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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Land, Kommunen und Mobilfunkbetreiber sagen Funklöchern im echten Norden den Kampf an

Gesprächsabbrüche, kein Internet unterwegs auf dem Land: Mehr als 500 Funklöcher gibt es in Schleswig-Holstein. Die Mobilfunkanbieter wollen die Zahl schrittweise senken. Bis Ende 2020 sollen knapp 90 Funklöcher geschlossen und Netzengpässe beseitigt sein.

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Pressekonferenz mit (v.l.): Dirk Ebrecht (Vodafone), Holger Witte (Telekom), Valentina Daiber (Telefonica), Rainer Helle (Ministerium), Minister Buchholz, Jörg Bülow (Gemeindetag) und Richard Krause (Breitband-Kompetenzzentrum SH)

Breiter Schulterschluss von Land, Kommunalen Landesverbänden und den großen Mobilfunkanbietern für eine verbesserte Netzabdeckung in Schleswig-Holstein. Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute (5. Dezember) nach einem Spitzentreffen mit Deutscher Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone sagte, seien aktuell 190 Funklöcher im Bereich der reinen Telefonie und 341 Funklöcher bei der Datenversorgung (LTE) im Land identifiziert worden, in denen zumindest einer der drei großen Anbieter kein Netz verfügbar habe.

„Die Mobilfunkunternehmen haben heute zugesichert, dass bis Ende 2020 insgesamt 174 neue Sendeanlagen entstehen und 748 bestehende Anlagen technisch aufgerüstet werden sollen. Dadurch dürfte sich die Zahl der Funklöcher bis Ende nächsten Jahres bei der Sprachtelefonie um mindestens 27 auf 163 und bei der Datenversorgung um mindestens 60 auf 281 vermindern,“ sagte Buchholz. Im Gegenzug habe das Land Unterstützung bei der Bereitstellung von Liegenschaften, bei der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit für den Mobilfunkausbau zugesagt. Zudem werde das Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein ( BKZ.SH) um zwei Stellen und weitere Sachmittel aufgestockt.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“:

Valentina Daiber, Vorständin Recht und Regulierung bei Telefónica Deutschland: „Wir treiben unseren LTE Ausbau massiv voran und bringen immer mehr schnelles Internet auch in ländliche Regionen. Doch für weiße Flecken, die sich wirtschaftlich nicht schließen lassen, braucht es den Schulterschluss von Politik und Wirtschaft. Dies betrifft auch die großen Herausforderungen bei der Standortsuche und bei Genehmigungsverfahren. Wir begrüßen, dass die schleswig-holsteinische Landesregierung den Mobilfunkbetreibern ihre Unterstützung zugesagt hat, um die Hindernisse beim Ausbau aus dem Weg zu räumen.“

Holger Witte, Leiter Strategische Mobilfunkplanung Access, Telekom Deutschland GmbH: „Wir versorgen Schleswig-Holstein heute schon überdurchschnittlich gut mit einer LTE-Abdeckung von 98,3 Prozent. Und wir machen weiter: Im Regelausbau investieren wir im Land in den kommenden drei Jahren 30 Millionen Euro. Das sind rund 240 zusätzliche Standorte und über 300 Erweiterungen. Von diesen Standorten starten wir eine Ausbauinitiative mit 90 Neubaustandorten in 90 ländlichen Gemeinden.“

Und Dirk Ebrecht, Leiter Politische Kommunikation Norddeutschland bei Vodafone, ergänzte: „Unterwegs lesen, Musik streamen, auf Social Media posten, unterbrechungsfrei telefonieren – und das für alle Bürger. Dafür investieren wir seit Jahren massiv in unsere Mobilfunknetze. Wir freuen uns, dass sich das auszahlt und wir die Ausbauziele für Schleswig-Holstein übertroffen haben.“ Ebrecht dankte dafür seinen eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Landesregierung: „Ohne ihre Unterstützung wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Allerdings: ein Netz ist nie fertig, daher werden wir uns auf dem Erreichten nicht ausruhen, sondern auch weiterhin so engagiert ausbauen.“

