsident Günther und Wirtschaftsminister Madsen (Mitte) beim jüngsten Wehrtechnik-Gipfel der Landesregierung Schleswig-Holstein

Vor dem Hintergrund des Wechsels an der Spitze des Bundesverteidigungsministeriums hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther zügige Entscheidungen zur Umsetzung des 100-Milliarden-Euro- Pakets für die Bundeswehr angemahnt. «Rüstungsaufträge dürfen nicht nur angekündigt, sondern müssen auch umgesetzt werden», sagte er heute der Deutschen Presse-Agentur. «Unsere hochkompetente deutsche Wehrindustrie steht in den Startlöchern, die Bundeswehr auszurüsten und die Soldatinnen und Soldaten auszustatten.» Sie brauche aber Planungssicherheit und Verlässlichkeit. «Dafür setzen wir uns in Schleswig-Holstein schon länger und mit Nachdruck ein», sagte Günther mit Blick auf den jüngsten schleswig-holsteinischen Wehrtechnik-Gipfel mit Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen.

«Die Neubesetzung im Verteidigungsministerium ist eine Chance, fast ein Jahr nach dem Ausrufen der Zeitenwende endlich Taten folgen zu lassen», sagte Günther. Der Erhalt wehrtechnischer Kompetenzen sei für Deutschlands Verteidigungsfähigkeit und Wehrhaftigkeit sowie für den Industrie- und Technologiestandort von herausragender Bedeutung. Das erfordere eine sicherheitspolitisch geprägte Industriepolitik.

Günther übermittelte dem neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Tag seiner Vereidigung nach dpa-Informationen außer Glückwünschen auch inhaltliche Forderungen. «Mit dem Minister habe ich heute bereits Kontakt aufgenommen, auch, um mit ihm direkt in die Gespräche einzusteigen», erläuterte er. Eine gute Grundlage seien die mit Industrie und Gewerkschaften in Kiel erarbeiteten Ergebnisse unseres jüngsten Wehrtechnikgipfels. «Bei der Umsetzung sichere ich dem Verteidigungsminister in jeglicher Hinsicht Unterstützung zu.»

Wenn Deutschland zentrale Herausforderungen bewältigen wolle, seien schnelle Vergabeentscheidungen dringend notwendig, sagte Günther. Sie seien auch möglich, denn die deutsche wehrtechnische Industrie habe unmittelbar auf die Ankündigung des 100-Milliarden-Pakets in der Regierungserklärung des Bundeskanzlers am 27. Februar 2022 ihre Kapazitäten auf entsprechende Aufträge ausgerichtet.

Madsen trifft Bischofs-Duo der Nordkirche zum ersten Gedankenaustausch

Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt und Sprengel-Bischof Magaard mit Minister Madsen

Die Bedeutung der Kirche und Kirchengebäude für die Wirtschaft und den Tourismus in Schleswig-Holstein – und natürlich die mühsam ausgehandelte Bäderverordnung. Das waren heute einige der Themen eines ersten Kennlern-Treffens von Minister Claus Ruhe Madsen mit Kristina Kühnbaum-Schmidt – Landesbischöfin der Nordkirche – und Gothart Magaard – Bischof Sprengel Schleswig und Holstein.

Beide Bischöfe machten dabei deutlich, welche Rolle die Nordkirche im Land sowohl als Arbeitgeberin wie auch als Auftraggeberin für Handwerk und Handel spiele. Einig waren sich alle drei, dass die derzeitige Regelung der Ladenschlusszeiten in den Bäderorten in Schleswig-Holstein gut austariert und auskömmlich ist. „Natürlich muss man alle paar Jahre einmal schauen, ob es möglicherweise Änderungsbedarf gibt – aber den sehen wir derzeit weder in Richtung Lockerung noch in Richtung Ausdehnung“, sagte Madsen.

