Einmal Gudow und zurück: Historisches Ölgemälde des Kieler Künstlers Peter Nagel ziert jetzt das Wirtschaftsministerium
Albig, Meyer, Nagel und Brandes-Druba (v.r)
Mehr als 30 Jahre lang hing sein Ölgemälde in der Grenzübergangs-Raststätte Gudow-Süd und sollte eine künsterlische Brücke zwischen beiden Teilen Deutschlands sein. Dann kam die Wiedervereinigung und das „Brücken-Kunstwerk“ von Peter Nagel geriet in Vergessenheit, fristete zum Schluss in der Raststätte nur noch ein Schattendasein.
Bis heute: Durch Vermittlung von Ministerpräsident Torsten Albig, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Bernd Brandes-Druba von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein wurde das Gemälde jetzt zurück nach Kiel geholt, vom Meister höchstpersönlich zwei Tage lang aufgemöbelt und im Kieler Wirtschaftsministerium aufgehängt.
Dort können es nicht nur Mitarbeiter und Gäste des Ministeriums selbst bestaunen, sondern auch Teilnehmer zahlreicher Seminare der Landesverwaltung – und wer mag, kann nach auch einfach mal so vorbeischauen. Zum Beispiel Schulklassen. Nagel bietet – nach Absprache – gern Erläuterungen zu dem Werk, seiner Vorgeschichte und zur verwendeten Technik an.
Einen Teil dieser Geschichte erzählt der Meister in diesem Video selbst:
Politik in sportlicher Atmosphäre: Landeskabinett tagt im Uwe Seeler Fußballpark, Meyer besucht Unternehmen
Der Kreis Ostholstein steht heute im Blickpunkt der Landesregierung. Im Uwe Seeler Fußball-Park in Bad Malente tagt das Kabinett unter Leitung von Ministerpräsident Torsten Albig. Er und auch die Kabinettsmitglieder nehmen am Nachmittag mehrere Besuchstermine im Kreis Ostholstein wahr.
Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besucht um 14 Uhr einen der größten Arbeitgeber in der Region, die Firma Kendrion und Kuhnke. Ein Rundgang durch das Unternehmen ab 14.30 Uhr ist dabei presseöffentlich. Alle Einzelheiten zu dem Maschinenbauunternehmen hier: Unternehmensprofil
Am Nachmittag um 15.30 Uhr schaut Meyer in Eutin gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Regiona Poersch beim Holzbau-Spezialisten TimberTec AG vorbei. Auch dieser Besuch ist presseöffentlich. Alle Informationen zur TimberTec AG hier: Unternehmensprofil
Meyer übergibt heute 2 Förderbescheide an der Westküste, besucht Nord-Gastro und Marner Karneval
Für den 15-Millionen-Neubau der Meiereigenossenschaft Viöl bei Husum wird Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute um 9.30 Uhr einen Förderbescheid von knapp 730.000 Euro überreichen. Mit dem Neubau der von 150 Landwirtsfamilien getragenen Meierei soll noch im März begonnen werden.
Über zwei Millionen Euro Fördergeld gibt es am Nachmittag (13.30 Uhr) für den Fortbestand der Gesellschaft für Marine Aquakultur in Büsum.
Vorher (ab 10.30 Uhr) eröffnet Meyer in Husum die Messe Nord Gasto und Hotel 2016 und wird um 15 Uhr am Rosenmontagszug in Marne teilnehmen.
Nord-Verkehrsminister zu Chancen des Wirtschaftsraums Unterelbe: Mehr Hafenkooperation – weniger Zentralisierung
Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer und seine Amtskollegen Fank Horch (Senator, Hamburg) sowie Olaf Lies (Niedersachsen) sehen eine länderübergreifende Kooperation der Elbehäfen Hamburg, Brunsbüttel, Glückstadt, Stade und Cuxhaven als essentiell wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung im gesamten norddeutschen Raum an. „Verkehrsflüsse und Warenströme machen nicht an Ländergrenzen halt, darum brauchen wir – bei aller belebenden Konkurrenz – auch zwischen den Häfen ähnliche Allianzen wie bei den Schienenprojekten S 4 und S 21 oder beim Weiterbau der A 20 mit westlicher Elbquerung“, sagte Meyer heute Abend bei einer Diskussionsrunde des Hafen- und Logistiknetzwerks Seaports Elbe in Cuxhaven. An der Gesprächsrunde nahmen neben Meyer, Horch und Lies auch der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, sowie Brunsbüttels Hafenchef Frank Schnabel teil.