  • Wie Buchholz und Gemeindetagschef Jörg Bülow erläuterten, werden das Land und die Kommunalen Landesverbände den Mobilfunkausbau mit mehreren Maßnahmen flankieren. Als Beispiele nannten sie:
  • die Bereitstellung von geeigneten öffentlichen Liegenschaften sowie BOS-Masten für den Mobilfunkausbau zu marktüblichen Konditionen.
  • die Bereitstellung von Informationen über geeignete Infrastrukturen für den Mobil-funkausbau – einschließlich Glasfaserinfrastrukturen für den Anschluss von Mobilfunkmasten.
  • die Unterstützung der Netzbetreiber bei Genehmigungsverfahren für den Mobilfunk-ausbau, unter anderem durch Prüfung von Beschleunigungsmöglichkeiten und von rechtlichen Änderungen. Außerdem die Erörterung von Problemfällen bei der Genehmigung sowie Workshops mit Netzbetreibern und Genehmigungsbehörden
  • Projekte zur Verbesserung der Akzeptanz des Mobilfunkausbaus, unter anderem durch eine gemeinsame Kommunikationsstrategie mit dem Bund.
LTE, Mobilfunk- und UMTS-Antennen auf dem Dach eines Hochhauses.
Sollen künftig ebenfalls für die Mobilfunk-Versorgung genutzt werden: Sendemasten auf öffentlichen Gebäuden wie der Polizei

Buchholz erinnerte daran, dass schon heute angesichts der bundesweit herausragenden Quote von 40 Prozent bei der Glasfaserversorgung eine besondere große Chance für eine flächendeckende Mobilfunkversorgung in Schleswig-Holstein bestehe. „Ohne Glasfaseranschlüsse wird der Mobilfunk in Zukunft nicht mehr funktionieren. Und mit einer so optimierten LTE-Infrastruktur schaffen wir auch die Voraussetzungen für ein leistungsfähiges 5G-Netz, das maßgeblich auf 4G aufbaut,“ sagte der Minister.

Mit Blick auf die Ende 2020 noch verbleibenden Funklöcher ist laut Buchholz mit Betreibern und Verbänden vereinbart worden, in regelmäßigen Abständen zu prüfen, wie diese Lücken ebenfalls rasch beseitigt werden können. Dabei seien die bestehenden Versorgungsauflagen aus den Frequenzvergaben, die Zusagen aus dem Mobilfunkgipfel des Bundes sowie die Wirtschaftlichkeit des Ausbaus zu berücksichtigen. „Soweit aus dem Land weitere Probleme mit der Mobilfunkversorgung gemeldet oder bekannt werden, soll dies vorrangig über die jeweiligen Kunden-Hotlines der Anbieter bearbeitet werden“, so Buchholz. Zusätzlich würden Netzbetreiber und Land bei ihren regelmäßigen Treffen diese Kundenbeschwerden erörtern und nach Lösungen suchen.

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Holger Witte von der Telekom im Gespräch mit Journalisten

Zur Aufstockung des von Land und Kommunalen Landesverbänden gemeinsam getragenen BKZ.SH sagte Gemeindetag-Geschäftsführer Jörg Bülow: „Das BKZ.SH berät seit fast zehn Jahren sehr erfolgreich unsere Kommunen beim Glasfaserausbau. Die in großem Umfang von der kommunalen Ebene errichteten Glasfasernetze sind die Grundvoraussetzung für einen weiteren Ausbau der LTE-Mobilfunknetze, auch im Hinblick auf den kommenden 5G-Ausbau. Das BKZ.SH wird zukünftig die Kommunen auch zum Thema Mobilfunk beraten und ein unabhängiges Mobilfunkkataster für Schleswig-Holstein erstellen. Eine flächendeckende Mobilfunkversorgung ist für die Entwicklung Schleswig-Holsteins zwingend. Die Kommunen sind auf Basis einer noch abzuschließenden bundesweiten Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern bereit.“

Hintergrundinformation:

Mobilfunk ist ein so genanntes geteiltes Medium („shared medium“). Dies bedeutet, dass sich alle Nutzer einer Funkzelle die dort maximal verfügbare Bandbreite teilen: Je mehr Nutzer also in einer Funkzelle aktiv sind, desto geringer ist die Bandbreite, die dem einzelnen Nutzer zur Verfügung steht. Darüber hinaus hängt die tatsächliche, beim Nutzer ankommende Leistung des Mo­bilfunknetzes auch ab von:

  • Ÿ  der Qualität des Handys des Nutzers,
  • Ÿ  dem gebuchten Vertrag des Nutzers,
  • Ÿ  der Nutzung innerhalb oder außerhalb geschlossener Gebäude
  • Ÿ  der Witterung, der umgebenden Vegetation sowie der Topografie,
  • Ÿ  der Geschwindigkeit, mit der sich der Nutzer bewegt.