Klappertopf-Aussaat im Schnee für blühende Insektentankstellen im Frühjahr

Till Sander – Azubi der Meisterei Klausdorf – mit Ute Ojewski und Minister Madsen

Wer denkt bei Schneeregen schon an brummende Hummeln, summende Bienen und andere lebensdienliche Insekten? Unter anderem unser LBV.SH, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen. Und zwar heute früh am Rastorfer Kreuz bei Preetz: Zusammen mit dem angehenden Straßenwärter Till Sander (19) säten Ute Ojowski, Madsen sowie LBV.SH-Vizechef Frank Quirmbach einige Quadratmeter der seltenen Pflanze Klappertopf aus neben dem Rastplatz zwischen B 76 und B 202 aus . „Damit legen wir hier den Grundstein für weitere Insekten-Tankstellen an unserem Straßennetz“, freute sich Madsen. Und Ute Ojewski von der Stiftung erinnerte: „Immerhin übertrifft die bisher ungenutzte Fläche entlang unserer Straßen bei weitem alle Naturschutzflächen im Land.“

Hintergrund: Gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz hat der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Grünstreifen entlang aller Straßenkategorien in Schleswig-Holstein – vom Feldweg bis zu Bundesstraßen und Autobahnen – in blütenbunte Insektenparadiese verwandelt. Quirmbach: „Der Klappertopf sorgt dafür, dass sich im Straßenbegleitgrün mehr Kräuter, Gräser und Wildblumen ansiedeln können. Das heißt: Mit dieser Aussaat engagieren wir uns für die heimischen Insekten, Hummeln und Bienen, die dann an den Blühpflanzen mehr Nahrungsquellen neben unseren Straßen finden werden“. Die Umweltexperten des Landesbetriebs hätten das Konzept zur Steigerung der Biologischen Vielfalt mit der Stiftung weiterentwickelt und die Nachwuchskräfte gut geschult.

Im vergangenen Jahr haben die 22 Straßenmeistereien des LBV.SH auf einer Gesamtfläche von rund 100 Hektar – das entspricht in etwa 500 Kilometern Straßenrand – die Samen der gelb-blühenden heimischen Wildpflanze ausgebracht und damit viele wertvolle „Insekten-Tankstellen“ geschaffen. Das Klappertopf-Projekt verbindet damit auf beispielhafte Weise Ökologie und Verkehr. „Ein Projekt mit bundesweiter Strahlkraft: Wir verwandeln die Straßenränder Stück für Stück in bunte Biotope“, so Ute Ojowski.

Die kostspieligen Samen der heimischen Wildpflanze – pro Kilo über 300 Euro – werden in einem ersten Schritt an den meist gräserdominierten Straßenrändern sowie Begleitflächen wie Parkplätzen oder Lärmschutzwällen durch den LBV.SH ausgebracht. Dort keimt die Saat, die Klappertopfwurzeln wachsen in die Wurzeln benachbarter Gräser hinein und zapfen unterirdisch Wasser und Nährstoffe ab, so dass die Gräser schwächer werden und sich ihr Wachstum verlangsamt. Das schafft Platz für andere Wildkräuter und es muss weniger gemäht werden. Das gemeinsame Naturschutz-Projekt von Stiftung, dem LBV.SH und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat ein Volumen von rund 1,5 Millionen Euro und wird vom Bundesamt für Naturschutz gefördert.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Straßenwärterinnen- und Straßenwärter-Nachwuchs in einem speziell konzipierten Workshop auf die insektenfreundliche Pflege vorbereitet. Darunter auch Till Sander von der Straßenmeisterei Klausdorf. Das Straßenbetriebsdienstpersonal und insbesondere die Auszubildenden des LBV.SH wurden dabei über die neue Mäh-Praxis weitergebildet. Nun werden in 2023 rund 250 Kilogramm Klappertopf in ganz Schleswig-Holstein zwischen List und Lauenburg und von Meldorf bis Fehmarn ausgesät. Damit soll Stück für Stück die insektenfreundliche Strategie an den Grünflächen und Straßenrändern der vom LBV.SH betreuten 7.600 Straßenkilometer in Schleswig-Holstein umgesetzt werden.