Am Rande der Posiumsdiskussion in Cuxhaven sagte Meyer weiter
(Audiopfeil klicken):
Wie Meyer sagte, sehe er vor dem Hintergrund der notwendigen Kooperationen auch die vom Bund geplante Zentralisierung in verschiedenen Infrastrukturbereichen kritisch. „Damit gehen wichtige Synergien verloren und das Know-how über Gegebenheiten vor Ort kann nicht mehr – wie im jetzigen Verfahren – unmittelbar in die Planungen einfließen“, so Meyer. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Empfehlungen der „Bodewig II-Kommission“. Insbesondere die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mache deutlich, wie wenig sinnvoll eine „Zentralisierung um der Zentralisierung willen“ sei.
Mit Blick auf die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Wirtschaftsraum Unterelbe nannte Meyer als erfolgreiche Beispiele die Planungen eines Mehrzweckhafens mit Multi-Purpose-Pier und eines nationalen LNG-Terminal in Brunsbüttel. Zudem sei die Fährverbindung zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven erfolgreich gestartet und das Land führe zum Fahrplanwechsel 2016 einen Schnellbus Brunsbüttel – Itzehoe ein, um die Fähre an den Nahverkehr des Landes anzuschließen.
Weitere Informationen zu dem Hafen- und Logistik-Netzwerk ELBESEAPORTS hier klicken
Willkommen im „echten Norden“: In 2015 warben Wirtschaftsförderer 134 Unternehmen an, die über 1700 Arbeitsplätze planen
Dickster Brocken der Ansiedlungsbilanz: Die Schweizer Firma Condair wird vier internationale Standorte zusammenlegen und damit in Norderstedt Fuß fassen
Durch die Neuansiedlung von 134 Unternehmen – davon 13 aus dem Ausland – werden in Schleswig-Holstein mittelfristig 1734 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die Zahl der neu entstehenden Jobs liegt damit knapp über dem Ergebnis des Jahres 2014, die Anzahl der neuen Firmen knapp darunter. Im Jahr 2014 hatten sich insgesamt 147 Betriebe mit 1728 Arbeitsplätzen zwischen Nord- und Ostsee niedergelassen. Diese Ansiedlungsbilanz stellten heute (2. Februar) Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Dr. Bernd Bösche, vor.
Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagten Wirtschaftsminister Meyer (Audio oben) und WTSH-Chef Bösche (Audiopfeils klicken):
„Die Zahlen sprechen für Kontinuität und Stabilität. Schleswig-Holstein behauptet sich in einem zunehmend schwierigeren Wettbewerbsumfeld. Der WTSH ist es gemeinsam mit den regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften gelungen, einmal mehr die Position des ,echten Nordens‘ als attraktiven Wirtschaftsstandort zu festigen“, sagte Meyer.
Als besonders erfreulich bezeichnete er die Ansiedlungszahlen im produzierenden Gewerbe. Während diesem Sektor im Jahr 2014 noch zehn Prozent der gesamten angesiedelten Unternehmen zuzuordnen waren, war der Anteil 2015 doppelt so hoch. Damit schuf das produzierende Gewerbe vergangenes Jahr genau ein Drittel aller neuen Arbeitsplätze, 2014 waren es gerade einmal acht Prozent.