 

E-Highway an der A 1 in Betrieb – Für Albrecht und Buchholz ein „Baustein der Mobilität von Morgen“

Schleswig-Holsteins erster eHighway ist betriebsbereit: Heute absolvierte das Hersteller-Konsortium auf dem fünf Kilometer langen Autobahn-Abschnitt der A1 zwischen Reinfeld und Lübeck eine Probefahrt zur abschließenden Beurteilung der technischen Funktion der Anlage. 

E-Highway

Das für die Errichtung und den Betrieb der Anlage zuständige Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel (FuE Zentrum FH Kiel GmbH) bestätigte am Vormittag gemeinsam mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) nach knapp zweistündiger Probefahrt die ordnungsgemäße Funktion der Anlage und ihrer Oberleitungsinfrastruktur.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht zeigten sich nach der technischen Abnahme erleichtert: „Die Fertigstellung dieser Versuchsanlage hat zwar etwas länger gedauert als ursprünglich geplant, aber entscheidend ist, dass demnächst ein reibungsloser Betrieb beginnen kann“, sagte Buchholz.  Er und sein Kabinettskollege erwarten aus dem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums Erkenntnisse über die praktische Umsetzbarkeit der Elektromobilität auch für schwere Lastwagen. Albrecht: „Wir wollen den emissionsfreien Güterverkehr erreichen und dafür ist die Erprobung der Oberleitungstechnologie ein wichtiger Baustein. Ich bin zuversichtlich, dass uns dieses Pilotprojekt wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zur klimafreundlichen Mobilität und Logistik liefern wird.“

Bis Ende 2022 wird zunächst die Reinfelder Spedition Bode die Strecke im täglichen Pendelbetrieb befahren. Bis Ende 2022 wird zunächst die Reinfelder Spedition Bode die Strecke im täglichen Pendelbetrieb befahren.

Nach Planungen des LKW-Herstellers Scania soll der erste oberleitungstaugliche Hybrid-LKW noch in der zweiten Dezemberhälfte an die Spedition Bode übergeben werden. Der LKW wird aber schon vorher vereinzelt auf der A1 zu sehen sein, weil noch Justierungs- und Anpassungsarbeiten sowie Funktionstests zu absolvieren sind. Sobald das Fahrzeug freigegeben ist und Fahrer sowie Wartungspersonal geschult sind, werden die ersten Testfahrten der Spedition mit und ohne Lasten durchgeführt. Der Regelbetrieb soll dann in der ersten Jahreshälfte 2020 aufgenommen werden, das zweite Einsatzfahrzeug wird dazu im Frühjahr erwartet.

Das Bundesumweltministerium investiert rund 26 Millionen Euro in den Modellversuch FESH, der neben dem Bau und Betrieb der Teststrecke in Schleswig-Holstein auch die wissenschaftliche Begleitforschung umfasst. Ziel ist eine technische, ökonomische und ökologische Bewertung des Oberleitungssystems nach wissenschaftlichen Kriterien und unter realen Bedingungen. Dazu soll drei Jahre lang erprobt werden, ob die Oberleitungstechnik für den deutschen Straßenverkehr tauglich ist und ob Güter auf diese Weise künftig klimaschonend auf der Straße transportiert werden können.

Breitenburger Superior-Hotel nimmt Gestalt an – Buchholz: Schub für den Binnenland-Tourismus

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Buchholz mit Bauherr Moritz Graf zu Rantzau (Mitte) und dem geschäftsführenden  Gesellschafter Sven Sausmikat

Qualitäts-Schub für den Binnenland-Tourismus im Kreis Steinburg: Der Neubau eines Vier-Sterne-superior-Hotels in Breitenburg nimmt immer mehr Gestalt an. Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz nutzte heute einen Besuch der Baustelle, um an den Investor und Bauherren Moritz Graf zu Rantzau einen Förderbescheid in Höhe von zwei Millionen Euro zu überreichen. „Hier investiert eine Gesellschaft nicht nur 23 Millionen in einen echten touristischen Hotspot, der den ländlichen Charme der Region mit historisch gewachsenem Ambiente verbindet, sondern es entstehen zudem auch 61 neue Dauerarbeits- und Ausbildungsplätze“, sagte Buchholz.

Wie zu Rantzau dem Minister beim Rundgang erläuterte, sei das geplante 80-Zimmer-Hotel Teil eines Gutshofes, der in den Jahren 1922 und 1923 im Stile des so genannten Heimatschutzes errichtet und im Jahr 2015 als Kulturdenkmal eingestuft wurde. „Die touristische Bedeutung Breitenburgs mit seiner berühmten Gutsanlage Schloss Breitenburg wird durch dieses Vorhaben erheblich aufgewertet“, so Buchholz. Der Bau des Hotels erfolge nach modernsten energetischen Standards bei Berücksichtigung der Denkmalschutzvorgaben. Neben einem Restaurant verfügt das Hotel unter anderem über einen Wellness- und Spa-Bereich mit Blick über den Breitenburger Kanal.