Schub für Föhr-Tourismus: Land fördert Neubau der Mittelbrücke mit 9 Millionen Euro

Bürgermeister Hess und Minister Madsen vor einem Bild der ehemaligen Wyker Mittelbrücke

In Wyk auf Föhr entsteht mit Hilfe des Landes ein neuer touristischer Leuchtturm: Die aus dem vorigen Jahrhundert stammende marode Mittelbrücke wird abgerissen und durch eine neue ersetzt. Das Land steuert neun Millionen Euro bei. Tourismusminister Claus Ruhe Madsen überreichte dazu jetzt den Förderbescheid an Wyks Bürgermeister Hans-Ulrich Hess. „Die neue Brücke wird ein attraktiver Aufenthaltsort für Gäste und Einheimische und schafft so einen erheblichen touristischen Mehrwert“, sagte Madsen. Damit bekomme die ohnehin schon positive touristische Entwicklung einen ordentlichen Schub.

Die erste Wyker Mittelbrücke wurde im 19. Jahrhundert als feste Landungsbrücke für Dampfschiffe errichtet. Die letzte Grundinstandsetzung fand in den 1980er Jahren statt. Die neue Brücke soll auf einer Länge von 150 Metern zum Spazieren, Flanieren oder Ausruhen einladen. Besonderes Merkmal wird der Spielbereich „Wal“ sowie eine wasserseitig verglaste „Meereslounge“ mit einem Sonnendeck. „Hier lässt es sich auch im Winter gut aushalten. Das trägt damit zur Saisonverlängerung bei“, so der Minister. Auf der großen Endplattform erhöht eine Sitzlandschaft und Sitzstufen die Aufenthaltsqualität und zugleich sorgt eine Badeplattform mit barrierefreiem Zugang und Hublift für behindertengerechten Einstieg ins Wasser. Der Baubeginn der insgesamt zehn Millionen Euro neuen Seebrücke ist für Februar 2023, die Fertigstellung für Oktober geplant. 

Madsen und LBV.SH ziehen Bilanz: Auch 2022 Rekord-Investition in Landesstraßen

Allen Hemmnissen durch Kriegs- und Pandemiefolgen zum Trotz: Das Land hat auch 2022 über 90 Millionen Euro in den Erhalt des rund 3.600 Kilometer umfassenden Landesstraßennetzes investiert.

„Mit genau 93 Millionen Euro Investitionsvolumen – davon allein 7,8 Millionen Euro für Radwege und 16 Millionen Euro für Brückensanierungen – halten wir damit auch in Krisenzeiten das hohe Niveau unseres vor fünf Jahren aufgelegten Landesstraßen-Sanierungsprogramms“, sagte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute in Kiel. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 135 Kilometer Landesstraßen und 62 Kilometer Radwege auf Vordermann gebracht worden. „Damit ist wieder mehr als ein Drittel des Netzes in einem Top-Zustand“, so Madsen. Für das laufende Jahr peile der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) eine ebenso hohe Investitionsquote an. Madsen: „Auch, wenn die Rahmenbedingungen nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend schwieriger werden.“

Wie der Minister zusammen mit LBV.SH-Vizechef Frank Quirmbach und Geschäftsbereichsleiter Christoph Köster erläuterte, konnten bereits seit 2019 insgesamt über 542 Kilometer Landesstraßenfahrbahnen und gut 261 Kilometer Radwege saniert werden. Hinzu kamen punktuelle Erhaltungsmaßnahmen der Straßenmeistereien im ganzen Land mit einem Volumen von knapp elf Millionen Euro.