Nach den Worten von Meyer und Bösche zeige gerade diese Entwicklung, dass Schleswig-Holstein als Standort für das produzierende Gewerbe attraktiv und die Landesregierung mit ihrer Industriestrategie auf dem richtigen Weg sei. „Unsere Wirtschaft ist geprägt durch Familienunternehmen und einen modernen Mittelstand. Im verarbeitenden Gewerbe verbinden sich moderne Formen der industriellen Fertigung mit mittelständischen Unternehmensstrukturen. Schleswig-Holstein hat also äußerst gute Voraussetzungen als Industriestandort“, so Meyer. Industrieunternehmen seien der dynamische Kern der Wirtschaft, sie würden attraktive Arbeitsplätze schaffen und sichern.
Wie WTSH-Chef Bösche sagte, sei Schleswig-Holstein auch 2015 erneut ein interessantes Ansiedlungsziel für ausländische Investoren gewesen. Die 13 neu angesiedelten Unternehmen allein würden bereits für 349 neue Arbeitsplätze sorgen. Im Vorjahr waren es 19 ausländische Unternehmen mit 401 Arbeitsplätzen. 2015 wurden fünf Unternehmen aus Dänemark angeworben, aus China vier und aus der Schweiz, Spanien, Frankreich sowie Finnland jeweils ein Betrieb. „Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hängt hauptsächlich mit der wirtschaftlichen Talfahrt in China und der daraus resultierenden geringeren Investitionstätigkeit auch in Deutschland zusammen“, so Bösche. Das Interesse chinesischer Unternehmen an Schleswig-Holstein sei aber grundsätzlich nach wie vor hoch.
Nach Analysen der WTSH steht Deutschland auch weiterhin stark im Fokus ausländischer Unternehmen. Als Beispiel nannte Bösche das Schweizer Unternehmen Condair Group AG, das sich 2015 für den Standort Nordport in Norderstedt entschieden habe. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Luftbefeuchtung und Verdunstungskühlung und wird in Norderstedt einen Produktions- und Logistikstandort errichten. Condair wird nach eigenen Angaben mittelfristig 200 Arbeitsplätze schaffen.
Gewerbegebier Nordport in Norderstedt: Hier siedelt sich nach Tesa nun auch der Klimaanlagen-Spezialist Condair an
„Der neue Condair-Standort im Nordport liegt sehr nahe am internationalen Flughafen und Hafen von Hamburg und wird zur Drehscheibe für die europäische Logistik des Unternehmens. Am Beispiel Condair konnten wir erneut unter Beweis stellen, wie gut die Zusammenarbeit und wie kurz die Wege in Schleswig-Holstein sind. Vor drei Jahren stellte die WTSH den Kontakt zu Condair her. Seitdem haben wir gemeinsam in vielen Gesprächen mit Condair die für das Unternehmen optimale Lösung im Nordport entwickelt. Der Büro- und Gewerbestandort Nordport zeigt heute mehr denn je die hohe Attraktivität für internationale Unternehmen“, so Marc Mario Bertermann, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Norderstedt (EGNO). Nach den Worten von WTSH- Geschäftsführer Bösche sei besonders erfreulich, dass es sich bei dieser Ansiedlung ebenfalls um ein Unternehmen des produzierenden Gewerbes handele.
Deutlich gestiegen ist im vergangenen Jahr die Anzahl an Unternehmen, die aus dem Bundesgebiet (außer aus Hamburg) nach Schleswig-Holstein kamen. 14 deutsche Betriebe entschieden sich für den Standort Schleswig-Holstein und werden für 314 Arbeitsplätze sorgen, mehr als doppelt so viele wie noch 2014. Aus Hamburg kamen 22 Unternehmen an den Standort Schleswig-Holstein.
Die aktuelle Ansiedlungsbilanz hat laut Meyer und Bösche keinen klaren Branchenschwerpunkt. Die Bandbreite reiche von Unternehmen der digitalen Wirtschaft, der Medizintechnik und der maritimen Wirtschaft bis hin zu Logistik und Tourismus. Knapp zwei Drittel der neu angesiedelten Unternehmen entstammen dem Dienstleistungssektor, etwas mehr als ein Fünftel sind dem Handel zuzurechnen.