Buchholz: „Die Förderung ist unter anderem auch deshalb gut angelegtes Geld, weil mit diesem Projekt der Binnenlandtourismus an der Westküste weiter ausgebaut und gestärkt wird.“ Den Hotelgästen werde künftig ein in vielen Teilen attraktives touristisches Angebot in unmittelbarer Nähe der Radfernwege Ochsenweg und Mönchsweg sowie eines Golfclubs geboten. Die Eröffnung des Hotels ist für 2020 geplant.

Der Tag der Energiewende-Forschung mit drei Ministern und 10 ideenreichen Preisträgern

Das Mega-Thema Klimawandel und Energiewende bewegt aktuell nicht nur die UN-Klimakonferenz in Madrid. In der Kieler Sparkassen-Arena tagen seit heute früh 100 herausragende Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsforscher sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, die ihre Ideen und Innovationen vor rund 1000 Schlüsselakteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft präsentieren.

Preisträger
Die Sieger des  landesweiten Isdeenwettbewerbs (von rechts vorn): Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht, Prof. Dr. Christian Keindorf (Fachhochschule Kiel), Ministerin Karin Prien, Prof. Dr. Friedhelm Taube (CAU Kiel),  Prof. Dr. Thomas Franke (Uni Lübeck), Prof. Dr. Hinrich Uellendahl (Uni Flensburg), Minister Buchholz, Dr. Sandra Hansen (CAU Kiel).

Anlässlich des vom Berliner „Tagesspiegel“ zum dritten Mal in Kooperation mit der Landesregierung ausgerichteten „Science Match Future Energies“ spielt auch die Stärkung der Energie-Forschungsinfrastrukturen in Schleswig-Holstein eine Rolle: Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien, Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz überreichten die ersten drei Förderbescheide im Rahmen eines im April aufgelegten Landes-Ideenwettbewerbs zur Forschungs-Infrastruktur. Sieben weitere Projektträger wurden bereits ausgewählt (siehe Anlage), bekommen aber erst in den nächsten Wochen Bescheid über die genaue Höhe der Förderung. Alle zehn Forschungsvorhaben werden mit insgesamt 6,3 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln gefördert.

Nach dem Votum der aus fünf Fachleuten bestehenden Jury erhalten folgende Projekte und Einrichtungen die ersten drei Förderungen:

  • Testanlage für ein Wellenkraftwerk im Modellmaßstab
    Projektträger: Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel (F+E GmbH) mit Björn Lehmann-Matthaei sowie Fachhochschule Kiel, Prof. Dr. Christian Keindorf. Projektvolumen: 593.000 Euro, Förderung: 533.000 Euro.
  • Testlabor für Sektorkopplung Power-to-Fuels sowie Chemicals Biogas- und Energiespeichertechnologie
    Projektträger: Hochschule Flensburg mit Prof. Dr. Hinrich Uellendahl.
    Projektvolumen: 703.000 Euro, Förderung: 000 Euro.
  • Low-Input Weidemilchproduktion im landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb:
    Projektträger: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Prof. Dr. Friedhelm Taube.
    Projektvolumen: 251.000 Euro, Förderung: 226.000 Euro.

Die drei Landesminister gratulierten den erfolgreichen Bewerbern.

buTechnologieminister Bernd Buchholz sagte

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Wissenschafts- und Forschungsministerin Karin Prien erinnerte daran, dass die Grundlagen für erfolgreiche Wissenschaft und Forschung bereits in der Schule gelegt werden: „Deshalb stärken wir durch zahlreiche Initiativen vor allem die MINT-Fächer an den Schulen. Auch die schleswig-holsteinischen Hochschulen tragen das ihrige für eine auch zukünftig versierte Wissenschaft und Forschung im Bereich der Energiewende bei: Sie bieten mittlerweile eine große Zahl an ausgewiesenen und fachlich höchst anspruchsvollen Energie-Studiengängen auf Bachelor- und Masterniveau erfolgreich an.