Hier ein Mitschnitt des gesamten Pressegesprächs – Video starten

Madsen und Köster erinnerten daran, dass die Landesregierung bereits 2018 ein mehrjähriges Landesstraßen-Entwicklungskonzept aufgelegt hatte. Damals hatte sich herausgestellt, dass die Schäden in der Grundsubstanz zahlreicher Landesstraßen deutlich weitreichender waren als zunächst angenommen. „Entgegen unseren Erwartungen waren die Schäden an vielen Straßen nicht nur größer, sondern buchstäblich auch tiefgründiger. Das machte die Reparaturen langwieriger und teurer“, so Köster. Die Folge: Das damalige Erhaltungsprogramm für die Jahre 2019 bis 2022 konnte bei Weitem nicht im geplanten Umfang umgesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund schreibt die Landesregierung die Landesstraßenstrategie in den kommenden Monaten fort. Sowohl Köster als auch der stellvertretende LBV.SH-Direktor Quirmbach betonten: „Das künftige Sanierungsprogramm muss sich an den Realitäten bei den Fachkräften orientieren. Denn neben den bekannten Materialengpässen und damit verbundenen Kostensteigerungen seit Kriegsbeginn fehlen uns und der gesamten Baubranche beispielweise Ingenieure, Techniker und Planer.“

Als größte Brocken des laufenden Sanierungsprogramms für 2023 nannte Köster unter anderem:

  • den Ersatzneubau der Schleibrücke Lindaunis im Kreis Schleswig-Flensburg
  • die Sanierung der L 57 zwischen Schönwalde und Lensahn mit Neubau eines Radwegs im Kreis Ostholstein
  • die Sanierung der Landesstraße L 21 zwischen Sterup und Schrepperie im Kreis Schleswig-Flensburg
Madsen im Sommer beim Besuch der Baustelle auf der Schleibrücke Lindaunis

Als neue Vorhaben stehen 2023 auf der To-do-Liste des LBV.SH unter anderem die:

  • Sanierung der L 6 zwischen Galmsbüll und Emmelsbüll (Kreis Nordfriesland)
  • Sanierung der L 125 zwischen Bargstedt und Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde)
  • Sanierung der L 245 zwischen Achtrup (Kreis Nordfriesland) und Nordmark
  • Sanierung der L 269 zwischen Sillerup (L12) und B 200 (Kreis Schleswig-Flensburg)
  • Sanierung der L 28 zwischen Esperstoft und Gammellund (Kreis Schleswig-Flensburg)

Verkehrsminister Madsen bekräftigte: „Unser Erhaltungsprogramm wird mit Hochdruck fortgesetzt, denn für den eingeschlagenen Weg der nachhaltigen Sanierung gibt es keine Alternative.“ Gerade die jüngsten Krisen hätten gezeigt, wie wichtig für die Daseinsvorsorge intakte Verbindungen vor Ort sind.“ Mit Blick auf den Klimawandel und die angestrebte Mobilitätswende sagte Madsen: „Auch E-Autos und ÖPNV-Busse sind auf eine intakte Straßeninfrastruktur angewiesen.“

LBV-Erhaltungschef Köster: „Wir werden die Landesstraßenstrategie unter Berücksichtigung der gewonnenen Erfahrungen fortschreiben, um die zukünftigen Programme noch zielgenauer ausrichten zu können.“ So habe der Landesbetrieb externe Gutachter mit der Bewertung des Erhaltungsbedarfs an Fahrbahnen, Radwege und Brücken beauftragt. Auf dieser Basis werde die Landesstraßenstrategie fortgeschrieben und im Frühjahr von der Landesregierung beschlossen.

Weitere Einzelheiten zum Landesstraßenbauprogramm 2022 finden sich HIER

Minister Madsen und RD-Nord-Chef Biercher blicken zuversichtlich auf den Arbeitsmarkt 2023

Minister Madsen mit Regional-Direktionschef Biercher während der Pressekonferenz.

Senioren, Zuwanderer und Menschen mit Handicap – mit ihnen will Minister Madsen dem Fachkräftemangel im Norden begegnen. Der Bedarf ist groß, wie der Politiker betont. Die Arbeitslosenzahlen rücken mehr in den Hintergrund.

Mit mehr arbeitenden Senioren will Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen gegen den immer gravierender werdenden Mangel an Arbeits- und Fachkräften ansteuern. «Mein Vorschlag zielt eindeutig auf Freiwilligkeit», betonte er heute bei einem Treffen mit dem Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Markus Biercher. Madsen sprach dabei vom «grauen Gold». Über die hier bestehenden Möglichkeiten müsse mehr gesprochen werden. «Ich will natürlich jetzt hier nicht, dass wir von einem Pflegeheim zum nächsten laufen, um da die Leute rauszuholen.»