Rund drei Viertel der angesiedelten Unternehmen haben weniger als zehn Mitarbeiter. Auch die durchschnittliche Betriebsgröße mit 13 Arbeitsplätzen pro Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben (Vorjahr 12).
„Die Ansiedlungsaktivitäten 2016 laufen gut an, wir haben bereits in den ersten Wochen positive Gespräche geführt, so zum Beispiel im Rahmen unserer Messetätigkeiten auf der Arab Health in Dubai im Januar. Auch zu Jahresbeginn gab es bereits konkrete Anfragen aus China“, so WTSH- Geschäftsführer Bösche.
Heute, 10.30 Uhr: Meyer und WTSH-Chef Bösche präsentieren Bilanz der Unternehmensansiedlungen 2015
Die Wirtschaftsförderer in Schleswig-Holstein ziehen Bilanz des Jahres 2015 und legen erneut ein solides Ergebnis neu angesiedelter Betriebe und der damit verbundenen geplanten Arbeitsplätze vor. Alle Einzelheiten gibt es dazu heute in einer Pressekonferenz bei der WTSH (Wirtschaftsfördeung und Technologie Transfer GmbH Schleswig-Holstein). Beginn: 10.30 WTSH neben dem Haus der Wirtschaft, Bergstraße.
Guter Jahresstart der Wirtschaft in SH: Die meisten Unternehmen blicken positiv in ihre Zukunft
Schleswig-Holsteins Unternehmen blicken überwiegend positiv in die Zukunft. «Wir rechnen in diesem Jahr mit 1,6 Prozent Wirtschaftswachstum», sagte die Präsidentin der Indutrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, Friederike Kühn, heuteb bei der Vorstellung des neuen Konjunkturklimaindexes in Kiel. Der stieg im vierten Quartal 2015 von 116 auf 122 Punkte. Das ist deutlich mehr als der langjährige Durchschnitt von 117 Punkten. Durch den schwachen Euro rechnen die Firmen mit wieder anziehenden Exporten.
Von den befragten Unternehmen bezeichneten 44,7 Prozent ihre Geschäftslage als gut (Vorquartal 41,7 Prozent), weitere 46 Prozent als befriedigend (47,6). Nur 9,9 Prozent (10,7) beurteilten ihre Situation als schlecht. «Die Betriebe sehen die weitere Entwicklung optimistisch», sagte Kühn. 27,6 Prozent erwarten eine Verbesserung der Situation (Vorquartal 21,3 Prozent), 54,1 Prozent zumindest eine gleichbleibende Lage (60,7). 18,3 Prozent (18,0) rechnen mit einer Verschlechterung.
Positiv bewertete die Kammer auch den Jahresstart. «Weder der Börsencrash in China noch der Flüchtlingsstrom haben sich bisher negativ auf die Konjunktur ausgewirkt», sagte Kühn. Die Unternehmen seien bereit, ihren Beitrag in der Flüchtlingsfrage zu leisten. Dreiviertel seien offen für die Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen oder das Angebot entsprechender Praktika. Allerdings erwarteten die Unternehmer, dass «2016 politische Lösungen für den schleppenden Infrastrukturausbau oder auch für die Integration der Flüchtlinge gefunden werden».
«Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt besser als im Vorjahr», sagte Kühn. Das nochmalige Sinken des Ölpreises trägt dazu bei. Sorgen bereiten den Betrieben neben dem Sanierungsstau aber auch die geopolitische Entwicklung und Grenzkontrollen.
Die Entwicklung verläuft in den Branchen unterschiedlich. Während sich die Industrie überwiegend befriedigend über die Lage äußert, verzeichnet die Bauwirtschaft zwar einen leichten Rückgang aufgrund saisonaler Gegebenheiten. Mit Blick auf den kommenden Frühlingsanfang deutet vieles aber auf eine Stimmungsverbesserung hin. Weniger zufrieden mit der Geschäftslage ist wegen des milden Winters aber der Einzelhandel.