PrienPrien sagte weiter

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Mit Blick auf das ausgewählte Weidemilch-Forschungsprojekt der Kieler Universität sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht: „Mit Hilfe modernster Messtechnik können wir sicher bald die Frage beantworten, wie viel Treibhausgas eine Milchkuh produziert – denn bald kann die Emission einer weidebasierten Milchviehhaltung genau erfasst werden.“ Für Schleswig-Holstein biete der Ausbau dieser Forschungsinfrastruktur eine großartige Chance:

AlbrechtWeiter sagte Albrecht

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Nach den Worten von Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz stärkt der Wettbewerb einerseits die angewandte Forschung an den Hochschulen und zugleich den Technologietransfer. „Parallel dazu liefern die ausgewählten Forschungsprojekte aber auch das Science Match wertvolle Erkenntnisse für die Energiewende und den Klimaschutz. Eine klassische Symbiose, bei der Wissenschaft wie Wirtschaft gleichermaßen profitieren“, so Buchholz.

Wie der Minister weiter sagte, biete das „Science Match Future Energies“ eine ideale Plattform für die Vernetzung von Forschung und Anwendung und behandele mit Themen wie „Zukunft der Energie- und Wärmenetze“, „Nachhaltige Energieerzeugung und Speicherung“ oder „Smarte Verbraucher“ zentrale Schwerpunkte der Energiewende.

Als Beispiele aus Schleswig-Holstein nannte Buchholz unter anderem das Projekt „NAF-Bus“, einen selbstfahrenden Elektro-Kleinbus, der bereits in einigen Modellregionen in Schleswig-Holstein im Einsatz ist. Das Konzept soll einen öffentlichen Nahverkehr mit autonom fahrenden Bussen ohne feste Routen und Fahrpläne ermöglichen.

 

Bühne frei für einen Gipfel der Energiewende-Experten in Kiel

Energie-Forschungsgipfel in Kiel: Rund 100 Wissenschaftler werden heute ihre Ideen zu den Themen Klimawandel und Energiewende präsentieren. Den Besten eines landesweiten Ideenwettbewerbs winken zudem Auszeichnungen der Landesregierung.

Mehr als 100 Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsforscher stellen heute in Der Kieler Sparkassen-Arena ihre Arbeiten vor. Zur Wissenschaftskonferenz Future Energies Science Match, die von Energiewende-Minister Jan Philipp Albrecht (Grüne) eröffnet wird, werden rund 1000 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erwartet. Dabei geht es um Lösungen für die Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Energiewende.

Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU), Albrecht und Technologieminister Bernd Buchholz (FDP) ehren anschließend Sieger eines im April ausgerufenen Ideenwettberwerbs zum Ausbau der Energie-Forschungsinfrastruktur in Schleswig-Holstein. Zehn Projekte werden mit insgesamt 6,3 Millionen Euro gefördert. Den Kongress veranstalten der «Tagesspiegel» und das Land.

«Mit dem Wettbewerb stärken wir die angewandte Forschung an unseren Hochschulen und den Technologietransfer», sagte Buchholz im Vorfeld. Zugleich lieferten die geförderten Projekte und der Kongress wertvolle Erkenntnisse für die Energiewende und den Klimaschutz. «Eine klassische Symbiose, bei der Wissenschaft wie Wirtschaft im Land gleichermaßen profitieren können.»

Landesregierung stellt erste Weiche für eine ausgewogene Küstenschutz-Strategie

Schwere Sturmfluten, Extremwetterlagen und vor allem der Anstieg des Meeresspiegels: Schleswig-Holstein arbeitet an einer neuen Strategie für den Schutz der Ostseeküste. Dabei geht es auch um den Tourismus.

An welchen Stellen ist eine Weiterentwicklung des Tourismus an der Ostseeküste langfristig sinnvoll, wo ist Küstenschutz geboten? Antworten auf diese Fragen soll eine neue Strategie liefern, die Umwelt- und Tourismusministerium gemeinsam mit Vertretern der Region und Wissenschaftlern der Kieler Universität entwickeln wollen. «Wir haben in der Vergangenheit viele Fehler gemacht», sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Montag. Als Beispiel nannte er Bauwerke, die zu nah an der Küste errichtet wurden. «Lange Zeit gab es da keine großen Abstandsregelungen.»

Grundlage für die Ziele der Strategie soll ein morphologisches Modell der Küste sein, an dem Forscher der Christian-Albrechts-Universität in den kommenden zwei Jahren mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Hamburg-Harburg arbeiten werden. Der Klimawandel gehe mit einem erwarteten Anstieg des Meeresspiegels um 0,84 Meter bis Ende des Jahrhunderts einher, sagte Albrecht. «Dabei geht es auch um Frage: Macht es an bestimmten Orten Sinn, sich touristisch weiterzuentwickeln?»

Für Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) ist das Ziel der Einklang zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen. «Da wird der Tourismus nicht alles kriegen können, aber er wird auch nicht nichts kriegen dürfen.» Denn die Branche sei eine der Lebensadern der norddeutschen Wirtschaft. Klar sei aber auch: Steuergeld in der Ostsee zu versenken «kann nicht das Ziel sein».

Buchholz sagte vor den rund 100 Gästen der Auftakt-Veranstaltung weiter:

Der Schutz der 540 Kilometer langen Ostseeküste falle im Vergleich zur Nordsee wesentlich komplexer aus, sagte Albrecht. «Die Abbrüche von Steilküsten an der einen Stelle sind die künftigen Sandstrände an anderer Stelle.» Dennoch müssten Steilküsten künftig wohl stärker geschützt werden. Landesschutzdeiche existieren an der Ostsee auf einer Länge von 120 Kilometern. Sie schützen laut Albrecht rund 60000 Menschen, die dahinter leben, und Sachwerte in Höhe von sieben Milliarden Euro.

Für seinen Kabinettskollegen Buchholz waren die Schäden an den Küstenbadeorten 2017 und 2019 Vorboten dessen, was Land und Menschen in den kommenden Jahrzehnten droht. Im Frühjahr hatte die Regierung den Tourismusorten eine Million Euro bereitgestellt, um Schäden etwa an Promenaden, Wegen und Seebrücken zu beseitigen. Sie unterstützte auch die Behebung von Schäden an Stränden, Strandwällen und Dünen in touristisch relevanten Strandabschnitten.

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Minister Buchholz und Albrecht mit Pressesprecher Joschka Toure aus dem Umweltministerium 

Für Umweltminister Albrecht ist bereits klar, dass Veränderungen beim Küstenschutz und dem Tourismus notwendig sein werden: «Wir werden nicht umhin können, in der Zukunft auch touristische Infrastruktur zu verlagern.» An bestimmten Orten entlang der Küste sei touristische Entwicklung nur noch begrenzt möglich, Hotspots könnten sich verschieben. «Ich kann jetzt aber nicht sagen, welcher Ort das ist.»

Rückenwind für SH-Mittelstand: Auftragsforschung bald steuerlich absetzbar

Die Meldung ging gestern angesichts der Freude über die S-4-Finanzierung fast ein wenig unter: Der Bundesrat hat auf Initiative Schleswig-Holsteins steuerliche Entlastungen von kleinen und mittleren Unternehmen bei sogenannter Auftragsforschung beschlossen. Für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) und vielleicht ja auch für viele unserer 130.000 kleinen und mittelständischen Unternehmer im Land die „Meldung der Woche“. Video starten…

Buchholz: Bundesrat gibt Rückenwind für Fachkräfte und Handwerks-Meisterstücke

In der kommunale Biogasanlge in Viöl wird hauptsächlich Gülle verwertet
Profiteur einer neuen Meisterstück-Regelung: in der Branche der Landmaschinen-Technik sind die Materialkosten für Gesellen- und Meisterstücke am höchsten

Während Schleswig-Holsteins Arbeitsmarkt aktuell mit der seit fast 40 Jahren niedrigsten Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent glänzt, setzt die Landesregierung alle Kraft auf Fachkräftesicherung: Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz gab heute (29. November) nach einem Beschluss des Bundesrats zur Bildungsmodernisierung bekannt, dass die seit 2005 bestehende Möglichkeit der Teilzeitberufsausbildung deutlich flexibler gestaltet und weiter geöffnet werde. So können künftig neben Alleinerziehenden oder Personen, die Angehörige pflegen, auch Menschen mit Behinderungen oder Lernbeeinträchtigungen von der Möglichkeit einer Teilzeitberufsausbildung profitieren.

„Eine Berufsausbildung in Teilzeit steht damit nun nicht mehr nur Eltern oder Pflegenden offen, sondern auch denjenigen, die für sich aus anderen Gründen eine Vollzeitausbildung nicht in Betracht ziehen“, sagte Buchholz. Damit werde allen jungen Menschen diese Möglichkeit geboten, egal, wie alt sie sind oder ob sie schon eine Erstausbildung absolviert haben. Wie der Minister weiter sagte, fördere das Land ab Januar mit knapp 300.000 Euro zudem das Projekt „Teilzeitausbildung für alle!“

„Wir sehen in der Flexibilisierung von Arbeitszeit und -dauer eine entscheidende Möglichkeit, die duale Berufsausbildung noch attraktiver zu machen“, so Buchholz. „Das Modellprojekt sorge für Organisation und Vernetzung der Teilzeitberufsausbildung im Land. Mit einer passgenauen Vermittlung von Interessenten in Teilzeitausbildungsplätze werde das Angebot attraktiv, ebenso wie durch eine begleitende Betreuung und Unterstützung von Betrieben und Auszubildenden bis zum Berufsabschluss.