Er wolle niemanden verpflichten, sagte Madsen. Arbeitgeber mit Weitsicht sollten die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, damit Senioren ihre Kompetenzen und Fähigkeiten im Betrieb erhalten können. «Wir brauchen jedes Potenzial.»

Hier das gesamte Pressegespräch als Stream-Aufzeichnung:

Livestream-Aufzeichnung der Pressekonferenz

Madsen und Biercher, machten deutlich, dass auf dem Arbeitsmarkt der Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel zunehmend die Arbeitslosigkeit als Kernproblem in den Hintergrund drückt. Auch mit Zuwanderern und Menschen mit Behinderung will Madsen dem Mangel begegnen. Zwischen 14.000 und 18 000 Zuwanderer jährlich werden laut Arbeitsagentur benötigt. Im Norden drohe bis 2035 eine demografisch bedingte Fachkräftelücke von 180.000 Menschen.

«Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein hat sich insgesamt als äußerst robust erwiesen», stellte Biercher fest. Daran habe auch die Übernahme in die Statistik der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nichts geändert. Die Zahl der Arbeitslosen sank 2022 im Jahresdurchschnitt um 8,2 Prozent auf 81 600. Ohne die Ukraine-Flüchtlinge würde das Minus 11,7 Prozent betragen. Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gab es ein Plus von 17 000 auf fast 1,05 Millionen. Dies bedeute ein Allzeithoch, sagte Biercher. Auch die Personalnachfrage nahm zu. 2023 werde die Arbeitslosigkeit weiter rückläufig sein.

Madsen wünschte sich auch, dass ukrainische Flüchtlinge schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden. In Dänemark sei von den arbeitsfähigen Ukrainern schon die Hälfte in Arbeit, hier noch nicht. Dem Argument fehlender Sprachkurse hielt Madsen entgegen, die Deutschen sollten sich darauf einstellen, dass man im Sportgeschäft oder im Hotel auch einmal nicht deutsch spricht. «Wir können nicht mehr die Erwartungserhaltung haben, dass jeder Busfahrer Deutsch spricht. Ich weiß allerdings auch nicht, warum man unbedingt mit dem Busfahrer sprechen muss.» Ihm fehle ein bisschen der Pragmatismus.

Man könne nicht erwarten, dass Menschen nach wenigen Monaten im Land Abiturdeutsch sprechen. «Das werden die Leute schon lernen, wenn sie arbeiten, und das werden auch die Kinder lernen, wenn sie zur Schule gehen.»

Aus Sicht der Landesregierung sei die Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften die größte Herausforderung für den Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren, sagte Madsen. Sie werde dagegen ein ganzes Instrumentarium an Maßnahmen etablieren. Dazu gehörten ein Klimaschutzfachkräfteprogramm, ein Pakt für Gesundheits- und Pflegeberufe, ein Förderprogramm für Projekte zur Fachkräftesicherung und ein Welcome Center für Zuwanderer. Als besonders positiv wertete der Minister den Rückgang der Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit.

Heute 10 Uhr: Agentur-Chef Biercher und Minister Madsen blicken auf den Arbeitsmarkt 2023

Markus Biercher, neuer Chef der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, und Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen blicken heute ab 10 Uhr in einem Pressegespräch auf den Arbeitsmarkt 2022 zurück – und wagen einen Ausblick auf die kommenden Monate. Eine Rolle dabei spielt vor allem das vom Land geplante Welcome-Center…

Hier geht es ab 10 Uhr zum Livestrem der PK:

OH-Tourismus startet 2023 mit neuem Konzept – gute Aussichten auch für den Sund-Tunnel

Blicken optimistisch ins neue Jahr (v.l.): OHT-Chefin Lauritzen, Minister Madsen, OHT-Vizechefin Bünting, Bürgermeister Weber und Tourismuschef Behncke

Die Tourismusorganisation «Ostsee Schleswig-Holstein» startet mit einem neuen Entwicklungskonzept ins Jahr 2023. Es setzt nicht mehr nur die Gäste als Zielgruppe in den Fokus, sondern berücksichtigt ebenso Einheimische und Mitarbeitende.“ Die neue Strategie stellten Katja Lauritzen und Julia Bünting vom Ostsee-Holstein-Tourismus e. V. (OHT) heute Wirtschafts- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen bei einem Ortstermin auf Fehmarn vor.