Nochmals eingetrübt hat sich die Stimmungslage angesichts des Sanierungsstaus und Verzögerungen bei der Planung wie jüngst nach dem Fund eines verwaisten Adlerhorstes nahe der geplanten Trassenführung für die Küstenautobahn A20. «Wenn Planungen fehlerfrei gestaltet sind, kommt so etwas nicht vor», sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Michael Stein. Klagen gegen Verkehrsprojekte seien ein großes Problem. «Denn die touristischen Akteure müssen erreichbar sein.»
Kieler Weltwirtschaftspreis für Friede Springer und Mario Monti
Der ehemalige EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti und die Verlegerin Friede Springer erhalten in diesem Jahr den Kieler Weltwirtschaftlichen Preis. Als weiteren Preisträger verkündete der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Prof. Dennis Snower, den amerikanischen Nobelpreisträger Oliver Williamson. Das Institut, die Landeshauptstadt und die IHK Schleswig-Holstein würdigen mit der Auszeichnung Persönlichkeiten, die als Vordenker einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen und sozialen Gesellschaft Herausragendes geleistet haben.
Der nicht dotierte Preis wird zum zwölften Mal in den Kategorien Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vergeben. Die Festrede zur Preisverleihung während der Kieler Woche soll am 19. Juni Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) halten.
«Alle unsere Preisträger waren mutig genug, eine sehr komfortable Situation aufzugeben, um ihre Kraft und ihre Tugenden, teilweise auch gegen große Widerstände, in den Dienst einer größeren Sache zu stellen», sagte IfW-Präsident Snower. Alle drei hätten sich um eine freie und eigenverantwortliche Gesellschaft mit gemeinsamen, sozialen Werten verdient gemacht und damit der Lösung globaler Probleme einen fruchtbaren Boden bereitet. «Wandern zwischen Welten» sei diesmal die Grundidee für die Preisvergabe gewesen, sagte Snower.
Den in der Kategorie Politik nominierten Monti, ehemaliger EU-Wettbewerbskommissar und italienischer Ministerpräsident, lobte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) als streitbaren Geist und politischen Visionär. «Als international angesehener Wirtschaftsprofessor wagte er den Gang in die Praxis und zeigte in Brüssel mächtigen Konzernen ihre Grenzen, zum Wohle für alle Verbraucher.» Gegen viele Widerstände habe Monti dann in seinem Heimatland wichtige Reformen eingeleitet.
Friede Springer habe nach dem Tod ihres Mannes mit beispielloser Disziplin und Ausdauer den Springer Verlag in das neue Medienzeitalter geführt, sagte der Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein, Klaus-Hinrich Vater. «Sie fühlte sich dem Wohlergehen ihrer Mitarbeiter genauso verpflichtet wie einer an den Grundwerten der Freiheit und des Friedens ausgerichteten Berichterstattung.»
Nobelpreisträger Williamson habe eine sichere Position als Ingenieur aufgegeben, um in gleich drei wissenschaftlichen Disziplinen forschen zu können, sagte Snower über den dritten Preisträger. «Mit seinen Erkenntnissen über Transaktionskosten und Unternehmensfusionen trug er maßgeblich zu einer neuen Wettbewerbspolitik bei.»
Saisontypischer Anstieg, aber: Geringste Januar-Arbeitslosigkeit seit 23 Jahren
Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im Januar im Vergleich zum Dezember um 1400 auf 105 000 gestiegen. Allerding sei dieser saisontypische Anstieg deutlich geringer ausgefallen als in den Vorjahren, teilte die Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur heute in Kiel mit. Es sei die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1993. Nicht nur der milde Winter, auch die positive Grundverfassung des schleswig-holsteinischen Arbeitsmarktes sei für den geringeren Anstieg verantwortlich, sagte Regionaldirektionschefin Margit Haupt-Koopmann. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,0 Prozent.