„Meisterstück“ für angehende Handwerksmeister wird künftig besser gefördert

Eine vor allem für das Handwerk wichtige Neuerung konnte Schleswig-Holstein ebenfalls im Bundesrat durchsetzen: Neben Verbesserungen bei der Aufstiegsförderung von beruflich Qualifizierten legt der Bund bei der Finanzierung der im Handwerk üblichen „Meisterstücke“ noch einmal leicht nach. So sollen statt bisher 40 Prozent der Materialkosten für das Meisterstück 50 Prozent der Kosten förderfähig sein, maximal können 2.000 Euro gezahlt werden.  Buchholz und seinen Länder-Kollegen geht das allerdings nicht weit genug – sie haben den Bund nun aufgefordert, bis zur Höhe von 2000 Euro die vollen Kosten zu übernehmen.

Konkretes Beispiel: In Schleswig-Holstein gehören laut Buchholz vor allem die Landmaschinenmechaniker zur Branche mit dem höchsten Aufwand für Meisterstücke. Beläuft sich der Meisterstück-Materialaufwand beispielsweise für den Ansaugarm eines Güllewagens auf 2.000 Euro, dann sind 1000 Euro der Kosten förderfähig, was einem Zuschuss von 500 Euro entspricht. Nach dem jüngsten Bundesrats-Beschluss müsste der Bund hingegen die vollen 2000 Euro übernehmen.

„Der Vollzuschuss wäre eine einfache und pragmatische Maßnahme, durch die sich noch mehr Handwerkerinnen und Handwerker für eine Meisterausbildung entscheiden würden“, sagt Buchholz. Hiervon würden besonders solche Gewerke profitieren, die schon jetzt die meisten Anträge auf Förderung des Meisterstücks stellen, nämlich Elektrotechniker, Installateur- und Heizungsbauer sowie Tischlermeister.

Rohlfs bei Arbeitsminister-Konferenz: Hartz-IV-Bezieher müssen künftig mehr zuverdienen dürfen

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Die Arbeits- und Sozialminister der Länder mit ihren Staatssekretären heute bei der Herbst-Konferenz in Rostock

Die Regelungen über Hinzuverdienst-Möglichkeiten von Hartz-IV-Empfängern kommen auf Druck von Schleswig-Holstein den Prüfstand. Die Arbeits- und Sozialminister stimmten auf ihrer heutigen Konferenz in Rostock einem entsprechenden Vorschlag von Arbeits-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) zu. «Um die Anreize zu erhöhen und den Betroffenen den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu erleichtern, müssen wir das bestehende System reformieren», sagte Rohlfs der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Leistungen wie Wohn- und Kindergeld müssten dabei allerdings klug mit höheren Zuverdienst-Möglichkeiten verbunden werden.

Bislang dürfen Bezieher von Hartz IV nur 100 Euro ohne Abstriche hinzuverdienen. Einkünfte, die diesen Betrag übersteigen, werden zu 80 Prozent auf die Grundsicherung angerechnet. Mit Experten aus Wissenschaft, Praxis und Sozialgerichtsbarkeit soll das Gesetz angepasst werden, wie Rohlfs sagte.

Bescheide
Staatssekretär Rohlfs

Noch ein zweiter Antrag aus Schleswig-Holstein fand die Mehrheit der Arbeits- und Sozialminister. So sollen nach Inkrafttreten des  Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zum 1. März kommenden Jahres die nötigen Begleitstrukturen personell wie finanziell ausreichend ausgestattet werden. «Damit die Chancen, die dieses Gesetz bietet, erfolgreich genutzt werden, bedarf es einer engen Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Beschleunigte Anerkennungsverfahren und Qualifizierungsangebote sind Schlüsselelemente, um Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen», betonte Rohlfs.

Buchholz beim StartUp-Summit: Wir brauchen eine risikofreudige Haltung und Mut zum Scheitern

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Buchholz berichtete über seine Eindrücke aus dem Silicon Valley          Fotos: Jan Konitzki

Treffen der StartUp-Szene Schleswig-Holsteins: Unter dem Motto „Suchst Du noch oder kennst Du schon?“ haben sich heute Nachmittag rund 160 Gründerinnen und Gründer sowie Interessierte in Kiel über Unterstützungsangebote, Ideen, Erfahrungen und Herausforderungen ausgetauscht. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz appellierte an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Angebote des Landes zu nutzen – vor allem aber, von der Gründer-Mentalität der Amerikaner zu lernen.

Buchholz Rede in voller Länge: hier

Ob „Women Entrepreneurship“ in Flensburg, „Digital & Technology Entrepreneurship“ in Kiel oder Internationalisierung von StartUps in Lübeck – in den vergangenen Jahren haben sich laut Buchholz vielfältige Einrichtungen und Initiativen im Land etabliert, die alle ein gemeinsames Ziel haben: StartUps zu unterstützen und das Gründungsgeschehen zu forcieren. 24 dieser gründungsunterstützenden Einrichtungen, zu denen unter anderem die Hochschulen, Kammern und Wirtschaftsförderer des Landes gehören, sind gebündelt im StartUp SH e.V.

Auch die WT.SH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH) bietet Gründungsunterstützung: Im Auftrag des Landes gewährt sie etwa das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein sowie Teile des Seed- und StartUp Fonds Schleswig-Holstein II und vernetzt aktiv mit den Baltic Business Angels. Im Rahmen des StartUp SH Summits wollen nun StartUp SH e.V. und WTSH allen Gründungsinteressierten die Möglichkeit geben, die Akteure dieses Netzwerks kennenzulernen und tiefere Einblicke in das Gründungsökosystem Schleswig-Holstein zu erhalten.

559Kernstück des diesjährigen Summits war der „StartUp Talk“. Hier berichteten Gründerinnen und Gründer über ihre Erfahrungen und Stolpersteine und über den Umgang mit den Unterstützungsangeboten. Mit dabei unter anderem auch die eyespec GmbH aus Heide. Eyespec entwickelt individuelle Bildverarbeitungssysteme zum Beispiel für die Medizintechnik oder Maschinenbauunternehmen. Das Jungunternehmen zählt mittlerweile zu den Top Innovationstreibern in der industriellen Bildverarbeitung. Als wertvolle Anschubfinanzierung im Jahre 2012 diente damals der Seed- und StartUp-Fonds Schleswig-Holstein II.

„Als eyespec sich im Jahre 2012 gründete, war das Gründungs-Ökosystem in Schleswig-Holstein nahezu nicht vorhanden, meint Dr. Annelie Tallig, Teamleiterin StartUp Förderung und Finanzierung bei der WTSH. „Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich viel getan, nicht nur die Anzahl der StartUps stieg, sondern damit auch die Unterstützungsangebote“, so Tallig weiter.

So gibt es zum Beispiel seit 2016 das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein, das Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen 12 Monate lang einen monatlich nichtrückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 1600 Euro gewährt. Seit 2016 wurden 59 Stipendien für 25 Gründungsvorhaben von der WTSH im Auftrag des Landes Gründungsstipendien vergeben.

anja-kromer-foto.1024x1024Für Christina Lehmann und Anja Kromer von „Umtüten“ war das Gründungsstipendium eine Initialzündung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee. „umtüten“ bietet umweltfreundliche Alternativen zur Einwegverpackungen in Form von Bio-Baumwollbeuteln mit abwaschbarem Inlay aus pflanzlicher Stärke an. Ebenso berichten die zwei im StartUp Talk über die Unterstützung durch WEStartUpSH, eine Initiative die sich explizit an Gründerinnen richtet und zum Beispiel bei der Vermittlung von Mentorinnen hilft. Mittlerweile sitzt das Team in der Alten Mu Think Farm in Kiel (ehemalige Muthesius Kunsthochschule) und rollt von dort sein Business in ganz Deutschland aus.

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Organisatoren und Gäste des Summits im Kieler musiculum  – unter anderem die beiden Gastgeberinnen Annelie Tallig (links) und Anke Rasmus (2.v.r.)

„Das StartUp SH Summit 2019 steht ganz im Zeichen des Austausches zwischen StartUps, Interessierten und Gründungsunterstützern. Wir wollen zeigen, wie StartUps, von der Gründung bis hin zum etablierten Unternehmen, auf ihre ganz individuelle Weise ihren Weg beschreiten. Außerdem schauen wir darauf, wie das StartUp Ökosystem sich in Schleswig-Holstein entwickelt hat und wo es in Zukunft hingehen wird“, beschreibt Dr. Anke Rasmus, erste Vorsitzende des StartUp SH e.V, die Idee des diesjährigen Summit.