Nach den Worten von OHT-Chefin Lauritzen orientiere sich das Entwicklungskonzept eng an der Tourismusstrategie des Landes. «Wir setzen dabei auf eine enge Verzahnung der beiden Strategien und möchten so mit unseren Mitgliedern dazu beitragen, dass zukünftige Maßnahmen aller Beteiligten darauf einzahlen», so Lauritzen. Dabei spiele unter anderem Wohnraum für Mitarbeitende, aber vor allem die Tourismusakzeptanz in der Bevölkerung eine entscheidende Rolle. Fehmarns Bürgermeister und OHT-Vorsitzende Jörg Weber zeigte sich in dem Zusammenhang zuversichtlich, dass das geplante JUFA-Hotelvorhaben in Meschendorf auf Fehmarn in einem neuen Anlauf realisiert wird. «Deshalb ist es wichtig, dem Wirtschaftsministerium die aktuellen Herausforderungen auf Fehmarn in Sachen Hotelansiedlung darzulegen. Hilfestellungen sind dabei immer willkommen», so Weber.

Erst zwei Tage zuvor hatte die „Ostsee Tourismuskonferenz“ mit der IHK Schleswig-Holstein und dem Tourismusverband Schleswig-Holstein stattgefunden, in dem es um Wohnraum für Mitarbeitende ging. „Unsere Aufgabe als Verband ist es, über wichtige Themen zu informieren und den Austausch im Netzwerk zu organisieren“, erklärte Weber. «Die Umsetzung erfolgt bei uns auf Fehmarn zum Beispiel in dem 4,2 Hektar großen und innovativen, nachhaltigen und sozialverträglichen Wohngebiet, das nördlich der Gorch-Fock-Straße in Burg erschlossen werden soll.»

Bei seinem Besuch ließ sich Madsen auch über Infrastrukturprojekte informieren, die vom Land gefördert wurden. Fehmarns Tourismusdirektor Oliver Behncke zeigte die Maßnahmen der letzten Jahre auf und gab einen kurzen Ausblick auf künftige Vorhaben. «Der Tourismus auf Fehmarn hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und wir streben an, trotz der zu erwartenden Belastungen durch die Großbaustellen insbesondere mit unseren Hotelprojekten, Wassersportangeboten und Premium-Radwegen auf der Sonneninsel den Ganzjahrestourismus weiter auszubauen», sagte Behncke.

Mit Blick auf den entstehenden Fehmarnbelt-Tunnel zeigte sich Madsen erleichtert, dass der Tunnel durch den Fehmarnsund absehbar in ein Programm des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen werde, mit dem Großprojekte durch beschleunigte Planungsverfahren schneller realisiert werden. „Dann werden wir die Baugenehmigung schneller bekommen“, meinte Madsen. Ein beschleunigtes Planungsverfahren für den Sundtunnel bedeute gut zwei Jahre weniger «Papierkrieg» als bei einem traditionellen Planungsverfahren.

Möglicherweise würden zudem weitere Abschnitte der Hinterlandanbindung in das Programm aufgenommen. Madsen: «Die Anbindung von Lübeck bis Puttgarden ist das wichtigste Bahnprojekt für die nächsten zehn Jahre. Das ist in Berlin scheinbar erkannt worden, und deswegen richtet sich die volle Aufmerksamkeit darauf.» Er werde sich Anfang Februar mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bahn, Richard Lutz, treffen, um sich das beschleunigte Verfahren bestätigen zu lassen.