„Damit zeigt sich der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein auch zum Jahresbeginn weiterhin in einer positiven Grundverfassung“, sagt Arbeits- und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Für ihn sei die Integration von Flüchtlingen mit gesicherter Bleiberechtsperspektive 2016 eine der wichtigsten Herausforderungen. Kommende Woche werde er gemeinsam mit der Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur, Margit Haupt-Koopmann, ein Bünndnispapier mit der Wirtschaft unterzeichnen. Alle Einzelheiten dazu hier: Presseerklärung vom Dezember
Mit gegenwärtig 15.277 arbeitslosen Ausländern ist Ausländerarbeitslosigkeit erneut im Vergleich zum Vormonat (+7,8%) als auch zum Vorjahresmonat (+19,5%) kräftig gestiegen; die Ausländerarbeitslosenquote beträgt gegenwärtig 21,7%. Die steigende Ausländerarbeitslosigkeit weist nach den Worten von Meyer deutlich darauf hin, dass viele Flüchtlinge mit Bleiberechtsperspektive in Kürze dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. „Mit ihrer Hilfe können die Auswirkung des demographischen Wandels und der damit verbundene Fachkräftemangel abgebremst werden. Nachwuchs für den Arbeitsmarkt wird gebraucht“, so Meyer. So stünden bereits im Januar 2016 deutlich mehr Jobs zur Verfügung (+32,0%) als im Vorjahr.
Neben der Herausforderung, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dürfen laut Meyer aber die anderen Gruppen nicht vergessen werden, deren Teilhabe an der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes eher gering ausfällt. Die Bemühungen, sowohl Langzeitarbeitslosen als auch älteren Fachkräften eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten, bleibe eine weitere große Herausforderung. So konnten im Vorjahresvergleich weder die Gruppe der Langzeitarbeitslosen (+0,4%) noch die der Älteren (+0,6%) von der guten Arbeitsmarktlage profitieren. Deshalb intensiviere die Landesregierung im Rahmen des Landesprogramms Arbeit mit der Förderung von weiteren elf Modellprojekten die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.
NOK-Verkehr im Gegenwind: Deutlicher Rückgang im Jahr 2015
90,6 Millionen Tonnen Ladung sind im vergangenen Jahr auf dem Nord-Ostsee-Kanal transportiert worden und damit etwa ein Zehntel weniger als 2014. Die Zahl der Schiffe sank von fast 32 600 auf knapp 32 100. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung verweist auf schwierige Rahmenbedingungen. Dazu gehörten Kollisionen mit Schleusentoren, Reparaturen, niedrige Treibstoffpreise und das Russland-Embargo. Die Zahl der Schiffe im Russland-Verkehr verringerte sich um rund 20 Prozent.
Dr. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt:
„Trotzdem blicken wir auf ein positives Jahr 2015. Mit dem Abschluss der Reparaturen an den vier Großen Schleusen des Kanals haben wir für die zunehmend größeren Schiffe wieder mehr Leistungsfähigkeit geschaffen. Die Ladungsmengen zeigen, dass der Nord-Ostsee-Kanal als wichtige Transitstrecke für die internationale Schifffahrt unverzichtbar ist. Einem starken Jahr 2016 steht nichts im Wege.“
Die Schifffahrt hat laut Witte auf die Freigabe der Großen Schleusen im Dezember unmittelbar reagiert. Die Anzahl der Schiffe im Kanal sei unmittelbar danach sichtbar angestiegen. Ein Drittel aller Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal sei auf die großen Schleusen angewiesen und transportiert zwei Drittel der Gesamtladung. Insgesamt 32.091 Schiffe nutzten 2015 die Passage durch den Kanal. In 2014 waren es 32.589 Schiffe.
Für den reinen Durchgangsverkehr bedeutet das 23.005 Schiffe, für den Teilstreckenverkehr 9.086 Schiffe. Bemerkenswert ist laut Witte, dass im Teilstrecken-verkehr 2015 mehr Schiffe als im Vorjahr verkehrten. 2015 waren es 9.086, 2014 8.491 Schiffe.
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus